Champions League 2018/19

  • Für mich sollte der VAR nur bei sehr klaren Fehleinschätzungen des SR aktiv werden.


    In vielen strittigen Situationen, in denen es selbst bei Fernsehbildern Interpretationsspielraum gibt, sollte sich der VAR vornehm zurückhalten. Dazu gehören für mich insbesondere die kuriosen Handspiel-Szenen, aber auch Millimeter-Abseits Entscheidungen.


    Mir gefiel die Anwendung des VAR bei der WM wesentlich besser als in der Bundesliga.

  • Am seltsamsten war das für mich die Tage in der CL. Fast bei jedem Tor gedönse. Selbst bei ganz klaren Toren.
    Und dann hat das auch immer eine gefühlte Ewigkeit gedauert X(


    Dazu kommt, dass die Mannschaften die führen durch den ständigen VAR auch noch aufgrund der langen Nachspielzeit benachteiligt werden. Gerade bei engen Spielen in der CL


    Natürlich nur bei klaren Toren wo trotzdem einige Minuten vergehen.

    Alles wird gut:saint:

  • Der VAR hat nun wirklich seine Tauglichkeit bewiesen. Nur eben mal wieder bei uns in Deutschland nicht. Das spricht aber nicht gegen den VAR. Man kann aber natürlich unterschiedlich bewerten ob einem Gerechtigkeit oder Emotion wichtiger ist. Ich rege mich ungern über Fehlentscheidungen auf die uns Siege kosten. Da kann ich dann auch mal mit einigen Minuten Verzögerung warten bei einer Entscheidung. Richtig angewandt kommt das nur 1-2 mal pro Spiel vor.

  • Nirgendwo im Leben gibt's Gerechtigkeit. Warum ausgerechnet im Fußball?

    Weil es im Sport so einfach ist. Du kannst jeden Grashalm in Video einfangen, du hast Millionen Zeugen vor den Bildschirmen und im Stadion. Du hast hochmoderne Technologien. Sowas existiert in keiner anderen Sportart und im Zivilleben nicht. Wieso man sich gegen VAR wehrt, versteh ich nicht. Benfica leidet nun darunter, weil die Schiripfeife ein 1-Meter Abseits nicht sehen konnte. Frag jetzt mal die Benfica-Fans, wie die sich so fühlen.
    Und VAR schütz auch das Leben und die Psyche der Schiris, ist jetzt sicher geil für die Familie von Orsato, wenn zahlreiche Morddrohungen ins Haus flattern. Sicher toll, so ein Gefühl, da geht man gern ausm Haus.


    Der VAR muss einfach nur noch schneller und effizienter arbeiten, die Handregel muss klarer geregelt sein, und der Sport wäre was Gerechtigkeit anbelangt am Zenit.


    Und diese Schwachsinnsargumentation von wegen ''Emotionen gehen verloren'', schaut euch mal die Videos vom Tottenham-Block an, wie die abgehen als der VAR das City-Tor in der Schlussphase aberkannt hat.

  • Ich bin absoluter Berfürworter des Video-Beweises. Er macht den Sport ein Stück gerechter, auch wenn es in manchen Situationen immer noch und auch in den nächsten Jahren keine klaren Entscheidungen gibt. Der Sinn, der hinter dem Video-Beweis gesehen wird, ist ja, die klaren Fehlentscheidungen zu eliminieren - nicht, strittige Entscheidungen unstrittig zu machen. Die Anwendung ist halt verbesserungswürdig, aber ich finde, alleine schon die kalibrierte Linie bei Abseitsentscheidungen ist ein Fortschritt, weil es eben nur noch "Abseits" oder "kein Abseits" ohne jeden Ermessensspielraum gibt.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Gerechtigkeit im Fussball und jedes Spiel müsste Remis enden, am besten 0:0.
    falscher Begriff als Argument.
    VAR gehört optimiert, klarer geregelt und zwar universell für alle Wettbewerbe strukturiert und derzeit aus der Buli abgeschafft. hier ist man schlicht zu blöd für eine richtige Handhabung.

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  • Das ist mir zu harmlos. Wenn eine klare Abseitssituation nicht gepfiffen wird und eine Mannschaft deshalb ausscheidet, hat das nichts mit unglücklich zu tun. Es kann ja nicht sein, dass man vom Glück abhängig ist in der Frage, ob der Schiedsrichter eine knappe Situation richtig bewertet.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Das ist mir zu harmlos. Wenn eine klare Abseitssituation nicht gepfiffen wird und eine Mannschaft deshalb ausscheidet, hat das nichts mit unglücklich zu tun. Es kann ja nicht sein, dass man vom Glück abhängig ist in der Frage, ob der Schiedsrichter eine knappe Situation richtig bewertet.

    wie knapp darf's denn dann sein um von Unglück ins ungerechte aber vielleicht verdiente Verderben zu stürzen? wenn jmd nur um paar cm wegen falsch liegt, ist keine Frage einer gerechten Entscheidung.
    solange der VAR quasi willkürlich eingesetzt wird ist das Geseiere wg Gerechtigkeit imo sowieso nur a Blendgranate.
    klare Regeln, klare Strukturen des VAR wettbewerbsübergreifend für alle gleich angewandt und eingesetzt dann kann man paar Fehler abstellen, gerechter macht das aber gar nix.

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  • Bei Abseits zum Beispiel gibt es keinen Ermessensspielraum mehr. Die kalibrierte Linie entscheidet. 3 Zentimeter oder fünf Meter - völlig egal. Abseits ist abseits. Ein irreguläres Tor ist ein irreguläres Tor, und wenn man das nachweisen kann, ist es gerecht, dass ein Tor eben zählt oder nicht zählt.


    Wie oft hat man in den vergangenen Jahren gehört: Ist mit dem bloßen Auge nicht zu sehen, vielleicht fünf Zentimeter, da muss man den Schiedsrichter in Schutz nehmen. Diese Diskussion ist hinfällig.


    Wie gesagt: Einige Dinge sind strittig und werden es immer bleiben. Aber in vielen Punkten schafft der Video-Beweis eben Klarheit. Über die Art und Weise muss man diskutieren, da bin ich auch in der Liga nicht zufrieden, aber über die Frage, ob man den Video-Beweis braucht, würde ich nicht mehr diskutieren. Davon bin ich nach wie vor ein absoluter Fan.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • So eine Saison wie diese, bevor der VAR eingeführt wurde, will ich aber als Fan auch nicht mehr erleben.


    Es ging nach dem Spiel ja nur noch darum, wie oft der Schiri falsch lag und wie beschissen alles war. Ich schaue mir immer die Interviews nach dem Spiel an, in dieser Saison vor dem VAR hab ich in der Mitte aufgehört, weil es um nichts anderes mehr geht.


    Da warte ich lieber 1-2 Minuten auf die (meist) richtige Entscheidung und hab solche unendlich öden Diskussionen nicht mehr nach dem Spiel, genauso wie die nächsten Tage nach dem Spiel.


    Da lasse ich wie gesagt auf mich warten oder höre mir kurz an wie blöd umgesetzt der aktuelle VAR ist.
    Ich empfinde den VAR aber diese Saison schon um einiges besser wie im ersten Jahr.


    Man muss halt etwas geduld haben, hat man ja mit dem Berliner Flughafen auch. :P

  • Bei Abseits zum Beispiel gibt es keinen Ermessensspielraum mehr. Die kalibrierte Linie entscheidet. 3 Zentimeter oder fünf Meter - völlig egal. Abseits ist abseits. Ein irreguläres Tor ist ein irreguläres Tor, und wenn man das nachweisen kann, ist es gerecht, dass ein Tor eben zählt oder nicht zählt.


    Wie oft hat man in den vergangenen Jahren gehört: Ist mit dem bloßen Auge nicht zu sehen, vielleicht fünf Zentimeter, da muss man den Schiedsrichter in Schutz nehmen. Diese Diskussion ist hinfällig.


    Wie gesagt: Einige Dinge sind strittig und werden es immer bleiben. Aber in vielen Punkten schafft der Video-Beweis eben Klarheit. Über die Art und Weise muss man diskutieren, da bin ich auch in der Liga nicht zufrieden, aber über die Frage, ob man den Video-Beweis braucht, würde ich nicht mehr diskutieren. Davon bin ich nach wie vor ein absoluter Fan.

    soweit alles gut aber hat mit Gerechtigkeit nix zu tun. sagen wir mal als zB der Profiteur dieser knappen Entscheidung wäre das Team das dadurch unverdient die nächste Runde erreicht, wäre das noch als gerecht zu bewerten? ist eine rein subjektive und situative Beurteilung was gerecht ist. beim Abseits ist es ja relativ einfach, was ist aber mit der unsäglichen Handregel bzw der unterschiedlichste Auslegung von SR zu SR jedes mal anders.

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  • Am Ende bleibt Fußball ein Ergebnissport. Objektiv gesehen gibt es keinen ungerechten Sieg.


    Man mag das subjektiv als ungerecht empfinden, objektiv ist es sicher einfach nur gerecht, weil der Sinn des Sports im Erzielen von Toren besteht.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Du beantwortest meine Frage nach dem Warum mit einem "weil es eben möglich ist", @fcbeci.


    Das möchte ich schon bezweifeln. Denn auch der beste Videobeweis ist meist nicht in der Lage herauszufinden, was im Kopf der Spieler vorgeht. Bestenfalls die Frage, ob der Ball mit der Hand berührt wurde, kann also geklärt werden. Beim rotwürdigen Foulspiel ist es ganz ähnlich. Allenfalls die Abseitsfrage kann der VB häufig zweifelsfrei klären, schafft aber auch neue Ungerechtigkeiten, indem er verteidigende Teams in dieser Frage klar bevorteilt. Schlecht für uns.


    Aber die Kardinalfrage bleib: Warum unbedingt im Fußball nach Gerechtigkeit streben? Wer Gerechtigkeit sucht, geht vor Gericht oder in die Kirche. Ins Stadion geht man der Emotion wegen. Und die lebt von der Ungerechtigkeit mindesten ebenso wie von der Gerechtigkeit. Vor allem lebt sie von der Spontanität.


    Meine auch, dass wir im Fußball Gesichter brauchen. Gesichter für die Helden des Spiels, die Versager, die Unglücksraben - aber auch ein Gesicht für tatsächliche oder vermeintliche Fehlentscheidungen.