Hans-Dieter "Hansi" Flick

  • Wieso genau ist eine Europameisterschaft Dreck?

    Grundsätzlich ist eine EM kein Dreck. Ich selbst freue mich immer sehr auf die Endrundenturniere. Es ist eine andere Art von Fußball.


    Diese EM im Sommer ist allerdings tatsächlich der letzte Dreck. Kein Mensch benötigt grundsätzlich eine EM über den ganzen Kontinent. Und das auch noch ohne Zuschauer. Im Gegensatz zum notwendigen laufenden Spielbetrieb ohne Zuschauer um reihenweise die Clubs nicht insolvent gehen zu lassen, ist hier nicht mal die weitere Existenz der Verbände der Grund für die Veranstaltung.

  • Klub-WM und Supercup, ob UEFA oder DFL, sind absoluter Dreck unter den aktuellen Bedingungen.

    Die CL ist der wichtigste internationale Wettbewerb und dort machen die Clubs das große Geld.
    Die EM ist vor allem ein Unterhaltungsevent. Findet der Spaß sogar ohne Zuschauer statt, ist das dann einfach nur Dreck.

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  • Du sprichst von Drecks-EM.

    Wieso genau ist eine Europameisterschaft Dreck?

    Ist dann die CL, Klub-WM oder auch der europäische Supercup auch Dreck?

    Die anderen haben es schon genau richtig geschrieben.


    Ich hab nichts gegen die EM per se, aber in diesem Sommer, nach dieser Saison, unter diesen Voraussetzungen ist das eine hanebüchende Veranstaltung. Es ist für jeden ersichtlich das die Topspieler jetzt schon körperlich und mental komplett durch sind, aber mit den Club-Wettbewerben wird nunmal der Basisbetrieb in den Vereinen finanziert.


    Das letzte was es im Sommer braucht ist eine EM. Die Spieler brauchen Urlaub und das dringend. Die Veranstaltung ist unverantwortlich gegenüber der Gesundheit der Spielern und eine Frechheit gegenüber den Vereinen die hinterher zusehen können wie sie mit den völlig überspielten, potentiell deshalb mehr verletzten Angestellten umgehen müssen und alles nur damit die UEFA sich die Taschen vollmachen kann.

  • Dann darf man EM auch nicht als "Dreck" bezeichnen, wenn man die Argumente in einem vernünftigen Dialog verwenden darf (!)

    Mein Verein - Mein Leben - Kämpfen für den Erfolg -

  • Da fehlt mir aber deutlich in dieser Gesamtschau zB. welch Spielpläne Basketballprofis, Handballprofis oder auch Eishockeyprofis einhalten, die zusätzlich noch an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen.
    Dies läuft dann nicht wie beim Fußball unter Sonderspielbetrieb sondern ist da völlig normal.

    Handball jährlich(!) entweder EM oder WM, alle vier Jahre zusätzlich die Olympia.

    Basketball ebenso Olympia, wie alle zwei Jahre EM und alle vier WM.

    Eishockey jährlich(!) eine WM und ua. die Olympia.

    Da kenne ich mich zu wenig aus, um das wirklich beurteilen zu können und beurteilen zu wollen. Wie läuft es denn in den Ligen/Sportarten? Sind da vergleichsweise Leistungseinbrüche zu sehen? Gab es ähnlich kurze Pausen zur Regeneration zwischen den Saisons?

  • sehe ich nicht so , wir haben bis auf Thiago keine wirkliche Stammkraft verloren und es ist ein eingespieltes Team , demzufolge sollte es möglich sein neue Spieler zu integrieren

    Das ist zu kurz gedacht, denn mit Perisic und Coutinho sind uns massig Scorer und auch Spielzeit verloren gegangen. Das heißt unterm Strich haben wir mit Thiago, Perisic und Coutinho schlicht Qualität verloren, die wir nur mit Masse ersetzt haben. Demgegenüber steht bzgl Qualität einzig Sane, der aber aus einer monatelangen, schweren Verletzung zu uns kam und noch ein wenig Zeit braucht.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Da fehlt mir aber deutlich in dieser Gesamtschau zB. welch Spielpläne Basketballprofis, Handballprofis oder auch Eishockeyprofis einhalten, die zusätzlich noch an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen.
    Dies läuft dann nicht wie beim Fußball unter Sonderspielbetrieb sondern ist da völlig normal.

    Handball jährlich(!) entweder EM oder WM, alle vier Jahre zusätzlich die Olympia.

    Basketball ebenso Olympia, wie alle zwei Jahre EM und alle vier WM.

    Eishockey jährlich(!) eine WM und ua. die Olympia.

    Ich finde es immer schwierig derart unterschiedliche Sportarten bezüglich der Belastung zu vergleichen.


    Bei den Basketballern spielen die Spieler mit der meisten Spielzeit im Schnitt ca. 30 Minuten pro Spiel. Das sind aber nur ein paar. Die meisten kommen auf weniger Minuten pro Spiel.


    Selbst wenn man im Fußball die Minuten rausrechnet, die das Spiel unterbrochen ist, kommt man da auf das Doppelte.


    Dazu ist die Belastung anders. Ein Basketballer sprintet vielleicht mal 20 Meter (dafür natürlich oft und mit vielen Richtungswechseln). Beim Fußball sind Sprints über 30-40 Meter oder mehr durchaus an der Tagesordnung. Kommt beim Basketball nicht vor, da der Spieler sonst aus der Halle gerannt wäre.

    Lange Sprints sind für die Muskeln und deren Regeneration eine andere Belastung als kurze Sprints.



    Damit möchte ich nicht sagen, dass die Basketballer (Handballer, Eishockey-Spieler, etc.) weniger leisten. Das wäre falsch. Alle sind Leistungssportler, die ihren Körpern regelmäßig Höchstleistungen abverlangen. Die Art der Belastung unterscheidet sich schlichtweg zwischen den Sportarten, deshalb finde ich den Quervergleich nicht zielführend.

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  • Du darfst auch nicht vergessen, dass B-Baller auf einem Parkett spielen, sodass die Kraftübertragung direkt ist. Auf einem (tiefe) Rasen, hast du deutlich mehr Verluste, was die Kraftübertragung angeht. Es kennt ja jeder, wenn man mal im Sand sprinten möchte. Da kommst du kaum von der Stelle vergleichsweise.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Da kenne ich mich zu wenig aus, um das wirklich beurteilen zu können und beurteilen zu wollen. Wie läuft es denn in den Ligen/Sportarten? Sind da vergleichsweise Leistungseinbrüche zu sehen? Gab es ähnlich kurze Pausen zur Regeneration zwischen den Saisons?

    Grundsätzlich ist eine EM kein Dreck. Ich selbst freue mich immer sehr auf die Endrundenturniere. Es ist eine andere Art von Fußball.


    Diese EM im Sommer ist allerdings tatsächlich der letzte Dreck. Kein Mensch benötigt grundsätzlich eine EM über den ganzen Kontinent. Und das auch noch ohne Zuschauer. Im Gegensatz zum notwendigen laufenden Spielbetrieb ohne Zuschauer um reihenweise die Clubs nicht insolvent gehen zu lassen, ist hier nicht mal die weitere Existenz der Verbände der Grund für die Veranstaltung.

    Da müsst ich mich nun zu sehr informieren, um das hier der Sache gerecht aufzuführn.

    Beim Basketball gibts aber zB. keine Winterpause - da wird von September bis Ende Juni durchgespielt.

    Man hat 34 Ligaspiele, dazu der nationale Pokal.

    Dazu kommt die europäische Liga wo du min. 30 Spiele hast.

    Länderspiele, Turnierspiele, ggf Olympia.
    Würd dir da auf jeden Fall mal empfehlen dich dbzgl. zu informiern.

    Hier mal der Spielplan 18/19 unserer Basketball-Profimannschaft:

    https://www.sport.de/basketbal…19/spiele-und-ergebnisse/


    Ich tue mich da selbst sehr schwer.

    Kann man die Pause im März als Sommerpause werten?

    Was kann man von den Spielern für ihr Gehalt, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben abverlangen?

    Wo liegen die Grenzen?


    Hätten sie sich besser während der Pandemie regelrecht selbst tragen sollen, in dem sie auf einen normalen Grundbedarflohn umstellen und somit die Gehälter der Mitarbeiter und laufende Kosten decken und zumindest auf den internationalen Wettbewerb verzichten sollen?

    Dies europäisch geregelt mit einer ebenso gleichen Solidarität unter Profisportlern?

    Ich finde einfach, dass die Spieler sich bewusst für diesen regelrechten Zirkus oder auch Wahnsinn entschieden haben.

    Den nationalen Betrieb lasse ich mir ja noch eingehen, den internationalen, genaso wenig wie das Sonderspielbetriebsturnier in Lissabon hätte es definitiv nicht gebraucht.

    Vielleicht auch garkeinen Spielbetrieb, weil die Behauptung, dass es die Unterhaltungsbranche, was die Bundesliga nunmal ist, während einer Pandemie eigentlich zum Schluss kommen könnte und man anstatt intensiver Lobbyarbeit, hätte man auch ganz andere Zeichen setzen können.

    Da hätten es im TV auch die Bundesliga-Classics von 97/98 getan oder auch komplette Liveübertragungen aus 5x Jahren Bundesliga.

    Ebenso auch die Tatsache, dass die Spiele komplett ohne Zuschauer stattfinden ist halt ein sehr bedauerlicher Aspekt, insbesondere wenn man sich vor Augen hält, dass man mal eben schnell plötzlich ohne den Teil antritt, den man gerne mal als den Grund schlechthin bezeichnet - für den man das alles eigentlich tut/indirekt zu verdanken hat oder auch, den Fußball über Jahrzehnte zu dem gemacht hat, was der Fußball heute ist und dies sind nunmal ua. die Zuschauer oder Fans in den Stadien. Vor 30-40 Jahren hätte man nicht im Ansatz drüber nachgedacht, ob es Spiele unter Auschluss der Öffentlichkeit überhaupt gibt, klar das warn ganz andere Zeiten - die Frage ist da aber, welche Zeit ist die aus Sicht aller Bestandteile die schönere?

    Aber wie du womöglich hier merkst oder allgemein hier schon gelesen hast, hab ich dazu eine recht eigene Meinung, die es hier eher so nicht nochmal zu lesen gibt - am Ende des Tages trotzdem fürs Forum, so hoffe ich, ein Mehrwert darstellt.

    Aber nun genug dazu, ich schweife zu sehr ab.


    Bzgl. EM seh ich anders, also im Sinne der Wertigkeit. Es gibt sicher genug Profis für die die Teilnahme an Großturnieren immer wieder zu den absoluten Highlights zählen. Es sind auch Sportler und als Land, dich mit anderen Ländern zu messen, ist denk ich was ganz was großes - so denke zumindest ich.

    Weltmeister zu werden, halte ich als Profi als ein noch höheres Ziel als den Henkelpott.

    Auch deshalb hat die Klub-WM unter den Spielern so eine Wichtigkeit, die in der Gesellschaft garnicht so ankommt.

    Wo ich aber bei dir bin, ist die Tatsache, dass es diese Art von EM mit einer vielzahl an verschiedenen Spielortländer, definitiv nicht braucht und das lehne ich auch komplett ab.

    Das macht aus so vielerlei verschiedenen Gründen keinen Sinn.

    Klar, es ist schwierig.

    Keine Frage, es gibt da klar Unterschiede.

    Seh da aber zB. im Sinne der mentalen oder psychischen Belastung absolut keine Unterschiede.

    Unterschied ist sicher auch, zB. beim Basketball dass du ständig im Offence/Defence Wechsel bist, auch immer nur fünf Spieler pro Team. Beim Fußball sind es mit dem Torwart 11, bei gewissen Spielen schiebst du da auch mal ordentlich eine ruhige Kugel - insbesondere als Top-Team.

    Denke dass das unterm Strich recht ähnlich intensiv ist, aus verschiedenen Aspekten.

  • Die anderen haben es schon genau richtig geschrieben.


    Ich hab nichts gegen die EM per se, aber in diesem Sommer, nach dieser Saison, unter diesen Voraussetzungen ist das eine hanebüchende Veranstaltung. Es ist für jeden ersichtlich das die Topspieler jetzt schon körperlich und mental komplett durch sind, aber mit den Club-Wettbewerben wird nunmal der Basisbetrieb in den Vereinen finanziert.


    Das letzte was es im Sommer braucht ist eine EM. Die Spieler brauchen Urlaub und das dringend. Die Veranstaltung ist unverantwortlich gegenüber der Gesundheit der Spielern und eine Frechheit gegenüber den Vereinen die hinterher zusehen können wie sie mit den völlig überspielten, potentiell deshalb mehr verletzten Angestellten umgehen müssen und alles nur damit die UEFA sich die Taschen vollmachen kann.

    MMn sollte man die Länderspiele und die EM absagen und den Kalendar für Liga Pokal und CL Spiele strecken.
    Evtl bleibt dann noch später ein Fenster für 1-2 Spiele wenn alle zustimmen.

  • Bitte zum Thema Hansi zurück ;)

    Naja, unterm Strich gehts in meinen Beiträgen auch um unseren Cheftrainer.

    Man darf ihn kritisieren, trotzdem steh ich hinter ihm - insbesondere deshalb, weil mir das Geschäft viel zu schnelllebig ist und der Erfolgsdruck viel zu hoch(vorallem bei uns!) ist aber ja, wie vieles kein einfaches Thema.

    Die Leistung in Halbzeit 2 rechtfertigt garnix, kein Trainer alleine, keine Belastung, keine Halbzeitansprache, keine Auswechslung UND keine Einzelleistung eines Spielers.

    Die verlieren das Spiel alle gemeinsam, der Trainer stellt ebenso auch nicht alleine auf sondern bespricht es auch mit seinem Team.


    Wird schon wieder,

    AUF DIE BAYERN!

  • Du darfst auch nicht vergessen, dass B-Baller auf einem Parkett spielen, sodass die Kraftübertragung direkt ist. Auf einem (tiefe) Rasen, hast du deutlich mehr Verluste, was die Kraftübertragung angeht. Es kennt ja jeder, wenn man mal im Sand sprinten möchte. Da kommst du kaum von der Stelle vergleichsweise.

    Im Basketball herrscht aber die Schnellkraft und weitaus weniger Atempause als beim Fussball.

    Mein Verein - Mein Leben - Kämpfen für den Erfolg -