19. Spieltag: FC BAYERN - VfB Stuttgart 4:1

  • Es ist also irgendwas in der Mitte? :thumbsup: So wie das Spiel heute, vielleicht?
    Man kann sich Kovac wirklich schönreden, wenn man will. Das war schon bei CA so...

    Darum geht es doch auch gar nicht. Was hat das denn mit Schönreden zu tun, dass ich Kovacs Fußball Scheiße finde, aber deine Platte, die du übrigens seit Tag 1 in penetranter und absolut nervtötender Art und Weise fährst, absolut nicht mehr hören kann? Richtig, gar nix.

  • Darum geht es doch auch gar nicht. Was hat das denn mit Schönreden zu tun, dass ich Kovacs Fußball Scheiße finde, aber deine Platte, die du übrigens seit Tag 1 in penetranter und absolut nervtötender Art und Weise fährst, absolut nicht mehr hören kann? Richtig, gar nix.

    Gerne! :D
    Nichts zu danken!

  • und das von jemandem, der konsequent im letzten halben Jahrzehnt beim Trainer immer falsch lag.

    Und das von jemandem vorgehalten bekommen der in der Winterpause vor dem genialen Triple einer der lautesten Tröten war die JH polemisch wegjagen wollten... und ich da auch schon gegen den Forenstrom geschwommen war weil der Trainer da genau der richtige für mich war. :)
    Läßt sich alles schön nachlesen. :)

    „Let's Play A Game“

  • Alle erwarten einen Ausrutscher von den Zecken, bei realistischer Betrachtung der Sachlage liegt ein Ausrutscher unsererseits aber bedeutend näher.
    Liverpool wird heute auch keine Gänsehaut bekommen haben.
    Hertha hat in dieser Saison schon gegen uns gewonnen, einen Fortschritt unserer Mannschaft ist seit der Niederlage im Berliner Olympiastadion leider nicht zu erkennen. Das Pokalspiel ist also auch höchst brisant.
    Bei uns muss doch mal irgendeiner in der Führungsetage die Fakten zusammentragen und auswerten, dann die richtigen Schlüsse für die Saison ziehen.
    Ich frage mich immer, hätten wir es verdient mit unserem Rumpelfußball Deutscher Meister zu werden?
    Ausgeschlossen ist es trotz aller Unwegbarkeiten ja nicht.

  • Und das von jemandem vorgehalten bekommen der in der Winterpause vor dem genialen Triple einer der lautesten Tröten war die JH polemisch wegjagen wollten... und ich da auch schon gegen den Forenstrom geschwommen war weil der Trainer da genau der richtige für mich war. :) Läßt sich alles schön nachlesen. :)

    Immerhin habe ich das Undenken geschafft, während du konsequent dem Schaisshausfussball verfallen bist, und dir der Heynckes mit seinem Undenken dahingehend einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.


    Der nächste tränenreiche Abschied wird sicher kommen und dann eine ungarische Bauarbeiter Version als Neu-Account dann plötzlich auftauchen. Pro Ancelotti, pro Kovac, Anti Guardiola, aber immer schön die Fresse weit auf.

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  • Einfach nur undankbar

    das ist in etwa so undankbar wie der Ruf von Hoeneß tadellos ist. Und wer wie er fleißig gegen die Scheichclubs und Oligarchen ledert, aber behauptet er fahre nur wegen der Trainingsbedingung dort hin, ist verlogen dazu.

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  • Die Diskussion um Kovac bringt doch einfach nichts.
    Es gibt hier nunmal 2 Lager. Die einen sind damit zufrieden die Spiele mit geholper und Einzelleistungen zu gewinnen und die anderen wollen einen vernünftigen Fußball sehen den es unter Kovac halt einfach nicht gibt.


    Ist halt auch immer eine Einstellungssache. Ich selbst finde es einfach nicht gut wenn man nicht versucht das ganze Potential der Mannschaft auszuschöpfen. Aber für viele reicht es halt wenn man die Spiele irgendwie gewinnt.
    Ich sehe das Problem halt darin, dass wir nicht in der Lage sein werden den Hebel umzulegen wenn es mal wieder ein Gegner schafft uns richtig zu fordern.

  • ich sehe es nach wie vor RELATIV entspannt:


    A)
    Fliegen wir gegen Liverpool raus oder werden nicht Deutscher Meister, dann ist NK hier ganz schnell weg. Soll mir dann sehr recht sein.


    B)
    Kommen wir gegen Pool weiter und werden DM, kann NK vermutlich bleiben - aber dann soll es mir auch recht sein, denn Pool rauszuhauen und unter den jetzigen Umständen (die Stärke des bvb in dieser Saison) noch DM zu werden, würde einfach zwangsläufig bedeuten, dass NK lernfähig ist und die Mannschaft in eine Spur bekommen hat, die ich zwar vermutlich niemals so richtig feiern werde, die aber akzeptabel und auch auf höchstem Niveau konkurrenzfähig ist.


    Keine Panik, auf der Titanik ;) Die Bayern-Mechanismen werden greifen. So oder so.

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Trotz 4:1 habe ich wieder den Kritikpunkt, dass man nach dem 1:0 zu früh den Fuß vom Gas genommen hat. Das war zeitweise wieder viel zu passiv. Auch nach dem 2:1 lässt man nochmal eine Großchance für den VfB zu. Positiv ist, dass man am Ende nochmal deutlich nachgelegt hat.


    Die Geschichte mit James wird langsam ziemlich lächerlich. Unter Heynckes gab es überhaupt keine Probleme. Man muss solchen Spielern das Gefühl geben, dass sie wichtig für die Mannschaft sind. Ein guter Trainer muss auch in der Menschenführung das richtige Händchen haben.

    Genau mein Eindruck, denn nach dem Führungstreffer hat man es sich m. E. zu "gemütlich" gemacht. James hätte ich gerne von Beginn an gesehen und Goretzka auf der Position von Martinez.

    Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um anderen zu gefallen.

  • Habe mal die wichtigsten Aspekte, die sich wirklich mit dem Spiel beschäftigen, aus der Mia san rot-Analyse herauskopiert:


    1. Martínez ist oft ein Problem

    Die Bayern haben nicht erst seit dieser Saison ein Strukturproblem im Mittelfeld, wenn es gegen tiefstehende Mannschaften geht. Auch gegen Stuttgart offenbarte sich das 4-2-3-1 der Münchner in dieser Konstellation als nicht vorteilhaft. Das hängt auch mit der Personalie Javi Martínez zusammen.
    Die Stärken des Spaniers liegen vor allem im Spiel gegen den Ball. Er kann gut absichern, Zweikämpfe führen und offensive Partner im Mittelfeld entlasten. All diese Stärken spielen aber weniger eine Rolle, wenn der FC Bayern sich in den meisten Phasen des Spiels nach vorn kombinieren muss. Denn seine Schwächen liegen im Aufbauspiel und im Stellungsspiel in Ballbesitz.
    Gegen Stuttgart äußerte sich das Problem darin, dass Martínez oft im bedeutungslosen Raum verschwand. Er war keine Anspieloption und er verlangsamte das Spiel. Viel schlimmer ist jedoch, dass Thiago dadurch tiefer agieren musste. Er übernahm die Rolle des tiefen Spielmachers. Vorne verpassten es Goretzka und Müller wiederum zu oft, die große Lücke zu den beiden Sechsern zu verkleinern. Und so hatten die Bayern keine Ideen, wie sie sich schrittweise in das Angriffsdrittel kombinieren können.
    Ein weiteres Problem hatte dadurch Kingsley Coman. Müller besetzte eher den halbrechten Raum und Goretzka war als Zehner eben gefordert, im Zentrum irgendwie den Zwischenlinienraum zu besetzen. Coman fehlte deshalb die Unterstützung im Halbraum. Gerade weil das Martínez-Problem gegen tiefe Stuttgarter vorhersehbar war und mit Gnabry und James zwei Alternativen bereitstanden, muss sich Kovač die bisweilen biedere Leistung im ersten Durchgang mit ankreiden lassen.


    2. Eine Führung ist nicht mehr komfortabel

    Eine bemerkenswerte Baustelle ist in dieser Saison, dass die Bayern relativ häufig Führungen herschenken. Gründe dafür könnten ebenfalls in der fehlenden Mittelfeldstruktur gefunden werden. Oft wandert der Ball durch die Viererkette, bis ein langer Ball vom Gegner erzwungen wird. Ein souveränes Ballbesitzspiel gibt es dann nicht.
    Ein weiterer Grund ist, dass die Münchner immer Phasen im Spiel haben, in denen sie dem Gegner den Ball überlassen, selbst jedoch nicht kompakt und sicher verteidigen. Gerade gegen Stuttgart ging den Bayern stellenweise jegliche Aggressivität ab. Der VfB konnte kombinieren, ohne wirklich gestört zu werden. Früher war eine bayrische Führung beinahe gleichbedeutend mit einem Sieg. Aktuell reichen kleine Schwingungen, um eine Partie zum Kippen zu bringen. Das ist vor allem in Hinblick auf das große Ziel, die Meisterschaft zu gewinnen, problematisch.


    3. Kovač passt an

    In den vergangenen Wochen und Monaten war es ein großes Problem, dass Niko Kovač auf Fehlentwicklungen im Laufe einer Partie zu spät oder gar nicht reagierte. Gegen Stuttgart korrigierte er seinen Fehler, Martínez aufzustellen, bereits in der Halbzeitpause. Mit Gnabry und einem etwas tieferen Goretzka sollten die Räume besser besetzt werden.
    Doch wirklich viel war davon nicht zu sehen. Die Partie blieb aus Sicht des FC Bayern zäh und unsicher. Vielmehr war der ausbleibende Umschwung durch einen richtigen Wechsel ein erneutes Indiz dafür, dass Kovač nicht in der Lage zu sein scheint, taktische Probleme als solche wahrzunehmen. Statt Martínez war es nun eben Goretzka, der im Spielaufbau gemeinsam mit Thiago viel zu tief stand. Statt Goretzka war nun eben Müller nicht in der Lage, die Lücke nach hinten zu schließen, weil er vorne den Zwischenlinienraum besetzen wollte und musste.
    Es gab im Prinzip in den meisten Phasen zwei Sechser und einen Zehner. Dem Spiel fehlte ein Zwischenspieler. Und das, obwohl mit Goretzka ein guter Mann dafür auf dem Platz stand. Immerhin in der Schlussphase des Spiels wurde es etwas besser. Dann kam mit James nicht nur ein spielstarker Zehner, sondern auch Goretzka positionierte sich, vermutlich durch den geweckten Torhunger, etwas höher. Eine weitere Begründung für das dann etwas bessere Ballbesitzspiel der Bayern waren ermüdende Stuttgarter, die nach dem 3:1 nicht mehr an sich zu glauben schienen.
    Gerade in der Offensive hat Kovač jetzt durch das meist starke Zusammenspiel zwischen Müller, Goretzka und Lewandowski eine schlagkräftige Option, die er durch Spieler wie James, Gnabry und Coman jeweils noch ergänzen kann. Es fehlt aber an einer Verbindung zwischen Aufbauspiel und Offensive, wenn es gegen kompakte und teils tiefstehende Gegner geht. Nach dieser Verbindung sucht der Trainer seit Saisonbeginn vergebens.


    https://miasanrot.de/2019-analyse-fcbayern-stuttgart/

  • Auch wenn ich hoffe, dass sie im Falle A) tatsächlich greifen - was für mich nicht gesetzt ist, denn Meister müssen wir laut Hoeneß nicht werden und gegen Liverpool zu verlieren, könnte uns wohl mit jedem Trainer der Welt passieren - diese "Bayern-Mechanismen" sind letztlich fürn Eimer.


    Über dem Ganzen sollte eine fußballerische Idee stehen und nicht nach dem Motto verfahren werden, Titel=alles gut, kein Titel=Trainer raus.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."