Leon Goretzka

  • Ich würde bei Tolisso auch gerne die Rückrunde abwarten. Es kommt auch m. E. auch darauf an, ob wir wirklich einen aus Havertz/Coutinho verpflichten (was ich aktuell nicht hoffe)

    Ist aber eigentlich eine andere sache. Ich sehe Tolisso im gegensatz zu Goretzka nicht auf der offensiven 8 bzw 10. Eigentlich müsste sich Tolisso mit Thiago um den Platz streiten, ich hab aber nicht das gefühl das er dazu in der lage ist. Allgemein sollte er halt irgendwann mal wieder seine form finden, ist schon komisch bei ihm.

  • Wenn der FC Bayern für einen Havertz eine dreistellige Mio-Summe an den Rudi rüberschiebt, dann verlieren ALLE Verantwortlichen da reichlich Kredit bei mir.


    Der Typ ist das Geld nicht wert.

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • Ich sehe Tolisso eigentlich schon in Konkurrenz zu Goretzka. Zweikampfstark und stark im Abschluss.

    Bin gespannt ob er wieder in die Spur kommt. Momentan stehen da die Zeichen eher auf Abschied.

    Danger is my business

  • Ist aber eigentlich eine andere sache. Ich sehe Tolisso im gegensatz zu Goretzka nicht auf der offensiven 8 bzw 10. Eigentlich müsste sich Tolisso mit Thiago um den Platz streiten, ich hab aber nicht das gefühl das er dazu in der lage ist. Allgemein sollte er halt irgendwann mal wieder seine form finden, ist schon komisch bei ihm.

    Hmm. Sehe ich etwas anders. Zumindest dass Tolisso ein offensiver 8er ist. Seine Qualitäten um den gegnerischen 16er herum sind schon stark. Tolisso ist für mich ein klarer 8er. Als Konkurrent zu Thiago sehe ich ihn auch, wenn auch sicherlich als klarer Herausforderer.


    Für mich ist Goretzka vorrangig auf der Position hinter Lewandowski zu Hause. Das kann man jetzt OM, 10, HS oder sonstwie nennen. Er ist für mich jedenfalls definitiv kein kreativer Aufbauspieler wie Kimmich und vorallem Thiago oder mit Abstrichen Tolisso und Cuisance (wenn er es mal hier packen sollte).


    Gleichwohl sehe ich Goretzka aber auf jeden Fall als taktische Option auf der 8, wenn wir bspw. die Brechstange rausholen müssen.


    Wie auch immer. Mein Wunsch wäre, dass man aufhört, Müller als RA einzuplanen und die Suche nach der 10 einzustellen. Für mich persönlich reicht diese Zentrale aus, auch wenn uns Coutinho nächste Saison verlässt. Da habe ich lieber einen 10er weniger im Kader und einen RA mehr. Die Suche nach der ewigen 10 geht jetzt schon bis auf Götze zurück und keiner von denen hat hier nachhaltig eingeschlagen. Dabei haben wir 2 Spieler im Kader, die auf der Position Super funktionieren...

  • Ballack über Goretzka: "Spielstil ähnelt meinem von früher"

    Nach dem Gala-Auftritt beim 5:0-Sieg gegen den FC Schalke 04 wurde Leon Goretzka mit Michael Ballack verglichen. Bei Sport 1 äußerte sich der Ex-FCB-Profi nun dazu. "Die Vergleiche mit Leon Goretzka habe ich mitbekommen. Sein Spielstil ähnelt meinem von früher. Leon hat als Mittelspieler einen großen Vorteil: Er ist torgefährlich. Diese Spieler machen den Unterschied aus", sagte Ballack.


    Spox.com

  • Wundert mich, dass keiner was zu Gore schreibt; nach zuletzt guten Spielen fand ich ihn gestern unterirdisch...null Zugriff auf das Spiel, einer der Gründe für mich (wenn auch sicher nicht der Einzige), weshalb wir gestern so schlecht ausgesehen haben.

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  • Wundert mich, dass keiner was zu Gore schreibt; nach zuletzt guten Spielen fand ich ihn gestern unterirdisch...null Zugriff auf das Spiel, einer der Gründe für mich (wenn auch sicher nicht der Einzige), weshalb wir gestern so schlecht ausgesehen haben.

    Man müsste halt konsequenterweise entweder in jeden Spieler Thread (außer Davies) gehen und schreiben, dass das gestern nicht viel war oder es halt bei keinem machen. Ich sehe nach dem Spiel gestern keine Veranlassung dazu, irgendeinen Spieler negativ herauszuheben. Das war bis auf die ersten 30 Minuten von der ganzen Mannschaft unter den Möglichkeiten.

  • Man müsste halt konsequenterweise entweder in jeden Spieler Thread (außer Davies) gehen und schreiben, dass das gestern nicht viel war oder es halt bei keinem machen. Ich sehe nach dem Spiel gestern keine Veranlassung dazu, irgendeinen Spieler negativ herauszuheben. Das war bis auf die ersten 30 Minuten von der ganzen Mannschaft unter den Möglichkeiten.

    Da schließe ich mich an. Das war gestern generell ein kollektives Versagen bei dem eigentlich kein Spieler wirklich überzeugen konnte.

    Die Spieler waren alle sichtlich bemüht haben aber keinen Spielzugriff mehr bekommen in der 2. Halbzeit.


    Momentan läuft es halt so das wir einen Spielzugriff nicht wieder gewinnen können wenn er mal weg ist. Das ist aber ein mannschaftliches Problem und nicht das Problem einzelner Spieler.

  • Heute wieder bei Sport1 ein Bericht über Goretzka und wie er zu den ganzen Themen steht. Ein Fußballer, der sich in solch wichtigen Themen bezüglich der schei* AfD nicht zurückhält, der klar seine Meinung äußert und versucht Menschen wach zu rütteln. Der hat enorm viel in der Birne!

  • Heute wieder bei Sport1 ein Bericht über Goretzka und wie er zu den ganzen Themen steht. Ein Fußballer, der sich in solch wichtigen Themen bezüglich der schei* AfD nicht zurückhält, der klar seine Meinung äußert und versucht Menschen wach zu rütteln. Der hat enorm viel in der Birne!

    Hier ist ein langes Interview mit ihm dazu:


    https://www.spox.com/de/sport/…rationslager-afd-itw.html


    Toller Typ. Gerne mehr davon.

  • Soll sich auf den Sport konzentrieren. Hat er genug mit zu tun.

    Was ist denn dein dummes Problem? Gerade in der heutigen Zeit ist es mehr als wichtig, dass Personen aus der Öffentlichkeit nicht schweigend zu sehen!


    In diesem Sinne, völlig verblödeter Kommentar von dir.

  • Das komplette Interview aus dem Spiegel aus der letzten Ausgabe.





    SPIEGEL: Herr Goretzka, wird in der Kabine des FC Bayern über Politik geredet?

    Goretzka: In der Kabine nicht, da dreht sich fast alles nur um Fußball. Aber wenn ich mit Kollegen auf einen Kaffee ausgehe, dann reden wir natürlich über politische Themen, weil sich viele dafür interessieren. Wir wissen schon, dass es mehr gibt als Fußball.



    SPIEGEL: Es werden in deutschen Stadien Spieler rassistisch beleidigt, wie kürzlich Jordan Torunarigha von Hertha BSC bei Schalke. Wir erleben Antisemitismus, Nationalismus. Beunruhigt Sie das?

    Goretzka: Gerade weil diese Themen leider so eine Aktualität bekommen haben, habe ich für mich entschieden, dass es höchste Zeit ist, mich dagegen klar zu positionieren. Auslöser war das Video eines Journalisten nach dem Länderspiel gegen Serbien in Wolfsburg im vergangenen März. Darin berichtete der Mann von rassistischen Beschimpfungen auf der Tribüne gegen zwei unserer Spieler. Wie sehr ihn dieser Vorfall angefasst hat, das hat mich bewegt und zum Nachdenken gebracht. Eigentlich hatte ich geglaubt, dass wir in unserem Land schon wesentlich weiter sind.



    SPIEGEL: Sie sagten nach dem Vorfall: »Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. Da antwortet man auf die Frage nach der Nationalität mit Schalke, Dortmund oder Bochum.«

    Goretzka: Es war mir ein Anliegen, die Initiative zu ergreifen. Ich wollte und will ganz bewusst dazu aufrufen, dass man gegen Leute, die sich rassistisch äußern, vorgeht. Es gab damals in Wolfsburg zu viele Leute, die den Vorfall miterlebt hatten, aber nicht eingeschritten sind. Dabei ist es doch gerade in solchen Situationen angebracht, wenigstens die Symptome zu bekämpfen. Die Ursachen liegen ganz woanders, aber es wäre schon viel geholfen, wenn sich jeder an der Nase packt und den Mut hat, den Mund dagegen aufzumachen. Ein tolles Beispiel dafür war das Einschreiten der Fans beim Spiel zwischen Münster und Würzburg in der vergangenen Woche. Die Zuschauer hatten einen Mann, der Affenlaute gegen einen Spieler geäußert hatte, beim Ordner gemeldet, sodass die Polizei ihn festnehmen konnte. Rassismus muss im Keim erstickt und sanktioniert werden.



    SPIEGEL: Sie wurden nach Ihrem Kind-des-Ruhrpotts-Spruch in E-Mails übel beschimpft und haben diese veröffentlicht. Warum haben Sie das getan?

    Goretzka: Um ganz bewusst ein Zeichen zu setzen, dass solche Reaktionen uns nicht davon abhalten dürfen, grundsätzlich unsere Meinung zu vertreten und für sie auch einzustehen.



    SPIEGEL: Warum trauen sich das so wenige Spieler?

    Goretzka: Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens, dass man mit einer klaren Haltung und Position polarisiert und gerade in den sozialen Netzwerken Gefahr läuft, extremen Gegenwind zu bekommen. Da kommen dann Aussagen wie: Du bist kein Politiker! Spiel gefälligst nur Fußball!



    SPIEGEL: Wurde Ihnen von Beratern oder dem Verein schon mal geraten, grundsätzlich eher Banales von sich zu geben, um keine Angriffsfläche zu bieten?

    Goretzka: Mir selbst gar nicht. Ich weiß genau, wo ich was sagen kann und zu welchen Themen ich mich äußere. Zu meiner Aussage damals wardas Feedback auch rückblickend insgesamt sehr positiv.



    SPIEGEL: Und der zweite Grund?

    Goretzka: Als Fußballer ist man generell vorsichtig mit öffentlichen Äußerungen, weil wir wissen, was manchmal daraus gemacht wird von Medienund allen, die in diesem Karussell mitfahren. Nehmen Sie nur den Zwischenfall mit mir und Jérôme Boateng vor drei Wochen.



    SPIEGEL: Sie haben sich mit Ihrem Mitspieler im Training gestritten, es wurde ein bisschen herumgeschubst.

    Goretzka: Für Jérôme und mich war das Thema nach drei Minuten erledigt. Aber medial wurde dieser Vorfall derart aufgeputscht, mit Breaking News und Live-Schalten vom Trainingsgelände, dass man fast denken konnte, da wäre gerade ein Terroranschlag passiert. Das ist nur ein Beispiel, welche Dynamik gewisse Situationen entwickeln. Deswegen halten sich viele Profis zurück, weil sie wissen, dass man sehr schnell diskreditiert wird und sein Gesicht verlieren kann.



    SPIEGEL: Wie lief das danach ab, haben Sie und Ihr Kollege darüber gesprochenund aufgrund der öffentlichen Erörterung des Vorfalls entschieden, eine Klarstellung zu veröffentlichen? Oder wurden Sie beidevom Verein gedrängt?

    Goretzka: Das war unsere Eigeninitiative. So ein Streit kann im Sport passieren, trotzdem habe ich mich dafür geschämt. Um dem Ganzen den Wind aus den Segeln zu nehmen, kam Jérôme später zu mir, wir haben ein gemeinsames Foto gemacht und es auf Instagram gestellt. Fall erledigt.



    SPIEGEL: Profifußballer nutzen die sozialen Medien häufig zur Selbstdarstellung. Da sieht man dann Spieler, die sich Goldsteaks servieren lassen oder sich vor protzigen Autos in Pose werfen. Was soll das?

    Goretzka: Ich möchte da gar nicht übermäßig moralisch wirken und wie die Vernunft in Person auftreten. Wir als Profis leisten viel und verdienen extrem viel, und auch ich gönne mir gern den einen oder anderen Luxus. Der Punkt ist nur: ob ich mich damit präsentieren muss. Ob ich mich darüber definiere. Ob ich gar glaube, etwas Besseres zu sein.



    SPIEGEL: Hält man sich als Spieler des FC Bayern München nicht automatisch für etwas Besseres?

    Goretzka: Bodenhaftung schließt ja Selbstbewusstsein nicht aus. Natürlich bewege ich mich als Spieler des FC Bayern in einer Umgebung, wo du von dir selbst überzeugt sein und teilweise auch die Ellbogen ausfahren musst. Du musst dich gut finden, um das zu schaffen, was hier verlangt wird. Du musst auf dem Platz auch einen Hang zur Arroganz haben. Das heißt aber nicht, dass man nach Abpfiff nicht wieder geerdet sein kann.



    SPIEGEL: Wie haben Sie Ihre kritische Haltung entwickelt?

    Goretzka: Das kam mit der Zeit. Der Politikunterricht, den ich in der Schule hatte, war eine Katastrophe. Irgendwann habe ich angefangen, Zeitung zu lesen. Mein Interesse an Entwicklungen in der Gesellschaft und bestimmten Zusammenhängen wurde immer größer. So bin ich da reingewachsen. Vorige Woche habe ich die KZ-Gedenkstätte in Dachau besucht. Mich interessiert, was damals passiert ist. Wir sind alle gefordert, dass sich diese unfassbar schrecklichen Ereignisse nicht wiederholen. Niemals.



    SPIEGEL: Ihrem früheren Mitspieler beim FC Schalke 04, Julian Draxler, hat der ehemalige Trainer Felix Magath einst vom Abitur abgeraten, weil er das als Profi eh nicht mehr brauchte.

    Goretzka: An diese Situation kann ich mich gut erinnern, genau darüber hatten wir damals zu Hause gesprochen. Meinem Vater gefiel das gar nicht. Er bestärkte mich auf meinem Weg zum Abitur. Ich bin zwei Jahre parallel gefahren mit Profifußball, dem täglichen Training und dem Abi-Stress, daswar schon krass. Länger hätte ich das nicht durchgehalten. Abends bin ich nur noch ins Bett gefallen, so platt war ich.



    SPIEGEL: Der Freiburger Stürmer Nils Petersen hat mal gesagt, er habe als Fußballer das Gefühl, als würde er verblöden. Können Sie das nachvollziehen?

    Goretzka: Ich weiß schon, was Nils damit gemeint hat. Dass ich als Profi immer jemanden im Umfeld habe, der mir mein Auto anmeldet, sich um die Versicherungen kümmert und auch sonst alles erledigt.



    SPIEGEL: Also hat Petersen recht?

    Goretzka: Finde ich nicht. Wenn ich wach und offen durchs Leben gehe, dann kann ich mich als Person weiterentwickeln. Wenn ich nur daran denke, mit wie vielen anderen Kulturen ich zusammenkomme, wie viele Länder ich bereise, wie viele Sprachen ich höre, auch wenn ich gestehen muss, dass ich selbst bei Fremdsprachen sehr mau unterwegs bin. Aber manchmal triffst du Spieler, die sprechen vier, fünf Sprachen. Das ist einfach toll.



    SPIEGEL: Sie haben kürzlich gesagt, Sie hätten Sorge um die nächste Spielergeneration. Warum?

    Goretzka: Ach, was ich mir einfach wünschen würde, wäre eine Welt ohne Smartphones. Ich gehöre zur letzten Fußballergeneration, die ohne Handy groß geworden ist. Ich war noch einer, der bis Sonnenuntergang auf dem Bolzplatz kickte. Doch solche Typen werden in diesen digitalisierten Zeiten immer weniger.



    SPIEGEL: In den Nachwuchsakademien der Bundesligaklubs werden die Talente auch täglich im Training gedrillt. Was ist da bei den Jüngeren heute anders?

    Goretzka: Das Mindsetting bei den Jungen hat sich geändert. Die haben ein Problem damit zu verstehen, dass zum Fußballprofiauch viel Arbeit gehört und man Prioritäten setzen muss, wenn man weiterkommen will. Man darf das alles natürlich nicht pauschalisieren. Aber einige meiner Kollegen beim FC Bayern und ich haben schon das Gefühl, dass unser Weg noch ein anderer war als der heutiger Jugendspieler.



    SPIEGEL: Es mangelt den jungen Spielern an Ehrgeiz?

    Goretzka: Viele wollen den letzten Schritt nicht gehen, sie geben sich mit dem zufrieden, was sie erreicht haben. Manche verdienen in der A-Jugend schon so viel Geld, dass ihnen der Hunger auf Erfolg verloren geht. Wenn man sich aber zu früh zufriedengibt, dann ist es der Anfang vom Ende.




    Der Junge scheint über den Tellerrand hinaus zu schauen. Sehr reflektiert und sympathisch. Und mit seiner Einstellung ist er bei uns genau im richtigen Verein!




    Niemand ist größer als der Verein!