Landtagswahl Bayern 2018

      Beitrag von Punisher ()

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      Beitrag von eddiedean ()

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    • Der eine beschimpft den anderen als Nazi, der angebliche Nazi beschimpft und so weiter..

      Mal eine Frage an Euch alle:

      Meine Frau ist gebürtige Kubanerin. Wir haben dort ein Haus gekauft, insgesamt habe ich 100000 Euro oder mehr dort investiert, nicht ganz ohne Eigennutz. Mein Schwager würde vermutlich mit dem Boot in die USA fliehen, wäre das nicht so. Zieht man mir hier Geld ab, kann ich das nicht mehr bezahlen, es wäre möglich das 3 Leute diesen Schritt dann wagen würden...ist übrigens weiter als Afrika....das nur am Rande.

      Für mich kann übrigens restlos jeder nach Deutschland kommen, wenn:

      Er sich ausweisen kann, oder seine Identität anders festgestellt werden kann.
      Er hier arbeiten möchte, sich an Regeln und Gesetze hält, ich denke die meisten Ausländern tun dies auch.
      Wer das nicht macht muss nach unseren Gesetzen bestraft werden, das Land verlassen.

      Mal im ernst, ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Das könnte man doch regeln? Es braucht dafür weder Nazi noch Gutmensch. Und natürlich sollte man Menschen helfen, die dürften auch ruhig mal 6 Monate auf unsere kosten hier leben. Nur auf ewig nicht.

      Die meisten von Euch waren nie in der dritten Welt. Habe mit vielen Kubanern darüber gesprochen. Einge sagten mir, sie würden das wenn möglich bis auf den letzten Cent ausnutzen. Würde ich in deren Situation übrigens auch. Da muss man Regelungen finden, ist völlig idiotisch dies nicht zu tun, mit Hilfe hat das wenig zu tun. Mauern bauen und Ausländer raus aber auch nicht.
      Anständig arbeiten ohne Fremdschämen!
    • Um mal wieder zum Thema zu kommen:

      Interessant ist auch immer ein Blick auf die kleinen Parteien.

      Von denen die nicht in den Landtag gekommen sind kommen die Linke (3,2%), Bayernpartei (1,7%) und ÖDP (1,6%) auf nennenswerte Anteile.
      Alle anderen liegen unter 0,5%.


      Interessant: Die rote Laterne hat die LKR (AfD-Abspaltung von Lucke) erobert mit ganzen 2'113 Stimmen.

      Die Piraten haben auf eh schon niedrigem Niveau nochmal 3/4 ihres Stimmenanteils verloren (von 2% auf 0,4%).

      Die neugegründete Partei "mut" von Claudia Stamm (ehem. Grüne) hat es nur auf 0,3% gebracht.
    • waldiswau schrieb:

      oh, habe ich gar nicht mitbekommen. schade dass die nicht präsenter sind. ein konservatives gegengewicht zur afd täte gut weil die dann deutlich weniger stimmen bekämen.
      Ich hatte es auch nicht mitbekommen. Aber wir wählen ja auch in zwei Wochen. Daher tauchten hier die Plakate auf.

      Was die Wähler der aktuellen AfD angeht, glaube ich nicht, dass es da heute noch um eine konservative Alternative geht. Aber es wäre sicher nicht schlecht, wenn sich der "Denkzettel" für die CDU darauf beschränkt hätte durch Lucke.

      Aber ohne die Neuausrichtung nach rechts wäre die AfD wohl kaum 5% fähig.
      Dieser Verein gehört NICHT Uli Hoeness! Steht endlich auf!
    • davedavis schrieb:

      enohot schrieb:

      ich kann mich da an so hässliche wörter wie asyltourismus erinnern und vieles andere
      Das Wort ist nicht schön und in der medialen Aufgeregtheit und im Dauerstreit im Begrifflichkeiten sicher unklug, aber es beschreibt genau das, was in Europa passiert. Man kommt in Europa an und sucht sicht das Land aus, in dem es einem wirtschaftlich am besten geht. Es geht nicht im Schutz, es geht vor allem auch um wirtschaftliche Optimierung. Und genau das ist das Problem und nicht, ob einem das Wort "Asyltourismus" zu negativ konnotiert ist.
      Den Begriff zum Kampfbegriff gemacht und weitergesponnen und um Ertrinkende erweitert haben dann die üblichen Verdächtigen von links. Lösungen haben sie aber keine.
      Ich stehe in gutnachbarlichen Beziehungen zu einem kurdisch-stämmigen Journlisten aus dem Irak, der fliehen musste, weil er a) unbequeme Fragen gestellt, b) einen islam-kritischen Blog geführt hat und c) nach weiteren Drangsalierungen sich vom Islam losgesagt hat. Der von dir an dieser Stelle so verteidigte Begriff "Asyltourismus" ist ein Schlag ins Gesicht von Ali Haslan T.! Wenn Du erlebt hättest, wie sehr er gegen islamische Fundamentalisten gewettert hat, bis mir der kurdische Kuchen aus der Hand gefallen ist, und wie er geschildert hat, was die Familie auf der Flucht so erleiden musste, dann frage ich mich, ob Du nicht langsam mal deinen Horizont erweitern solltest.

      Das meine ich wirklich ernst. Du warst doch hier nicht immer so.

      PS: Der Ali Haslan ist jetzt knapp ein Jahr hier, spricht fast schon fließend deutsch, die Kinder wurden unmittelbar nach Anmeldung in der Kita auf die deutsche Sprache getrimmt. Klingt mir nicht unbedingt nach einem "Touristen"...

      Danke für deine Aufmerksamkeit.
      Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.
    • exbasser schrieb:

      Das meine ich wirklich ernst. Du warst doch hier nicht immer so.
      Ja spreche oder schreibe ich so undeutlich?

      Es geht mir nicht darum Flucht zu leugnen oder zu relativieren oder die Gefahr in die sich die Menschen begeben. Das ist alles doch glasklar und muss nicht kleingeredet werden. Fluchtgründe sind nach dem GG und der Genver Flüchtlingskonvention doch klar definiert, etc. etc. Das stelle ich doch gar nicht in Abrede. Ich hoffe es hat jetzt wirklich jeder kapiert.

      Es ging um den Begriff "Asyltourismus", der m.W. durch den Urheber dazu verwendet wurde, das Umgehen von Dublin 3 und die beliebige Wahl des finalen Asyllandes zu kritisieren, weil die Suche nach Schutz hinter wirtschaftlicher Optimierung zurückfällt. Der Fan hat hier richtig bemerkt, dass das System das hergibt und man die alleinige Schuld nicht beim Asylsuchenden abladen darf. Ich bin mit dem Begriff nicht glücklich, aber genauswenig ist es tiefbraune Kampfrhetorik der AfD, welche Söder gebraucht hat. Diese hat sich den Begriff vielleicht angeeignet und ihn ausgeweitet, aber mir ist er nur in der ursprünglichen Form präsent.

      Der Begriff ist nicht gut, er polarisiert, wie man auch hier gut sehen kann, aber manchmal braucht es vielleicht sowas, um Misstände zu beheben, auch wenn damit zunächst mal die Sachebene verlassen wird.
    • Ohne Partei zu ergreifen:
      Mit dem Boot kommt man nicht in Deutschland an, sondern irgendwo am Mittelmeer. Italien, Griechenland, whatever. Diese Länder bieten den selben Schutz wie Deutschland. Dennoch reisen diese Menschen noch weitere hunderte Kilometer durch aller Herren Länder um in Deutschland ansässig zu werden. Alleine darum geht es meinem Verständnis nach @davedavis.
    • enohot schrieb:

      da macht ihr es euch viel zu einfach - es war söder selber der sich die suppe eingebrockt hat - als er und sein dackel seehofer auf einmal die selbe braune nazi rethorik benutzte wie die afd - ich kann mich da an so hässliche wörter wie asyltourismus erinnern und vieles andere - was jedem christlich denkenden in der mitte stehenden CSU wähler aber so gar nicht gefallen haben wird, - nicht merkels kurs war schuld sondern die vielen kursänderungen bei der csu - führten nämlich zu deren kompletten Gesichtsverlust. das die CSU als kleiner onkel der CDU nicht viel am kurs der Bundesregierung beeinflussen kann - sollte wohl kaum bei der Landtagswahl eine rolle spielen - vor allem ist das auch keine überraschung , war noch nie anders .

      Sry aber da liegst du einfach nur falsch. Die ehemaligen CSU Wähler juckt es recht wenig was Söder und co Richtung Asylthema losgelassen haben weil man Sie eh nicht mehr für voll nehmen konnte. Genauso diese lächerliche Obergrenze. Fast jeder in der mitte stehende ehemalige CSU Wähler der abgewandert ist tat dies weil er die Politik die von Merkel vorgegeben wurde einfach nicht mehr mittragen konnte und die CSU es nicht geschafft hat irgendeines ihrer Themen vernünftig in Berlin durchzubringen oder zu plazieren.
      Das zur Zeit gerne in extremen Richtungen gedacht wird liegt einzig und allein daran, dass dies durch die Politik und die Medien begünstigt wird.
      Entweder wird beschönigt bzw alles heruntergespielt oder maßlos übertrieben.
      Das Asylthema ist ja ganz eng mit dem Thema Europa verbunden und beides läuft ja alles andere als gut.
      Mit Beidem kann man einfach nicht zufrieden sein und viele Menschen in Deutschland haben berechtige Zweifel wie lange das noch gut gehen kann. Und genau hier ist die Politik gefragt für Antworten, Perspektive und vor allem klare Regelungen zu sorgen die ein normal denkender Bürger auch verstehen und mittragen kann.
      Bei diesem Thema hat die Regierung klar versagt und bekommt nun auch bei Landtagswahlen die entsprechende Quittung. Das ein guter Prozentsatz der Wähler ihr Kreuzchen nun eben bei den Extremisten wie der AFD oder den (Bundes)Grünen machen liegt in der Natur des Protestwählens.
      Ausschalggebend ist und bleibt die Bundespolitik. Denn über die Landespolitik muss man sich in Bayern bei aller Liebe nicht beschweren.
    • rza_2punkt0 schrieb:

      dann liegt es doch eher am Dublin-Vertrag der eine der Hauptursachen dieser Probleme ist und man keine Einigung innerhalb der EU findet.
      solche Begrifflichkeiten lenken halt schön ab und suggerieren die Flüchtlinge wären Schuld an der Misere.
      Ja und nein. Jeder trägt seinen Teil zur unguten Situation bei.

      Fluchtmigration besteht eben aus definitionsgemäßen Flüchtlingen und sog. Wirtschaftsmigranten. Das System ermöglicht ihnen in das Land weiterzureisen, in dem es sich finanziell am meisten lohnt. Und dennoch ist es nicht i.O. hier Schutzsuche vorzugaukeln, Pässe verschwinden zu lassen und im gelobten Land so lange auszuharren, bis genug Geld über Western Union nach Hause transferiert wurde.

      Europa hat war auf dem Papier klar definierte Regeln, nur haben z.B. Italien und Griechenland die A-Karte. Denn die werden ja erst mal überrannt. Anstatt einheitlicher Systeme, Erfassung der Migranten, koordinierter Verteilung, usw. hat man die Anreinerstaaten des Mittelmeers erst mal schön alleine gelassen und die winken halt durch, mit dem Erfolg, dass die meisten hier bei uns landen und wir uns wiederum kaum fähig und wenig willens zeigen, die Leute nach Entfall der Fluchtgründe - sofern sie jemals bestanden - wieder ausser Landes zu kriegen.

      Das wird eine neverending Story und Kollege Schäuble hat ja schon vorgebaut.
    • Neu

      ich verstehe die vorbehalte gegen den begriff. und wenn man nicht weiß was damit gemeint ist klingt er zynisch. denn dass flucht keine freizeitbeschäftigung ist ist auch klar. sicher wird der begriff auch mißbraucht. ich selber habe da ein sehr geringes empörungslevel was begriffe betrifft. aber unabhängig vom begriff sollte man das wieder über das thema selber sprechen, egal wie man es nennt. leider wird durch diese wortklauberei das genau verhindert. sah man schon beim thema hetzjagd. spiegelt aber leider die art wie unsere gesellschaft aktuell konflikte und meinungsverschiedenheiten austrägt sehr gut wieder.
      Irgendwas ist ja immer

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      waldiswau schrieb:

      ich verstehe die vorbehalte gegen den begriff. und wenn man nicht weiß was damit gemeint ist klingt er zynisch. denn dass flucht keine freizeitbeschäftigung ist ist auch klar. sicher wird der begriff auch mißbraucht. ich selber habe da ein sehr geringes empörungslevel was begriffe betrifft. aber unabhängig vom begriff sollte man das wieder über das thema selber sprechen, egal wie man es nennt. leider wird durch diese wortklauberei das genau verhindert. sah man schon beim thema hetzjagd. spiegelt aber leider die art wie unsere gesellschaft aktuell konflikte und meinungsverschiedenheiten austrägt sehr gut wieder.
      Da würde ich Dir grundsätzlich Recht geben. Du und ich können vielleicht unabhängig vom gewählten Begriff über die Sache sprechen. Ebenso @davedavis.

      Aber es gibt halt leider auch eine - aus meiner persönlichen Erfahrung leider nicht kleine - Anzahl an Personen, die sich nicht die Mühe machen, auf die Sachverhalte hinter einem Begriff einzugehen. Die hören dann 'Asyltourismus" und sagen "genau, die machen sich auf meine Kosten ein schönes Leben". Und damit hat derjenige, der diesen Begriff mit einer bestimmten Intention eingeführt hat, schon halb gewonnen. Und die Stimme dieser Personen zählt genauso viel wie Deine und meine.

      Daher ist es dann doch wieder wichtig, Begriffen zu widersprechen, die bei Leuten ein falsches Bild erzeugen können. Genau aus dem Grund, dass nur über die Sache diskutiert wird. Und dass es bei der gesamten Flüchtlingsthematik auch bestimmte ungute Entwicklungen gibt, nicht alles optimal läuft, whatever, werden wohl die wenigsten bestreiten.

      Aber das würde die Bereitschaft von Menschen voraussetzen, sich informiert und differenziert mit Themen auseinander zu setzen. Eine Bereitschaft, die nach meiner Einschätzung nicht so häufig da ist.