Niko Kovač

  • hatten wir doch. klar vergessen sie das wenn sie nicht regelmässig trainiert und erprobt werden. geht schneller als sich vielleicht einige vorstellen.

    Machen wir uns doch nichts vor! Solange von außen keine Ansage kommt, wird auch auf dem Feld nicht umgestellt. Es ist ja nun nicht so, dass solche Umstellungen Hexenwerk sind. Diese Umstellungen kann man fast in allen Spielen beobachten. Da haben ja Streich oder Nagelsmann kein Alleinvertretungsrecht. Das machen mehr oder weniger alle Trainer und das gehört heute zu den Basics. Bei den meisten Umstellungen genügt es ja ein, zwei Spieler zu verschieben. Das ist doch keine schwarze Kunst. Es sei denn, man will es eben nicht.

    Bei der Umstellung von 4-3-3 auf 4-2-3-1 verschiebe ich genau 2 Spieler und umgekehrt genauso. Und da das auch noch meistens die gleichen Spieler sind, die das auch kennen, ist das völlig problemlos. Und andere Systeme werden doch bei uns sowieso nicht gespielt - es sei denn du kommst jetzt mit irgenwelchen fluiden Systemen, die hier letztens angepriesen wurden, wie 3-6-1.

  • Kovac ist nunmal kein Nagelsmann etc. obwohl er bei der SGE öfter mal umgestellt hat. und Jupp hat stur an seiner Grundformation festgehalten.


    gestern ist mir allerdings aufgefallen das wir fallweise eine Art 3-3-3-1 versucht haben.

    0

  • Gibt's dort auch, vielleicht weniger, aber gibt's auch. Und im Fußball gibt's wiederum "Vereine" wie RB, die auch nur auf Erfolg eingestellt sind. Trotzdem haben die keine Patriots-Mentalität. Und wie gesagt: In der NFL sind die Patriots auch die Ausnahme.

    Ähem ... hatten wir nicht selbst so einmal etwas wie eine Patriots-Mentalität 2013-2016 und noch mal kurz unter Heynckes? Und waren wir nicht das Ausnahmeteam in der Bundesliga? Dem steht nicht entgegen, dass man da und dort auch einmal verloren hat, darunter leider etwas viele CL Halbfinales. Wir haben Pep verloren und Jupp ging in den Ruhestand, was wir nicht ändern konnten. Und wir haben leider keinen Sammer mehr, der ein wichtiger Faktor in allem war. Aber dass uns nun ein unsicherer und immer auf der Kippe stehender Trainer geholt wurde, der diese Mentalität und die damit einhergehende Spielweise vernichtet hat und absolut nichts mit beiden anfangen kann, hat uns zu einem von mehreren Spitzenteams in einer, hurra, spannenden Liga gemacht.

  • Was 2013 bis 2016 bei uns möglich war, wird IMMER ein vergleichender Maßstab bleiben für unsere Spiele seither. Und deshalb liest man halt in diesem Forum die Dinge zu Kovač, die man so liest.

  • Wenn man eines nicht kann, dann ist es Fußball mit Footall vergleichen.


    Ich bin da das typische Mobbing Opfer. Bayern Fan und dann auch noch Patriots Fan, natürlich kann ich nur ein Erfolgsfan sein, was sonst. :rolleyes:

    Die Patriots verfolge ich fast genauso lang wie die Bayern.


    Allein durch die Richtlinien des Footballs kann man das mit dem Fußball nicht vergleichen.


    Heutzutage spielen doch von 10 Profifußballern, 9 nur für sich. Jeder Patriotistischer Gedanke in Deutschland wird gleichgesetzt mit Nazi und Rechts.

    Ohne diesen Patriotismus hast du im Amerikanischen Sportk eine Chance. Es gibt genug Beispiele, auch aktuelle. Da möchte ich jetzt nicht weiter eingehn.


    Der Trainer wird im Football noch mit Respekt behandelt und nicht ausgetauscht wie die Unterhose. Es gibt wahre Führungsspieler denen nicht direkt die Segel gestrichen werden, wenn er sagt was er denkt. Im Fußball wird man direkt zur Schlachtbank geschickt, wenn man sagt das man scheiße gespielt hat und Position XYZ ihre Arbeit nicht getan hat, wie bspw. die Verteidigung.


    Natürlich gibt es dort auch Monsterverträge, dennoch musst du alles unter einen Hut bekommen. Hier hast du das lächerliche Finanziell Fairplay.

    Die Fußballligen sind finanziell so unfair gestaltet wie es nur möglich ist.


    All das sind ganz Oberflächlich die Punkte, dass Fußball und Football zwei Vollkommen unterschiedliche Dinge sind.


    Dieser Unbedingte Wille zu gewinnen ist im Fußball doch kaum zu spüren. Wenn man verliert, klatscht man zu den Zuschauen, hat ne miese Miene und im nächsten Moment vergisst man das wieder, nächste Woche steht ein neues Spiel an. Wenn du im Football deine Leistung nicht bringst und sei es nur einen wichtigen Ball nicht fängst, bist du weg vom Fleck. Im Fußball kannst du noch so scheiße spielen, du wirst in die Nationalmannschaft berufen oder Woche für Woche aufgestellt, während die Jungen Wilden hinten warten müssen.



    Ich will den Sport Fußball nicht schlecht reden, ich liebe den Sport, ich liebe den FC Bayern, mein lebenlang schon. Die Mentalität, der Wille und der geschlossene Bund ala Mia san Mia ist kein Vergleich zu der Hirachie und dem Willen der Patriots. Wie es bei anderen Vereinen ist kann ich schlecht beurteilen. Viele Vereine treiben aber auch dort genug Schabernack und fragen sich dann warum sie Jahrelang nicht in die Playoffs kommen.

  • Ähem ... hatten wir nicht selbst so einmal etwas wie eine Patriots-Mentalität 2013-2016 und noch mal kurz unter Heynckes? Und waren wir nicht das Ausnahmeteam in der Bundesliga? Dem steht nicht entgegen, dass man da und dort auch einmal verloren hat, darunter leider etwas viele CL Halbfinales. Wir haben Pep verloren und Jupp ging in den Ruhestand, was wir nicht ändern konnten. Und wir haben leider keinen Sammer mehr, der ein wichtiger Faktor in allem war. Aber dass uns nun ein unsicherer und immer auf der Kippe stehender Trainer geholt wurde, der diese Mentalität und die damit einhergehende Spielweise vernichtet hat und absolut nichts mit beiden anfangen kann, hat uns zu einem von mehreren Spitzenteams in einer, hurra, spannenden Liga gemacht.

    Keine Ahnung, warum du deinen Beitrag so beginnst, als hätte ich das Gegenteil behauptet. Ist mir alles klar. Ich hätte eben gern diese Mentalität zurück hier, die man bei den Patriots auch heute noch an jedem Spieltag sehen kann, bei uns aber nicht mehr. Die Qualität und das Können auf der Trainerbank brauchen wir unbedingt. Und in diesem Zuge auch die zugehörige Mentalität. Bei uns mangelt es vor allem auf der Trainerbank an diesen Dingen, aber auch die Vereinsführung repräsentiert nicht gute, geplante, fokussierte und professionelle Arbeit mit der richtigen Mentalität. Uli selbst freut sich ja darüber, dass die Liga spannend ist.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • Wer mir als Trainer extrem gut gefällt ist Adi Hütter. Hat immer ein gutes Handling für das Rotieren der Mannschaft und hat den Laden im Griff. Holt oft das Maximale raus und lässt attraktiven offensiven Fussball spielen. Dazu kann er mit den Medien umgehen.

    Aristoteles: „Was es alles gibt. was ich nicht brauche!“

  • Absolut richtig. Im US-Sport hast du halt diese Slogans, dass Verlieren keine Option ist oder die Bedingungen für alle Teams gleich sind. Ob nun Miami im Winter in Pittsburgh spielt vice versa.

    Allein das Streben nach Perfektion wird in Deutschland schon negativ beurteilt.


    Oha, eine deutsche Mentalitätsfrage also mal wieder?


    Das wäre ja Wasser auf Kovacs Mühlen....

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Machen wir uns doch nichts vor! Solange von außen keine Ansage kommt, wird auch auf dem Feld nicht umgestellt. Es ist ja nun nicht so, dass solche Umstellungen Hexenwerk sind. Diese Umstellungen kann man fast in allen Spielen beobachten. Da haben ja Streich oder Nagelsmann kein Alleinvertretungsrecht. Das machen mehr oder weniger alle Trainer und das gehört heute zu den Basics. Bei den meisten Umstellungen genügt es ja ein, zwei Spieler zu verschieben. Das ist doch keine schwarze Kunst. Es sei denn, man will es eben nicht.

    Bei der Umstellung von 4-3-3 auf 4-2-3-1 verschiebe ich genau 2 Spieler und umgekehrt genauso. Und da das auch noch meistens die gleichen Spieler sind, die das auch kennen, ist das völlig problemlos. Und andere Systeme werden doch bei uns sowieso nicht gespielt - es sei denn du kommst jetzt mit irgenwelchen fluiden Systemen, die hier letztens angepriesen wurden, wie 3-6-1.

    Warum machen es dann die Spieler eigentlich nicht in Selbstregie, wenn sie erkennen, dass der Trainer vielleicht etwas spät, oder gar nicht reagiert? Wenn sie es doch alle können, sollen sie es doch einfach machen.

    Vielleicht lernt ja der Trainer dann auch für die nächsten Spiele, das wäre ja eine Win - Win Situation

  • Warum machen es dann die Spieler eigentlich nicht in Selbstregie, wenn sie erkennen, dass der Trainer vielleicht etwas spät, oder gar nicht reagiert? Wenn sie es doch alle können, sollen sie es doch einfach machen.

    Vielleicht lernt ja der Trainer dann auch für die nächsten Spiele, das wäre ja eine Win - Win Situation

    Weil das ein Eigentor ist, wenn nicht alle mitmachen. Und dazu musst du dann erstmal alle Spieler bekommen, die da aus verschiedenen Lagern zusammengewürfelt sind.


    0

  • Ich finde es gut, dass hier wenigstens mal sachliche Argumente gebracht werden. Leider muss es wie immer mit ganz viel Polemik und Attacke untermalt werden, auf die einzugehen, sich nicht lohnt.

    Aber bei der Analyse ist mE ein gravierender Fehler.

    Perisic ist kein Stammspieler. Wir hatten in dieser Saison bislang ein wirklich wichtiges Spiel, das einen Hinweis auf Stammformation geben kann. Das war das RB Spiel. Alles andere waren Spiele gegen Gegner, gegen die man problemlos den ein oder anderen rotieren kann.

    Und gegen RB war Perisic komplett außen vor. Was mE im Nachhinein ein Fehler war, da Gnabry grottig spielte.


    Einen weiteren positiven Punkt zeigt das mE auch. Im Vergleich zur letzten Saison ist das Kadermamagement besser, es wird mehr rotiert und dadurch der Kader besser genutzt.


    Was mich allerdings stört, ist die fehlende Integration von Martinez. Ich werde mir mit jedem Trainer schwertun, der es nicht schafft, dessen überragende Qualität zu integrieren. Da erwarte ich mehr.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Warum machen es dann die Spieler eigentlich nicht in Selbstregie, wenn sie erkennen, dass der Trainer vielleicht etwas spät, oder gar nicht reagiert? Wenn sie es doch alle können, sollen sie es doch einfach machen.

    Vielleicht lernt ja der Trainer dann auch für die nächsten Spiele, das wäre ja eine Win - Win Situation

    Und du glaubst, dass sich ein Trainer das bieten lässt, wenn er das Spielsystem vorgibt und die Spieler das eigenmächtig einfach ändern.

    Wenn es soweit ist, dann kann der Trainer seine Koffer packen - dann bist du bei dem berühmten Entlassungsspruch: "Der Trainer erreicht die Spieler nicht mehr!" Von Autorität wollen wir gar nicht erst reden.

    Der Trainer bestimmt - wie in anderen Lebensbereichen auch, wo einer die Vorgaben macht und sich die anderen daran halten müssen.

  • Hab mir heute mal City gegen Watford in der ZF gegeben und den Spaß gemacht, die City-Tore nach solchen Kriterien zu bewerten, die viele Foristen derzeit bei unseren Toren unter Kovac anlegen:


    1:0 Halbfeldflanke

    2:0 Elfer

    3:0 Abgefälschter Freistoß

    4:0 Tor nach Ecke

    6:0 Zufallsprodukt nach Flankengewitter

    8:0 Kunstschuß von außerhalb des 16ers - Einzelleistung de Bruyne


    Da war so gut wie nix von ausgeklügelten Spielzügen zu sehen, die Tore fielen so ähnlich wie bei uns gegen tief stehende Gegner meistens auch.


    Fazit: Eigentlich hat City nur 2:0 gewonnen... und: Oftmals wird hier in Bezug auf andere Vereine stark romantisiert, um unseren Trainer schlechter dastehen zu lassen, als es bei einer fairen Bewertung sein müsste.

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Es hat doch niemand gesagt, dass Tore aufgrund individueller Klasse verboten seien oder nicht zählen.
    Es wird doch mehr kritisiert, dass bei uns oft der letzte Pass nicht ankommt, weil die Abstimmung fehlt. Oder dass Flankenorgien eben keinen Abnehmer finden.


    Mal ganz abgesehen von der oft nicht vorhandenen Spielkontrolle.
    So gestatteten wir Aufsteiger Köln (obwohl sie teils in Unterzahl waren) 16 Schüsse und 39% Ballbesitz.
    City ließ hingegen den Aufsteiger nur 5x schießen bei 31% Ballbesitz.

  • Entscheidend dabei ist doch noch, wie das Zustandekommen bis zum Torabschluss aussieht. Genauso wenig sagt das etwas über die Qualität / Häufigkeit von Torabschlüssen aus. Von daher ist das aus dieser Warte nichts anderes als eine Scheindebatte.

    #nichtmeinpräsident

  • Geht mir ähnlich, wobei ich da keine große Hoffnungen mehr keimen lasse. Zu oft dachte ich mal nach einem Spiel, huch, da hat sich ja doch etwas getan, nur um dann im nächsten Spiel wieder auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden. Dass Flick ein wenig Einfluss haben wird, sollte einleuchten, sonst wäre seine Anstellung hier sinnlos.


    - ich sehe Perisic weniger kritisch. Da wusste man, was man bekommt, und das ist eben kein Winger. Von daher sehe ich ihn mehr auf den Halbpositionen, weil da seine Abschlussstärke besser zur Geltung kommt. Was sein Passspiel angeht, stimme ich dir zu. Das war vor allem am Samstag miserabel. Jeder Pass in die Spitze wurde gefühlt verhühnert.


    - Ob Kimmichs Verschiebung auf der Idee beruht, dass er dort mehr Einfluss auf unser Spiel nehmen kann, wage ich auch mal anzuzweifeln. Immerhin hat Pavard ja viel Geld gekostet und muss spielen :) Ändert aber nichts daran, dass ich ihn dort einfach in Zukunft sehe.


    - Tolisso ist ein ganz feiner Kicker und man merkt, dass er sich stetig besser zurecht findet.


    - Lewy ist einfach Lewy. Man merkt auch, dass das Spiel komplett auf ihn zugeschnitten ist. Jetzt, da Robbery endgültig weg sind, natürlich umso mehr. Aber er trifft momentan, wie er will. Das ist Wahnsinn.


    Ansonsten stimme ich dir da auch zu. Die Offensiv-"Idee" ist ein Witz. Da basiert alles auf Zufall und individueller Klasse. Einfachste Dinge, wie Hinterlaufen der Winger durch die Außenverteidiger, die den Ball dann in den Rücken der Abwehr spielen, siehst du so gut wie gar nicht mehr. Wo früher der Pass beispielsweise blind rausgelegt werden konnte, weil der Winger wusste, dass da ein AV kommt, brauchst du heute nicht mehr machen. Das ist nur ein Beispiel von vielen, woran man die fehlende Struktur in der Offensive sieht. Ich bin auch weit davon entfernt, diese in der Defensive auszurufen. Dafür schafft es mittlerweile jede Mannschaft, uns vor (enorme) Probleme zu stellen. Abstände stimmen nicht etc.. Selbst einem Dittmann ist das am Samstag aufgefallen.


    Wie dem auch sei. Wir sind mittlerweile einfach wieder zu einem normalen Bundesliga-Spitzenteam verkommen und das liegt wahrlich nicht am Spielermaterial.

    #nichtmeinpräsident