Jahreshauptversammlung - allgemeiner Fred

  • Ist einfach das, was passiert, wenn irgendwelche Hirnis meinen, den Schrott, den sie in den sozialen Medien posten, ins real life übertragen zu müssen.


    Demokratie, Redefreiheit - Werte, die aktuell derzeit gerne beschworen werden, wenn es darum geht, auch den größten Unfug zu rechtfertigen - setzen auch die Fähigkeit voraus, einfach mal die F.resse zu halten.

    Findest du dich eigentlich in deinem zweiten Satz selbst wieder?

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  • Ist einfach das, was passiert, wenn irgendwelche Hirnis meinen, den Schrott, den sie in den sozialen Medien posten, ins real life übertragen zu müssen.


    Demokratie, Redefreiheit - Werte, die aktuell derzeit gerne beschworen werden, wenn es darum geht, auch den größten Unfug zu rechtfertigen - setzen auch die Fähigkeit voraus, einfach mal die F.resse zu halten.

    Redefreiheit endet dort, wo sie andere Rechte verletzt, zum Beispiel durch Beleidigungen oder Volksverhetzung. Alles das habe ich Freitag nicht gehört. Viele der Redebeiträge fand ich auch eher zum Kopfschütteln und frage mich, ob die Leut nicht selber wissen, dass sie sich damit öffentlich blamieren oder wenigstens kritisch beäugt werden. Aber es ist ihr gutes Recht, sich zu äußern. Dass mir das inhaltlich nicht schmeckt, ist doch eine völlig andere Frage. Was "Unfug" ist, ist eben manchmal eine subjektive Frage.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Setzen, 6.


    Ich hab selbst schon da oben gestanden. Pöbel ist ein anderes Wort für den kleinen Mann, das gemeine Volk, das einfache Mitglied.

    Wie bitte ?

    Meinst du damit das Wort Pöbel in deinem eigenen Text, praktisch der Bedeutung enthoben aber von dir gewählt oder die eigentliche Bedeutung des gewählten Wortes an sich ? Mit letzterem lägest du nämlich schlicht daneben.

    Das Wort Pöbel zu benutzen impliziert immer eine abschätzende, abwertende Meinung für eine Gruppe Leute.

    Und der von dir gewählte kleine Mann aus dem gemeinen Volk ist lange noch kein Pöbel in des Wortes eigener Bedeutung. Dafür müßte er nämlich von vermuteter oder nachgewiesener geringer Bildung, stumpfem Sinne, tumbem Wesen und von gewaltbereiter Gattung sein.

    Ich bin Groot !

    g ( baumwesen, nachwachsend )

  • Demokratie, Redefreiheit - Werte, die aktuell derzeit gerne beschworen werden, wenn es darum geht, auch den größten Unfug zu rechtfertigen - setzen auch die Fähigkeit voraus, einfach mal die F.resse zu halten.

    Ich glaube, was du meinst, ist eher:

    Ohne die Meinungsfreiheit des (kleinen) Volkes beschneiden zu wollen, müßte es im Real Life zur besseren Gesamtverträglichkeit sowas wie nen "Schnellen Vorspulknopf" geben, oder ?

    8o

    Ich bin Groot !

    g ( baumwesen, nachwachsend )

  • Redefreiheit endet dort, wo sie andere Rechte verletzt, zum Beispiel durch Beleidigungen oder Volksverhetzung. Alles das habe ich Freitag nicht gehört. Viele der Redebeiträge fand ich auch eher zum Kopfschütteln und frage mich, ob die Leut nicht selber wissen, dass sie sich damit öffentlich blamieren oder wenigstens kritisch beäugt werden. Aber es ist ihr gutes Recht, sich zu äußern. Dass mir das inhaltlich nicht schmeckt, ist doch eine völlig andere Frage. Was "Unfug" ist, ist eben manchmal eine subjektive Frage.

    Also das was sich der Herr Redner da drei Minuten lang gegenüber Brazzo geleistet hat, war schon eher grenzwertig und an der Beleidigung sehr nah dran.

    Der Nächste bescheißt mit Ticketverkäufen, erhält dafür eine Ticketsperre und fordert allen Ernstes, dass man da doch was machen könne - geht's noch.

    Diese Forderung muss man sich doch mal "auf der Zunge zergehen lassen". Der fordert allen Ernstes die Vereinsverantwortlichen auf, seinen Beschiß auch noch zu unterstützen.

    Und das fällt alles unter Redefreiheit?

    Und kritisch beäugen ist ja in Ordnung - aber jemanden ausbuhen und auspfeifen während seines Vortrags geht eigentlich auch nicht.

    Und das fällt dann alles unter Redefreiheit. Wieso gilt diese Redefreiheit dann eigentlich nur für die hier Aufgeführten.


    Wenn ich als Redner einen Brazzo in unmöglichem Ton als unfähig bezeichne, drei Minuten über ihn mit recht deftigen Sprüchen herziehe, dann ist das in Ordnung! Aber wenn dann einer den Spieß umdreht, dann ist das eine Unverschämtheit?

    Und wenn einige meinen, andere Redner ausbuhen und auspfeifen zu müssen, dann ist das in Ordnung?

    Ich möchte nicht wissen, wie groß die Empörung genau bei einem von denen wäre, wenn er sich am Mikrofon befände und so behandelt würde.

    Aber das wäre wahrscheinlich was ganz anderes, weil er ja recht hat - oder wie?

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Der Nächste bescheißt mit Ticketverkäufen, erhält dafür eine Ticketsperre und fordert allen Ernstes, dass man da doch was machen könne - geht's noch.

    Diese Forderung muss man sich doch mal "auf der Zunge zergehen lassen". Der fordert allen Ernstes die Vereinsverantwortlichen auf, seinen Beschiß auch noch zu unterstützen.

    Und das fällt alles unter Redefreiheit?

    zu deinem Entsetzen :

    Ja, prinzipiell kann man das immer noch unter Redefreiheit fallen lassen, es sei denn, das Forum zur Rede ( in diesem Falle die JHV ) schreibt thematischen oder inhaltlichen Zwang vor:

    Auch die Warnung bei Zuwiderhandlung sollte der Fairneß halber dann erwähnt werden :

    B U Z Z E R --- F A L L T Ü R --- H U N D E

    ;)

    Ich bin Groot !

    g ( baumwesen, nachwachsend )

  • Also, da würde ich dann schon etwas genauer werden in dem, was ich kritisiere:


    Ich fand die Rede gegen Brazzo auch absolut grenzwertig. Aber ich habe mir diese Rede nochmal angeschaut und ich finde, das muss man eben aushalten. Ist hart, teilweise auch sicher nicht gerecht, aber in einer Demokratie aushaltbar. Mir geht es auch explizit nicht darum, dass der Verein dazu Stellung bezieht. Ich finde es mehr als legitim, dagegen zu agumentieren. Das hat Rummenigge in einem sachlichen Ton getan und damit habe ich überhaupt keine Probleme. Im Gegenteil: An dieser Stelle erwarte ich das sogar vom Verein.


    Was Hoeneß gemacht hat, ist dann aber eben etwas anderes: Er ist nicht inhaltlich auf die Redner eingegangen, sondern hat so getan, als hätten sie die Veranstaltung gestört. Das finde ich im Rahmen der freien Meinungsäußerung an einem Tagesordnungspunkt, welcher dafür da ist, dass Mitglieder ihre Meinung sagen können, mehr als fragwürdig. Der Verein muss Kritik aushalten können. Man mag sie teilen oder nicht, aber wenn man sachlich darauf reagiert, muss es gut sein. Das "Nachtreten" von Hoeneß hätte es für mich nicht gebraucht.


    Was den Hammerl angeht, gilt eben das Gleiche: Was er da macht, ist lächerlich. Wie du schon selber meinst: Der begeht offenkundig Ticketbetrug, wird gesperrt und nutzt die Jahreshauptversammlung, um für sich da eine Milderung der Strafe oder Ähnliches rauszuholen. Peinlich, albern, unwürdig und nicht Thema für die anderen Mitglieder. Was der Hammerl da gemacht hat, interessiert mich nicht und insofern finde ich es auch mehr als unangebracht, dass er das öffentlich zum Thema macht. Aber: Steht ihm zu. Er darf frei reden und wenn er die Bühne dann für seine eigenen, persönlichen Belange nutzt, zeigt das eben, worum es ihm geht. Das lehne ich ab.


    Für mich ist der Kern: Wer kritisiern will, soll das tun. Der Verein soll sachlich dagegen reden oder sich der Kritik annehmen, wenn sie berechtigt ist und dann war es das. Aber nachher so zu tun, als sei diese Veranstaltung "beschädigt" worden, weil einige (teilweise uninformierte, vielfach unnötige) Redebeiträge kommen, ist eines Vereins wie dem FC Bayern nicht würdig. Ich sage nichtmal, dass Hoeneß das nicht sagen darf. Ich sage nur: Braucht es nicht und wirkt wie ein in seinem Stolz gekränktes Kind.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Für mich ist der Kern: Wer kritisiern will, soll das tun. Der Verein soll sachlich dagegen reden oder sich der Kritik annehmen, wenn sie berechtigt ist und dann war es das. Aber nachher so zu tun, als sei diese Veranstaltung "beschädigt" worden, weil einige (teilweise uninformierte, vielfach unnötige) Redebeiträge kommen, ist eines Vereins wie dem FC Bayern nicht würdig. Ich sage nichtmal, dass Hoeneß das nicht sagen darf. Ich sage nur: Braucht es nicht und wirkt wie ein in seinem Stolz gekränktes Kind.

    so ganz spontan fällt mir da „diskutiere nie mit idioten, erst ziehen sie dich auf ihr Niveau um dich dann dort mit grenzenlosen Erfahrung zu schlagen“ ein. 🤪


    Wobei ich mich jetzt nicht so recht entscheiden kann wer von beiden Rednern der größere war 😂

  • Ich hab selbst schon da oben gestanden. Pöbel ist ein anderes Wort für den kleinen Mann, das gemeine Volk, das einfache Mitglied. Das hat nichts mit "pöbeln" im Sinne von meckern zu tun.

    Nee, nee.


    Ich bin da bei fcb_hog ... aus der Nummer mit dem "Pöbel" kommst Du so leicht nicht raus. Auch nicht mit solchen Windungen. Aber oft gern hier den Moral-Apostel geben.


    Läuft.

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • Der Redner, der den Brazzo so impertinent niederbrasseln wollte, hat sich selbst in seinem Vortrag übrigens zigfach als "Außenstehender" betitelt.


    Er hat halt nicht über das nachgedacht, was er da so von sich gegeben hat. Was ich schade finde.

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • Mich stört einfach, dass der eine mit grenzwertigen Äußerungen agieren darf - wobei das für mich auch für die gilt, die andere auspfeifen und ausbuhen - und der andere wird dafür gerügt.

    Ein Hoeneß wurde gefragt, wie er die Veranstaltung fand - und er sprach zu Beginn von ein paar Krakeelern.

    Hätte mich als einfaches Mitglied einer gefragt, hätte er aus meiner Sicht die gleiche Antwort bekommen. Es geht ja nicht um die sachlich vorgetragenen kritischen Beiträge, sondern eben um ein paar andere, die entweder durch ihre Art des Vortrags oder ihre massiven Störversuche der Redner die letzte knappe Stunde nicht gerade prickelnd erscheinen ließen.

    Im zweiten Teil der PK - 10 min später . ging es ja um das "Gesamtbild" in der PK. Und da waren es eben nicht nur die Beiträge der Redner sondern auch das Benehmen einiger, die da buhend und pfeifend den Vortrag der Redner massiv störten. Und da wurde ja nicht umsonst das abschreckende Beispiel S04 und Frankfurt angesprochen, wo das dann sogar in Prügelei ausartete.

    Und das kann es doch auch nicht sein, dass da einige glauben, die Deutungshoheit zu haben und darüber urteilen, was richtig und was falsch ist; was gesagt werden darf und was nicht.

    Abgesehen davon dass das auch eine Frage der Höflichkeit ist, einen Redner in Ruhe vortragen zu lassen.

    Was kommt denn als nächstes - wird dann der Redner von den "Unzufriedenen" nicht nur ausgebuht, sondern bekommt auch noch die Hucke voll?

    Ein Hainer und ein Rummenigge haben auch jeden ausreden lassen und anschließend Stellung genommen.

    Aber das was da einige veranstaltet haben, kann man dann auch als Krakeelen bezeichnen.


    Ein Hainer hat sich nicht zu dem Thema geäußert - wurde seltsamerweise auch nicht danach gefragt..

    Ein Hoeneß hat es abgelehnt, sich zum Thema Trainersuche oder Guardiola zu äußern, weil das nicht mehr "seine Zuständigkeit" ist.

    Aber wenn er nach seiner privaten Meinung gefragt wird, hat er genauso viel Recht, sich kritisch zum Verhalten einiger zu äußern, wie andere Mitglieder das Recht haben, sich kritisch zum Verein zu äußern.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Aber wenn er nach seiner privaten Meinung gefragt wird, hat er genauso viel Recht, sich kritisch zum Verhalten einiger zu äußern, wie andere Mitglieder das Recht haben, sich kritisch zum Verein zu äußern.

    Ich habe doch gar nichts anderes gesagt. Ich frage mich nur, ob das sein muss. Hoeneß wurde den ganzen Abend für sein Lebenswerk gefeiert, beschenkt, zum Ehrenpräsidenten ernannt und bereits zu Beginn der Veranstaltung mit minutenlangen Sprechchören gefeiert. Und dann kommen Leute, die pfeifen (übrigens ein Mittel zur Unmutsbekundung, was im öffentlichen Raum immer wieder vorkommt), kritisieren, sich verrennen bis zur Grenze des Erträglichen. Aber: Muss es sein, dass Hoeneß sich dazu äußert? Er darf das. Aber er muss wissen, was passiert: Die Redner oder jene, die gepfiffen haben, bekommen jetzt erst richtig Aufmerksamkeit. Über die Kritik an Brazzo hätte heute keiner mehr geredet, den Hammerl hätte wahrscheinlich kaum jemand groß wahrgenommen, aber dann können wir eben jetzt all diese Reden zusammengefasst sehen. Damit erst verschafft Hoeneß den Redner das ganz große Podium. Müsste nicht ein Weltverein darüber stehen? Ich meine wohl.


    Hoeneß hat gesagt: "Bei den Wortmeldungen muss man sich dann irgendwann mal was einfallen lassen." Warum? Lasst die Leute doch reden. Ist doch amüsant. Jeder blamiert sich so gut, wie er kann.


    Es wirkt einfach unsouverän, nicht gelassen - ähnlich wie sein Anruf beim "Doppelpass". Lasst die Leute doch reden, pfeifen, sich ärgern, kritisieren. Who cares? Wenn was dran ist an dem, was gesagt wurde, dann muss man darüber nachdenken und ansonsten kann man das argumentativ widerlegen und dann ist das Thema beendet.


    Warum wir immer wieder aus einer Mücke einen Elefanten machen, begreife ich nicht.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Schätze, du meinst Meinungsfreiheit.


    Aber du irrst. Denke nur mal an Hochzeiten oder Beerdigungen!

    Dass es Veranstaltungen gibt, auf denen man aus Anstand gewisse Dinge nicht sagt, müssen wir meiner Ansicht nach nicht diskutieren. Wenn aber eine Jahreshauptversammlung eines Fußballvereins eine solche Veranstaltung ist, können wir es auch gleich bleiben lassen.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!