Merkel 4.0

  • nochmal zur erinnerung... wir befinden uns hier noch immer in einem land, was mit einer halben handvoll anderer länder im bereich "soziale leistungen" noch immer ganz weit oben steht...


    es ist naiv und blauäugig zu glauben, dass es ein system gibt, was von menschen geleitet allen gleichermaßen gerecht werden kann... das ist utopie!...

    Das komplette Wirtschaftssystem basiert auf Schulden. Jeder Staat dieser Welt, mit Ausnahme der Ölstaaten vielleicht, hat Schulden. Nicht zu knapp. Selbst die Wirtschaftsexperten erklären doch immer wieder, dass die schwarze Null im Grunde so toll gar nicht ist und man stattdessen Schulden mache solle.


    Wenn wir als Staat also im Grunde von Geld leben, das es gar nicht gibt, warum ist es dann ein Problem, dass Menschen Geld ohne Gegenleistung bekommen? Dann macht der Staat eben ein paar Schulden mehr, dafür geben die Leute das Geld auch wieder aus und kurbeln die Konjunktur an. Ist es nicht genau das, was das oberste Gebot ist?


    Das komplette System ist doch fürn Arsch und es wird in Zukunft nicht besser, wenn immer mehr Jobs durch Roboter ersetzt werden. Und es wird nicht jeder Arbeiter plötzlich zum IT Techniker oder Controller.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • und wie bitte meint ihr, müsste man es regeln, damit alle so hervorragend leben können, wie ihr euch das gerne vorstellt?...


    nochmal zur erinnerung... wir befinden uns hier noch immer in einem land, was mit einer halben handvoll anderer länder im bereich "soziale leistungen" noch immer ganz weit oben steht...

    Den Punkt, dass es nun wahrlich auch schlechter laufen kann als bei uns, finde ich richtig und wichtig. Und es geht mir in der aktuellen Diskussion auch nicht darum, dass "alle hervorragend leben" können. Selbst Spahn kann ich bis zu einem gewissen Punkt folgen. Das nur zur Einordnung.


    Ansätze, das Auseinanderdriften der Einkommen und Vermögen zu stoppen und umzukehren, gibt es viele. Steuerlich ließe sich da sicher was machen. Aber auch im Bereich der Immobilien, der Mieten usw. Wie das anzugehen ist, muss die Gesellschaft entscheiden. Wichtig ist, DASS sie es angeht. Bei unserer aktuellen Regierung sehe ich gar nichts, das in diese Richtung ginge. Im Gegenteil.

    Uli. Hass weg!

  • Melde mich hiermit letzmalig zu diesem Thema.
    Traurig finde ich das es in unserem Land immer noch 1 Euro Jobs gibt und diese auch noch als Salonfähig erklärt werden.
    Arbeit dürfte meiner Meinung nach ausschließlich von der Agentur für Arbeit vermittelt werden.
    Zeitarbeitsfirmen müssten mit sofortiger Wirkung für unzulässig erklärt werden (Sklavenmarkt ist ja auch mittlerweile bei uns verboten).
    Arbeitgeber die sogar den mikrigen Mindestlohn mit allen möglichen Tricks aushebeln, sollten vernünftig dafür bestraft werden. Z.b. sollten Sie das dreifache des eingesparten nicht bezahlten Lohnes nachzahlen.


    Im allgemeinen würde ich vorschlagen sich mal selbst zu hinterfragen und sich zu zügeln mit Ausdrücken wie "Schmarotzer" oder "zu faul"
    denn, der Schwager einer Freundin, meiner Cousine und dessen Mann sein Arbeitskollege kennt einen, der hat aber ......


    Man sollte auch bedenken das Harz IV nicht am Anfang der Arbeitslosigkeit steht. Es beginnt ja mit der Arbeitslosigkeit erstmal der Anspruch auf ALG 1 (was im übrigen bedeutet das ein Versicherungsfall eingetreten ist)
    Sagen wir mal Mr.X hat 12 Monate Anspruch auf ALG1, sobald dieser Anspruch erloschen ist würde Mr.X aufgrund seiner Vermögensverhältnisse in Harz IV übergehen. Und jetzt erwarten wir das, was die Agentur für Arbeit ein ganzes langes Jahr lang nicht geschafft hat wir erwarten das Mr.X einen Job findet.
    Nun ja...

    Tuchel .... der Kelch ist an uns vorübergegangen DANKE !!!

  • Es ist aber auch ziemlich einfach, die Suche nach einem geeigneten Beruf/einer neuen Stelle auf die Agentur für Arbeit abzuwälzen und so zu tun, als müsse es vom Arbeitslosen selbst keine Initiative geben...

  • In der tat einfach - Einfach absurd!


    Wenn auf der einen Seite empfohlen wird, jemand der Hartz IV nicht als Armut empfindet, möge mal von Hartz IV leben, kann ich denen, die hier meinen, das wären in der Mehrheit alles Leute, die arbeiten wollen und von unfähigen Sozialämtern und Arbeitsagenturen daran gehindert werden, nur empfehlen, selbst mal einen Monat auf der anderen Seite des Tisches zu verbringen...

    @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
    #Uliout - Schließt Euch an!

  • Wenn wir als Staat also im Grunde von Geld leben, das es gar nicht gibt, warum ist es dann ein Problem, dass Menschen Geld ohne Gegenleistung bekommen?

    weil es sich um menschen handelt, die nicht ein einziges mal was für dieses system getan haben, egal, wie beschissen es sein mag...
    abgewälzt wird der mist aber auf die hart arbeitende gesellschaft und von denen gibt es in der tat eine ganze menge... quasi die stützen dieser nation...
    sorry, aber ich werde solche leute einfach nie in schutz nehmen können... nicht, wenn sie alle fähigkeiten mitbringen, ihr brot zu verdienen...


    das, was ihr hier beschreibt, oder diskutiert, ist zwar im großteil richtig, aber entspricht nunmal nicht der realität... ich kann nunmal nur mit dem arbeiten, was ich vorfinde und nicht mit dem, was ich mir vorstelle...


    will der mensch dieses ganze system ändern, müsste er selbst sein leben auf den prüfstand stellen und nicht den ganzen luxusgütern nachjagen und sich diese auch gegenseitig vorhalten...
    ergo... wir gehen zurück in die höhle und ernähren uns von tieren und beeren...


    aber es muss klar sein, dass der kapitalismus sich nicht aufhalten lässt, genauso wenig, wie die klimaänderung und unsere generell verschwenderische und umweltfeindliche lebensweise...


    ganz ehrlich?... mit 20 habe ich mir auch noch den kopf über diese teilweise perverse welt zerbrochen, aber außer dass es einen eher krank macht, hat es zu nichts geführt...


    jeder soll zusehen, dass er seinen möglichen teil dazu beiträgt, die welt ein stückweit besser zu machen, um unser schicksal auf zeit spielen zu lassen... mehr geht nicht...


    aber nochmal zurück zu meinem thema und weg von der globalität...


    ich kann weiterhin nicht nachvollziehen, warum man sich hier so dermaßen stark dafür macht, dass schmarotzer dieses sicherlich nicht tollen systems den lenz schieben und dafür noch applaus bekommen sollen!?... soll das der beitrag sein, der zu leisten ist, um auf ein löchriges system aufmerksam zu machen?... ist das der teil, der dazu beitragen soll, dass JEDER die welt ein stück besser machen kann?...


    na dann...


    meinen segen haben diese menschen nicht und das sage ich hier auch klar und deutlich, egal, auf welches ross ihr mich setzen wollt... ich weiß, woher ich komme, was ich gesehen habe und was ich aufgebaut habe... ohne die besten voraussetzungen gehabt zu haben, wie ein dickes erbe, den "goldenen löffel", oder eine geniale infrastruktur... der großteil meines lebens hat sich u.a. im bereits national bekannten duisburg-marxloh abgespielt und wer mir erzählen will, was er alles nicht kann und nicht tun muss, vor dem habe ich einfach null respekt!... so einfach ist das...


    wer meint, mir also damit an die karre pinkeln zu wollen, ich wüsste nicht, wovon ich rede, sollte besser nochmal ganz ganz tief in sich gehen...
    wir können gerne geteilter meinung sein, aber "besser" habe ich es sicherlich nicht gehabt...
    mein weg führte u.a. vor meiner ausbildung zum damaligen arbeitsamt, weil ich die schule geschmissen habe... manchmal kommt es auch darauf an, wie ICH den anderen begegne und wenn man nicht ständig in der forderungsrolle auftritt, merkt man schnell, wie höflich, nett und anständig auch der "doofe sachbearbeiter" am amt sein kann...
    ich kann jedenfalls nichts schlechtes von meiner damaligen erfahrungen mit dem arbeitsamt berichten, weiß aber sicherlich auch, dass es bei einigen ämtern nicht immer rund läuft, keine frage... aber vielleicht sollte sich jeder auch mal selbst überprüfen, ob er auch wirklich alles in seiner macht stehende getan hat, um aus der shice rauszukommen und das wage ich dann doch stark zu bezweifeln... über eine handvoll reden wir hier sicherlich nicht.. wie gesagt... ich alleine kenne schon mindestens ein halbes dutzend von "meinen freunden", wo vor allem andere schuld am eigenen versagen haben...


    nix für ungut, aber mit so einer einstellung kann ich null und gar nix anfangen... braucht man auch nicht schöner reden, als es ist...

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  • aber nochmal zurück zu meinem thema und weg von der globalität...


    ich kann weiterhin nicht nachvollziehen, warum man sich hier so dermaßen stark dafür macht, dass schmarotzer dieses sicherlich nicht tollen systems den lenz schieben und dafür noch applaus bekommen sollen!?... soll das der beitrag sein, der zu leisten ist, um auf ein löchriges system aufmerksam zu machen?... ist das der teil, der dazu beitragen soll, dass JEDER die welt ein stück besser machen kann?...

    Der Punkt ist der, dass du wiederholt alle über einen Kamm zu scheren scheinst.
    Keiner hier bestreitet, dass es schwarze Schafe gibt, aber bei dir hört es sich so an als wäre es vollkommen in Ordnung 99% der vernünftigen Arbeitssuchenden zu drangsalieren, solang man nur das eine faule Prozent auch erwischt. Ganz davon abgesehen, dass selbst diese 99% bei dir nicht sonderlich gut wegkommen. Du sprichst von Menschen, die "noch nie" eingezahlt haben. Wie viele sind denn das? Von mir aus lass es ein paar Zehntausend sein. Das sind zu viele, aber doch keine Zahl an der das System kaputt geht und die es rechtfertigen würde, die anderen 2-3 Millionen so mit Maßnahmen zu überschütten wie es teilweise getan wird. Da wird 99 Leuten das Leben schwer gemacht, damit man einen faulen Apfel erwischt. Das kann es doch nicht sein.


    Ich selbst musste schon einmal gegen die Agentur klagen und habe recht bekommen. Warum? Weil die Agentur Forderungen stellt, aber eben dann von nichts mehr wissen wollte als es um die Übernahme der Kosten ging. Sind es nicht 2/3 der Urteile vor Verwaltungsgerichten, die im Rahmen von Hartz IV am Ende zu Gunsten der Kläger entschieden werden und gegen die Agentur?


    Allein das Geld, dass man bei dem Unsinn einsparen könnte, finanziert schon die faulen Äpfel.


    Du sprichst auch von deiner Realität. In meiner "Realität" kenne ich niemanden, der sich wirklich auf Hartz IV ausruht oder ausgeruht hat. Dass es Menschen gibt, die sich schwarz noch etwas nebenbei verdienen, ist sicher richtig, aber doch ein ganz anderes Problem.


    @tm1416


    Ich habe nicht gesagt, dass die Suche nach einem Arbeitsplatz der Agentur überlassen werden sollte. In keinster Weise habe ich gesagt, dass sich der Arbeitslose ausruhen soll. Wenn aber bei der Agentur zu 90% nur Zeitarbeitfirmen Jobs listen und selbst die Mitarbeiter der Agentur mir bei Gesprächen schon gesagt haben, ich brauche diese und jene Vermittlungsfirma gar nicht beachten, weil sie nur das System zumüllen, dann frage ich mich schon, warum das geduldet wird.


    Zudem frage ich mich wie schwerwiegend der Fachkräftemangel sein kann, wenn all diese Firmen entweder nur über die Zeitarbeit Leute suchen, aber eben selbst keine Annoncen schalten. Sucht man dann am Ende wirklich den besten Mitarbeiter, oder einfach nur einen, der wenig Aufwand bei der Suche macht? Anders kann ich es mir nicht erklären, dass die Anlaufstelle Nummer 1 für Arbeitssuchende so ignoriert wird. Klar kann ich mich auch direkt bewerben. Machen viele sicher auch. Trotzdem verzichtet man auf die Möglichkeit geeignete Kandidaten zu finden.


    Da muss sich dann auch keiner wundern, wenn Leute Vermittlungsvorschläge der Agentur nicht ernst nehmen. Erst am Mittwoch habe ich selbst nach 10 min Bewerbungsgespräch erlebt, dass der ausgeschriebene Job nicht im Ansatz etwas mit dem zu tun hatte, was man mir dann im Gespräch anbieten wollte. Einmal bewarb ich mich auf eine Bürostelle und wurde gefragt, ob ich den LKW fahren dürfe.
    Eine Kollegin bekam ohne jede Logik den Job einer Personal Trainerin angeboten. Die gute Frau arbeitet im Büro. Eine andere Kollegin war zwei mal hier zum Gespräch bei einem Vermittler. Bei Vertragsunterzeichnung hieß es dann plötzlich, dass der Arbeitsort am anderen Ende der Republik sein solle.


    Bei solchen Absurditäten muss sich doch niemand wundern, wenn die Menschen bei der Arbeitssuche nur noch mit Skepsis und Zurückhaltung reagieren und das ganze als Hoffnungslos abtun.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • von welchen leuten spreche ich denn hier?... von denen, die aus krankheitsgründen auf dieses system angewiesen sind?... von denjenigen, die zum großteil nicht aus freien stücken dort gelandet sind, aber auch gewillt sind, wieder an arbeit zu kommen?... von der alleinerziehenden mutter, die sitzen gelassen wurde?...
    die habe ich doch kategorisch ausgeschlossen...
    erwerbsfähige hartz4 empfänger sind zudem erstmal gegenüber den nicht-erwerbsfähigen weit in der überzahl...
    ja, einige von denen haben sicherlich auch, trotz aller anstrengungen, vermutlich nicht das quentchen glück, dass es braucht, um wieder voll in lohn und brot zu stehen, oder aus anderen gründen keine möglichkeit, die nachvollziehbar ist...


    du behauptest ja, dass die anzahl von schmarotzern gering wäre... in der tat lässt sich das statistisch kaum belegen, ebensowenig, wie deine behauptung, die leute würden ja alles dafür tun, aber vor allem das jobcenter verbaut da angeblich vieles... klingt auch ziemlich pauschal, meinst du nicht?...


    ich bin nach wie vor aber davon überzeugt, dass bei rund 70% der erwerbsfähigen hartz4 empfänger nicht von jedem alles getan wird, wieder an den start zu kommen und nicht nur das jobcenter schuld daran ist, dass sie es nicht packen... wobei es ja durchaus eine deutsche tugend ist, die schuld erstmal woander zu suchen...


    aber eine "ausrede" hast du ja selbst schon geliefert... immerhin sei es ja klar, dass man nicht jeden job annehmen würde/müsste...
    wer entscheidet eigentlich darüber, welcher job zumutbar ist und ob er entsprechend vernünftig bezahlt wird?...


    Dass es Menschen gibt, die sich schwarz noch etwas nebenbei verdienen, ist sicher richtig, aber doch ein ganz anderes Problem.

    es ist nicht nur ein "anderes" problem...
    da beziehen leute sozialleistungen, die das arbeitende volk bezahlt!... nebenher machen sie sich dann noch von dem schwarzgeld ein buntes leben... ja, ganz tolle sache...


    aber gut... ist ein schwieriges thema und jeder hat da seine eigene sicht der dinge, begründet aus dem eigenen erfahrungsschatz... vielleicht belassen wir es einfach dabei, dass man hier auf keinen nenner kommt... ist auch nicht dramatisch, davon ab...
    ich finde nur, dass in diesem land viel zu häufig immer mit dem finger auf andere gezeigt wird und das, obwohl selbst das "arme volk" in diesem land noch immer weitaus besser wegkommt, als in sehr vielen teilen der welt...
    das bedeutet sicherlich nicht, dass es hier keinen verbesserungsbedarf gibt...
    alleine die ganze shice bürokratie gehört zum großteil abgeschafft und dafür eine instanz aufgebaut, die kernprobleme vernünftig kontrolliert/verwaltet...

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • Dann explodiert aber die Zahl der Hartz Vierler ganz extrem :D

    kann ich mir nicht vorstellen, denn die leute sind immerhin alle korrekt und haben nur pech und die ganze bürokratie verbaut denen vieles, um wieder voll ins berufsleben starten zu können... :P;)

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • ja gut... der grund des riesigen bürokratischen verwaltungsaktes liegt sicherlich zum großteil darin begründet, dass es arbeitsplätze schafft... wohl wahr... diesen abzuschaffen würde gewaltig viele arbeitsplätze kosten...
    aber da könnte man dann ja weiterhin die gelder zahlen, bis sie in rente gehen und die stellen dennoch abbauen bzw. nicht neu besetzen... sowas gibt´s ja auch schon längst, davon ab...


    dass das über jahrzehnte andauert ist klar... aber passieren muss da was...

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • Wenn man nicht wüsste, dass die Frau bei der SPD ist, würde man sie glatt woanders einordnen. Sind das nicht alles Rassisten, die so etwas sagen bzw. gesagt haben?


    "Ja, den habe ich. Man kann mit der Wirklichkeit ideologisch umgehen und Botschaften verkünden wie: Wir leben in einer bunten Stadt, in der alles schön ist. Oder: Wir müssen nur viele Angebote machen, dann funktioniert das schon …
    Was ist daran so schlimm?
    Das ist ein Trugschluss, das funktioniert nicht. Wir machen ja schon sehr viele Angebote. Aber die müssen auch angenommen werden. Es geht dabei um Fragen wie: Kommen Kinder regelmäßig in die Schule? Haben junge Frauen aus Einwandererfamilien das Recht auf Selbstbestimmung bei der Partnerwahl?
    Damit darf sich der Staat nicht abfinden?
    Nein. So wenig wie er sich damit abfinden darf, dass Frauen aus religiösen oder kulturellen Gründen die Gleichberechtigung verweigert wird. Wir dürfen uns mit Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Unsicherheit nicht abfinden. Ich bin eine große Anhängerin pragmatischer Politik und der erste Schritt dazu ist, dass man die Dinge beim Namen nennt.
    Wo haben Sie erlebt, dass Probleme verleugnet wurden?
    Als ich das Problem organisierter Clan-Kriminalität aufgegriffen habe, hieß es von einigen: Das geht nicht, das ist diskriminierend, das schürt Vorurteile gegen Menschen aus dem Nahen oder Mittleren Osten. Sollen wir deshalb dem Ausbreiten solcher Formen von Kriminalität tatenlos zusehen? Ich meine: nein!"


    https://www.tagesspiegel.de/po…-neukoellns/21082358.html


    Wenn ich so etwas lese, dann bin ich wieder etwas optimistischer, dass "die da Oben" doch noch nicht alle blind und taub sind.
    Hätte man etwas früher auf solche Leute gehört oder hätten diese Leute sich früher bemerkbar gemacht, dann gäbe es die AFD in der jetzigen Form nicht. Bin mal gespannt, wie lange so was anhält.

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  • Auch ohne ihren Namen gelesen zu haben, wusste man ja sofort, von wem sie stammen. Bezirksbürgermeister in Neukölln gilt inzwischen als Kariere-Sprungbrett. Bücher verkaufen, Talkshows, Bundesminister - alles ist möglich.


    Bis zu einem gewissen Punkt habe ich sogar Verständnis. Wobei jeder Bezirk seine eigenen Probleme hat. Die sind nur halt meist für die breite Öffentlichkeit weniger interessant.

    Uli. Hass weg!

  • an dem einen satz können sich die rechten und die gutmenschen jetzt wieder reiben. leider geht das dann wieder am eigentlichen thema vorbei. wenn man sich auf "ist ein teil von deutschland" einigen könnte, würde diese unsinnige debatte vielleicht beendet werden können.

  • Es gibt aber durchaus noch politische Meinungen zwischen Gutmenschentum und den Rechten, nämlich eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam, gerade seiner starken politischen Orientierung. Ich meine allein die Religion des Islam ist nicht was diese Diskussion auslöst, sondern, dass der Islam, so wie er von vielen Menschen gelebt wird, stark auf gesellschaftliche Strukturen Einfluss nimmt.


    Das hatten wir aber, auch hier, schon hundertfach.

    "Kriminelle haben im Fußball nichts zu suchen."
    (Uli Hoeneß)


    Dann halt dich auch dran
    :!::!::!:

  • Politiker die in oder für Deutschland Verantwortung übernehmen möchten darf man zutrauen das sie Aussagen auch so formulieren das sich auch mutwillig nichts falsch interpretieren läßt.
    Von Politikern wie Wulff, Merkel und Co die diesen Satz "der Islam gehört zu Deutschland" mehr oder weniger so gesagt oder nachgeplappert haben darf man auch erwarten das Ihnen z.b. die Wörter "ist auch ein Teil von" für eine bessere Formulierung hätte einfallen können, dann hätten sich einige Gutmenschen nun nicht so an der getätigten Aussage reiben können...außer diese honorigen Politiker meinten das tatsächlich so wie sie es formuliert hatten...und hätten damit eben Unrrecht.

    „Let's Play A Game“