Champions League 2018/19

  • Unfassbar bitter wie das gestern für Man. City und Guardiola abgelaufen ist. Der Sturmlauf und der Druck in der zweiten Hälfte hat mich an unser Rückspiel gegen Atletico erinnert. Mehr kann man nicht verlangen, die Tore kann ein Trainer nicht selbst erzielen. Und dann wird auch noch das vermeintliche Tor zum Halbfinale (allerdings zurecht) in der Nachspielzeit aberkannt. Mehr Emotionen gehen doch wirklich nicht. Brutal.


    Nun kommt noch das ABER. Am Ende fehlt mal wieder ein Tor. Ich bin mir sicher, dass man in Tottenham mit etwas mehr Mut dieses Auswärtstor hätte erzielen können. Man darf nicht vergessen, dass er De Bruyne und Sane fast komplett auf der Bank gelassen hat. Ich verstehe es bis heute nicht was er sich von dieser Taktik auswärts verspricht.

    0

  • Das ist doch alles lächerlich!


    Wegen 3 Milimeter Abseits sind City mit Pep nicht ins Halbfinale eingezogen, und hier wird am System gezweifelt.

    Nein.
    Er hat, meine ich, seit 2011 kein CL-Auswärtsspiel mehr gewonnen und ist seitdem auch nicht mehr ins Finale eingezogen.
    Das passiert dir in dieser Regelmäßigkeit nicht wegen drei Millimetern hin oder her.
    Der Fehler ist in meinen Augen nicht sein System. Der Fehler ist, dass er es in den entscheidenden Spielen auswärts nicht umsetzen lässt und daheim nicht auf den Platz bekommt - und daraus nicht lernt.


    Für mich nach wie vor, auch in den meisten Spielen in der CL, der beste Fußball aller Zeiten bei uns. Aber halt auch nur irdisch.
    Könnte ich zwischen dem, was wir jetzt haben, und dem Pep-Fußball (mit allen Makeln!) wählen, würde ich immer ohne zu zögern den Pep-Fußball nehmen. Auch, wenn es Titel kostet.
    Die lasse ich nämlich lieber in "schön" liegen, als so feige, wie es jetzt passiert.

  • so ein schwachsinn - man sollte nur nicht erwarten das Pep eine Garantie auf den maximalen erfolg ist - aber was der in der kurzen Zeit da erreicht hat -guck dir ma an wie Mancity vor Pep da stand - jetzt fragt sich jeder nur wie bei bayern - wann klappts endlich auch mal mit der cl . Nur das er bei Bayern schon eine perfekte Mannschaft übernommen hatte .

    Bei MIR wird er ja nicht zur Lachnummer. Ich weiß, was er bei uns geleistet hat.


    Aber die allgemeine Erwartung an ihn ist halt eine andere, als in der CL selbst an Tottenham zu scheitern.

  • Pocchetino ist einfach ein guter Coach! DEN hätten wir holen sollen - egal für wieviel Geld!

    Der gefällt mir auch. Er lässt eine gute Mischung aus Ballbesitz und Umschaltfußball spielen, ist taktisch sehr flexibel. Natürlich sind auch ten Hag oder Fonseca sehr interessant. Es gibt also genügend spannende Trainer, die man im Auge behalten sollte.

    0

  • Dachte ich auch erst. Aber warum wird das nicht in den folgenden Praxisbeispielen ausgeführt? Da geht man immer nur vom Mitspieler aus, der eben Richtung Tor des Gegners spielt. Genau das war hier aber nicht der Fall...
    Für mich bleibt es unklar.
    Solche Sachen ärgern mich so schon. Wenn es dann das nächste Mal vielleicht den FCB betrifft, kotzt man im Strahl. Da geht es nicht um den Gartenzwerge-Cup in Ramersdorf, sondern um die CL.


    Aber was ärgert Dich denn genau? Dass diese Beispiel nicht explizit in den Grafiken aufgeführt ist?


    Ich denke, dass es eben nicht aufgeführt ist, weil das auf Seite 3 schon so unmissverständlich formuliert ist.
    Die Aktion des Gegners kann man doch aus der Betrachtung vollkommen ausklammern, es zählt nur die letzte Berührung des eigenen Mitspielers. Wann von wem wo der Ball ursprünglich ins Rollen gebracht wurde, ist unwichtig.


    Hier ist alles erklärt:


    Lutz Wagner zum ManCity Drama


    Quote

    Doch kann man den Ballkontakt von Bernado Silva überhaupt als Pass bezeichnen? Wohl kaum. Doch ein Blick ins Regelwerk lohnt sich. "Für die Bewertung einer Abseitsposition ist es zunächst einmal entscheidend, von wem der Ball zuletzt kommt", erläutert DFB-Lehrwart Lutz Wagner. "Von einem Spieler des angreifenden Teams reicht eine einfache Berührung", sagt er weiter. Bedeutet: Auch ein abgefälschter Ball löst eine Abseitsposition aus, solange dieser einen Spieler des angreifenden Teams – wie hier Bernado Silva – egal in welcher Weise berührt hat. "Die Absicht spielt beim angreifenden Spieler keine Rolle. Hier genügt die bloße Berührung", betont Wagner.




    Anders stellt sich die Frage nach der Absicht beim Verteidiger dar: Greift ein Abwehrspieler mit einer Grätsche oder einem langen Bein aktiv in einen Pass ein, wird eine mögliche Abseitsposition des gegnerischen Stürmers aufgehoben.
    Wagner konkretisiert: "Sobald der Verteidiger den Ball bewusst spielt, erfolgt eine neue Abseitsbewertung und das Abseits ist aufgehoben." Hätte der Ball von Eriksen also den direkten Weg zu Agüero gefunden, so hätte hier keine Abseitsposition vorgelegen.


    Du brauchst Dich also nicht mehr zu ärgern, gestern war alles absolut regelkonform ;-)

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Mit der Erklärung von Wagner wird es klar, ja. Danke. Merk ich mir.

    ich mir auch.


    das war mir jetzt wichtig, das für mich selbst vollumfänglich zu klären, weil irgendwann kommt so ein Ding wieder -- evtl. mit FCB -Beteiligung -- und dann möchte ich vorbereitet sein ;-)

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Danke für die Auflösung, bih, in der Form auf jeden Fall verständlich und erklärt auch, wieso der VAR gestern so entschieden hat.


    Aber man hört eh kein Mimimi aus Citys Fraktion: „Es war ein böses Ende“, sagte Guardiola nach der Hochschaubahn der Gefühle. „Wir haben die Tore geschossen, die wir gebraucht haben. Aber Gratulation an Tottenham und alles Gute für das Halbfinale.“

    Wäre das Kloppo passiert, na hallelujah, das wäre ein Gewitter geworden.

  • Danke für die Auflösung, bih, in der Form auf jeden Fall verständlich und erklärt auch, wieso der VAR gestern so entschieden hat.


    Aber man hört eh kein Mimimi aus Citys Fraktion: „Es war ein böses Ende“, sagte Guardiola nach der Hochschaubahn der Gefühle. „Wir haben die Tore geschossen, die wir gebraucht haben. Aber Gratulation an Tottenham und alles Gute für das Halbfinale.“


    Wäre das Kloppo passiert, na hallelujah, das wäre ein Gewitter geworden.

    weil Pep schon immer Stil hatte - sowas gibts bei ihm nicht - Fehler bei anderen suchen.

    0

  • man kann über Pep diskutieren.


    Über was man mMn nach nicht diskutieren kann, ist, dass er gestern wirklich ein hochanständiger Verlierer war, und das bei weitem nicht zum ersten Mal.


    Stil hat er auf jeden Fall.


    .... wenn man mal von seiner Hirtenjacke absieht ;-)

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Das hatte er meiner Meinung nach schon immer. Zumindest ist mir kein Fall bekannt, wo er die Schuld unberechtigterweise auf die Schiedsrichter oder eigene Spieler abgewälzt hat.


    Gerade letzteres führt neben seinen fachlichen Fähigkeiten in der Individualentwicklung der Spieler vermutlich auch dazu, dass er bei den meisten seiner Ex-Spieler extrem angesehen ist.


    Gibt auf jeden Fall viele Trainer-Kollegen, die das gänzlich anders handhaben.

  • Bevor mir hier etwas unterstellt wird (z. B. Jubel-Perser bzw. Kovac-Jünger) einleitend eine Klarstellung: Ich würde mir für die kommende Saison einen anderen Trainer als Kovac bei uns wünschen. Ich kann bei uns weder ein Spielsystem erkennen, noch gefällt mir der bei uns gespielte Fußball aktuell sonderlich (gut, ist teilweise etwas besser geworden), schließlich sehe ich keine Entwicklung einzelner Spieler. Vorrede Ende.


    Aber: Die Art und Weise, wie Du, lieber @brenninger1, mit schon fast religiösem Eifer jegliche Kritik an Pep oder Tuchel abbügelst, wird der Sache m. E. nicht gerecht. Weder Pep noch Tuchel sind unfehlbar, und das Ausscheiden von City und PSG beruht nicht - wie man vordergründig meinen könnte - auf falschen (PSG) bzw. grenzwertigen (City) Entscheidungen des VAR. Vielmehr haben beide Trainer aus meiner Laiensicht Fehler begangen, so dass es überhaupt zu der Situation kam, dass die VAR-Entscheidungen spielentscheidend wurden.


    Tuchel hat es m. E. mit PSG im Rückspiel versäumt, dem Gegner den "Todesstoß" zu versetzen. PSG hat dominant gespielt, aber in der zweiten Hälfte nicht wirklich viele zwingende Torchancen kreiert. Dadurch ist das Spiel trotz drückender Überlegenheit von PSG auf Messers Schneide geblieben - ein Tor hätte (und hat letztendlich) ManU gereicht. Und ein Tor fällt einfach schnell - sei es durch einen Glücksschuss, einen kapitalen Abwehrbock oder eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Wenn mein Team also so überlegen ist, wie es PSG war, muss ich doch alles darauf ausrichten, das Spiel frühzeitig so zu entscheiden, dass es eben nicht mehr auf den einen Glücksmoment des Gegners ankommen kann. Und dafür hat PSG - was sich Tuchel ankreiden lassen muss - nicht genug getan.


    Pep hat im Hinspiel viel zu defensiv und vorsichtig agiert und damit sein Team einer wichtigen Stärke beraubt. Und wenn Du zu Hause im Rückspiel drei Dinger kassierst, kann ich einen Trainer nicht von Schuld freisprechen. Da würde m. E. auch ein Verweis auf die beiden Megaböcke von Laporte nicht ausreichen. Drei Gegentore zu Hause sind ein Systemfehler.


    Sind Pep und Tuchel bessere Trainer als Kovac? Für mich ganz klar JA. Würde ich sie lieber bei uns auf der Trainerbank sehen als Kovac? Aus meiner Sicht nochmal JA! Sind sie die gottgleichen, fehlerlos agierenden Übertrainer, als die Du sie fast schon hinstellst? Nein. Sie machen Fehler. Gerade bei Pep sind seine Fehler (v. a. sein zu vorsichtiges Agieren in CL-Auswärtsspielen) mittlerweile über viele Jahre dokumentiert. Dass er das nicht abstellt, ist vielleicht sogar ein Zeichen von Beratungsresistenz, was das Ganze noch schlimmer machen würde.


    Und wie Du mittlerweile Pochettino und ten Hag hypst, passt für mich in dieses Bild, dass für Dich schon fast jedes Gras grüner ist als bei uns. Die nackten Ergebnisse (wenn ich das auf die Schnelle richtig recherchiert habe):


    - Die Spurs haben unter Pochettino die letzten Jahre respektable Ergebnisse eingefahren (2017/18: 3. in der PL hinter ManC und ManU, Aus im CL-Achtelfinale; 2016/17: 2. in der PL hinter Chelsea, Aus in der CL-Gruppenphase; 2015/16: 3. in der PL hinter Leicester und Arsenal, Aus im EL-Achtelfinale). Das betrifft aber v. a. die Liga, international ist diese Saison die erste, in der die Spurs wirklich was reißen.


    - Ajax ist letztes Jahr in der CL-Quali an Nizza und in der EL an Rosenheim Trondborg gescheitert, in der heimischen Liga wurden sie 2. Auch hier ist diese Saison international die erste, in der Ajax unter ten Hag was reißt.


    Unabhängig von den Ergebnissen ist natürlich die Spielanlage zu sehen. Und auch in diesem Bereich bin ich jetzt nicht der große Spurs-Fan. Sooo vom Hocker hauen mich deren Spiele regelmäßig nicht, und ich schaue relativ viel PL. Bei ten Hag bin ich bei Dir, würde aber noch nicht in hymnenartige Jubelgesänge ausbrechen.


    Viel Text, kurzes Fazit: Ich glaube, Du übertreibst ein wenig :thumbsup: .

    0

  • Das hatte er meiner Meinung nach schon immer. Zumindest ist mir kein Fall bekannt, wo er die Schuld unberechtigterweise auf die Schiedsrichter oder eigene Spieler abgewälzt hat.
    Gerade letzteres führt neben seinen fachlichen Fähigkeiten in der Individualentwicklung der Spieler vermutlich auch dazu, dass er bei den meisten seiner Ex-Spieler extrem angesehen ist.


    Gibt auf jeden Fall viele Trainer-Kollegen, die das gänzlich anders handhaben.

    möchte nicht wissen wie der pöhler getobt hätte nach der nachspielzeit , wenn er so ausscheidet wie pep gestern

    0

  • Aber es bleibt ja die Frage: Warum schafft es Guardiola dann einfach nicht, in der Champions League ins Finale zu kommen?

    Weil das nun wirklich nicht leicht ist, selbst mit einem richtig guten Kader. In der CL K.0.-Phase entscheiden Tagesform, Verletzungen, Schiris (inkl. VAR) auch über Erfolg oder Misserfolg. Ein CL-Titel ist eigentlich nicht planbar. Es ist auch nicht verwunderlich, dass es erst vor kurzem einem Team gelungen ist, die CL in aufeinanderfolgenden Jahren zu gewinnen.

  • Weil das nun wirklich nicht leicht ist, selbst mit einem richtig guten Kader. In der CL K.0.-Phase entscheiden Tagesform, Verletzungen, Schiris (inkl. VAR) auch über Erfolg oder Misserfolg. Ein CL-Titel ist eigentlich nicht planbar. Es ist auch nicht verwunderlich, dass es erst vor kurzem einem Team gelungen ist, die CL in aufeinanderfolgenden Jahren zu gewinnen.

    Aber es sind immer wieder die gleichen Muster, mit denen er scheitert. Und da ist halt die Frage, ob er aus seinen Fehlern wirklich langfristig lernt.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Der Fehler ist, dass er es in den entscheidenden Spielen auswärts nicht umsetzen lässt und daheim nicht auf den Platz bekommt - und daraus nicht lernt.

    Er ist ja auch durchaus ein Zweifler, der sich selbst oft hinterfragt. Vielleicht behindert ihn das gerade bei Auswärtsspielen und lässt ihn dann doch im Zweifel eher auf die vermeintlich sicherere Variante setzen, die seiner Mannschaft eben auch oft ihrer größten Stärke beraubt.


    Man muss aber auch sagen, dass er sich transfertechnisch bei seinen Innenverteidigern vergriffen hat. Alleine schon die Leistung von Laporte war unterirdisch. Das hat Tottenham auch in die Karten gespielt. So viele Tore kann man eben vorne nicht erzielen, wenn man hinten nicht stabil ist - egal ob das systembedingt oder personell bedingt ist.

  • Vielleicht behindert ihn das gerade bei Auswärtsspielen und lässt ihn dann doch im Zweifel eher auf die vermeintlich sicherere Variante setzen, die seiner Mannschaft eben auch oft ihrer größten Stärke beraubt.

    Wobei ich das wirklich nicht verstehe, muss ich sagen. National fegt der auswärts doch auch alles weg mit seinen Mannschaften. Wenn er in Barcelona oder Madrid abwartender spielt, okay. Aber der hat ja sogar in Donezk oder Porto so spielen lassen. Und das sind Mannschaften, die hätten wir in der Bundesliga auswärts mit 3:0 weggepustet. Die sind auch nicht stärker als viele englische Mannschaften, die Pep und City Woche für Woche schlagen.


    Der muss wirklich Angst davor haben. Verstehe ich aber nicht. Spielt er wie immer, gewinnt er die meisten dieser Spiele, auch auswärts. Und wenn er dann mal unglücklich verliert, dann sollte die übliche Spielweise dazu geführt haben, dass er mindestens ein Auswärtstor gemacht hat. Und verlieren sie 2:1, statt 1:0 zu verlieren oder 0:0 zu spielen, ist das im Rück-Heimspiel ja unter Umständen sogar eher ein Vorteil. Und auswärts untergehen wird er in 95% der Fälle sowieso nicht, dafür sind seine Mannschaften zu stark.


    Da verstehe ich ihn absolut nicht. Dass das kein Zufall ist, ist absolut klar. Wieso er immer wieder genau daran scheitert, ist mir aber ein Rätsel. Er ist ja sogar in der Lage, bei einzelnen Spielen anders spielen zu lassen. Aber bei den CL-Auswärtsspielen macht er immer wieder den gleichen Fehler. Und dazu ist die Chance, dass Spieler individuelle Fehler machen, einfach zu groß, als dass man dieses Risiko immer und immer wieder eingehen würde. Bin mir sicher, dass er mindestens 1, vielleicht 2 CL-Titel mehr auf dem Konto hätte, wenn er auswärts so spielen würde wie daheim. Mit uns hätte er 2016 sicher einen geholt, mit City vielleicht auch schon. Aber so reißt er sich das selbst wieder ein.


    Das fehlt ihm irgendwie zum perfekten Trainer. Und das ist leider ein elementar wichtiger Faktor. Eigentlich muss er das doch langsam mal verstehen.