Jahreshauptversammlung - Allgemeiner Thread

  • Man kann ja unterschiedlicher Ansicht sein, aber die Art und Weise wie hier teilweise "argumentiert" wird hat gerade nichts mit argumentieren zu tun und ist einfältig und kontraproduktiv.


    Man darf Katar nur kritisieren wenn man selber frei von allen Fehlern ist...


    Wenn man Katar in Frage stellt, was kommt danach, wo führt das noch hin...


    Wenn man Katar kritisiert, muss man aber auch... / darfst Du aber nicht...


    Der will sich doch bloss profilieren...


    Wer das kritisiert soll sich doch nen anderen Verein suchen...


    etc.


    Wenn man das auf sämtliche Themen des eigenen Lebens, der Politik, Wirtschaft und ganz global adaptiert, dann ist die Welt defintiv am Ende. Keiner der sich für was einsetzt, keiner der auch etwas das er liebt / mag kritisieren darf, keiner der einen Misstand beenden woll, denn es gibt ja noch andere Misstände...


    Das ist einach nur ************ (zensuriert vom Autor).


    Sorry.

  • Aber das ist doch das Problem: Wo beginnt konsequentes Verhalten, wo hört es auf? Das ist durch nichts geregelt und dem moralischen Kompass jedes Einzelnen anheim gestellt. Die Beteiligung der Kataris an VW, damit an Audi und indirekt an der FCB AG ist für Dich kein Problem, als Sponsor beim FCB sind sie aber nicht erwünscht - von Dir. Beim nächsten Fan ist es genau andersherum, und wieder ein anderer Fan hält Audi als Aktionär beim FCB für unvermittelbar, weil einzelne NSDAP-Größen seinerzeit in Horch-Modellen gefahren sind, also in Autos jenes Herstellers, aus dem Audi hervorgegangen ist.


    Wie soll der FCB da eine allgemeingültige, dem moralischen Empfinden aller Mitglieder gerecht werdende Linie festlegen? Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, und deswegen war es mE ein Fehler, den Mitgliedern und Fans zu suggerieren, durch einen "Dialog" Einfluss nehmen zu können.

    Ein sehr guter Beitrag, den ich mir so oder so ähnlich mal vom Verein gewünscht hätte. Auch wenn ich inhaltlich weitestgehend nicht mitgehe ist das zumindest mal eine vernünftige Darlegung eines Standpunktes den man in dieser Sache haben kann.


    Mir ist das insgesamt aber zu sehr schwarz/weiß. Natürlich kann ich den Schritt gehen und das Audi-Sponsoring hinterfragen, ich komme dann wahrscheinlich an einen Punkt, an dem ich jegliche Sponsoren hinterfragen müsste. Deshalb geht es mMn darum in der ganzen Thematik einen Mittelweg zu finden. Natürlich soll man nicht jede einzelne Entscheidung den Mitgliedern zur Abstimmung vorlegen oder am besten noch planen lassen wie wir uns finanziell aufstellen. Mit diesem omnipräsenten Sponsoring von Katar ist aber scheinbar wirklich bei vielen Fans und Mitgliedern eine Grenze überschritten worden. Wie sinnvoll sie unter dem Strich ist, möchte ich gar nicht bewerten aber es gibt sie ganz offensichtlich. Und das betrifft schon längst keine kleine pöbelnde Gruppe mehr sondern ist schon großen Teilen ein Dorn im Auge. Das merkt man sowohl in Stadion als auch bei vergangenen Mitgliederversammlungen, da ist - speziell der Ärmelaufdruck - auf unserem Trikot doch immer Thema.

    Das ganze nimmt jetzt wohl immer mehr Fahrt auf. Die WM, die Geschehnisse rund um die Machtergreifung der Taliban und dann zuletzt die Proteste im Stadion. Nach gestern Abend ist jede Chance, dass Thema noch mal beruhigt zu bekommen, vertan. Das wird jetzt bis zum Ende dieses Vertrages eher mehr hochkochen als abkühlen.


    Wir sind deshalb mMn mittlerweile an einem Punkt angekommen an dem man nicht mehr sagen kann, dass das die Mitglieder nichts angeht. Dafür ist das zu präsent und zu sehr in der Anhängerschaft verankert. Dadurch die Ansichten der Fans und Mitglieder zumindest mal anzuhören würde man auch keinen Präzedenzfall schaffen so wie Dieter Mayer das gestern anklingen lassen wollte. Das sich innerhalb der Fans ein solcher Widerstand gegen das Sponsoring von Audi bildet ist es doch eher auszuschließen.

    Das einfach auf die rein finanzielle Frage runter zu brechen wie einige das hier versuchen ist doch auch nur in einem gewissen Rahmen machbar. Denn wenn da alle anderen Belange tatsächlich überhaupt keine Rolle spielen würden, könnte man ja auch unterstellen, dass wir sofort mit Werbung für den IS auf dem Trikot rumlaufen würden, wenn die uns entsprechend bezahlen. Das würde aber für kein Geld der Welt passieren, daher ist es denke ich nicht ganz verkehrt, die selbst auferlegten Werte auch beim Thema Katar miteinfließen zu lassen.


    Gestern hat man denke ich den falschesten Weg von allen gewählt und der Verein hat sich damit überhaupt keinen Gefallen getan.

  • Das Problem ist, dass dieses Katar-Sponsoring mittlerweile zum Symbol eines Kräftemessens geworden ist, das der FCB eigentlich nicht mehr gewinnen kann, auch wenn dieses Thema vermutlich nur eine Minderheit der Fans und Mitglieder interessiert. Ich bin sicher, dass der Sponsoring-Vertrag nicht verlängert wird. Ich bin aber auch sicher, dass dies, sollte der Sponsor über 2023 hinaus das beste Angebot vorlegen, die falsche Entscheidung ist.


    Wessen Anliegen es ist, aufgrund individueller moralischer Vorstellungen die Welt in Gut und Böse einzuteilen und diesbezüglichen Aktivismus betreibt, wird mit der Beendigung des Katar-Sponsorings nicht aufhören zu versuchen, Einfluss zu nehmen. Es wird weitere Felder geben, auf denen der FCB moralisch angreifbar ist, und das nächste, eigentlich viel größere Thema könnte sein, dass VW mittlerweile nahezu 100 Prozent der Audi-Aktien hält. Und VW zu 14,6 Prozent der Qatar Holding LLC gehört, die wiederum eine ausgegliederte Sparte des katarischen Staatsfonds ist. Katar ist also nicht nur Sponsor des FCB, sondern über VW und Audi auch an der AG beteiligt.


    Der Fehler des FCB ist vermutlich gewesen, den Mitgliedern und Fans zu suggerieren, durch "Dialog" Einfluss nehmen zu können. Ehrlicher wäre gewesen zuzugeben, dass der FCB es sich in einem knallharten sportlichen und wirtschaftlichen Wettbewerb kaum leisten kann, Mitglieder und Fans darüber mitentscheiden zu lassen, welche Sponsoren beim FCB Zutritt erhalten und welche nicht.

    Ist auch meine Wahrnehmung. Das Katar-Thema ist längst zum Vehikel für vereinsmeiernde Machtspiele verkommen. Ich nehme keinem da gestern wirklich ab das es primär um das Schicksal irgendwelcher Arbeiter am Ende der Welt geht. Das mag irgendwann mal initial der Aufhänger gewesen sein, aber hier geht es spürbar vor allem darum sich selbst zu produzieren, "recht" zu haben und Einfluss zu nehmen. Allein deshalb kann der Vorstand in der Katar-Frage längst garnicht mehr anders agieren wenn man nicht der Öffentlichkeit und vor allem den wirtschaftlichen Partnern suggerieren will, dass bei uns ein wütender Mob über operative Belange der AG bestimmen kann.


    Wer wirklich um Menschenrechte besorgt ist, der weiß eigentlich das a) man mit dem Auftritt gestern seiner Sache deutlich mehr geschadet als genutzt hat und b) das der völlig falsche Rahmen ist um wirklich irgendwas zu verbessern. Es geht hier nicht um Arbeiter in Katar, es geht darum sein Idealbild vom FC Bayern realisiert zu sehen. Wenn das katarische Geld das rote Wolkenkuckucksheim nicht mehr besudelt interessiert sich spätestens mit Abpfiff des WM-Finals in 13 Monaten keiner mehr für Katar so wie sich keiner mehr für Südafrika oder Brasilien interessiert.


    Der Auftritt einiger Herren auf dem Podium hat mich insofern erschreckt als das man von der Situation scheinbar überrascht wurde. Dabei war abzusehen das sich vor allem die Gemäßigten von dem Corona-Zirkus abschrecken lassen würden. Entweder fährt man dann von Beginn an klare Kante oder sagt die Veranstaltung ab bis man wieder ein ausgewogeneres Publikum begrüßen kann, das dann auch die Krakeeler (verbal) in die Schranken weist wie sonst auch.


    Eines hat sich auf jeden Fall wieder gezeigt: Es kann gar nicht genügend Mauern geben, die man zwischen solche Leute und echte Machtpositionen in der AG stellen kann. Den (sinnvoll) ergänzten Antrag zur dringend notwendigen Überarbeitung der Satzung abzuschmettern nur um sein Mütchen zu kühlen hat die Schwächen von Basisdemokratie plakativ zur Schau gestellt. Impulsive, irrationale Entscheidungen über komplexe Themen aus der gröhlenden Menge heraus, getrieben von einigen meinungsstarken Wortführern. Genau so beginnt in den Vereinschroniken von Hamburg, Schalke, 1859 und Lautern das Kapitel "Der Anfang vom Ende".

  • Abschließend zum sinnlos aufgebauschten Thema Katar und seinen gutgläubigen Aktivisten. Sucht euch ein anderes Thema oder lasst euch gegen Katarrrh impfen.


    Oder hört euch bei You Tube folgenden Song vom Ambros Wolfgang an (aus dem Album "Es lebe der Zentralfriedhof":


    Im Wirtshaus triff i immer an, der furchtbar viel erzählt,

    Er is so reich, er is so gut, er kennt die ganze Welt.

    In Wirklichkeit is er der Letzte, arbeitsscheu und dauernd blau,

    dreckig is er, stinken tut er,

    kurz er es a echte Sau!

    Zwickt's mi, i glaab, i tram,

    des derf net wohr sein, wo sammer daham?

    Zwickt`s mi, egal wohin,

    i kann`s net glaub`n, des gibt doch keinen Sinn!

    Aber zwick`n hilft halt nix, i steh daneb`n.

    Kunnt mer net vielleicht irgenwer a Watschn gebn?

    Danke, jetzt is mer klor: Es is Wohr, es is wohr.

    Cuando todo te va mal recuerda que siempre se puede estar peor :evil::evil::evil:

  • Das ist jetzt aber auch nicht ganz fair, allgemein zu unterstellen, es würde sich keiner mehr für die angeprangerten Zustände in Katar interessieren. Es dies ja auch nicht nur die Rechte der Arbeiter, da ist ja auch noch vieles anderes, zumindest aus meiner Sicht, im Argen: Haftstrafen für Homosexuelle, Ehebrecherinnen und Gotteslästerer, Sklavenhaltung bei Hausangestellten, Körperstrafen bei Drogenkonsum etc. Katar ist nicht Saudi Arabien oder Afghanistan, aber gibt schon noch einiges, das einem am Staat Katar "stören" könnte. Das geht m.E. doch deutlich über das allgemeine Mass am vielzitierten "Dreck am Stecken" hinaus, das ja alle möglichen Sponsoren haben. Das sind jetzt zumindest die Dinge, welche es mir erschweren, mich uneingeschränkt über die Millionen aus Katar zu freuen.


    Ich bin auch der Meinung, dass das einfache Mitglied natürlich nicht über jede Transaktion mitbestimmen soll. Aber das Thema Katar ist sicher eines, bei dem es gut ist, die Gefühlslage der Basis mitzuberücksichtigen.

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  • Die Jahreshauptversammlung ist spätestens bis zum 30. November nach Ende des Geschäftsjahres einzuberufen. Die Mit-
    gliederversammlung ist das oberste beschließende Cluborgan.


    Die JHV ist doch genau der RICHTIGE Ort für so Diskussionen.

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  • Sinnlos sind hier Einzug und allein deine Beiträge. Wenn du nichts anderes zu dem Thema beitragen kannst, lass doch wenigstens die anderen in Ruhe diskutieren.

  • Warum beginnt man die JHV nicht einfach früher ? Zum Beispiel 17.00 Uhr und macht dann vor den Wort Beiträgen eine 1/2 Stunde Pause . Dann hat man nach hinten raus genug Zeit und es passiert nicht so ein peinliches Ende wie gestern.

  • In diesen Zeiten sind alle dünnhäutig drauf.
    Da sollte Kahn (1.0) über den Sitzungstisch endlich mal dazwischen-grätschen. Auch wenn er eine Verletzung in Kauf nimmt. ;):thumbsup:

    Das ganze Stadion wird gegen uns sein bis auf die Bayernfans wird ganz Deutschland gegen uns sein, was Schöneres gibt es nicht!

  • 2015 fand in Katar eine Handball-WM statt. Alle sahen zu, die Welt ist dort hingefahren. Jedes Jahr finden die Qatar ExxonMobil Open im Tennis in Katar statt, Alle sehen zu, die Welt ist dort hingefahren. Jedes Jahr findet der große Preis von Katar in der Formel 1 statt, alle sehen zu, der Formel1-Zirkus ist hingefahren. Nächstes Jahr findet die WM im Fußball in Katar statt. Alle werden zusehen, der Weltfußball fährt dort hin. Bei uns im Verein regt man sich über ein Badge am Ärmel von einer Fluggesellschft auf, ich verstehe das nicht. Im Zweifer bringt die Fluggesellschaft unsere Krakeler von gestern an ihr Urlaubsziel, das ist dann in Ordnung.

  • Wenn das alles so gut Menschen und lupenreine Demokraten und Menschenrechtler sind, dann stellt ihnen halt die Wahl:


    a) Qatar auf dem Ärmel, oder

    b) für die lumpigen, billigen Stehplätze ab sofort statt 145€ für die Jahreskarte 600€ im Jahr zwecks Ausgleich


    Fertig.


    Ist doch alles ganz einfach und ich bin gespannt wie die Wahl ausfällt.

    #FCB2020: happy anniversary & 120 years of passion! <3

  • Ist wirklich nur Qatar auf dem Ärmel möglich? Es gäbe sicher noch andere Sponsoren.

    Das ganze Stadion wird gegen uns sein bis auf die Bayernfans wird ganz Deutschland gegen uns sein, was Schöneres gibt es nicht!

  • Man kann zu dem Katar-Deal stehen, wie man will, aber ich erwarte von einem Verein wie unserem, dass man eine solche Thematik souveräner bearbeitet als wir das tun.


    Wenn auf einer Jahreshauptversammlung keine Diskussion darüber möglich ist, wo denn dann? Ich kann mich nicht hinter Paragrafen verstecken und dann so tun, als sei das Problem erledigt. Das ist eine große Enttäuschung, die sich da gewiss sehr vielen gestern präsentiert hat - wobei man eigentlich hätte darauf kommen können, dass es genau so läuft. Reden von Diskussionskultur und Fairness werden gerne gehalten, dann aber einen Konflikt mal aushalten, die Basis mal zu Wort kommen lassen, die Bedenken nicht weglächeln oder gar nicht erst thematisieren, das sind leider - man muss es so klar sagen - nicht die Stärken unseres Vereins.


    Dabei geht es mir - wie gesagt - nichtmal darum, ob Bayern München über 2023 hinaus an diesem Sponsoring festhält. Wenn die Verantwortlichen das so entscheiden (und das tun sie aktuell ohnehin ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen, alles andere ist Augenwischerei), kann man das als Mitglied hinnehmen oder seine Konsequenzen ziehen, kann das gut finden oder nicht oder sich desinteressiert zeigen. Aber die Art und Weise, wie in einem Verein, der nunmal aus den Mitgliedern besteht, darüber diskutiert wird und wie die Basis dann eben nicht gehört wird, das ist mehr als befremdlich. So unsouverän kann man doch nicht sein.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Man kann zu dem Katar-Deal stehen, wie man will, aber ich erwarte von einem Verein wie unserem, dass man eine solche Thematik souveräner bearbeitet als wir das tun.


    Wenn auf einer Jahreshauptversammlung keine Diskussion darüber möglich ist, wo denn dann? Ich kann mich nicht hinter Paragrafen verstecken und dann so tun, als sei das Problem erledigt. Das ist eine große Enttäuschung, die sich da gewiss sehr vielen gestern präsentiert hat - wobei man eigentlich hätte darauf kommen können, dass es genau so läuft. Reden von Diskussionskultur und Fairness werden gerne gehalten, dann aber einen Konflikt mal aushalten, die Basis mal zu Wort kommen lassen, die Bedenken nicht weglächeln oder gar nicht erst thematisieren, das sind leider - man muss es so klar sagen - nicht die Stärken unseres Vereins.


    Dabei geht es mir - wie gesagt - nichtmal darum, ob Bayern München über 2023 hinaus an diesem Sponsoring festhält. Wenn die Verantwortlichen das so entscheiden (und das tun sie aktuell ohnehin ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen, alles andere ist Augenwischerei), kann man das als Mitglied hinnehmen oder seine Konsequenzen ziehen, kann das gut finden oder nicht oder sich desinteressiert zeigen. Aber die Art und Weise, wie in einem Verein, der nunmal aus den Mitgliedern besteht, darüber diskutiert wird und wie die Basis dann eben nicht gehört wird, das ist mehr als befremdlich. So unsouverän kann man doch nicht sein.

    Das bringt auch meine Gefühlslage ziemlich genau auf den Punkt.


    Man ist nicht einer Meinung, wie mit dem Sponsoring durch Katar umzugehen ist? Fair enough. Es gibt genug Argumente in die eine oder andere Richtung. Letzten Endes kann ich die Position der AG-Führung und der Vereins-Führung mindestens verstehen. Daher ist es völlig in Ordnung, dass der Verein "am Ende des Tages" an seiner Position festhält und daher auch nicht anderweitig auf die AG einwirkt.


    Aber das heißt doch nicht, dass ich bei einem Thema, das offenbar eine gewisse Anzahl von Mitgliedern echt umtreibt, nicht eine offene, gerne auch kritische Diskussion zulasse. Ich muss Leute, die anderer Meinung sind als die Vereinsoberen, nicht abkanzeln, wie dies SKH Prof. Dr. Mayer getan hat (in Teilen auch Mr. Hainer himself, wobei ich ihn nicht so unsäglich fand wie manch andere user hier). Man kann und muss es so machen wie Oli Kahn, der die Argumente souverän aufgenommen hat und den Rednern nicht den Eindruck vermittelt hat, dass sie Störenfriede sind. Werden die Redebeiträge Kahns Entscheidung beeinflussen? Natürlich nicht. Aber er hat die Redebeiträge zumindest vordergründig angenommen.


    Leider ist er da der einzige in der Führungsetage. Wenn dort ein bisschen mehr Souveränität im Außenauftritt herrschen würde (egal, was sie innerlich über die Beiträge denken), wäre die Diskussion insgesamt und die JHV im Speziellen wahrscheinlich nicht so explodiert.


    Dass nicht jeder Beitrag eines kritischen Mitglieds souverän war, steht natürlich außer Frage. Einige sogar peinlich. Aber bei "einfachen" Mitgliedern lege ich andere Maßstäbe an, als bei unserer Vereinsführung. Die einen stehen nicht tagtäglich auf einem Podium und versuchen, einer latent feindseligen Truppe mit einer stringenten und völlig sachlichen Darlegung ihrer Argumente zu überzeugen. Von unserer Führungsetage erwarte ich hingegen ein Mindestmaß an Souveränität, einfach weil sie "Profis" sind (oder sein sollten).

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  • nur zur Richtigstellung der Fakten: in Katar war die Formel 1 diesjährig das erste Mal 🤷

    "Des Weiteren wurde bekannt gegeben, dass ab der Formel-1-Weltmeisterschaft 2023 für zehn Jahre ein Großer Preis von Katar ausgetragen werden soll. Das Jahr 2022 wurde bewusst wegen der stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft 2022 im selben Land ausgelassen. Für die Austragung ab 2023 ist der Bau einer neuen Rennstrecke geplant."

    Nachzulesen bei Wikipedia