Niko Kovač

  • Bei jedem System kommt es doch darauf an, wie gut man es macht. Und du wirst als großes Team nicht drumherum kommen, dass der Gegner dir den Ball überlässt und du wenig Raum und noch weniger Möglichkeiten zum schnellen Umschalten bekommst. Eine gute Mannschaft muss beides beherrschen - schnell Umschalten, wenn die Möglichkeit besteht und durch schnelle Ballzirkulation und ein gutes Positions- und Bewegungsspiel die Angreifer in gute Position zu setzen.


    Man nimmt sich doch immer die Spiele, wo Fehler gemacht wurden als Beispiel heran. Da ist es per se aber nicht alleine das System, sondern auch wie man es ausgestaltet. Es ist natürlich viel anspruchsvoller mit dem Ball in kleine Räume zu spielen als gegen den Ball und auf Konter.


    Wir haben in den größeren Spielen in der Champions League grundsätzlich das Problem gehabt, dass wir zu häufig zuerst ins Hintertreffen geraten sind und dann im Zugzwang waren. Wir haben es dabei grundsätzlich versäumt, unsere Angreifer dabei gut aussehen zu lassen - gerade nach Pep ist unser Positionsspiel nicht mehr so gut, so dass wir sicherlich den Ball nicht mehr so gut zirkulieren lassen, die Spieler auch schlechter aufeinander abgestimmt sind und uns Mechanismen nach vorne fehlen. Wenn du aber zu langsam spielst, kein Risiko gehst und dadurch den Gegner auch nicht dazu bringst, Fehler zu machen, wird es schwer.


    Man nimmt momentan gerne Frankreich und Mbappe. Die haben dann auch alle die Länderspiele der letzten Monate nicht gesehen in denen Frankreich bei eigenem Ballbesitz und sehr defensivem Gegner weitaus mehr Probleme hatten wie die deutsche oder spanische. Nach einem Spiel, indem man nur 40% Ballbesitz hatte, lässt sich dann gerne gut reden...

    0

  • Ich frag‘ mich immer wieder, wie man aus einer WM grundlegende, erdrutschartige ja revolutionäre Veränderungen am Fußball erklären und erkennen will.
    Nur ahnungslose, wichtigtuerische Sportjournalisten haben da Spaß dran.
    Die CL ist mind. eine Klasse drüber was Taktik, Leistungen und Niveau angeht.

    0

  • das sind die schreiber die nach jeder neiderlage des ruhmreichen die wachablösung im deutschen fußball herbeischreiben. es muss halt was geschrieben werden und sowas gefällt dem mob. muss man ja nicht ernst nehmen.

  • Die Leistungssteuerung ist Kovac nämlich ebenso wichtig wie die Details in der Ausführung jeder einzelnen Übung. „Probiert es auch mal mit dem anderen Fuß. Im Fußball braucht man beide“, so die Ansagen des Übungsleiters. Und prompt knallte Arjen Robben die Kugel beim Abschlussspiel mit rechts volley ins Netz. „Es ist gut, dass wir wieder neue Eindrücke und Reize bekommen“, lobte Rafinha den neuen Coach und ging platt, aber mit einem Lächeln in die Kabine.
    https://fcbayern.com/de/news/2…chelt-die-anstrengung-weg


    und robben so https://twitter.com/FCBayern/status/1014872253488599045


    das mit dem rechten hätte man ihm ja früher sagen können :D:D:D

    rot und weiß bis in den Tod

  • David Alaba (26) schaffte im Jahr 2010 als letzter Youngster den Sprung zu den Profis. Jetzt ruhen die Hoffnungen der Bosse und der jungen Spieler auf NLZ-Chef Jochen Sauer (45) und Bayern-Trainer Niko Kovac (46), der aktuell immer ein Dutzend Talente bei den Profis mittrainieren lässt.


    Auffällig: Wie Ex-Sportvorstand Matthias Sammer (50) beobachtete Sauer gestern mit Chef-Scout Marco Neppe (32) vom Balkon aus seine Jungs bei Kovac.


    Und: Direkt nach der ersten Einheit an der Säbener Straße begrüßten sich Sauer und Kovac herzlich, gingen Listen durch, scherzten viel und redeten über die Talente im Profi-Training.


    Was nur wenige wissen: Sauer und Kovac kennen sich schon lange. Bei Bayern treffen sie sich nun wieder.
    Sauer zu BILD: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Trainer Niko Kovac. Ich kenne ihn schon sehr lange. Wir haben bereits bei Hertha BSC drei Jahre zusammengearbeitet.“


    https://www.bild.de/sport/fuss…hwuchs-56229204.bild.html

    rot und weiß bis in den Tod

  • Wir haben nie pures Tiki-Taka gespielt. Pep hasst ja sogar den Begriff. Ziel war immer, zum Torabschluß zu kommen und gleichzeitig die schnellen Konter im Keim zu ersticken.


    Gegen besonders schnelle Angreifer wurde dann eben auch mal ein schneller AV wie Alaba als IV eingesetzt.


    Unter echtem Tiki-Taka verstehe ich das, was Spanien gegen Russland gezeigt hat. Nur Sicherheitspässe und kaum Zug zum Tor.

    Ja, schon klar. Man kann halt auch versuchen, den anderen zu verstehen. Natürlich geht es letztlich um dominanzen Ballbesitzfußball, wo man oft mit sehr vielen Spielern auf engem Raum kombinieren und den Gegner hinten reindrückt, es teils wie beim Handball aussieht, wenn es mal extrem wird. Da geht es selten mal schnell durch. Da wird lieber mal auf Sicherheit gespielt, auch bei Pep, um den Ball nicht abzugeben. Auch wenn es eben kein "Tiki Taka" ist, wie es Pep versteht und ablehnt.


    Und bei Jupp haben wir während beider Anstellungen hier über Zeit einen deutlich direkteren Fußball etabliert, als es bei Pep der Fall war. Und bei Kovac wird es in diese Richtung oder sogar noch weiter gehen. Zumindest scheint das seine Idee zu sein. Es geht viel mehr um direktere Angriffe. Da ist das bei Pep schon ganz anders gewesen, auch wenn es nicht so wie bei Spanien war.

  • Ich frag‘ mich immer wieder, wie man aus einer WM grundlegende, erdrutschartige ja revolutionäre Veränderungen am Fußball erklären und erkennen will.
    Nur ahnungslose, wichtigtuerische Sportjournalisten haben da Spaß dran.
    Die CL ist mind. eine Klasse drüber was Taktik, Leistungen und Niveau angeht.

    Das zeichnet sich schon seit einigen Jahren immer mehr ab. Dominanz kann man auch anders als mit einem extremen Ballbesitzdogma spielen.

  • Mit Ballbesitzfußball waren wir über 2-3 Jahre hinweg die beste Mannschaft der Welt, die dazu auch den schönsten Fußball der Welt gespielt hat. Nur halt leider ohne den CL Titel dieser korrupten UEFA zu gewinnen. Macht aber nichts, denn ich weiß, wie wir aufgetreten sind. Die Jahre davor und danach, wo wir auf einen ähnlichen Weg waren, gehörten wir auch zur absoluten Weltspitze. Schon hart, wie schnell man so was vergessen kann...

    Der Fußball davor und danach bei Jupp wäre aber auch interessant. Der baue auf Ballbesitz auf, war aber direkter/riskanter und hatte mehr Stilwechsel im Laufe von Spielen. Etwas, das die letzten Jahre Real auszeichnete.

  • Ja, schon klar. Man kann halt auch versuchen, den anderen zu verstehen. Natürlich geht es letztlich um dominanzen Ballbesitzfußball, wo man oft mit sehr vielen Spielern auf engem Raum kombinieren und den Gegner hinten reindrückt, es teils wie beim Handball aussieht, wenn es mal extrem wird. Da geht es selten mal schnell durch. Da wird lieber mal auf Sicherheit gespielt, auch bei Pep, um den Ball nicht abzugeben. Auch wenn es eben kein "Tiki Taka" ist, wie es Pep versteht und ablehnt.
    Und bei Jupp haben wir während beider Anstellungen hier über Zeit einen deutlich direkteren Fußball etabliert, als es bei Pep der Fall war. Und bei Kovac wird es in diese Richtung oder sogar noch weiter gehen. Zumindest scheint das seine Idee zu sein. Es geht viel mehr um direktere Angriffe. Da ist das bei Pep schon ganz anders gewesen, auch wenn es nicht so wie bei Spanien war.

    Man muss da auch die Philosophie dahinter verstehen. Gerade kurz nach dem Gewinn des Balles ist die Gefahr am Größten, den Ball wieder unkontrolliert zu verlieren. Daher in dem Moment eher abwartend spielen als unüberlegt den Moment nutzen zu wollen und dann ganz entblößt dazustehen.


    Im Grunde bin ich immer noch vom Ballbesitz an sich überzeugt, sehe aber, dass du das ziemlich perfekt beherrschen musst, um damit immer durchzukommen. Oder du musst eben Kompromisse schließen.

    0

  • @geneviere


    Auch ein riskantes Spiel mit direkteren Bällen nach vorne muss eben gekonnt sein. So wie du das eben beschreibst.


    Und beim "knallharten" Ballbesitzfußball hast du auf andere Art ein Risiko, denn da wirst du viel eher ausgekontert, rückst wirklich sehr auf und wirst sehr verwundbar. So mancher ansonsten unwichtige Fehlpass kann eine total einfache Riesenchance für den Gegner bedeuten.


    Beides muss gelernt sein. Einfach ist dagegen das Lonterprinzip. Das können wir aber nicht in der Liga spielen und auch international wäre das keine gute Idee, weil man zu viel Kontrolle abgibt und es zu sehr vom Gegner abhängig macht.


    Dominanz muss schon sein, aber die kann man unterschiedlich ausspielen.

  • Robben überrundet Martinez und Bernat und nur der 20 jährige Sanches und der 22 jährige Coman können mit ihm mithalten :D Der Typ ist so verrückt.


    Ich hoffe nur, er übernimmt sich nicht. Aber Kovac hat ja schon in der PK angedeutet, dass er das einzuschätzen weiß. Und laut Artikel wird die Belastung bei Robbery offenbar etwas anders gesteuert als beim Rest.

  • Ich bin zwar noch nicht mal 30, aber habe doch schon viele viele Jahre und sehr sehr viele Spieler beim FC Bayern kommen und gehen sehen.


    Ich habe aber in all der Zeit keinen einzigen Spieler erlebt, der so ein Verrückter wie Robben war. Was für ein Vollblutprofi!

  • Du rückst ja deshalb so stark auf, um die Abstände zwischen den eigenen Spielern klein zu halten und zum Gegenpressing bei Ballverlust möglichst schnell den Zugriff zu bekommen. Es ist jetzt aber nicht so, als ob wir unter Pep konteranfälliger waren als zuvor oder später - wenn es aber gelungenere Angriffe waren, dann waren es aber Konter.


    Je perfekter du dein Pass- und Positionsspiel beherrschst, desto besser bist du. Musst darin aber eine Menge Zeit investieren. Und es ist auch mental für die Spieler anstrengender.


    Was wir sicherlich wieder bräuchten, ist mehr Übung im Pass- und Positionsspiel. Dann gab es einige Facetten von Peps Spiel, die man gerne wieder mehr einpflegen sollte. Gerade wenn Gnabry links und Coman rechts spielt, könnte Kimmich wieder den einrückenden AV geben. Alaba als IV gegen konterstarke Gegner.


    Was mir in dieser Saison mal gefallen hat war Süle auf der 6 gegen Hannover. Hatte an die 100 Pässe bei guter Passquote. Leider hat Löw das Spiel wohl nicht gesehen, wäre nämlich für mich die Lösung vieler Probleme in Russland gewesen.


    ------------------------



    Quote

    Moderne Arbeitsmethoden
    Zum anderen Professionalität und Rückgriff auf moderne Arbeitsmethoden. Tägliche Medizin- und Leistungschecks, ein breiter Staff aus Experten verschiedener Disziplinen sowie ein streng vorgegebener Ernährungsplan. Die Profis sollen weniger Fleisch, dafür mehr Körner zu sich nehmen. Außerdem: Lauwarmes Wasser statt eisgekühlte Getränke für den besseren Stoffwechsel.

    Jetzt mal die blöde Bemerkung von mir - hat er das mit Uli vorher abgesprochen? :P;)

    0

  • @geneviere


    Ich sage ja gar nicht, dass das mit den Kontern ein Grund sei, nicht wie Pep zu spielen. Es war eben die einzige Möglichkeit, gegen uns anzukommen. Pep wusste sogar sehr genau, wie man Konter weitgehend killen kann, darum konnten wir so weit aufrücken. Er hielt das Aufrückrisiko in Grenzen, hauptsächlich durch viele Zirkulationen auf engem Raum, durch kompaktes und dynamisches Bewegen. Da kommt aber dann wenig Tempo auf, auch klar. Das war 2013 bei Jupp anders.


    Bei Pep hatten wir ja viel Sicherheit durch extrem viel Ballbesitz - und ich sehe es kommen, dass wir nicht dorthin zurückkehren, sondern es mehr in die Richtung Risikospiel gehen wird, um mehr Tempo ins Spiel zu bringen. Ich freue mich jedenfalls schon auf Kovacs Interpretation der Dreierkette. Bei Pep war das ein Augenschmaus.

  • Die Zeit unter Pep war der beste Fußball den ich hier seit Jahren gesehen habe.
    Aber es ist nunmal immer schwerer ein Spiel zu machen.
    Aber wenn ich die Wahl habe entweder auf Spielgestaltung oder Rennball zu setzen, dann nehme ich Spielgestaltung.
    Und wir hatten halt das Pech, dass Real und Barza eben auch eine sehr starke Truppe an start hatten.

    Die wahl wird uns aber nicht mal gelassen, deswegen versteh ich die diskussion gar nicht.

    0