Mögliche zukünftige Trainer - Der Diskussionsfred

  • Dass bei uns perspektivisch eher "gestümpert" wird und vieles auf Zufall aufgebaut ist, haben wir in der jüngeren Vergangenheit mehrfach schmerzhaft sehen dürfen. Ob unsere neuen Führungskräfte da anders rangehen, müssen sie noch beweisen. Mehr als Hoffnung bleibt uns nicht.

    Emotional. Mitreißend. Offensiv.

  • Hier wird allen Ernstes noch davon ausgegangen der Verein hat für alle Eventualitäten eine Liste mit Trainern die in Frage kommen.:thumbsup:

    Nach der Drohung Hoeneß macht vor Heynckes einen Striptease, obwohl der mehrfach betont hat er hilft nur bis Saisonende aus und der Entscheidung dann für Kovac!

    Die Liste möchte ich sehen-da stand der Nichtskönner wohl auf Seite 134.

    Keep calm and go to New York


  • Achso, wenn es "diese Sondierungen immer gibt und der Verein auf Eventualitäten vorbereitet sein muss", warum gab es dann nach dem (lange angekündigten!) Abgang von JH NK als neuen Trainer? Mag sein, dass "kein halbwegs professionell geführter Verein diese Listen nicht haben wird." So wie die letzten Transferperioden gelaufen sind, habe ich derzeit allerdings arge Zweifel an der professionellen Führung unseres FCB.


    @ torsten66: Deinen Beitrag habe ich erst nach Verfassen meines Beitrags gesehen. Great minds think alike :thumbsup:

    Du magst zwar recht haben, aber meine Meinung gefällt mir trotzdem besser :S

  • Immer unter der Prämisse, es gibt klare Kriterien, nach denen ein Trainer geholt werden soll, und es hat in ersten Sondierungsgesprächen bereits ein positives Signal des oder der Wunschkandidaten gegeben:


    Was spricht dafür, die Trainer-Entscheidung so lange, wie möglich hinauszuziehen? Und was spricht dagegen?


    Pro:

    1. Mehr Zeit, nach einem geeigneten Kandidaten zu schauen und den Markt zu beobachten. Man hat die Chance, einen im Rahmen einer Entlassungswelle zum Sommer hin plötzlich frei werdenden noch geeigneteren Kandidaten zu holen.

    2. Weniger Gefahr, durch Informationslecks Unruhe in die eigene Truppe zu bringen. Der bisherige Trainer kann in Ruhe bis zum Saisonende arbeiten. Das gilt für beide Seiten!

    3. Es wird vermutlich umso teurer, je früher die Entscheidung gefällt wird. Zum Saisonabschluss gibt es den Wunschtrainer eventuell sogar "umsonst"


    Contra:

    1. Der neue Trainer hat Planungssicherheit, kann sich im Rahmen seines bisherigen Engagements soweit wie möglich frühzeitig mit der neuen Mannschaft vertraut machen, eigene Ideen bezüglich Verstärkungen mitteilen und die Sommervorbereitung mit planen!

    2. Der abgebende Verein hat ebenfalls eine gewisse Planungssicherheit und kann sich zeitig um einen geeigneten Nachfolger kümmern.

    3. Das im Verlauf der Rückrunde zunehmende Risiko, dass Konkurrenten den Wunschtrainer ebenfalls kontaktieren und mit ihm frühzeitig einen Vertrag machen.

    4. Ein Hinausziehen der Entscheidung und Hoffen auf einen Dominoeffekt würde dazu führen, erst im April oder Mai handeln zu können, da ein Wunschkandidat mit seinem bisherigen Verein in seiner Liga und den Pokalwettbewerben vorn mit spielen dürfte, weshalb eine Demission frühestens im April oder Mai entschieden und nur in den seltensten Fällen noch vor dem Saisonabschluss vollzogen wird. Damit

    entsteht einmal mehr der Eindruck einer B-Lösung und es steigt die Gefahr einer "mit heißer Nadel" gestrickter Einstellungssituation, die viele Frage noch ungeklärt lassen muss, da die Zeit zu knapp ist.


    Ich halte eine ausreichende Zeit bis zum Saisonende für essentiell wichtig, da für einen neuen Trainer die Vorbereitungszeit quasi immer irgendwie zu kurz ist. Jede Woche mehr wäre hilfreich, um einen guten Start hinzulegen - der dann umso mehr die Voraussetzungen dafür schaffen kann, tatsächlich eine Ära zu prägen.

    Grundsätzlich sollte es keine größere Hürde darstellen, einen Trainer aus einem laufenden Vertrag herauszuholen! Der abgebende Verein kann natürlich noch einiges in die Waagschale werfen, z.B. Wunschverstärkung und Gehaltsaufbesserung, doch wenn ein Trainer seinen bisherigen Verein am liebsten verlassen möchte, bringt es meist wenig, auf Vertragseinhaltung zu pochen. Wenn dann der kaufende Verein noch eine höhere siebenstellige Summe bereit ist, zu bezahlen, dann wird es zur Übereinkunft kommen.

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  • Zumal, Flick hat fehlende Spieler angesprochen. Für mich vollkommen unverständlich wie man der Meinung sein kann das man noch Meister wird?


    Würden wir Dritter und kämen ins CL Halbfinale, ich würde sofort unterschreiben. Vielleicht den Pokal?


    Also die Mannschaft ging die letzten 3 Spiele auf dem Zahnfleisch, die Situation ist nun sogar noch schlimmer. Schon ein toller Oprimismus von einigen. Nein, natürlich gibt das dieses Jahr nichts.


    Dann kommen Sane und Havertz, so weit ok, nur ist der Kader damit ja immer noch nicht komplett!

  • Zumal, Flick hat fehlende Spieler angesprochen. Für mich vollkommen unverständlich wie man der Meinung sein kann das man noch Meister wird?

    Also dass wir Meister werden, glaube ich dann doch noch. Einfach deshalb, weil der Trainer nicht mehr Kovac heißt und eine gewisse Grundqualität da ist. Es wird kein Selbstläufer, aber abschreiben würde ich den Titel nicht.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Ohne dich würde sich der Umsatz von Tempo wahrscheinlich halbieren.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Also grundsätzlich ist der FCB immer in der Lage meister zu werden.

    Aufgrund unserer Kaderqualität können wir auch mit 1-2 Amas antreten und würden gewinnen wenn das Spielsystem funktioniert.


    Und nach der WP erhoffe ich mir gerade eben jenes das Flick es geschafft hat ein Spielsystem zu etablieren an denen jetzt in der Rückrunde noch feinjustiert wird.

  • Ich schätze, dass Leipzsch nach den ersten Spielen der Rückrunde einbrechen wird. Bisher konnten sie ohne großen Druck spielen und haben damit gewonnen. Sobald ihnen klar wird, dass sie tatsächlich Meister werden können, haben sie auf einmal Druck, weil sie dann gewinnen müssen. Und ab dem Moment werden sie anfangen, Punkte zu lassen. Hat man in der Vergangenheit oft gesehen, unter anderem in der ersten BuLi Saison von Leipzsch. Offiziell haben sie in der Hinrunde gegen den Abstieg gespielt, standen aber nach der Hinrunde auf Platz 2. Als Mateschitz dann das Ziel Meisterschaft ausgerufen hat, haben sie das Flattern bekommen.

    Du magst zwar recht haben, aber meine Meinung gefällt mir trotzdem besser :S

  • Leipzig hat nicht so viele Punkte geholt. Die Liga ist nicht stark. Wir sind nur sehr schlecht gewesen. Leipzig hat 37 Punkte. Wir müssen eine "normale" starke Rückrunde spielen. Schlecht ist, dass es bis zum Schluss spannend bleiben könnte. Bei dem Mikro-Kader brauchen wir großen Vorsprung, um viele Pausen geben zu können.

  • Hallo,

    Also dass wir Meister werden, glaube ich dann doch noch. Einfach deshalb, weil der Trainer nicht mehr Kovac heißt und eine gewisse Grundqualität da ist. Es wird kein Selbstläufer, aber abschreiben würde ich den Titel nicht.

    das Ende der Hinrunde unter Hansi Flick als Trainer macht mich nicht sehr optimistisch, dass am Ende der Saison Titel herausspringen.

    Für mich haben wir dort taktisch unklug agiert, den Gegner unnötig stark gemacht. Selbst die Trümmertruppe aus Bremen, die nach vorne in anderen Spielen nichts aber auch gar nichts geregelt bekommt, hatte gute Torchancen.

    Testspiele möchte ich nicht überbewerten. Weder positiv noch negativ. Was mir aber auffiel: Die taktische Ausrichtung war identisch und selbst Nürnberg konnte das ausnutzen.

    In einem Interview sprach Hansi Flick von der Notwendigkeit größerer taktischer Flexibilität. Ich hoffe, dass wir das auf den Platz bekommen. Nur auf einen Einbruch der Konkurrenten zu spekulieren, könnte schief gehen.


    Nicht falsch verstehen: Ich freue mich darüber, dass die Spieler ganz offensichtlich sehr gut mit Hansi Flick auskommen, sowohl seine sozialen als auch seine

    fußballtaktischen Fähigkeiten loben. Auch finde ich seine Interviews erheblich angenehmer als die seines Vorgängers. Nur: Wichtig ist auf dem Platz!

    Und da hat er mich (noch) nicht überzeugt.


    Ralf

  • Leipzig hat nicht so viele Punkte geholt. Die Liga ist nicht stark. Wir sind nur sehr schlecht gewesen. Leipzig hat 37 Punkte. Wir müssen eine "normale" starke Rückrunde spielen. Schlecht ist, dass es bis zum Schluss spannend bleiben könnte. Bei dem Mikro-Kader brauchen wir großen Vorsprung, um viele Pausen geben zu können.

    Wir haben leider unnötig viele Punkte liegen lassen.

  • Taktische Flexibilität hat meines Erachtens aber auch was mit den vorhandenen Spielern zu tun. Wenn sich die Mannschaft quasi selbst aufstellt, ist die taktische Flexibilität massiv eingeschränkt.

    Du magst zwar recht haben, aber meine Meinung gefällt mir trotzdem besser :S

  • Taktische Flexibilität hat meines Erachtens aber auch was mit den vorhandenen Spielern zu tun. Wenn sich die Mannschaft quasi selbst aufstellt, ist die taktische Flexibilität massiv eingeschränkt.

    Auch, ja! Aber auch nicht viel!! Denn die Spieler bei uns sind keine Dummköpfe und verstehen schon, was das Trainer-Team von ihnen verlangt!

    Natürlich wird kein Innenverteidiger plötzlich im offensiven Mittelfeld glänzen können, aber das wäre auch der Flexibilität zu viel!

    Vielmehr geht es doch darum, den Spielern aufzuzeigen, welche Veränderung sie selbst vornehmen müssen, wenn es gilt, auf eine gegnerische Anpassung reagieren zu müssen: Sich selbst in seiner Zone etwas anders positionieren, um Abstände zu verkürzen bzw. Abspielmöglichkeiten wieder zu verbessern, den Winkel bei der Raumdeckung etwas verändern, um das Anlaufen beim Gegenpressing wieder zu verbessern, Zonenwechsel vornehmen, um den Gegner zu irritieren. All das in aufeinander abgestimmten Abläufen ist fraglos komplex, aber nichts, was Spieler nicht hinbekommen könnten, wenn ihnen ihr Cheftrainer aufzeigt, wie sie es am besten angehen. Selbst Überlegungen dahingehend, z.B mit einer statt mit zwei Spitzen zu spielen, oder auf Dreierkette umzustellen sind für mich ebenfalls Umstellungen im Positionsspiel, die eingeübt werden müssen und dürften auch mit den vorhandenen Spielern funktionieren.

    Für mehr Flexibilität braucht es nicht mehr oder andere Spieler! Es braucht einen vernünftigen Plan B!

    Nichts desto weniger macht ein größerer Kader Sinn - vor allem aus Rotationsgründen!

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  • ein größerer Kader macht nur Sinn, wenn ich mir damit den Anteil an verletzungsanfälligen Spielern nicht gleichzeitig erhöhe. Womit wir wieder beim eigentlichen Problem bei uns sind.

  • Auch, ja! Aber auch nicht viel!! Denn die Spieler bei uns sind keine Dummköpfe und verstehen schon, was das Trainer-Team von ihnen verlangt!

    Natürlich wird kein Innenverteidiger plötzlich im offensiven Mittelfeld glänzen können, aber das wäre auch der Flexibilität zu viel!

    Vielmehr geht es doch darum, den Spielern aufzuzeigen, welche Veränderung sie selbst vornehmen müssen, wenn es gilt, auf eine gegnerische Anpassung reagieren zu müssen: Sich selbst in seiner Zone etwas anders positionieren, um Abstände zu verkürzen bzw. Abspielmöglichkeiten wieder zu verbessern, den Winkel bei der Raumdeckung etwas verändern, um das Anlaufen beim Gegenpressing wieder zu verbessern, Zonenwechsel vornehmen, um den Gegner zu irritieren. All das in aufeinander abgestimmten Abläufen ist fraglos komplex, aber nichts, was Spieler nicht hinbekommen könnten, wenn ihnen ihr Cheftrainer aufzeigt, wie sie es am besten angehen. Selbst Überlegungen dahingehend, z.B mit einer statt mit zwei Spitzen zu spielen, oder auf Dreierkette umzustellen sind für mich ebenfalls Umstellungen im Positionsspiel, die eingeübt werden müssen und dürften auch mit den vorhandenen Spielern funktionieren.

    Für mehr Flexibilität braucht es nicht mehr oder andere Spieler! Es braucht einen vernünftigen Plan B!

    Nichts desto weniger macht ein größerer Kader Sinn - vor allem aus Rotationsgründen!

    Wie willst du das mit einer Rumpfmannschaft vernünftig einüben?

    Du magst zwar recht haben, aber meine Meinung gefällt mir trotzdem besser :S

  • Möchtest Du damit ausdrücken, dass man mit nur noch 11 oder 12 gesunden Profis nur noch Pass-Spiel trainieren und Kondition bolzen sollte?

    Wobei man dabei beachten sollte, dass die "Basics" unter Flick sich schon massiv verbessert haben.

    Ich kann Flick überhaupt nicht einschätzen, aber der hat eine völlig runtergewirtschaftete Mannschaft übernommen, ähnlich wie Jupp vor 2 Jahren. Ich glaube es ist extrem schwierig, in der laufenden Saison da viel zu machen. Aber man hat gesehen dass seine Änderungen was gebracht haben.


    Die Rückrunde, zumindest bis Ende Februar wenn Hernandez einigermaßen eingespielt ist (so Gott will), wird auch nicht viel Auskunft geben. Ich bin da schon auch bei Piano , viel machen kann er nicht, der Mann ist Hauptsächlich mit der Reparatur des Kovac-Schadens beschäftigt. Ich bin jetzt auch nicht unbedingt begeistert von seinen Matchplänen, aber wer weiss was er sich dabei denkt...


    Wenn nur einer von den Journalismus-Simulanten, die jede Woche in den PKs sitzen mal vernünftige Fragen über seine Taktik-Überlegungen stellen würde, dann wären wir alle schlauer, Flick beantwortet ja alles was man ihn fragt. Aber die sind natürlich wesentlich stärker daran interessiert, ob Boateng Streß macht, ob er mit Brazzo Streß hat und wie ihm die letze Haxn gemundet hat.


    [Note 2 self: Ich sollte Bayern-Blogger werden, so wie der Typ bei den Blauen, der mit seinem Hassblog einen Porsche finanziert ^^
    Wenn ich die Akkreditierung bekomme frage ich zumindest mal ab und zu nach dem Fussball...]

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