Niko Kovač

  • Eine Sache beschäftigt mich und ich stelle mir seit Tagen die Frage:


    Wenn der Trainer so konzeptlos ist, und bald auf kompletter Linie einfach keine Ahnung hat, frage ich mich, warum die Oberen das nicht sehen und dementsprechend handeln?

    Ich meine die Spieler müssen doch auch merken das er nichts kann, wenn es denn so ist...und dann wird geredet und da ja UH immer den Papa gibt, sollte das doch auch bei ihm ankommen oder etwa nicht?

    Ich verstehe das nicht!

    Wenn er tatsächlich so eine Gurke ist wie ihn hier einige sehen, muss das doch auch an anderen Stellen auffallen, richtig `?

    Mich überzeugt er auch nicht, ich vermisse den Fußball den wir unter Pep gespielt haben!

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  • Kalle ist es aufgefallen, der wollte ihn entlassen. Uli hat sich aber von den Ergebnissen blenden lassen und setzt auf die Lernfähigkeit. Es ist doch ein offenes Geheimnis, dass Kovac erst das Double holen musste, damit er eine Jobgarantie bekam. Ohne die beiden Titel wäre er wohl weg gewesen.


    Dazu kommt sicher die Eitelkeit der Bosse, die sich eine Fehlbesetzung nicht ohne weiteres eingestehen wollen, der Support aus der Südkurve und nicht zuletzt die quälende Frage, wen sie denn stattdessen holen sollten?


    Kovac wurde hier Trainer, weil wir nach den Absagen von Jupp und Tuchel keinerlei Plan B hatten. Wir standen komplett nackt da. Es wurde zwar von Kovacs Ex-Vorstandsboss aus Frankfurt gesagt, dass wir uns wohl bereits mit einem neuen Trainer einig gewesen sein sollen, aber an einen konkreten Plan glaube ich da auch nicht.


    Wirklich ein Konzept wird es wohl erst mit Kahn wieder geben. Die aktuelle Situation ist eben das Ergebnis von mehreren Jahren Machtkampf, bei dem die beiden Alpha-Tiere komplett unterschiedliche Dinge wollten. Mal schauen wohin die Reise geht, wenn Uli in ein paar Wochen nicht mehr da ist.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Es ist doch bekannt, warum ein Kovac hier ist. So lange ist doch die Charmeoffensive noch nicht her.

    Und auch die Aussage, den Trainer "bis aufs Blut" zu verteidigen, ist doch bekannt.

    Wenn es nach Rummenigge gegangen wäre, wäre der Trainer schon seit Herbst 2018 Geschichte. Und immer wenn der VV, dessen Job es ja auch eigentlich ist, unverholen Kritik äußerte, grätschte der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende dazwischen.

    Und solange diese Konstellation besteht, ändert sich nichts.

    Was dann ab November passiert, wird man sehen.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • weil Perisic nur über links kann, während Coman beide Flügel bespielen kann.

    Tolle Umstellung... Oder welche meinst Du sonst?

    Ganz grundsätzlich sollte man sich die Frage stellen, was Kovac will bzw. für welchen Fußball er steht.

    Er will das System auf 4-3-3 ändern. Hier im Forum ist das Geschrei groß, weil es nicht passen würde.

    Der letzte Trainer, der hier ein neues System etabliert hat, war LVG. Die anderen Trainer (auch Pep) haben dieses System verfeinert, aber darauf aufgebaut. Schaut man sich die ersten Wochen seiner Arbeit an, war es ein mehr als schwächer Start und hinten heraus sehr erfolgreich (zumindest im ersten Jahr).

    Als Kovac im letzten Jahr ins straucheln geraten ist, hat der Verein ihn öffentlich angezählt und zum Siegen „verurteilt“. Von Meisterschaft opfern oder übergangsjahr war keine Rede mehr.

    Nun ist eine neue Saison da, der Kader wurde umgebaut. Recht spät in der transferperiode aber umgebaut. Da wird Kovac sicher im Vorfeld auch schon über seine Idee, das 4-3-3 zu etablieren gesprochen haben.

    Für mich stellt sich nun die Frage: gibt der Verein ihm die Zeit, dieses zu etablieren oder will man wieder „nur“ den schnellen Erfolg. Sofern man das möchte, hätte man sich im Sommer trennen müssen. Sofern man aber an die Idee von Kovac Fußball glaubt, sollte man ihm die Zeit geben, Automatismen zu entwickeln.

  • Schaut man sich die ersten Wochen seiner Arbeit an, war es ein mehr als schwächer Start und hinten heraus sehr erfolgreich (zumindest im ersten Jahr).

    Weil er nach dem vermurksten Herbst wieder auf 4-2-3-1 umgestellt haben und weil die Bosse gegenüber der Mannschaft ja offenbar ein Machtwort gesprochen haben.

  • Nun ist eine neue Saison da, der Kader wurde umgebaut. Recht spät in der transferperiode aber umgebaut. Da wird Kovac sicher im Vorfeld auch schon über seine Idee, das 4-3-3 zu etablieren gesprochen haben.

    Für mich stellt sich nun die Frage: gibt der Verein ihm die Zeit, dieses zu etablieren

    Der Kader ist für ein 4-3-3 in der Art, wie Kovac es spielen lässt, nicht optimal geeignet. Wenn man mit einer alleinigen 6 spielen will, benötigt man dafür einen Spieler, der Stärken im Aufbau, aber auch gewisse Skills in der Defensive hat. Javi ist nach vorne zu limitiert, Thiago in der Defensivarbeit (auch wenn er sich da in alle den Jahren schon richtig gut verbessert hat). Nicht umsonst gab es in der vergangenen Saison erst durch die Doppel-6 wieder defensive Stabilität.


    In Kovacs 4-3-3 stimmt, wie schon unter Ancelotti, die Raumaufteilung nicht. Zu große Abstände zwischen den Mannschaftsteilen, der 6er muss einen riesigen Raum abdecken bzw. bespielen. Lewandowski hängt oft in der Luft, wenn hinter ihm bzw. um ihn herum niemand spielt.


    Ich weiß einfach nicht, was dieses erneute Experiment bringen soll. Mehr Stabilität sicher nicht. Ich halte es für sinnvoller, das 4-2-3-1 weiter zu verfeinern, vor allem hinsichtlich Automatismen in der Offensive.

    Die Ideenlosigkeit bei uns ist doch frappierend. Echte herausgespielte Torchancen kann man mittlerweile in jedem Spiel an einer Hand abzählen. Ist das noch der FC Bayern?

  • Wir haben auch unter Pep ab und zu (wenn auch selten und eher der Not geschuldet) 4-3-3 gespielt.


    Das Problem ist nicht die Grundformation (die ist eigentlich irrelevant, das wird jeder "Laptop-Trainer" bestätigen) sondern dass es weder eine Idee gibt wie das eigentlich gespielt werden soll (also kein Spielsystem) noch die richtigen Leute auf die richtigen Positionen gestellt werden.


    Das 4-2-3-1 der Rückrunde war auch nicht deshalb erfolgreicher weil er die Formation geändert hat, sondern weil Javi als Abräumer gespielt hat und deshalb nicht mehr zwei, drei Gegentore pro Spiel gefallen sind sondern nur noch eins. Einen Plan darüber hinaus gab es trotzdem nicht, aber da reicht dann gegen einen durchschnittlichen Liga-Gegner auch die individuelle Klasse für den Sieg.


    Das ist das, was Kovac von Trainern wie van Gaal unterscheidet. Der hat doch überhaupt keine Grundsätzliche Idee wie er eigentlich spielen lassen will. 14 Monate training, und dem fällt nix besseres ein als Flanken und Konter zu üben. Alles andere verkümmert derweil, was man Woche für Woche an dem fürchterlichen Passspiel und der amateurhaften Ballverarbeitung der Spieler sehen kann. Das ist Neururer-Niveau.

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  • 4-3-3 und 4-3-3 ist eben nicht das gleiche. Es ist ja nicht so, als ob Kovac nun das Alleinvertretungsrecht für dieses System hat.

    Aber andere Vereine spielen es eben anders bzw haben dafür auf entscheidenden Positionen andere Spielertypen.

    Real ist ein Paradebeispiel - den "gnadenlosen" Casemiro als Abräumer und davor mit Kroos und Modric zwei Spielmacher, die die 8 fast optimal spielen können und davor eben drei starke Spitzen, wobei sie einen Ronaldo bis heute nicht wirklich ersetzt haben.

    Die französische NM spielt das gleiche System, wobei die einen Kante haben, der der anderen beiden den Rücken freihält.

    Bei uns gibt es eben nur den 6er Thiago, der aber gleichzeitig den Spielmacher geben soll und davor eben zwei Box-to-Box- Spieler, die eben nicht diesen Spielaufbau bringen.

    Vielleicht könnte das mit einer Dreierkette Thiago-Martinez-Coutinho funktionieren, weil diese drei eben genau die Qualität mitbringen, die im Moment gefehlt hat -der Abräumer Martinez und die beiden 8er Thiago und Coutinho.

    Falls der Trainer dazu eine Idee hat!

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • ist doch egal welche Grundformation ist. nach dem Anstoss löst sich das eh auf. wichtig ist wer welche Aufgabe und Rolle hat. die Formation hat nix mit System und Taktik zu tun.

  • Unter Pep haben wir auch öfter 4-1-4-1 gespielt.


    Entscheidend sind aber eh nicht die nackten Zahlen, sondern die Umsetzung eines Systems.


    Wir haben damals die meisten Konter bereits im Keim erstickt, weil Raumaufteilung und Pressing bestens aufeinander abgestimmt waren. Wir haben die meisten Gegner regelrecht erdrückt.


    Die Chancenverwertung war auch früher verbesserungswürdig. Aber wir hatten in den meisten Spielen deutlich mehr Torchancen als heute. Es gab öfter Spiele z.B. gegen Bremen, die wir bei Top-Chancenverwertung auch 10:0 hätten gewinnen können.


    Defensive Schwimmversuche wie auf Schalke gab es kaum mal, weil wir Führungen mit Ballkontrolle und sicherem Passspiel nach Hause geschaukelt haben.


    Alles überhaupt nicht zu vergleichen mit dem ideenlosen und teils vogelwilden Gekicke unter Kovac.

  • Oder Pep's 4-3-3, was er bei Manchester City spielen läßt.

    Es unterscheidet sich in der Offensive von fast allen anderen Mannschaften, die 4-3-3 spielen lassen.

    Der wichtigste Unterschied: Pep läßt seine Außenverteidiger (z.B.: Walker, Zinchenko) ins Zentrum einrücken, um dort die defensiven Mittelfeldspieler (Gündogan) zu unterstützen, um die erste Pressing-Linie des Gegners zu überspielen.

    Das hat gleich zwei Vorteile:

    1) die offensiven Mittelfeldspieler wie de Bruyne müssen keine weiten Wege für den Spielaufbau nach hinten gehen, sondern halten sich in torgefährlichen Räumen auf und sind dort anspielbar.

    2) presst der Gegner mit Außenspielern in der Zentrale, eröffnen sich für die pfeilschnellen Außen wie Sane oder Sterling Räume auf der Seite des Spielfelds.


    Aus meiner Sicht wären gerade Alaba und Kimmich prädestiniert, dies ähnlich zu spielen, da sie beide ebenfalls schon defensives Mittelfeld gespielt haben.

    Genauso haben wir mit Gnabry und Coman schnelle Außen. Auch ein Müller wäre entlastet vom Spielaufbau, der eh nicht so sein Ding ist, und könnte "Räume deuten" in der Offensive.


    Aber ein Kovac ist taktisch vom Trainer-Genie Guardiola so weit entfernt wie die Erde vom Mars. Insofern schaue ich mir das planlose Gebolze von Kovac inzwischen recht emotionslos an den Spieltagen an und habe keinerlei Hoffnung, dass eine spielerische Besserung eintritt, solange Kovac an der Seitenlinie sein Unwesen treibt.

  • ach war das früher noch so defensiv souverän.

    Besonders in der CL hatten die Gegner praktisch überhaupt keine Torchancen.

    Naja bis auf die paar Tore pro Spiel, aber das waren eigentlich keine Chancen und geschwommen ist man da nie...

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • ach war das früher noch so defensiv souverän.

    Besonders in der CL hatten die Gegner praktisch überhaupt keine Torchancen.

    Naja bis auf die paar Tore pro Spiel, aber das waren eigentlich keine Chancen und geschwommen ist man da nie...

    Jedem hier im Forum war beim lesen von Paules Beitrag klar, dass du darauf anspringen wirst.


    Bekommst du eigenlich eine Benachrichtigung aufs Handy sobald hier jemand Pep lobt, damit du zügig zur Gegenrede antreten kannst?

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  • Oder Pep's 4-3-3, was er bei Manchester City spielen läßt.

    Es unterscheidet sich in der Offensive von fast allen anderen Mannschaften, die 4-3-3 spielen lassen.

    ...

    so hat er auch bei uns oft spielen lassen, 2323 im Ballbesitz


    Quote

    Aber ein Kovac ist taktisch vom Trainer-Genie Guardiola so weit entfernt wie die Erde vom Mars.

    das ist aber nix neues, ich würd bis zum Saturn mindestens annehmen.

  • ach war das früher noch so defensiv souverän.

    Besonders in der CL hatten die Gegner praktisch überhaupt keine Torchancen.

    Naja bis auf die paar Tore pro Spiel, aber das waren eigentlich keine Chancen und geschwommen ist man da nie...

    Versuch es doch mal mit den jeweiligen Abschlusstabellen seit 2012, wo die Zahl der Gegentore pro Saison zwischen 18 und 23 Toren lag.

    Nur in der letzten Saison lag man dann bei 32- Ist ja praktisch das Gleiche - fast keine Veränderung.

    Aber dafür haben wir ja diesmal in der CL nach der Gruppenphase auch nur 3 Gegentore kassiert.

    Da waren wir in den ganzen Jahren vorher viel schlechter und haben viel mehr Gegentore kassiert! Sogar 2013 haben wir drei kassiert!

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Es ist natürlich defensiv wesentlich besser mit dem Kovac'schen Hosenscheisserfussball drei Gegentore zu kassieren als mit dem Pep'schen Offensivfussball. Also, zumindest gefühlt, aus Prinzip... wir wollten die Null halten, und bis zu den Gegentoren ist es uns gelungen. ^^

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  • Es ist natürlich defensiv wesentlich besser mit dem Kovac'schen Hosenscheisserfussball drei Gegentore zu kassieren als mit dem Pep'schen Offensivfussball. Also, zumindest gefühlt, aus Prinzip... wir wollten die Null halten, und bis zu den Gegentoren ist es uns gelungen. ^^

    ^^ Ich bin übrigens auch Nichtraucher, immer zwischen 2 Zigarretten


    Sorry fürs OT, aber irgendwie passte das zu dem Kommentar (und nein, mein Hausarzt hat diese Erklärung genausowenig akzeptiert, wie die Aussage, dass ich nur aus gesundheitlichen Gründen rauche: Wenn die Zigarette nicht schmeckt, weiß ich, dass ich krank bin und zum Arzt muss, humorloser Mensch, der Kerl) ;)

    Ich habe fertig!