Hans-Dieter "Hansi" Flick

  • Die Aussagen von Flick waren doch zuletzt sehr deutlich. Es ist nicht Alaba, der die Entscheidung trifft, sondern das Umfeld, also der Papa. Das löst Alaba aber eben nur daheim und nicht in den Medien. Ich bin ja gespannt, wie das Angebot von Real in ein paar Wochen ausfallen wird. Ich bezweifle stark, dass das für den Spieler ein großer Sieg werden wird.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • kaithoma

    Der FCB ist ja nun bekannt dafür sich ziemlich eingehend mit den Wünschen und Problemchen der Spieler insbesondere der Leistungsträger einzugehen und zu beschäftigen.

    Aber alles hat eine Grenze. Und die ost bei Alaba relativ einfach:


    1. man hat das beste für den FCB vertretbare Angebot abgegeben .

    2. die Beratergebühren hat Alaba selbst zu verrechnen. Wenn er wirklich bei uns bleiben wollte, dann ist das Engagement doch völlig überflüssig. Jede externe Gebühr zieht unnötig Geld aus dem Kreislauf was ansonsten Club und/oder Spieler zu Gute kommt.


    Also was auch immer seine kulturellen sozialen religiösen familiären Hintergründe/Motive sein mögen, ist es letztlich sein Bier und nicht das des Clubs.


    Es mag ja sein das man damit den einen oder anderen Gedankengang erklären kann, aber sicherlich nicht den diesen Berater mit diesen Forderungen einzustellen.


    Wir müssen hier sicherlich auch nicht näher erklären was religiöse Gruppen von Anhängern fordern ,oder?

    Und Du kennst doch sicherlich auch das Vorgehen das man eine fee dafür zahlen muss, wenn man etwas über Gebühr erhält, oder?

  • Darauf kann sich Bayern München aber nicht ernsthaft einlassen und das werden wir auch nicht tun. Bei allen anderen Vertragsverlängerungen von Alaba habe ich das auch nie als Argument gelesen.

    Sehe ich genauso, den Verein sollte das nicht im geringsten tangieren.

    "Es gibt zuviel' Leute, die sagen zu wenig; die reden einfach zuviel."

    Klaus Lage

  • Sehe ich genauso, den Verein sollte das nicht im geringsten tangieren.

    Es darf den Verein nicht tangieren! Das muss jeder Spieler mit sich selbst ausmachen.

    Sonst kommt man irgendwann "von Hölzchen auf Stöckchen" vor lauter "Berücksichtigungen".

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Was sollte der Verein auch machen? Ein so hohes Gehalt zahlen, damit David 20 Mio. Eigenanteil behalten kann? Das ist doch lächerlich. Wenn er mit seinem Gehalt die Verwandtschaft durchfüttern will, steht ihm das frei, und dafür reicht es auch locker, Aufschlag gibt es deshalb nicht.

  • Das Problem des FCB ist das beileibe nicht. Vielleicht erklärt es aber ein Stück weit Alabas "Gier", die in diesem Sinne dann gar keine ist, sondern eher eine Art Familienpflichtbewusstsein.


    Sowas ist ja auch zB bei brasilianischen Spielern nicht ungewöhnlich.

    Ja, vielleicht wird die Forderung dadurch erklärt.

    Aber darauf will ich ja hinaus. Woraus die Forderungen entstehen, muss uns am Ende ja egal sein, wenn sie unsere Grenze sprengen.


    Entsteht die Forderung, weil er seiner Familie 40% abgibt, ist das nicht durch uns zu lösen. In dem Fall finde ich es schade, wenn er das durch den FCB bezahlen lassen will.


    Entsteht die Forderung, weil seine Berater ihm das so diktieren, ist er fremdgesteuert und zu schwach, eigene Entscheidungen zu treffen.


    Entsteht die Forderung, weil er es selbst als gerechtfertigt ansieht, in Lewandowski-Regionen zu verdienen, ist er leider wirklich völlig verblendet und schätzt sich komplett falsch ein.


    Egal, was davon stimmt: positiv geht nichts davon für ihn aus...

  • Ich hätte jetzt auf Option 2 oder 3 bzw eine Mischung aus beidem getippt.


    Nach all diesen Jahren im Verein ist das so oder so letztlich enttäuschend.

    "Es gibt zuviel' Leute, die sagen zu wenig; die reden einfach zuviel."

    Klaus Lage

  • Natürlich ist das Gier und zwar völlig egal, ob er das Geld teilt oder nicht.


    In vielen Familien ist es klar bzw. auch ich bin in einer aufgewachsen, in der es völlig normal ist, seinen Reichtum zu teilen, sofern vorhanden. Das ist einfach glasklar, dass man sich gegenseitig finanziell unterstützt und damit meine ich nicht nur, dass man sich mal ein paar Hundert Euro leiht. Alle haben ihre eigene Kohle und können damit machen, was sie wollen, aber man beschenkt sich auch gegenseitig oder übernimmt Kosten für Dinge etc., alles normal. Man zahlt auch für Dinge lieber, die man vielleicht sich selbst nicht sofort kaufen würde. Ist ja wie mit den eigenen Kindern. Wichtig: Würde jemand Millionen gewinnen, wäre es völlig undenkbar, dass das nicht sofort aufgeteilt wird. Es ist auch komplett egal, ob alle sich gleich darum bemüht oder investiert haben etc. Hätte ich jetzt 10 Millionen, hätte ich in Kürze nur noch ein paar Millionen, umgekehrt genauso und es wäre unvorstellbar, dass einer auf der dicken Kohle hockt und z.B. die Geschwister arbeiten.


    Und ich sehe nicht, warum das jetzt keine Gier sein sollte, würde ich durch irgendetwas Millioneneinnahmen erzwingen wollen. Nur weil ich es dann in der Familie teile? Ein Vater kann ja auch ein Gierschlund sein und investiert das Geld dann in Frau und Kinder. So kann auch David Alaba ein Gierschlund sein, "obwohl" er davon an die Eltern oder sonst jemanden abgibt. Das befreit ihn in keinster Weise von der moralischen Schuld der Welt gegenüber.


    Wenn das jemand nicht nachvollziehen kann und Alaba auch nur ein bisschen wegen der Familie vom Gierbegriff entfernen möchte: Was für den einen das eigene Glück, die eigene Lebensführung ist, ist für solche Leute zu direkt verbunden mit dem Glück oder dem Weg der Familie. Heißt überhaupt nicht, dass man sich nicht völlig entfalten kann. Egal wie gierig das ist, wenn man Millionen für sich möchte, die Gier für die Familie ist ziemlich genau gleich, denn für so einen Menschen ist es ganz tief drin, dass das eigene Geld auch der Familie gehört, weil man nun mal immer schon zueinander gehalten hat. Wie in einer guten Ehe. Da löst niemand Gewissenskonflikte oder fühlt sich wie ein Held, weil man dem Papa dabei hilft, sich ein teureres Auto zu leisten. Das ist einfach völlig klar, ganz normales Alltagsdenken.


    Man kann für sich allein gierig sein, man kann aber auch gleichzeitig für die nahestehenden Personen gierig sein. Die meisten von euch werden das ja aus dem eigenen Familienleben kennen, wenn es um Mann/Frau und die kleinen Kinder geht.

  • Hochinteressanter, differenzierter Beitrag eternal ! :thumbup:


    Allerdings würde ich das kleine Hintertürchen ergänzen, dass man hier geteilter Meinung sein kann. Meiner Meinung nach schwächt die Familienperspektive den Begriff "Gier" zumindest etwas ab, da diese Gier eben nicht ausschließlich als Selbstzweck, sondern teilweise durch ein gewisses Pflichtbewusstsein entsteht. Moralisch besteht dadurch für mich ein Unterschied, aber das kann man - wie gesagt - so oder so sehen.

    "Es gibt zuviel' Leute, die sagen zu wenig; die reden einfach zuviel."

    Klaus Lage

  • Also was auch immer seine kulturellen sozialen religiösen familiären Hintergründe/Motive sein mögen, ist es letztlich sein Bier und nicht das des Clubs.

    Mir scheint du willst es nicht verstehen. Ich habe den kulturellen Hintergrund nie in Verbindung mit unserem Verein gebracht, Diesen Schluss ziehst nur du. Ich habe lediglich versucht zu erklären, warum Alaba sich noch nicht von seinen Eltern abgenabelt hat.

    Es mag ja sein das man damit den einen oder anderen Gedankengang erklären kann, aber sicherlich nicht den diesen Berater mit diesen Forderungen einzustellen.

    Diese Entscheidung kommt mit Sicherheit nicht von DA sondern von seinem Vater.

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  • Jetzt lobt der Flick ausgerechnet den Brazzo für die Kader-Verbreiterung öffentlich auf einer PK.

    Der tabuisierte User aus der Mongolei wird sich vor einen Rinderkarren werfen...


    ;)

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • Der enge Terminkalender und die hohe Belastung beschäftigen aktuell die Top-Trainer in Europa. (...) Ob Flick dieses Thema nicht auch beschäftige, wurde er bei der Spieltags-PK am Freitag gefragt. "Was soll ich mir da Gedanken machen?", entgegnete der Triple-Coach und fügte an: "Es gibt ja keine Alternative." Natürlich beklage auch der deutsche Rekordmeister den einen oder anderen Ausfall. "Trotzdem haben wir noch eine gute Breite im Kader", sagte Flick und holte zu einem Lob für seinen Sportvorstand aus: "Das ist auch was, was Hasan sehr gut gemacht hat. Das sind die Dinge, die erkannt und klar verbessert wurden."


    (...) "Wir wollen die Spiele spielen, die Spiele gewinnen und weiter unseren Weg gehen. Dazu ist es wichtig, dass wir das auch so annehmen. Nur die Mannschaft hat Erfolg, die die Umstände annimmt, sich entsprechend gut anpasst und das Beste aus der Situation macht."


    https://www.kicker.de/nach-kri…zic-790848/artikel#twfeed


    Finde, das ist eine ganz starke Stellungnahme. Jeder CL-Club hat Gund, mit dem Terminplan zu hadern; es als Trainer tatsächlich aber auch zu tun oder die Situation pragmatisch anzunehmen, ist ein gewaltiger Unterschied, der vermutlich auch auf die jeweilige Mannschaft abstrahlt. Flick nimmt mit seiner Einstellung den Spielern die Gelegenheit, Ausreden und Entschuldigungen zu suchen. Großartig.

  • Sehr schöne Aussage und Nachschlag auf alle Skeptiker hier, die zeitweise den Carlo- bzw. Kovac-Fußball mit dem Argument verteidigt haben, dass man mit dem Offensivpressingstil nix großes gewinnen könnte, weil man damit zwangsläufig in Konter läuft (und dabei gerne auf Pep verwiesen, nebenbei immer auch hämisch über Bosz urteilten ...).


    "Peter Bosz ist dem FC Bayern dankbar. Die Münchner hätten mit ihrem Titelgewinn in der Champions League gezeigt, "dass es möglich ist, so mutig aufzutreten, so hoch Druck zu machen, wie auch wir es tun, und damit so einen Wettbewerb zu gewinnen", sagte der Coach der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Mit ihrem Triumph hätten die Bayern viele Zweifler widerlegt. "Es gibt immer viele Leute, die sagen, das geht nicht zusammen, aber jetzt wissen wir: Doch, das geht zusammen", sagte der Niederländer Bosz."

  • Sehr schöne Aussage und Nachschlag auf alle Skeptiker hier, die zeitweise den Carlo- bzw. Kovac-Fußball mit dem Argument verteidigt haben, dass man mit dem Offensivpressingstil nix großes gewinnen könnte, weil man damit zwangsläufig in Konter läuft (und dabei gerne auf Pep verwiesen, nebenbei immer auch hämisch über Bosz urteilten ...).


    "Peter Bosz ist dem FC Bayern dankbar. Die Münchner hätten mit ihrem Titelgewinn in der Champions League gezeigt, "dass es möglich ist, so mutig aufzutreten, so hoch Druck zu machen, wie auch wir es tun, und damit so einen Wettbewerb zu gewinnen", sagte der Coach der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Mit ihrem Triumph hätten die Bayern viele Zweifler widerlegt. "Es gibt immer viele Leute, die sagen, das geht nicht zusammen, aber jetzt wissen wir: Doch, das geht zusammen", sagte der Niederländer Bosz."

    Bosz wird mir immer sympathischer.

    Der weiß, dass wir als Zuschauer auch unterhalten werden und attraktiven erfolgreichen Fußball sehen wollen.

  • Sehr schöne Aussage und Nachschlag auf alle Skeptiker hier, die zeitweise den Carlo- bzw. Kovac-Fußball mit dem Argument verteidigt haben, dass man mit dem Offensivpressingstil nix großes gewinnen könnte, weil man damit zwangsläufig in Konter läuft (und dabei gerne auf Pep verwiesen, nebenbei immer auch hämisch über Bosz urteilten ...).


    "Peter Bosz ist dem FC Bayern dankbar. Die Münchner hätten mit ihrem Titelgewinn in der Champions League gezeigt, "dass es möglich ist, so mutig aufzutreten, so hoch Druck zu machen, wie auch wir es tun, und damit so einen Wettbewerb zu gewinnen", sagte der Coach der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Mit ihrem Triumph hätten die Bayern viele Zweifler widerlegt. "Es gibt immer viele Leute, die sagen, das geht nicht zusammen, aber jetzt wissen wir: Doch, das geht zusammen", sagte der Niederländer Bosz."

    Carlo hat doch zeitnaher die CL gewonnen als Pep, und wann hat Bosz sie (oder irgendwas Anderes) gewonnen, als dass er als Institution gilt, die da ein objektives Urteil fällen kann?

    Und letztlich ist es auch die Frage, ob der Fußball der letzten Saison näher an Pep, oder näher an Jupp war. Allein da werden sich die Geister scheiden.

  • Carlo hat doch zeitnaher die CL gewonnen als Pep, und wann hat Bosz sie (oder irgendwas Anderes) gewonnen, als dass er als Institution gilt, die da ein objektives Urteil fällen kann?

    Und letztlich ist es auch die Frage, ob der Fußball der letzten Saison näher an Pep, oder näher an Jupp war. Allein da werden sich die Geister scheiden.

    Er hat doch nur gesagt, dass diese Spielweise zu großem Erfolg führen kann und uns als das perfekte Beispiel dafür angeführt. Das muss man nicht verdrehen.

  • Er hat doch nur gesagt, dass diese Spielweise zu großem Erfolg führen kann und uns als das perfekte Beispiel dafür angeführt. Das muss man nicht verdrehen.

    Inwiefern verdrehen? Er hat doch auch auf CA Bezug genommen, da habe ich dann Fakten aufgezeigt. Und ob wir letzte Saison näher bei Pep oder bei Jupp waren, da werden die Meinungen wohl auseinander gehen.

  • Inwiefern verdrehen? Er hat doch auch auf CA Bezug genommen, da habe ich dann Fakten aufgezeigt. Und ob wir letzte Saison näher bei Pep oder bei Jupp waren, da werden die Meinungen wohl auseinander gehen.

    Es ging aber darum, dass man mit so einem Fußball angeblich nicht gewinnen könne. Dass man auch mit anderen Spielweisen gewinnen kann, ist gar nicht das Thema. Da verdrehst du eben was. Und natürlich kann sich Bosz zu Fußball-Themen äußern, gerade dann, wenn es um eine Art Fußball geht, für die er seit vielen Jahren kritisiert wird. Das ist genau sein Thema und es ist doch schön, dass er uns als positives Beispiel anbringt. Das muss man nicht ins Negative drehen und dann noch die Inhalte so herumbiegen, dass sie thematisch ganz etwas anderes betreffen. Es geht hier um Erfolg mit diesem Fußball, nicht um Misserfolg mit anderem Fußball.