Kader FC Bayern Basketball 2019/20

  • Hat für 3 Jahre fest in Braunschweig unterschrieben. Keine Leihe mehr. Erstes Spiel, witzigerweise ausgerechnet in Ludwigsburg, gewonnen, 32 Minuten, 10 Punkte.

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  • Man hat gestern beim Spiel in Moskau sehen dürfen, dass die Zusammenstellung auf der 1 in diesem Jahr - mal wieder - desaströs ist. Lo, Nelson und Flaccadori kommen in 40 Minuten zusammen auf 11 Punkte / 2 (!!!!!) Assists / 4 Rebounds und 2 Turnover.


    Dem FCBB fehlt auf der 1 sowohl Kreativität, als auch Playmaking-Qualität. Lo ist eher ein Scorer und gehört für mich auf die 2. Flaccadori ist noch sehr jung sowie (auf EL-Niveau) unerfahren und Nelson ist eine absolute Fehlbesetzung. Er hat weder einen Wurf, noch Passgeber-Qualität und auch keine gute Defense mehr.


    Wie Nelson in der letzten Saison Finals-MVP in der französischen Liga werden konnte, ist mir - nach den bisher beim FCBB gezeigten Leistungen - vollkommen unklar. Da hätte man auch Hobbs behalten können, der hätte wenigstens noch etwas zum Scoring beigetragen.


    Bis Bray zurückkehrt, hat der Euroleague-Playoff-Zug den Bahnhof bereits ohne den FC Bayern München Basketball verlassen. Da muss man sich meines Erachtens nach nicht sehr weit aus dem Fenster lehnen.


    Mir gefällt der Stil des aktuellen Teams ehrlich gesagt überhaupt nicht. Man spielt weder schnellen noch spektakulären Basketball. Vielmehr gibt es sehr viele 1on1-Plays, die auf das Prinzip Glück setzen.


    Die diesjährige Zusammenstellung des Teams ist für mich - leider - ein klarer Rückschritt, zumal man auf der 1 nicht nur eine weitere Baustelle aufgemacht hat, sondern auch die Reboundschwäche auf der 5 auch nicht behoben hat.

    "Ask not what your teammates can do for you. Ask what you can do for your teammates."- Earvin "Magic" Johnson

  • Hallo,


    wie seht ihr denn Mathias Lessort?

    Ich bin da sehr enttäuscht, bisher. Ausgegangen war ich von einem Center, der zumindest in der BBL in der Regel dominiert und international ein klares Upgrade zu Leon Radošević darstellt.


    Das uns T. J. Bray als Point Guard derzeit fehlt, halte ich eher für normal. Der kommt ja nach seiner Verletzung zurück, dann sind wir auf der Position auch wieder besser besetzt.


    Ralf

  • Bei Mathias Lessort geht es mir ähnlich. Aber man muss wohl anerkennen, dass der noch aus dem Koffer lebt, da er gerade erst aus China angereist kam. Mit etwas Eingewöhnung wird er defensiv sowie beim Rebound wohl schon eine Verstärkung sein.
    Aber Stand heute ist mein Eindruck derselbe: Er wirkt derzeit arg hilflos.


    Auch will ich nicht so große Hoffnungen auf TJ Bray setzen: Der muss sich erstmal wieder akklimatisieren: Sowohl generell nach der langen Pause, wie auch erstmals in seiner Karriere auf EL Level. Ich bin da zwar auch zuversichtlich, aber es ist keineswegs gesetzt, dass TJ alle PG Sorgen* löst sobald er das Feld betritt...

    *(Sooo groß sind die ja gar nicht: Nelson lässt noch ein wenig zu wünschen übrig, dafür wirkt Flaccadori vielversprechend. Lo spielt was er kann: als Scorer ist er super, als PG halt eher ein solides Provisorium. (Das entwickelt sich zur Bayern Identität: Wir lassen sehr gute Zweier "nur so mittel" auf der Eins spielen – Mia san eben doch Mia!)

  • [...] Bis Bray zurückkehrt, hat der Euroleague-Playoff-Zug den Bahnhof bereits ohne den FC Bayern München Basketball verlassen. Da muss man sich meines Erachtens nach nicht sehr weit aus dem Fenster lehnen.


    Mir gefällt der Stil des aktuellen Teams ehrlich gesagt überhaupt nicht. Man spielt weder schnellen noch spektakulären Basketball. Vielmehr gibt es sehr viele 1on1-Plays, die auf das Prinzip Glück setzen.


    Die diesjährige Zusammenstellung des Teams ist für mich - leider - ein klarer Rückschritt, zumal man auf der 1 nicht nur eine weitere Baustelle aufgemacht hat, sondern auch die Reboundschwäche auf der 5 auch nicht behoben hat.

    Zum ersten Absatz gebe ich dir Recht: Bis dieses Teams sein Potential ausschöpfen kann, gibt es der EL wahrscheinlich nichts mehr zu gewinnen.

    Das folgende sehe ich nicht so kritisch: Die bisherige Offense, die Monroe als Ballverteiler auf den High-Post stellt, gefällt mir persönlich gut. Klar ist, dass das nicht immer funktionieren wird und es zudem Monroes größte Stärke, das Scoren im LowPost, aus dem Spiel nimmt. Aber als eine Variante, die jetzt schon relativ gut funktioniert kann ich damit leben :-)
    und auch mit 1:1 Situationen kann ich mich anfreunden: Wir haben mit Dedovic, Lo und auch Koponen, einfach extrem gute 1vs1 Spieler im kader. Wenn es dem Team gelingt, die auf einer Seite zu isolieren (bzw. die Hilfe wegzunehmen) dann ist das für die Bayern eine gute Situation.

    Auch das Rebound Problem sehe ich, trotz der desaströsen Vorstellung in Moskau, auch (noch) nicht so kritisch: in den BBL Spielen hat sich das Team da doch deutlich anders präsentiert: Wenigstens auf dem Papier sieht alles danach aus, dass sich die Bayern beim Rebound gegenüber letzter Saison verbessern werden (was leider auch nicht so schwer ist).

    Die Vorbereitung war halt wieder mal eine Katastrophe und wie so oft frage ich mich, wieso man das anderen Teams nicht so stark anmerkt, bzw. was diese besser machen. (Mailand war z.b. deutlich sichtbar nicht eingespielt, gewonnen haben die aber trotzdem...Moskau hingegen wirkte gestern, zumindest in der Offensive schon recht harmonisch...)

  • Die Vorbereitung war halt wieder mal eine Katastrophe und wie so oft frage ich mich, wieso man das anderen Teams nicht so stark anmerkt, bzw. was diese besser machen. (Mailand war z.b. deutlich sichtbar nicht eingespielt, gewonnen haben die aber trotzdem...Moskau hingegen wirkte gestern, zumindest in der Offensive schon recht harmonisch...)

    Eine Antwort darauf wird sein, dass Bayern eine Marke ist, die auch gepflegt werden muss, um notwendige Einnahmen zu generieren. Bei Moskau sehe ich nur den sportlichen Erfolg als bestimmend.

  • Die Qualität der spielfähigen Point Guards des FCBB ist bedenklich. Lo, Nelson und Flaccadori kamen gestern gegen Braunschweig (nicht gegen ein Euroleague-Team) zusammen auf nur 16 Punkte / 3 (!!!!!) Assists / 5 Rebounds. Da muss man sich auch nicht fragen, warum ein Lessort in der Offense nicht eingebunden ist.


    Wenn man keinen Point Guard hat, der mindestens solide im Pick & Roll agieren kann, wird das für Lessort noch eine sehr lange und unerfreuliche Saison werden. Mit einem richtigen Point Guard wäre Lessort im Pick & Roll eine echte Waffe.


    Zudem ist es beinahe schon amüsant, dass ein Center in gerade einmal 16,5 Spielminuten doppelt so viele Assists verteilt, wie alle drei Point Guards des FCBB zusammen.


    Ich habe mir am Freitag das Spiel Anadolu gegen ALBA angesehen. ALBA spielt im Moment einen viel schöneren und - meiner Meinung nach - auch besseren Basketball als der FCBB. Kurzum: Ich sehe ALBA im Moment sportlich vor dem FCBB.


    Kann man Nelson (für mich ist sogar Flaccadori deutlich besser!) nicht noch durch einen NBA-Cut ersetzen, um die Saison halbwegs zu retten? Dieses Gewürge im Setplay des FCBB kann ich nämlich kaum ertragen.

    "Ask not what your teammates can do for you. Ask what you can do for your teammates."- Earvin "Magic" Johnson

  • Wieso man Nelson verpflichtet hat, erschließt sich mir bislang überhaupt nicht. Für mich ist er weder Fisch noch Fleisch. Weder ein toller Playmaker, noch ein sehr guter Scorer. Und defensiv vielleicht solide, aber auch nicht top.

  • Wieso man Nelson verpflichtet hat, erschließt sich mir bislang überhaupt nicht. Für mich ist er weder Fisch noch Fleisch. Weder ein toller Playmaker, noch ein sehr guter Scorer. Und defensiv vielleicht solide, aber auch nicht top.

    Frag mich immer wie der in Frankreich MVP geworden ist

    rot und weiß bis in den Tod

  • Kann man Nelson (für mich ist sogar Flaccadori deutlich besser!) nicht noch durch einen NBA-Cut ersetzen, um die Saison halbwegs zu retten? Dieses Gewürge im Setplay des FCBB kann ich nämlich kaum ertragen.


    Saison halbwegs retten? Nach EINER Niederlage gegen den amtierenden EL Champion?


    Entspann Dich doch mal.


    Freuen wir uns doch erst einmal, dass die fußlahme, altmodische John Bryant Kopie, die die ahnungslosen Bayern Verantwortlichen da auf Center verpflichtet haben, komischerweise beim Fastbreak Erster ist, Shots nach eigenen vergebenen Freiwürfe blockt, sprintet wie ein Bolt, Bälle verteilt wie ein Jovic und überhaupt mal richtig Bock zu haben scheint.


    Der Rest kommt schon noch. Gebt den Jungs mal noch ein paar Tage Zeit.

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  • Frag mich immer wie der in Frankreich MVP geworden ist


    Das wird schon seine Berechtigung haben. Ich hab die Finals in Frankreich nicht verfolgt, aber blind sind die ja auch nicht.


    Was man halt nicht unterschätzen darf ist die neue Rolle, die ein Spieler in einem höher klassigen Team einnimmt. Je besser das Team, desto exakter muss abgeliefert werden. Das geht bei dem einen besser, beim anderen überhaupt nicht. Deshalb würde ich auch Bray nicht als Heilsbringer auf der Eins sehen. Erstmal abwarten, wie der mit weniger Freiheiten umgehen kann und ob er dann noch produktiv ist und genau das liefert, was wir brauchen.

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  • Bei Nelson bin ich mir auch nicht sicher inwieweit der Knöchel doch leicht lädiert ist nach dem umknicken am Donnerstag. Ansonsten ja, das Spiel von ihm finde ich auch nicht so stark, da sehe ich unseren jungen PG sogar besser im Moment.

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  • dapeda


    Ich bin schon entspannt, keine Sorge. Allerdings gefällt mir nicht, was ich bislang vom FCBB auf dem Parkett sehe. Es geht nicht um die Niederlage in Moskau. Dort kann man immer verlieren.


    Es geht mir vielmehr um die Leistung - bzw. um die Nichtleistung - der spielfähigen Point Guards des FCBB. Alleine schon die Planung mit Bray als Jovic-Ersatz finde ich grenzwertig. Niemand weiß bislang, ob Bray auf dem Euroleague-Niveau auch nur ansatzweise so performen kann, wie er es bei Vechta in der letzte BBL-Saison gezeigt hat.


    Mit dieser Personalentscheidung geht man schon ein großes Risiko ein.


    Und Lo ist für mich kein Playmaker; er ist eher ein Scorer auf der 2, auch wenn er für diese Position etwas "undersized" ist. Bleibt Nelson: Für mich liefert er bislang enttäuschende Leistungen. Von einem Flop möchte ich in Anbetracht der noch jungen Saison noch nicht sprechen, aber seine Stats in den bisherigen vier Pflichtspielen (BBL und Euroleague) sind sehr schlecht: 5,75 Punkte/Spiel - 1,5 Assists/Spiel - 1,75 Rebounds / Spiel - 2,25 Turnover / Spiel in 17,25 Min./Spiel


    Wenn Nelson wenigstens ein Scoring-PG wäre, könnte man ein Stück weit darüber hinwegsehen, dass er praktisch keine Playmaker-Skills hat. Ein Mathias Lessort läuft bei Lo, Nelson und Flaccadori wie Falschgeld rum, weil keiner von den drei genannten Point Guards in der Lage ist, mir ihm vernünftig Pick & Roll zu spielen.


    Es war doch klar, dass Lessort - anders als Booker - keinen Midrange-Jumper oder gar einen 3er im Skillset hat. In der Offense kommt Lessort über Pick & Roll-Plays und Lowpost-Moves in den Boxscore und nicht über Midrange-Jumper. Das wird auch Coach Radonjic wissen, nur können dies die vorhandenen Point Guards nur nicht umsetzen.

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  • marwahn


    Ja, ich teile Deine Beobachtungen komplett. Sehe ich alles ganz ähnlich.


    Bin aber der Meinung, dass man den Jungs (inkl. Management & Trainer) nach den bisherigen Erfolgen auch mal ein bisschen Zeit und einen Vertrauensvorschuss geben kann, bevor man nach dem vierten Pflichtspiel davon spricht, die Saison noch zu retten.


    Lessort ist doch quasi mit dem ersten Spiel hier aufgeschlagen und kommt dann gleich in einen Rhythmus, der wenig Zeit zum trainieren lässt. Der lernt momentan über die Spiele die Systeme kennen - und man sieht, das er oft noch von seinen Mitspielern dirigiert wird. Das braucht Zeit. Aber Lessort ist ohnehin keine Offensiv Maschine. Wenn der defensiv seinen Job ordentlich macht, ist viel gewonnen.

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  • Das Problem ist aktuell eher, dass man in eigener Halle das Reboundduell gegen ein Team wie Braunschweig mit 32:39 verliert.


    Monroe (6), Radosevic (1) und Lessort (2) haben in 42:51 Minuten zusammen einen Rebound (9:10) weniger als Eatherton alleine in 26:11 Minuten. Das bereitet mir Sorge.

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  • Das Problem ist aktuell eher, dass man in eigener Halle das Reboundduell gegen ein Team wie Braunschweig mit 32:39 verliert.


    Monroe (6), Radosevic (1) und Lessort (2) haben in 42:51 Minuten zusammen einen Rebound (9:10) weniger als Eatherton alleine in 26:11 Minuten. Das bereitet mir Sorge.

    Mir auch, das liegt aber einzig daran, dass immer irgendjemand nicht ausboxt, dass ist schlimmer wie in der C- Jugend.

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  • Habe ich schon mal das Thema Rebounds angesprochen? ;)=O

    Gestern zwar das Reboundduell mit 31:30 gewonnen. Zieht man aber die Teamrebounds ab, das sind die Dinger, die zum Beispiel im Aus landen, also kein Spieler Ballkontrolle erlangt (sonst gäbe es ja einen persönlichen Rebound), dann sieht es wieder ganz anders aus: 23:26. Also quasi bei den „aktiven“Rebounds. Traurig.


    Wie auch immer. Spielentscheidende Szene: Plus 3 und 3 FW Bonn. Die ersten beiden sitzen, es geht um die letzten Freiwurf. Der verfehlt sein Ziel, mit dem Defensivrebound hat man quasi gewonnen. Natürlich holt ihn sich der Werfer, trifft mit Foul, das Spiel geht verloren. Es gibt Rebounds in einem Spiel, die MUSS man haben. Dieser gehörte dazu. Stattdessen wird nicht ausgeboxt, wie kleine Kinder unter den Korb gelaufen, dort geht es zu wie mittags am Stachus und der Ball rutscht wie schmierige Seife durch die Reihen. Bis Breuning zupackt und ihn reinwirft. Slapstick pur. Das ist kein professionelles Reboundverhalten. Das war kein unwahrscheinlicher Rebound, der an der Dreierlinie einem Bonner in die Hände gefallen ist. Der Werfer hat ihn selbst mitten in der Zone, 2 Meter vor dem Korb gefangen. Unfassbar.


    Und die Neuen helfen derzeit nur sehr bedingt weiter. Ja, ich weiß, 2 sind verletzt und Monroe und Zipser machen einen ordentlichen Job. Das ist aber unterm Strich viel zu wenig. Nelson und Lessort sind keine Hilfe, Flaccadori spielt gar nicht. Wie lange soll das noch so weitergehen? Wenn man diese erst integrieren muss, was passiert dann wenn Huestis und Bray wiederkommen? Die müssen ja dann auch integriert werden. Es ist ja nicht so, dass man gestern das Spiel absichtlich riskiert hat, um den noch nicht integrierten Neuen Spielzeit zur Eingewöhnung zu geben. Monroe und Zipser kommen zusammen auf 39 Minuten, Nelson und Lessort auf 17. Zum Vergleich: Dedovic 33, Barthel 32. Und das 3 Tage vor dem Mussheimsieg gegen Asvel.


    Man steht also mit komplett leeren Händen da. Im Pokal ausgeschieden, die Leistungsträger wieder zu viel gespielt, die Neuen nicht integriert. Großartig!

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