Hans-Dieter "Hansi" Flick

  • Dieser unterschwellige "Anti-Bayern-Schreibstil" stört mich bei "11 Freunde" massiv. Ich finde das eigentlich ein tolles Magazin mit kritischen, aber oft lesenswerten Artikeln und vielen Kuriositäten, Anekdoten und Perspektiven, die man beispielsweise im "kicker" nicht findet. Aber wenn es gegen Bayern geht, sind sie leider immer dabei - mittlerweile selbst in ihrem eigentlich tollen Liveticker.


    Gehört hier nicht hin, wollte ich aber lange schonmal sagen. Sorry! :)

    Hat glaube ich viel mit ihrem (Chef?)-Redakteur zu tun. Den hab ich ein paar Mal beim Bundesligakommentar von 100% Bundesliga gesehen und das triefte immer nur vor Bayernhass.

    Passte aber auch wunderbar damit ins Konzept der Sendung, die ich deshalb seitdem auch meide.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Schön zu sehen, dass Flick den modernen Fußball verstanden hat. Dieses frühe Pressing war unter Kovac wenn überhaupt ja nur phasenweise zu sehen.

    Wie Flick auch bestätigt, ist diese Art des Fußballs mit unserem Minikader auch gar nicht über eine ganze Saison durchzuhalten.

    Hoffentlich verstehen das unsere Bosse auch.

    Man könnte argumentieren, dass das unsere Bosse schon vor langem verstanden haben und deswegen Trainer mit einem völlig anderen, nämlich tiefer verteidigenden, Spielstil wie Ancelotti und Kovač verpflichteten um ihren kleinen Kader beibehalten zu können.


    Oder sie haben es tatsächlich jetzt jahrelang nicht verstanden. Die Hoffnung, dass sich das durch Kahn plötzlich irgendwie bessert, ist dann zumindest meinerseits allerdings gering.

    "Es gibt zuviel' Leute, die sagen zu wenig; die reden einfach zuviel."

    Klaus Lage

  • Dieses frühe Pressing war unter Kovac wenn überhaupt ja nur phasenweise zu sehen.

    Ich bin grundsätzlich bei Dir, @BP2, aber hinsichtlich des frühen Pressings möchte ich dir doch widersprechen. Es gab unter Kovac recht oft frühes Pressing, und gehörte m.E. sogar zu seinem Stilmittel. Alerdings sah das Gegenpressing dann immer nach "Alle auf die 10" aus, wie beim Jugendfussball, wo sich 4,5 Steppkes mit Begeisterung auf den Ball stürzen. Und dahinter war grüne Wiese ohne jede Absicherung, die ballgewandte Gegner immer wieder ausnutzen konnten, wenn unser Pressing ins Leere lief. Eben deshalb blieb mir jedes mal ja fast das Herz stehen, wenn unsere Gegner sich befreien und bis in unseren Strafraum kombinieren konnten.

    Das Pressing war zwar vorhanden, aber eben viel zu unkoordiniert. Jetzt, unter Flick, weiß jeder Spieler, wie er zu laufen hat, sind die Räume bestens abgesichtert und gelingt es vor allem, ganze Mannschaftsteile strukturiert zu verschieben. Unter Kovac damals undenkbar!

    Und von den im Vergleich zu Kovac bei weitem besseren Offensivstrukturen unter Flick will ich gar nicht erst anfangen! Was muss Hansi "gelitten" haben unter so einem Cheftrainer, der fussballerisch geradezu Welten von der eigenen Vorstellung weg ist? Um so mehr Respekt habe ich vor Flicks Loyalität!

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  • Habe den Text nochmals gelesen. Und es geht da nur um die Perspektive Flick und die wird meines Erachtens sehr positiv dargestellt und zwar ohne Seitenhiebe gegen Bayern.

    Auch wenn man keinen Bayernhass unterstellt - den habe ich jetzt auch nicht direkt rausgelesen, aber vielleicht kenne ich die Redaktion dafür zu wenig - ist die Argumentation m.E. zumindest mal ziemlich seltsam.


    Der schreibt letztendlich, dass Flick deshalb so gut passt weil eine unkonventionelle, bzw. "eigene" Lösung besser für den FC Bayern ist als ein Welttrainer. Und das, nachdem er den Job überhaupt erst bekommen hat weil wir mit einer "unkonventionellen Lösung", die hübsch totgeschwiegen wird weil sie nicht ins Argumentationsmuster passt, derbe auf die Schnauze gefallen sind. Dass wir mit dem einen "Welttrainer" Guardiola alles an die Wand gespielt haben, mit seinem Welttrainer-Nachfolger aber nicht, wird auch nicht weiter erklärt. Nur dass sie beide irgendwie nicht zu Bayern passen, weil der eine Thiago wollte und der andere gerne in Restaurants geht. lol.


    Und wie üblich bei deutschen Sportjournalisten mal wieder kein Wort darüber, was Flick hier auf sportlicher Ebene geleistet hat. Der passt irgendwie hier her, wahrscheinlich weil er keine Carbonara isst, und dann ging alles wie von selbst. Auf so ein Lob würde ich als Trainer gerne verzichten. Der Vergleich zu Heyncḱes ist hier dann tatsächlich angebracht, denn dessen Know How wurde auch nie gewürdigt. Wieder so ein Trainer, der zum FC Bayern gepasst hat und keiner weiss warum.


    Es wäre so einfach festzustellen, aus welchem Grund Trainer hier funktionieren, indem man sich mal ansieht, welchen Fussball sie haben spielen lassen und wie sie als Führungsperson auftreten. Dann müsste man sich nicht derart hanebüchene Erklärungsansätze aus den Fingern saugen. Der Artikel wird weder Flick noch seinen Vorgängern gerecht.

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  • Ich bin grundsätzlich bei Dir, @BP2, aber hinsichtlich des frühen Pressings möchte ich dir doch widersprechen. Es gab unter Kovac recht oft frühes Pressing, und gehörte m.E. sogar zu seinem Stilmittel. Alerdings sah das Gegenpressing dann immer nach "Alle auf die 10" aus, wie beim Jugendfussball, wo sich 4,5 Steppkes mit Begeisterung auf den Ball stürzen. Und dahinter war grüne Wiese ohne jede Absicherung, die ballgewandte Gegner immer wieder ausnutzen konnten, wenn unser Pressing ins Leere lief. Eben deshalb blieb mir jedes mal ja fast das Herz stehen, wenn unsere Gegner sich befreien und bis in unseren Strafraum kombinieren konnten.

    Das Pressing war zwar vorhanden, aber eben viel zu unkoordiniert.

    Exakt so habe ich das auch in Erinnerung. Wie Kinderfussball, bei dem alle dem Ball hinterherlaufen. Am Kovac'schen Pressing war einfach dermaßen klar erkennbar dass die Spieler keine vernünftigen Anweisungen bekommen haben, dass es physische Schmerzen verursacht hat sich das anzusehen.


    Durch diese vogelwilde Anlaufen haben wir da dem Gegner noch unfreiwillig Räume aufgemacht, die er bespielen konnte. Das ist exakt das Gegenteil dessen, was man damit eigentlich erreichen will, und als Bonus ist es auch noch tierisch anstrengend.

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  • Dass der Kader breiter aufgestellt gehört, ist sicherlich unstrittig. Dennoch frage ich mich, warum man ausgerechnet in Deutschland immer darüber jammert. Gucke ich nach England, haben die 4 Ligaspiele mehr, zwei Pokalwettbewerbe und spielen international ebenfalls ne ordentliche Rolle.


    So ganz leuchtet mir das Argument daher nicht ein, dass unsere Spieler müde sind. Woanders geht es scheinbar auch. Trainiert man da anders, oder spielen die dort einfach 20 Spiele pro Jahr auf dem Zahnfleisch?

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • dreydel :


    Es ist ja nicht so, dass "man" allgemein jammert, sondern der Bayerntrainer im Speziellen, weil wir im nationalen Vergleich halt den kleinsten Kader und gleichzeitig die meisten Spiele haben. Hätten die anderen auch mehr Spiele (wie in England), dann würde sich das auch wieder relativieren.


    Und ohne es jetzt genau zu wissen, würde ich trotzdem drauf wetten, dass wir auch in England den kleinsten Kader hätten.

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  • Glückwunsch zur verdienten Meisterschaft und vorallem vielen Dank, dass du allen Spinnern bewiesen hast, was für ein Unterschied ein guter Trainer an der Seitenlinie wirklich ausmacht....


    Und auch noch einen schönen Gruß an alle, die diesem Team im November noch irgendwelche Charakterschwächen unterstellt haben.


    Um es in der Internetsprache zu sagen: Ihr wurdet geowned ;)


    Danke Hansi!

  • Danke, Trainer.


    Du hast uns das zurück gegeben, was uns zuvor gefehlt hat. Leidenschaft, Einsatz, Spielwitz ...


    Diese Meisterschaft wäre ohne Dich nicht möglich gewesen. DANKE!

    TRIPLE 2020 - DANKE JUNGS

  • Neben den taktischen Umstellungen hat Flick vor allem eines getan, was vielen Fans zeitweise leider sehr schwer fiel: er hat dieser Mannschaft, die für diesen Verein über die Jahre schon durch so viele Feuer gegangen ist, dessen Fähigkeiten und nicht zuletzt dessen unglaublicher Mentaliät wieder Vertrauen geschenkt. Dieses Vertrauen hat sie zurückgezahlt. Trikot und Trainerbank sind endlich, endlich wieder eine Einheit!


    Herr Flick, das war ganz groß.

    "Es gibt zuviel' Leute, die sagen zu wenig; die reden einfach zuviel."

    Klaus Lage

  • Herzliche Gratulation Hans-Dieter Flick. Wahnsinn wie Du innert kürzester Zeit unser Team wieder zum FC Bayern gemacht hast. Und das auf eine derart sympathische Art und Weise. Dankeschön.

  • Danke Hansi, Hermann, Phonzie, Robert, Joshua, Thomas,...großen Dank an das ganze Trainer- und Spielerteam! Können, Wille, Hirn. Da ist alles vorhanden.


    Man freut sich wieder auf jedes Spiel und das haben wir euch zu verdanken. Geniale Truppe mit dem genialem Anführer.

  • Super wie das seit November gelaufen ist. Kann man nicht besser machen! Auch menschlich, also die PKs zum Beispiel!

    Pandemie bekämpfen ohne medizinisches Personal, mit adidas, Lufthansa und neuen Kampfflugzeugen!

  • Klasse Leistung.

    Hat meine durchaus hohen Erwartungen deutlich übertroffen.

    Jetzt durchschnaufen und sich irgendwie ins Ziel schleppen, dann regenerieren und auf zu weiteren Taten.

    Damit wir aus diesem derzeitigen spielerischen Loch herauskommen, denn bei aller Euphorie, die letzten Spiele waren allesamt schwach und die Ergebnisse durchaus glücklich.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Wie schlau und vorausschauend das war, dass Flick im Sommer zum Assistenztrainer bestellt wurde. Da war damals schon wohl bei einigen oben im Verein ein Hintergedanke dabei, so halt für den Fall dass ... Und wie praktisch, dass das 1:5 in Frankfurt vor der JHV kam und vor dem überfälligen Abschied durch das Große Tor. Der Trainerwechsel hat die Saison gerettet und die Uhren auf die Zeit vor Sommer 2018 zurückgestellt. Großen Dank an das Trainerteam Flick/Gerland!

  • Wie wohltuend einen phantastischEin Trainer zu haben der die Spieler stark und besser macht, einen tollen offensiven dominanten Fußball erfolgreich umsetzen kann und vor allem die Ansprüche des Clubs versteht und lebt.

    Das underdog Gequatsche des Vorgängers konnte keiner mehr hören. Die Honigmelone Kinder genannten Vollblutprofis schon garnicht.

    Flick

    Man hat nie alleine Erfolg, sondern nur gemeinsam. Es macht mir Spaß, da mit dabei zu sein. Das Mia san Mia zeigt ein Selbstbewusstsein, das die Truppe verkörpert. Die Jungs haben eine enorme Qualität und das Trainerteam vertraut ihnen. Es ist Bayern München, die Ziele sind immer hoch. Wir haben den ersten Schritt gemacht. Wir haben noch den Pokal, das nächste Ziel. Die Champions League kann man nicht planen. Es wird immer nur ein Spiel sein. Da müssen wir auf dem Punkt topfit sein.“