Ivan Perišić

  • Die Bezeichnung „zum FcB passt“, ist abenteuerlich, denn der FcB steht deutlich eher für eine andere Taktik als die von dir präferierte, die man in bestenfalls 4,5 der letzten 30 Jahre praktizierte.


    Das muss ja nicht so bleiben. Die spielbestimmende Mannschaft waren wir die letzten Jahrzehnte eigentlich immer. Dann kam noch die Dominanz dazu.


    Ich hätte auch nichts dagegen, an einer eigenen Handschrift weiter zu feilen. Aber dann darf man nach einen Trainer wie Pep Guardiola halt nicht einen Carlo Ancelotti holen. Das ist wie von Barcelona zu Real Madrid zu wechseln.


    Ich fürchte aber eher, nachdem sich unsere Bosse irgendwie nie richtig entscheiden konnten, ob sie lieber Real oder Barca wären, dass durch den Aufschwung der PL die Unentschlossenheit eher noch steigen wird, sprich: wollen wir Real, Barca, City oder Pool sein...?

  • Interessant.

    Als die gleichen Medien sich unter Pep über die Hispanisierung aufregten, wo waren da deine zustimmenden Posts zu dieser ach so tiefgreifenden Analyse?

  • Klar wenn man die planlosen und mittlerweile völlig überforderten Muppets und ihre zwei Gehilfen kritisiert lebt man auf einer Insel und geht ja nicht ins Stadion :thumbsup:


    Aber anscheinend gefällt euch die Entwicklung und der Rumpelfussball den wir seit Brate, mit ein paar Ausnahmen, hier spielen. Also ab in die AA und schön huldigen.


    Ich finde es erbärmlich was dieser Trainer mit unserem wirklich tollen Kader, unabhängig von der Kadergröße, für einen schlechten Fußball spielen lässt und auch weiter lassen spielen wird.


    Kratzen, Beißen, Gas geben und den Ball lang schlagen ist einfach nicht der FC Bayern und passt halt auch nicht zur Mannschaft. Wieso der mich weiterwurschteln darf ist mirveinfach schleierhaft.


    Aber vielleicht belehrt er uns heute Abend eines besseren.:)

    Alles wird gut:saint:

  • Das muss ja nicht so bleiben. Die spielbestimmende Mannschaft waren wir die letzten Jahrzehnte eigentlich immer. Dann kam noch die Dominanz dazu.


    Ich hätte auch nichts dagegen, an einer eigenen Handschrift weiter zu feilen. Aber dann darf man nach einen Trainer wie Pep Guardiola halt nicht einen Carlo Ancelotti holen. Das ist wie von Barcelona zu Real Madrid zu wechseln.


    Ich fürchte aber eher, nachdem sich unsere Bosse irgendwie nie richtig entscheiden konnten, ob sie lieber Real oder Barca wären, dass durch den Aufschwung der PL die Unentschlossenheit eher noch steigen wird, sprich: wollen wir Real, Barca, City oder Pool sein...?

    Ich glaube nicht, dass wir diese Handschrift brauchen. Du hast mE recht, wir hatten das nie so wirklich, unsere Trainer wurden oft eher danach ausgesucht, dass man einen holte, der explizit für das stand, was beim Vorgänger als suboptimal eingestuft wurde (moderner JK nach OH, Fußballlehrer vG nach JK, Defensivstratege Jupp nach vG, KO-Experte CA nach Pep, Physis-Fan Kovac nach CA).

    Ich finde das aber auch gar nicht tragisch. Real beispielsweise agiert ähnlich und deren sportlichem Erfolg hat das in den letzten Jahren nicht so richtig geschadet.


    Denn es hat nicht nur Vorteile, wenn man sich komplett auf eine Philosophie festlegt. Es hat natürlich Vorteile, gerade was die Durchlässigkeit aus der Jugend anbetrifft oder auch die Kaderstruktur, die nach einem Trainerwechsel nicht stark verändert werden muss.

    Das kann auch zu großen Problemen führen, wie zB bei Barca, die bis heute den Abgang von Xavi und Iniesta, die so essenziell für ihren Fußball waren, nicht kompensieren konnten, weil es diese Spieler einfach nicht in der Form gibt, bzw. wenn, sie nicht zu haben sind.

    Auch sind dadurch manche Schnäppchen schwer realisierbar, da man nur Spieler kaufen kann, die auch ins System passen.

    Dazu läuft man Gefahr, bestimmte Entwicklungen im Fußball zu verpassen, wenn man sich zu stark auf eine Philosophie festlegt, die irgendwann vielleicht überholt ist.


    Ich finde den Weg, den wir bislang beschreiten nicht verkehrt und die sportlichen Erfolge sprechen da mE ziemlich für uns.

  • Ich finde den Weg, den wir bislang beschreiten nicht verkehrt und die sportlichen Erfolge sprechen da mE ziemlich für uns.


    Eigentlich der entscheidende Punkt. Kommt mir aktuell dramatisch zu kurz.


    Mir scheint, dass es "den einen Weg" nicht gibt. Jedenfalls hat noch kein System seine Überlegenheit bewiesen.


    Ganz persönlich gefällt mir aber die Idee, uns tendenziell an Barca zu orientieren.

  • Wie hier schon mehrfach von vielen geschrieben wurde: man kann auch 1-2 titellose Jahre in Kauf nehmen, wenn von Grund auf eine Entwicklung angestoßen wird. Das fängt bei einem jungen Team an und endet mit einem Trainer, der eine Philosophie verfolgt und eine Taktik mitbringt, die zum FCB passt. Ich sehe weder das eine, noch das andere. Wenn überhaupt sind es halbgare Lösungen, wobei ich bei unserem "Trainer" nicht mal von einer halbgaren Lösung sprechen möchte.

    Und ich sehe leider noch nicht mal diese Taktik die zum FCB passt. Allein deshalb weil scheinbar alles was Hoeneß gut findet Rummenigge ablehnt. Solange hier keine EInigkeit herrscht, kann alles andere in der Hierarchieebene wie das von Dir erwähnte junge Team, Trainer usw. gleich wieder vergessen werden. Es bedarf neuer Köpfe die sich einigen können und hinter den gemeinsamen Entscheidungen stehen. Das ist der Grundpfeiler von allem.


    Leider lassen sich auch hier zu viele von den Titeln der letzten Saison leiten. Ein Unternehmen kümmert sich auch selten um den Gewinn des laufenden Jahres sondern muss alles dafür tun dass es mittel bis langfristig anhält. Wer das nicht macht bleibt auf der Strecke. Beispiele gibt es sowohl in der Wirtschaft als auch im Sport genug. Dieser Aspekt wird hier leider bei einigen ziemlich ausgeblendet und ist auch immer wieder Grund für Streit.

  • Eigentlich der entscheidende Punkt. Kommt mir aktuell dramatisch zu kurz.


    Mir scheint, dass es "den einen Weg" nicht gibt. Jedenfalls hat noch kein System seine Überlegenheit bewiesen.


    Ganz persönlich gefällt mir aber die Idee, uns tendenziell an Barca zu orientieren.

    Bis sie mit dem extremen Tiki-Taka anfingen, bin ich da bei dir.

    Früher war Barca für mich das Ziel, das man als FcB anstreben sollte, gerade auch wegen der mes-que-un-club (richtig?) Philosophie.

    Seitdem hat sich Barca aber stark gewandelt. Sportlich sind sie zu einem extremen Tiki-Taka geworden, was ein Fußball ist, der mir gar nicht gefällt. „Menschlich“ haben sie sich auch zu Katar ins Bett gelegt, was ich als ehemaliger BWLer ja nachvollziehen kann, aber halt schwierig finde, wenn ich vorher explizit für Unicef geworben habe.


    Wenn es eine Philosophie wäre, die ich mir wünschen dürfte, dann Liverpool. Oder genau genommen Klopp.

  • Tiki-taka hat es beim FC Bayern aber nie gegeben. Es ist allseits bekannt dass Guardiola das strikt abgelehnt hat.


    Und welche Philosophie hat Liverpool denn? Zuerst jammern dass alle anderen mehr Möglichkeiten haben und dann ein Rekordtransfer nach dem anderen realisieren?

  • Brazzo stellt nichts und niemanden ein.

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  • Klopp müsste mal einen doppelten Canossagang hinlegen bevor er hier akzeptiert wird. mir gefällt sein Fussball nun auch nicht.

    Das Letztere ist auch völlig ok.

    Da würde es seine - schwierige - Aufgabe sein, dich durch Ergebnisse zumindest zu besänftigen. Im Idealfall auch spielerisch zu überzeugen.

    Das mit dem Akzeptieren, da sehe ich Klopp wie Hummels. Da wird mE vieles einfach heißer gekocht als es gegessen wird, er ist speziell hier in einer Bayernhasser-Schublade (sicherlich nicht ganz unverschuldet), so dass nahezu jede seiner Aussage auf die Goldwaage gelegt wird um nach Affronts gegen den FcB zu fahnden.

    ME hat er jeweils einfach nur seinen Verein vertreten und eben auch verteidigt. Und zwar ohne außergewöhnlich übers Ziel hinaus zu schießen sondern alles in dem Rahmen, der einer normalen Rivalität entspricht.

  • Das Letztere ist auch völlig ok.

    Da würde es seine - schwierige - Aufgabe sein, dich durch Ergebnisse zumindest zu besänftigen. Im Idealfall auch spielerisch zu überzeugen.

    Das mit dem Akzeptieren, da sehe ich Klopp wie Hummels. Da wird mE vieles einfach heißer gekocht als es gegessen wird, er ist speziell hier in einer Bayernhasser-Schublade (sicherlich nicht ganz unverschuldet), so dass nahezu jede seiner Aussage auf die Goldwaage gelegt wird um nach Affronts gegen den FcB zu fahnden.

    ME hat er jeweils einfach nur seinen Verein vertreten und eben auch verteidigt. Und zwar ohne außergewöhnlich übers Ziel hinaus zu schießen sondern alles in dem Rahmen, der einer normalen Rivalität entspricht.

    irgendwann wird er wohl hier landen das ist sicher. vielleicht schafft er es sich ja noch weiter zu entwickeln, menschlich wie spielerisch, wie vom BVB zu LFC.

    das muss ich dann Pep zB vorhalten dass ich bei ihm keine grössere Entwicklung sehe als er hier weg und zu City ist.

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  • irgendwann wird er wohl hier landen das ist sicher. vielleicht schafft er es sich ja noch weiter zu entwickeln, menschlich wie spielerisch, wie vom BVB zu LFC.

    das muss ich dann Pep zB vorhalten dass ich bei ihm keine grössere Entwicklung sehe als er hier weg und zu City ist.

    Das ist mE die Crux - aber auch das positiv Besondere - an so Taktikfanatikern.

    Bei ihnen muss zwingend alles zu 100% ihrem Plan folgen und daher sind Veränderungen des Plans deutlich schwerer herbeizuführen. Umgekehrt sind allerdings die Pläne, wenn sie dann aufgehen auch absolut perfekt, was ein eher über die mentale Schiene kommender Trainer wie Klopp nie erreichen kann.

    Ich sehe übrigens spielerisch keine Mega-Entwicklung bei Klopp. Ich bin mir sicher, mit der Qualität, die er jetzt bei Pool hat, hätte er auch beim BvB anders spielen lassen.

    Aber eine Seite mit Schmelzer/Großkreutz zwingt dich halt zu einer bestimmten Art Fußball und die darf nicht allzu viel mit Technik zu tun haben 😉

  • da könnte ja noch was anderes stehen aber damit kann man dann keinen Hass schüren.

    Weißt was mich an Perisic und Co. am meisten stört? Dass Du hier wieder Deinen Rotz absonderst und alle Leute angehst, die mit den Typen nichts anfangen können.

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  • Interessant.

    Als die gleichen Medien sich unter Pep über die Hispanisierung aufregten, wo waren da deine zustimmenden Posts zu dieser ach so tiefgreifenden Analyse?

    Da war aber auch nicht der Trainer offensichtlich vom Team isoliert bei Saisonende - trotz Erreichen der nationalen Saisonziele - spielten wir keinen Grottenfußball, redetete der Trainer auf PKs nicht weinerlichen Müll und bezog er sich nicht auf "mangelnde deutsche Mentalität" im Gegensatz zu der seiner Landsleute und stand er NIE - wie der aktuelle bereits mehrmals - kurz vor dem Rauswurf. Pep hatte die Mannschaft IMMER hinter sich. Kovac doch von der ersten Sekunde an nicht.


    Das sind schon gravierende Unterschiede, die auch Dir klar sein sollten. sind sie wahrscheinlich auch, aber Du willst eben gerne Polemisieren.