Niko Kovač

  • Als Pep in Barcelona die erste Mannschaft übernommen hat, hat niemand zu seiner Verteidigung das Alter angeführt und der war damals sowohl jünger als auch unerfahrener als Kovac vor einem Jahr

    Nicht nur das, Pep hatte 3 Jahre Barca am Buckel als er bei uns anfing und war vom Alter her jünger als Kovac als der hier anfing, der da auch schon mehr Zeit als Profitrainer hatte als eben Pep.

    Das ist einfach nur eine dummdreiste Behauptung um Kovac sein nicht vorhandenes Potenzial zu verquatschen

  • Deutschland 1990, nicht umsonst stammt doch das oft angebrachte Zitat von dort.

    Gibt es dazu irgendwelche Belege, warum Klopp nun im letzten Drittel viel strenger ist als Pep, oder auch wie groß nun die Freiheiten eines Thiago unter Pep waren und nun unter Kovac sind?

    Gerd Müller hat auch keinen Ersatz gebraucht!

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Seine Philosophie basiert doch darauf, dass man den Gegner im letzten Drittel stellt. Wie soll das gehen, wenn nicht jeder Laufweg im Pressing und nach Ballgewinn vorgeben ist?

    Schau dir die Spiele an. Die Spieler laufen feste Wege. Ob Dortmund oder Liverpool.


    Bei Pep ist jeder Weg bis ins letzte Drittel vorgegeben. Nur im letzten Drittel lässt er, lt eigener Aussage und Aussage seiner Spieler, die Kreativität der Spieler zu. Das ist die Grundlehre der Cruyff-Schule und La Masia. Gib den Spielern Anleitungen, aber im letzten Drittel müssen sie Fußball spielen dürfen. Daher braucht Pep auch bestimmte Spieler ganz vorne. Klopp kann seinen Stil mit "weniger Kreativtalent" in der Offensive umsetzten. Warum wohl? Weil er den Spielern vorgibt, was im letzten Drittel zu machen ist. Gerade die BVB-Zeit ist da ein Paradebeispiel. Ich verstehe daher auch nicht, warum man in Deutschland und wirklich nur in Deutschland glaubt, dass Umschaltfußball ein freier Fußball sei. Der Fußball ist knallhart einstudiert. Da kann sich jeder, der diesen Stil für freien Fußball hält, mal in der Jugendabteilung von RB Leipzig ein Training anschauen. Da gibt es so gut wie keine Freiheiten und Spieler sind eher Roboter, da austauschbar. Denn die Wege kann auch ein Großkreutz laufen. Die Fallen, die der BVB stellte, waren fast schon mit Ansage und auch die Laufwege nach Ballgewinn vorgezeichnet. Konnte man als Zuschauer am TV perfekt sehen.


    Und diese Fallen konnte auch man in unserer Partie gegen Liverpool wieder perfekt sehen. Und die Offensivspieler laufen die vorgegebenen Wege. In Liverpool hat Klopp aber bessere und vor allem technisch stärkere Fußballer in der Offensive.

    Doch eher darauf, den Ball im Mittelfeld zu erobern, um dann überfallartig nach vorne zu preschen, und möglichst schnell den Abschluss zu suchen mit wenigen Ballkontakten. Da kommt dann aber doch die Planbarkeit an ihre Grenzen. Natürlich gibt es diverse einstudierte Spielzüge, aber es ist doch mitnichten so, dass in der gleichen Situation auch immer dasselbe passiert. Wenn bspw. ein anderer Spieler viel besser postiert ist, oder nicht gedeckt wird, glaube ich schon, dass dieser angespielt werden soll, und nicht ein anderer, nur sind das doch Grundsätze des Fußballs, und es ist nicht alles deterministisch vorgegeben, weil es ja auch vom Gegner abhängt. Wenn jetzt verschiedene Lösungen für dieselbe oder ähnliche Situation einstudiert werden, macht es das weit weniger berechenbar. Wenn doch alles so vorgegeben wäre, warum durchschauen das die gegnerischen Trainer nicht, und sind darauf vorbereitet, denn letztlich könnten sie ja auch die Gegenmaßnahmen ihrerseits genau so einstudieren.

  • Zunächst einmal sei daran erinnert, dass er doch in der Bundesliga am Ende recht gut ausgeguckt wurde. Das ging dann soweit, dass der Gegner den Ball einfach nach vorne knallte und überhaupt keinen Spielaufbau versuchte. Dieses primitive Mittel war für den BVB dann ein großes Problem. Und dennoch gewannen sie noch Spiele.


    Denn hier greift eine sehr einfache Regel im Sport. Warum funktioniert etwas, was jeder weiß und lesen kann? Warum fällt der Dreier bei Golden State, obwohl jeder weiß, dass der Ball oben landen wird? Warum gewinnen die Patriots in den letzten Minuten mit dem letzten Drive, obwohl jeder weiß, dass Brady zu Edelman oder Gronkowski werfen wird? Weil es eben gut umgesetzt wird und die Spieler die Qualität haben. Diese ist in Liverpool deutlich höher als in Dortmund und Klopp ist auch nicht mehr so eintönig.


    Aber Laufwege sind im heutigen Fußball kein Zufall. Es ist alles einstudiert. Wenn der Ball in der Zone A ist, muss ein Spieler in der Zone B, einer in Zone C und ein anderer in der Zone D stehen. In Umschaltsystemen ist das noch viel präsenter.

    Diese bösen Laptoptrainer haben halt beim Fußball nur das übernehmen, was in anderen Sportarten schon immer selbstverständlich war. Daher hast du auch immer mehr Spieler, die sich beklagen, dass die taktischen Anforderungen zu hoch sind. Sie können sich halt keine Spielzüge merken.


    Die Jugendarbeit ist aber schon lange auf einem anderen Level. Die Jungs, die nachrücken, sind diese Roboter, die bereits früh so geschult werden. Daher rate ich dir, dass du mal in Leipzig vorbeischaust. In Hoffenheim ist es nicht mehr so extrem, aber RB setzt dies gnadenlos in der Jugend um.

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  • Doch eher darauf, den Ball im Mittelfeld zu erobern, um dann überfallartig nach vorne zu preschen, und möglichst schnell den Abschluss zu suchen mit wenigen Ballkontakten. Da kommt dann aber doch die Planbarkeit an ihre Grenzen. Natürlich gibt es diverse einstudierte Spielzüge, aber es ist doch mitnichten so, dass in der gleichen Situation auch immer dasselbe passiert. Wenn bspw. ein anderer Spieler viel besser postiert ist, oder nicht gedeckt wird, glaube ich schon, dass dieser angespielt werden soll, und nicht ein anderer, nur sind das doch Grundsätze des Fußballs, und es ist nicht alles deterministisch vorgegeben, weil es ja auch vom Gegner abhängt. Wenn jetzt verschiedene Lösungen für dieselbe oder ähnliche Situation einstudiert werden, macht es das weit weniger berechenbar. Wenn doch alles so vorgegeben wäre, warum durchschauen das die gegnerischen Trainer nicht, und sind darauf vorbereitet, denn letztlich könnten sie ja auch die Gegenmaßnahmen ihrerseits genau so einstudieren.

    Das allerbeste Gegenargument für das eben nicht einfache Durchschauen und Gegenmaßnahmen einstudieren, hat dieses Jahr bei uns seine Karriere beendet - Arjen Robben.

    Jeder Spieler hat es in den letzten10 Jahren immer wieder selbst erleben müssen oder im Video sehen können - Robben zieht von außen nach innen und schließt mit dem linken Fuß ab. Und sehr sehr oft erfolgreich. Und alle kannten das. Und es passierte trotzdem in 10 Jahren immer und immer wieder.

    Selbst die diversen Kommentatoren wussten, was kommt und wunderten sich hinterher wieder, warum denn dieser Move, den doch seit Jahren jeder kennt, trotzdem wieder funktioniert.

    Wo waren denn die einstudierten Gegenmaßnahmen? Offensichtlich ist es eben nicht so einfach - obwohl jeder wissen müsste, was passiert.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Zunächst einmal sei daran erinnert, dass er doch in der Bundesliga am Ende recht gut ausgeguckt wurde.

    Sie hatten aber auch mit Lewandowski ihren besten Mann verloren, der nicht adäquat ersetzt wurde, nur durch den Vollflop Immobile. Zudem: Kaum jemand hält sich derart lange im Amt wie Klopp. Sieben Jahre bei Mainz, sieben beim BVB, nun mittlerweile vier bei LFC, das ist ziemlich einzigartig, und da sind Abnutzungserscheinungen normal, und es ist letztlich keiner da zum Vergleich, in der Rückrunde ging es auch schon wieder aufwärts, mit den 31 Punkten auf die ganze Saison gerechnet, hätte man sich auf jeden Fall für das internationale Geschäft qualifiziert gehabt, meistens sogar für die CL.

    Denn hier greift eine sehr einfache Regel im Sport. Warum funktioniert etwas, was jeder weiß und lesen kann? Warum fällt der Dreier bei Golden State, obwohl jeder weiß, dass der Ball oben landen wird? Warum gewinnen die Patriots in den letzten Minuten mit dem letzten Drive, obwohl jeder weiß, dass Brady zu Edelman oder Gronkowski werfen wird? Weil es eben gut umgesetzt wird und die Spieler die Qualität haben. Diese ist in Liverpool deutlich höher als in Dortmund und Klopp ist auch nicht mehr so eintönig.

    Ohne Top-Personal gewinnt niemand nirgends einen Blumentopf, das ist damit in der Tat bewiesen.

  • Wo waren denn die einstudierten Gegenmaßnahmen? Offensichtlich ist es eben nicht so einfach - obwohl jeder wissen müsste, was passiert.

    Aber niemand wusste, wann er nach Innen zieht, wann er abschließt, und letztlich war auch eher die Minderheit in der Lage, Robbens Tempo trotz Ball am Fuß mitzugehen. Und bei Klopp ist es doch auch ein nicht zu geringer Teil, der auf Geschwindigkeit basiert, sodass der Gegner gar nicht in der Lage ist, in dieser kurzen Zeit die noch so gut einstudierten Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

  • Am Ende ist es doch egal. Egal, ob Pep, Klopp, Jupp oder sonstwer, sie alle haben einen Plan. Den sehe ich bei uns in der Offensive halt in keinster Weise. Wenn sich das ändert und Kovac jetzt auf einmal Spielzüge auspackt, dann ist ja alles gut, aber wenn man Thiagos Worte auf die Goldwage legen möchte, dann scheint das ja nicht so zu sein. Da scheint auch weiterhin alles auf die Komponente "Eigenverantwortung" oder "Freiheit" gesetzt zu werden.


    Das funktioniert nur leider nicht mehr im modernen Fußball. Selbst Messi braucht sein Ensemble drum herum, dass weiß, was es tut.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Aber niemand wusste, wann er nach Innen zieht, wann er abschließt, und letztlich war auch eher die Minderheit in der Lage, Robbens Tempo trotz Ball am Fuß mitzugehen. Und bei Klopp ist es doch auch ein nicht zu geringer Teil, der auf Geschwindigkeit basiert, sodass der Gegner gar nicht in der Lage ist, in dieser kurzen Zeit die noch so gut einstudierten Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

    Wir können es auch einfacher erklären. Wieviele Stunden und Tage studiert Klopp mit seinem Team die Laufwege und Spielzüge ein? 5 Tage die Woche.


    Wieviele Stunden und Tage hat der Gegner, der sich auf das Klopp-Team vorbereitet, um die Antwort auf die gegnerischen Laufwege und Spielzüge seinem Team einzutrichtern?

    IdR eine Woche oder 3 Tage im Jahr.

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  • Wir können es auch einfacher erklären. Wieviele Stunden und Tage studiert Klopp mit seinem Team die Laufwege und Spielzüge ein? 5 Tage die Woche.


    Wieviele Stunden und Tage hat der Gegner, der sich auf das Klopp-Team vorbereitet, um die Antwort auf die gegnerischen Laufwege und Spielzüge seinem Team einzutrichtern?

    IdR eine Woche oder 3 Tage im Jahr.

    Wie lange hatten die Gegenspieler Zeit, sich aufs Robbens Move vorzubereiten? Ewig. Es ist in erster Linie die Geschwindigkeit, die das Ganze zu einem unmöglichen Unterfangen macht, und die spielt auch bei Klopp eine große Rolle.

    Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei jedem Gegner andere Laufwege und Spielzüge gibt, allenfalls marginal,

  • Wie lange hatten die Gegenspieler Zeit, sich aufs Robbens Move vorzubereiten? Ewig. Es ist in erster Linie die Geschwindigkeit, die das Ganze zu einem unmöglichen Unterfangen macht, und die spielt auch bei Klopp eine große Rolle.

    Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei jedem Gegner andere Laufwege und Spielzüge gibt, allenfalls marginal,

    Aha! Die Geschwindigkeit ist es, die natürlich nur dann funktioniert, wenn jeder genau weiß, was er zu tun hat. Und dann helfen - genau wie bei Robben - eben keine Gegenmaßnahmen, selbst wenn man es vorher zig mal trainiert und angesprochen hat.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Was hat denn nun Robbens Move mit mannschaftstaktischem Verhalten zu tun? Rauschberg hat das auf deinen Einwand richtig angebracht. Mir ging es nun um die Mannschaft.

    Es ging dir doch darum, dass Gegner das Spiel nicht stoppen können, obwohl die Laufwege analysiert werden können.

    Aber man spielt alle paar Tage gegen andere Mannschaften. Wie willst du deiner Mannschaft in 2-3 Tage alle Antworten einprügeln auf ein System, das einstudiert ist in der täglichen Arbeit? Das ist unmöglich. Daher setzt sich eben fast immer die Klasse durch. Auch mit Ansage.

    Das ist Mannschaftstaktik.


    Robben ist individuelles Verhalten. Kann übrigens auch mit mannschaftstaktischem Verhalten ausgebremst werden. Das hat der BVB auch eine Zeit geschafft. Dafür brauchte es aber drei Gegenspieler. Das hat der FCB nach einiger Zeit wieder nutzen können, da diese natürlich Lücken gibt, wenn AV, IV und DM sich auf Robbens Wege konzentrieren.

    Alles braucht seine Zeit und wird ausgeguckt.

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  • Die Geschwindigkeit ist es, die natürlich nur dann funktioniert, wenn jeder genau weiß, was er zu tun hat. Und dann helfen - genau wie bei Robben - eben keine Gegenmaßnahmen, selbst wenn man es vorher zig mal trainiert und angesprochen hat.

    Na also, Geschwindigkeit macht alles aus, dann sind wir uns ja einig:)

  • Ganz ehrlich: das nächste Bauernopfer in Sachen Kovac ist doch bereits ausgesprochen:


    Kovac muss dann wahrscheinlich weg, da er Sane als ‚annähernd safe‘ öffentlich ausgesprochen hat!

    Wenn dieser nicht kommt ist er kaum zu halten ... aber sind dafür nicht die Hauptverantwortlichen Kalle, Neppe, Dreesen oder auch Uli zu entlassen :/:?::?::?:

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  • aber sind dafür nicht die Hauptverantwortlichen Kalle, Neppe, Dreesen oder auch Uli zu entlassen :/:?::?::?:

    Was können Neppe und Dreesen für die Außendarstellung durch Kovac, Uli, Brazzo und Kalle?


    Neppe scoutet und kann Spieler vorschlagen, dazu hält er sich medial komplett zurück. Ebenso Dreesen, nur dass der schaut, was finanziell drin ist. Neppe und Dreesen arbeiten zu, die entscheiden nicht. Und blamieren uns auch nicht in der Öffentlichkeit. Die beiden arbeiten gut, nur leider treffen sie keine elementaren Entscheidungen.