30. Spieltag: FC BAYERN - Werder Bremen 1:0

  • Nuri Sahin: „Wir waren mutig, wir wollten mutig sein. Aber wenn Bayern sich in deiner Hälfte festsetzt, ist es extrem schwer, da raus zu kommen, weil sie den Ball sehr gut laufen lassen und ein sehr, sehr gutes Positionsspiel haben. Da kamen wir nicht raus.


    Diese Aussage sollte denen zu denken geben, die hier dauerhaft das Märchen von der ausschließlich vorherrschenden individuellen Klasse erzählen möchten.


    Man sollte hier auf jeden Fall fairer in der Beurteilung sein. Weder ist NK bislang durch taktische Brillanz aufgefallen, noch ist es so, dass er seine Spieler einfach mit "geht's raus und spuit's Fuaßboi" auf den Rasen schickt - blöde Sprüche zu Taktik und Herz hin oder her.


    Mannschaft und Trainer durchlaufen eine erkennbare Entwicklung mit positiver Tendenz. Sollte er auch noch nächste Saison hier sein, dann wird es entscheidend sein, dass der Lernprozess anhält, und dass er sowas wie gegen Liverpool nicht wiederholt.

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Diese Aussage sollte denen zu denken geben, die hier dauerhaft das Märchen von der ausschließlich vorherrschenden individuellen Klasse erzählen möchten.


    Man sollte hier auf jeden Fall fairer in der Beurteilung sein. Weder ist NK bislang durch taktische Brillanz aufgefallen, noch ist es so, dass er seine Spieler einfach mit "geht's raus und spuit's Fuaßboi" auf den Rasen schickt - blöde Sprüche zu Taktik und Herz hin oder her.


    Mannschaft und Trainer durchlaufen eine erkennbare Entwicklung mit positiver Tendenz. Sollte er auch noch nächste Saison hier sein, dann wird es entscheidend sein, dass der Lernprozess anhält, und dass er sowas wie gegen Liverpool nicht wiederholt.

    Wenn wir doch so beschissen sind,dann muss man sich schon fragen warum 99% in den Tipp-Spielen immer wieder auf Sieg für uns tippen ?!

  • Wenn wir doch so beschissen sind,dann muss man sich schon fragen warum 99% in den Tipp-Spielen immer wieder auf Sieg für uns tippen ?!

    Sahin kann als Spieler das gar nicht beurteilen. Er hat im Grunde den schlechtesten Platz und kann sich gar nicht auf solche "Analysen" konzentrieren.

    Mein Verein - Mein Leben - Kämpfen für den Erfolg -

  • Diese Aussage sollte denen zu denken geben, die hier dauerhaft das Märchen von der ausschließlich vorherrschenden individuellen Klasse erzählen möchten.


    Man sollte hier auf jeden Fall fairer in der Beurteilung sein. Weder ist NK bislang durch taktische Brillanz aufgefallen, noch ist es so, dass er seine Spieler einfach mit "geht's raus und spuit's Fuaßboi" auf den Rasen schickt - blöde Sprüche zu Taktik und Herz hin oder her.


    Mannschaft und Trainer durchlaufen eine erkennbare Entwicklung mit positiver Tendenz. Sollte er auch noch nächste Saison hier sein, dann wird es entscheidend sein, dass der Lernprozess anhält, und dass er sowas wie gegen Liverpool nicht wiederholt.

    Joa, würden wir das in jedem Spiel machen und das auch durchziehen würde ja keiner meckern. Wir gehen aber wirklich in jedem spiel phasenweise einen offenen schlagabtausch ein und darüber freut sich jeder gegner, weil wir dann teilweise absurde pässe spielen.

  • Im Vergleich zu wem?
    Spar dir die Antwort!

    Das ist doch wohl jetzt nicht so schwer, oder ?
    Nicht mal STL kann das 90 Minuten lang permanent überprüfen (wenn du das meinst) ;-)

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  • Wenn wir doch so beschissen sind,dann muss man sich schon fragen warum 99% in den Tipp-Spielen immer wieder auf Sieg für uns tippen ?!

    Das darf Nuri Sahin gerne so sagen. Und gegen Bremen reicht es ja wohl auch; so wie es gegen Nürnberg und Hannover reichen wird. Wo es nicht reicht, ist gegen hoch pressende, sehr gut verschiebende Gegner wie vielleicht Leipzig, bzw. generell gegen Gegner auf Augenhöhe (BVB und BMG Hinrunde plus Ajax beide Spiele, Rückrunde LEV und LFC z. Bsp.).


    Es gibt defensiv gut organisierte Teams (Bremen, Freiburg) und solche, die auch auf Sieg spielen. Bei letzteren sehen wir dann eben schlecht aus. Der Unterschied zwischen uns und dem LFC war NICHt die Kaderqualität. Es war einzig und allein die (fehlende Flexibilität bzw unterlegene) Taktik. Sorry, Nuri Sahin! Dass man das Gefühl hat, dass überall immer einer mehr ist, könnte auch dran liegen, dass man nur zu Zehnt auf dem Platz steht? ;) . In HZ 1 bzw. vor der Roten Karte haben wir jedenfalls schwach gespielt. Da gibt es keine zwei Meinungen.


    Es behauptet ja auch keiner, dass wir nicht gut pressen würden. Das ist seit dem BVB Heimspiel deutlich verbessert. Aber die Abstände im Zentrum sind noch immer zu groß. Und die vertikale Sechs mit Javi gegen Werder ist für mich schlicht ein Lineup-Fehler. (Das ist ja unser neuer Standard-Lineup. Peter Herrmann lässt grüßen...). Werder ist nämlich keine ausschließliche Kontermannschaft.


    Die Behauptung, Kovac habe sich als Trainer sichtbar, erkennbar weiterentwickelt bei uns, läßt sich jedenfalls nicht belegen. Spiele auf Augenhöhe packen wir einfach nicht. (Und nein, der BVB war in der RR nicht auf Augenhöhe gegen uns.)

  • HZ1 war schwach. HZ2 deutlich besser von Anfang an schon vor dem Platzverweis hat man zielgerichteter und zwingender gespielt. die gelb/rote hat es uns dann sicher einfacher gemacht.

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  • Diese Aussage sollte denen zu denken geben, die hier dauerhaft das Märchen von der ausschließlich vorherrschenden individuellen Klasse erzählen möchten.


    Man sollte hier auf jeden Fall fairer in der Beurteilung sein. Weder ist NK bislang durch taktische Brillanz aufgefallen, noch ist es so, dass er seine Spieler einfach mit "geht's raus und spuit's Fuaßboi" auf den Rasen schickt - blöde Sprüche zu Taktik und Herz hin oder her.


    Mannschaft und Trainer durchlaufen eine erkennbare Entwicklung mit positiver Tendenz. Sollte er auch noch nächste Saison hier sein, dann wird es entscheidend sein, dass der Lernprozess anhält, und dass er sowas wie gegen Liverpool nicht wiederholt.


    Hat Sahin jemals auf den Platz gestanden als es gegen Pep ging?

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  • Bayern - Bremen Taktikanalyse


    "Die starke Umsetzung solcher Läufe machte sich auch in anderen Konstellationen bemerkbar, etwa bei späteren Horizontalrochaden von Müller und/oder Gnabry bis nach links, die vorwiegend im Anschluss an Einwürfe vorkamen und unter anderem eine gute Chance von Lewandowski kurz nach Wiederbeginn einleiteten. Jenes strukturelle Gerüst selbst jedoch sah demgegenüber nicht so gut aus. Die Abstände zu den ballfernen Spielern und dem anderen Flügel waren recht groß, das defensive Mittelfeld der Münchener formierte sich weitgehend tief und dort hätte die genaue Verteilung der Bewegungsmuster zumindest Veränderungspotential bereit gehalten."


    Unsere offensiven Rochaden sind tatsächlich oft ganz gut. Aber entscheidend ist doch, dass die Abstände (bei Ballbesitz) insgesamt noch zu groß sind und wir mit Javi in der Doppelsechs (vertikal) einfach zu tief stehen. Gegen einen Gegner wie Werder nicht zielführend.


    "Wenn die Münchener das Leder auf die Flügel verteilten, hatten sie gegen Werders Aufteilung des 4-4-2 meistens drei Spieler lokal um den Ball, aber selbst bei erfolgreich ausgespielter Gleichzahl letztlich nicht genügend Fortsetzungsoptionen."


    Zeigt dass Werder das defensiv gut gemacht hat; und das wird am Mittwoch, vor eigenem Publikum - bei 11 gegen 11 - nicht leichter werden.

  • Das Problem mit dem Passtempo und fehlenden Schlüsselspieler aussen im Off ist nicht neu.
    Davon berichte ich jede Woche. Die Abstände sind auch immer wieder ein Thema, weil daher bei
    Ballbesitz kein Kurzpassspiel mit anschließenden Überraschungsffekt durch plötzliche individuelle
    Laufwege geschieht. Im defensiven Verbund, da ist es oft so, das Lücken entstehen zwischen IVs,
    6er (Martinez) und den AVs (meistens bei Alaba, da sein defensives Umschaltspiel oft immer noch
    zu wünschen übrig läßt.

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  • Das Problem mit dem Passtempo und fehlenden Schlüsselspieler aussen im Off ist nicht neu.Davon berichte ich jede Woche. Die Abstände sind auch immer wieder ein Thema, weil daher bei
    Ballbesitz kein Kurzpassspiel mit anschließenden Überraschungsffekt durch plötzliche individuelle
    Laufwege geschieht. Im defensiven Verbund, da ist es oft so, das Lücken entstehen zwischen IVs,
    6er (Martinez) und den AVs (meistens bei Alaba, da sein defensives Umschaltspiel oft immer noch
    zu wünschen übrig läßt.

    Ja, aber vor allem führten die Abstände bei Ballverlust in der Hinrunde noch zu kuriosen Punktverlusten (Augsburg, Düsseldorf); denn wenn Du nicht richtig stehst, kannst Du bei Ballverlust nicht ordentlich pressen und den Ball erobern, sondern Deine Linien werden einfach - und großzügig - überspielt. DAs ist uns vor allem im Zentrum öfter passiert.


    In der Rückrunde haben wir nun wieder den guten alten Quarterback installiert und stehen mit ihm tiefer (und sicherer). Aber was die Dominanz nach Vorne angeht, so beraubt uns diese Maßnahme der Möglichkeit zu offensiver Überzahl (vor allem in den Halbräumen). Also wird immer auf Außen verlagert, wo man entsprechende Qualität und Geschwindigkeit hat, wo aber ein gut verschiebendes Team - wie Bremen (oder Freiburg gegen uns) - auch oft die Räume schließt. Das war auch gestern meistens so, bis wir nominelle Überzahl durch eine Rote Karte hatten.


    Ich glaube, einige träumen bei uns im Verein vom Spielsystem, das Liverpool zeigt. Nur ist das doch auch viel strukturierter als bei uns. Was man spätestens in der zweiten Halbzeit im Rückspiel zuhause gesehen hat. Und auch wenn der Kader des LFC halt schon nochmal 200 Mio. mehr gekostet hat und uns Kimmich (und letztlich Coman) bitter gefehlt haben, so ist das für mich einfach keine Frage der individuellen Klasse. Der LFC war schlagbar. Im Hinspiel wie im Rückspiel. Und es fehlte nicht (nur) das Herz. Es fehlte vor allem der Plan...


  • Wenn wir doch so beschissen sind,dann muss man sich schon fragen warum 99% in den Tipp-Spielen immer wieder auf Sieg für uns tippen ?!

    Weil man aus Prinzip nicht gegen seinen eigenen Verein tippt vielleicht? Oder weil man selbst mit schwachen Leistungen gegen die meisten Bundesligisten gewinnt? Oder weil viele Kritiker nicht mittippen? Such dir was aus.


    Das ist nun wirklich keine relevante Beobachtung..

  • Hallo,

    Aber entscheidend ist doch, dass die Abstände (bei Ballbesitz) insgesamt noch zu groß sind

    das bewerte ich z.B. eher positiv als negativ. Wenn unsere Außen den Platz sehr breit machen, und wir schnell die Seite verlagern, bedeutet dies sehr viel Laufarbeit für den Gegner, und die Gefahr von Löchern (vor allem mit zunehmender Spieldauer), wenn nicht schnell genug nachgerückt wird. Das setzt aber ein Passspiel mit hohem Tempo voraus, nicht wie in der ersten Halbzeit, dann hat es in der Tat mehr Nach- als Vorteile.


    Ralf

  • Ja, aber vor allem führten die Abstände bei Ballverlust in der Hinrunde noch zu kuriosen Punktverlusten (Augsburg, Düsseldorf); denn wenn Du nicht richtig stehst, kannst Du bei Ballverlust nicht ordentlich pressen und den Ball erobern, sondern Deine Linien werden einfach - und großzügig - überspielt. DAs ist uns vor allem im Zentrum öfter passiert.
    In der Rückrunde haben wir nun wieder den guten alten Quarterback installiert und stehen mit ihm tiefer (und sicherer). Aber was die Dominanz nach Vorne angeht, so beraubt uns diese Maßnahme der Möglichkeit zu offensiver Überzahl (vor allem in den Halbräumen). Also wird immer auf Außen verlagert, wo man entsprechende Qualität und Geschwindigkeit hat, wo aber ein gut verschiebendes Team - wie Bremen (oder Freiburg gegen uns) - auch oft die Räume schließt. Das war auch gestern meistens so, bis wir nominelle Überzahl durch eine Rote Karte hatten.


    Ich glaube, einige träumen bei uns im Verein vom Spielsystem, das Liverpool zeigt. Nur ist das doch auch viel strukturierter als bei uns. Was man spätestens in der zweiten Halbzeit im Rückspiel zuhause gesehen hat. Und auch wenn der Kader des LFC halt schon nochmal 200 Mio. mehr gekostet hat und uns Kimmich (und letztlich Coman) bitter gefehlt haben, so ist das für mich einfach keine Frage der individuellen Klasse. Der LFC war schlagbar. Im Hinspiel wie im Rückspiel. Und es fehlte nicht (nur) das Herz. Es fehlte vor allem der Plan...

    Die Abstände sind zunächst egal, wichtig ist, WO wer in der Nähe eines möglichen Ballverlustes steht.
    Oft stehen viele Spieler dazu noch im Deckungsschatten, sie bemühen sich auch nicht mal raus, um
    sofort als Anspielstation zu fungieren (wenig RICHTIGE Bewegung im Spiel). Ständig regt mich das auf.
    Allein bei der Spieleröffnung ist das ein regelmäßiges Thema. Auch das Verschieben zu den Ballaktionen
    (was eben auch die großen Distanzen wieder betrifft). Kreis schließt sich.

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  • Das sind halt einfach die unterschiedlichen Spielansätze, die hier leider nie (mehr) akzeptiert werden. Ein Ballbesitztrainer wird immer versuchen, extrem kleine Abstände zwischen den Spielern zu bekommen, damit das Ballbesitzspiel in die Gänge kommt. Ein deutlich anderer Ansatz ist es eben, schnell den Ball nach vorne in offene Räume zu bringen. Dazu hat man idR etwas größere Abstände, kommt dafür aber auch mit weniger Aktionen vor das gegnerische Tor.
    Das Bremen Spiel war diesbezüglich nicht gut, hatte aber dennoch die ein oder ander Szene, die funktionierte, wie zB Thiagos Ball auf Gnabry.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Sie müssen ja nicht extrem klein sein, aber das es immer eine plus 1 Alternative zum Anspielen gibt, erwarte ich einfach. Das gilt auch bei Angriffen, wo Coman oft allein vor 2-3 Gegnern steht. Ab und zu sieht man mal Alaba im Hintergrund, aber der jöckelt da nicht anspielbar herum, auch rückt kein Thiago mal nach, der ja ein paar Meter in der Nähe ist oder ein Müller, der mal die Seit kurz wechselt, oder ein Lewandowski, der ja seinen
    Arsch nur noch zentral parkt. Die Sonne im Halbfeld kann auch ganz nett sein.

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