UEFA Champions League - Allgemeiner Thread

  • Der Elfmeter gegen Leipzig war ja wieder extrem lächerlich. Das darf auf diesem Niveau einfach nicht passieren. Zum Glück war das am Ende nicht mehr entscheidend.


    Lahoz hat seinem Ruf heute wieder alle Ehre gemacht. Den willst du nicht als Schri haben.

    Absolut, den ersten für Juve fand ich ähnlich schwachsinnig

  • Ist schwarz eine rassistische Beleidigung?


    Wenn er den Namen nicht kannte muss er ihn doch beschreiben. Und wenn es der einzige Schwarze auf der Bank war soll er sagen "der 1.86m große mit offenem reißverschlusssm Parka, mit den blauen Schnürsenkeln"?

    Ich mag mich irren, aber Spieler haben doch Rückennummern. Das hat schon mehr Sinn als nur Marketing.

    0

  • Der Elfmeter gegen Leipzig war ja wieder extrem lächerlich. Das darf auf diesem Niveau einfach nicht passieren. Zum Glück war das am Ende nicht mehr entscheidend.


    Lahoz hat seinem Ruf heute wieder alle Ehre gemacht. Den willst du nicht als Schri haben.

    hat aber eine bereits entschiedene Partie wieder scharf gemacht, mit VAR darf das nicht passieren, schließe mich an

    0

  • Ich hab doch auch gar nichts davon behauptet oder gerechtfertigt, was du mir hier erklärst. Sehe ich schon genauso.aber ich denke das weißt du auch;)


    Mir ging es nur um den Satz "Dass Rassisten rassistische Dinge sagen dürfen". Wollte damit nur ausdrücken, dass halt nicht jeder ein Rassist ist, weil er ein Wort benutzt was jemand anderes als rassistisch empfindet. Ich habe zum Beispiel einen dunkelhäutigen Bekannten der sich selbst, seit ich ihn kenne, nur Ne... nennt. Andere fühlen sich dagegen schon von "farbig" rassistisch beleidigt und neulich habe ich sogar gelesen, dass manche People of colour jetzt auch falsch finden. Es ist da halt wirklich extrem dünnes Eis. Eher so im allgemeinen halt, dass das heute vom Schiedsrichter mindestens dumm war, steht völlig außer Frage.

    Wobei ich People of Colour genauso dämlich finde. Wo ist denn der Unterschied, ob ich eine Menschengruppe als Schwarze oder People of Colour bezeichne? Es ist in beiden Fällen eine Kategorisierung aufgrund äußerer Merkmale. Auch wenn letzteres ja jetzt, warum auch immer, völlig hip ist.


    Das Problem dahinter ist einfach, dass du die Intention dahinter oft nicht erkennst. Einerseits ist nicht jeder, wie du ja sagst, ein Rassist, der aufgrund seiner Sprachgewohnheiten ein entsprechendes Wort verwendet. Gleichzeitig ist das aber eben auch ein Problem, dass das eben so im Sprachgebrauch drin ist.


    Schwieriges Thema. Am einfachsten wäre immer noch, wenn sich jeder nicht so wichtig nehmen würde. Man ist ja auch nur ein Arsch unter über 7 Mrd. #nolivesmatter

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Willst du nicht einfach aufhören, bevor es hier noch peinlicher wird? Oder findest du noch ein paar hanebüchene Erklärungen, warum Rassisten rassistische Dinge sagen dürfen?

    Nur weil man zu einem Schwarzen „Schwarzer“ sagt, ist man kein Rassist.

    Das ist mE nichts anderes als völlig überzogenes pikiert sein, WENN der 4. Offizielle tatsächlich nichts anderes gesagt hat als „der Schwarze dahinten“.

    Wäre er nur 1,50 groß, hätte er vielleicht gesagt: „Der Kleine“.

    Wenn man in einer hektischen Situation jemanden beschreiben muss, dann wählt man eben eins der Merkmale, das ihn von denen drumherum möglichst deutlich abhebt, damit der Gesprächspartner es auch möglichst schnell und eindeutig (und das ist nu wirklich essenziell) zuordnen kann.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • 42 Jahre (im nächsten Monat 43)!.. Und vorhin mit einer nachwievor tadellosen Leistung in der Championsleague!...

    Chapeau Gianluigi!.... Klasse, dass er seine tolle Karriere fortsetzt.... Vor 25 (!) Jahren gab er für den FC Parma in der Serie A sein Profi-Debüt.... Was für eine Ära...

    0

  • Ja, überall nur noch Rassisten, der blonde da drüben, der rothaarige, der mit der spitzen Nase da hinten und der mit den vielen Tatoos erst, alles Rassisten...

    0

  • Nur weil man zu einem Schwarzen „Schwarzer“ sagt, ist man kein Rassist.

    Das ist mE nichts anderes als völlig überzogenes pikiert sein, WENN der 4. Offizielle tatsächlich nichts anderes gesagt hat als „der Schwarze dahinten“.

    Wäre er nur 1,50 groß, hätte er vielleicht gesagt: „Der Kleine“.

    Wenn man in einer hektischen Situation jemanden beschreiben muss, dann wählt man eben eins der Merkmale, das ihn von denen drumherum möglichst deutlich abhebt, damit der Gesprächspartner es auch möglichst schnell und eindeutig (und das ist nu wirklich essenziell) zuordnen kann.

    Die Welt dreht einfach völlig durch. Das ist ja schon Zwangsstörungen. Mittlerweile weiß man gar nicht mehr, wie man sich noch ausdrücken soll, um sich anschließend nicht selbst geißeln zu müssen. rassistische Ausdrucksweisen, Gendering, PoC - da sollte man ein eigenes Schulfach einführen. Und zum Glück läuft ja sonst alles super auf der Welt.

    Ich habe viele Jahre selber aktiv in einer Mannschaft Fußball gespielt, in der ständig 5 - 10 zum Teil immer wieder wechselnde Spieler aus Nationen gespielt haben, in denen die Menschen sehr überwiegend eine dunkle Hautfarbe haben. Da wäre niemand auf die Idee gekommen sich durch sowas beleidigt zu fühlen. Im Gegenteil, da wurden in der Kabine hüben wie drüben teils derbe Witze losgelassen, - da wäre unsere "geistig- moralische Elite" ohnmächtig nach hinten umgekippt. ^^ Für uns war das nie ein Problem, weil wir einfach Kumpels waren.


    By the way - die Mannschaft (Basaksehir) die sich hier so lautstark über Rassismus beschwert, ist die Haus- und Hofmannschaft eines gewissen Herr Erdogan. Weiteres möchte ich dazu nicht ausführen...

  • Ja, überall nur noch Rassisten, der blonde da drüben, der rothaarige, der mit der spitzen Nase da hinten und der mit den vielen Tatoos erst, alles Rassisten...

    Ich nehme mal den Beitrag hier, um das (für mich dann abschließend) aufzugreifen, will da aber eigentlich alle ansprechen, die aktiv oder passiv in der Diskussion waren:


    Keines dieser Merkmale macht jemanden in einer weißen Gesellschaft sein ganzes Leben zum Außenseiter. Zum "Nigger". Vielleicht wird man in der Schule mal gehänselt, weil die Nase spitz oder die Haare rot sind.

    Aber niemand reduziert dich so durchgehend und konsequent darauf.


    Wir leben in einer weißen Gesellschaft und sind dadurch geprägt. Das kann man niemandem zum Vorwurf machen. Es gibt so ca 800.000 "Afrodeutsche" im Land. Also nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung.

    Stellt euch vor, ihr seid in einer schwarzen Gesellschaft Angehöriger einer weißen, sehr kleinen Minderheit. Euer ganzes Leben seid ihr es gewöhnt, deswegen Nachteile zu haben. Es ist nicht schön, dass ihr Nachteile habt, aber ihr könnt euch dagegen auch nicht wehren.

    Dann fangt ihr bei einer Firma an, die sich groß auf die Fahne schreibt, bunt und vielfältig zu sein und euch zu schützen, wenn ihr aufgrund eurer Hautfarbe Nachteile erleidet, diskriminiert werdet oder sogar zum Außenseiter gemacht werdet. Eure Chance, "normaler" Teil der Gemeinschaft zu sein.

    Und irgendwann spricht ein Vorgesetzter, der dafür da ist, diese Gemeinschaft zu schützen und Verstöße zu ahnden, über euch als "der Weiße" da. Das findet ihr nicht okay, weil das Versprechen ein anderes war. Ihr seid Joachim, Hans-Dieter oder Heiko. Nicht "der Weiße da".

    Also sagt ihr, dass eurer Ansicht nach da gegen eine Regel verstoßen wurde und ihr ein Problem damit habt, dass ihr schon wieder "der Weiße" seid.

    Und Rumms - wird diese Diskussion auf einmal von den 99% um euch herum geführt, die auf einmal entscheiden, ob du wirklich ein Problem damit haben kannst. Aber du hast doch gerade gesagt, dass es ein Problem ist? Warum führt nun jemand die Diskussion, der das Problem nicht angezeigt hat?

    Fändet ihr das gerecht?


    Der allergrößte Teil von euch ist wahrscheinlich grundanständig und nicht im Ansatz ein Rassist. Wir finden gut, dass es Antirassismus-Kampagnen gibt, dass Minderheiten geschützt werden und Diskriminierung geahndet wird. Wir sind wahrscheinlich ein Stück Stolz darauf, dass gerade unser Verein antirassistisch und antifaschistisch auftritt und als "Judenclub" zu denen gehört, die nach Möglichkeit für die "gute Seite" kämpfen.


    All das unterstützen wir. Woher also der Reflex bei uns 99%, sofort zu relativieren, zu erklären und zu sagen, dass da doch nix war, wenn tatsächlich mal einer aus dem einen Prozent ein Problem anmeldet? Warum führen WIR sofort die Diskussion? Warum endet der Schutz des "Respect"-Badges auf dem CL-Trikot direkt, wenn tatsächlich mal einer aufsteht und sagt, dass hier etwas nicht stimmt?


    Ich hab keine Ahnung, ob der 4. Offizielle gestern ein Rassist ist oder ob er rassistisch meinte, was er sagte.

    Das ist aber nicht der Punkt. Den Punkt haben Webo und Demba Ba angesprochen. Und die dürfen das als Einzige!


    Man muss sich als Weißer ja nicht jeden Schuh anziehen, und vorauseilender "Schutz" durch irgendwelche Maßnahmen, die keinem schwarzen Menschen helfen, ist völliger Humbug. Das verwäscht die Diskussion und lenkt vom Thema ab.


    Aber hört wenigstens zu und akzeptiert, dass Dinge, die ihr als völlig normal erlebt, für jemanden ein Problem sein kann, das ihr nie, niemals nachempfinden könnt. Es ist schon viel gewonnen, wenn es diesen Reflex nicht mehr gibt, weil dann endlich ankommt, dass Rassismus von denen erlebt und gelitten wird, die betroffen sind.

  • und genau darum geht es. Einfach mal vorher nachdenken was man so von sich gibt. Das ist ein erster Schritt.

    Ja, Ich denke grundsätzlich nach, bevor ich etwas sage. Der Punkt ist, dass ich Menschen mit Worten gar nicht gleichbehandeln DARF, WEIL sie eventuell anders aussehen. Das ist total pervers.


    Damit meine ich: ich muss Menschen anders behandeln, WEIL sie eine andere Hautfarbe haben, auch wenn ich überhaupt keine schlechten Absichten habe. Die Quadratur des Kreises.

  • https://www.eurosport.de/fussb…er_sto8024966/story.shtml


    Eine Konversation zwischen Coltescu und dem ehemaligen Hoffenheim-Stürmer Demba Ba, die über die Stadionmikrofone bestens zu verstehen war, sorgte für Aufsehen. Der 35-Jährige, der seit Januar 2019 beim amtierenden türkischen Meister unter Vertrag steht, versuchte dem Vierten Offiziellen sein Fehlverhalten deutlich zu machen.

    Ba zeigt gesellschaftliches Problem auf

    "Du bezeichnest doch auch keinen weißen Spieler als weißen Spieler, wenn du ihm eine Karte gibst", erläuterte Ba dem Unparteiischen. Der wiederum argumentierte, das Wort "negru" sei in seiner Sprache eine gängige Beschreibung und keinesfalls diskriminierend zu verstehen.

    Im Netz wurde der Stürmer für seine Aktion gefeiert, zeige sein simples Beispiel doch bestens ein in der Gesellschaft tief verankertes Problem auf: die Klassifizierung des Einzelnen


    Jules El-Khatib

    Demba Ba sagt alles was man sagen muss: "Du sagst nie dieser Weiße, sondern dieser Mann". Warum sagen sie also dieser Schwarze, wenn sie einen Schwarzen meinen?" Klare Worte, auch für alle die jetzt auf Twitter sagen, er hat ja nur schwarz gesagt!


    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  • Mal eine Erfahrung aus dem echten Leben:


    Habe gerade bei ZON einen Kommentar gepostet. Ein User stellte die Behauptung auf, dass Menschen mit weißer Hautfarbe auch nicht als "Weiße" bezeichnet werden. Daraufhin habe ich einfach 7 ZON- Artikel verlinkt, die Menschen mit weißer Hautfarbe als "Weiße" verallgemeinern und, by the way, mit noch ganz anderen Attributen pauschalisieren.


    Ergebnis: Kommentar wurde ohne Begründung gelöscht. Der Graben wird tiefer...

  • Ja, Ich denke grundsätzlich nach, bevor ich etwas sage. Der Punkt ist, dass ich Menschen mit Worten gar nicht gleichbehandeln DARF, WEIL sie eventuell anders aussehen. Das ist total pervers.


    Damit meine ich: ich muss Menschen anders behandeln, WEIL sie eine andere Hautfarbe haben, auch wenn ich überhaupt keine schlechten Absichten habe. Die Quadratur des Kreises.

    sicher ein schweres Thema. aber die Duskussion führen halt wieder welche über andere die entscheiden wollen wann was rassistisch ist. siehe eddiedean Beitrag. das haben wir nicht zu entscheiden wer wann beleidigt sein darf.

    0

  • Plädiere da auch eher für Gelassenheit. Grundsätzlich ist es viel wichtiger, was jemand meint, als was er sagt. Zuckersüße, butterweiche Sätze können rassistischer sein als selbst Begriffe wie "Nigger" etc.


    Aber man darf auch nicht ausblenden, dass wir nun mal aus guten Gründen eine Rassismus-Debatte in Europa führen! Und es ist nun mal die Minderheit, die den Schutz der Mehrheit braucht. Insofern sollte der vierte Offizielle nicht überrascht über eine solche Reaktion der beiden Teams sein, unabhängig davon, ob das nun rassistisch motiviert war oder nicht.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • sicher ein schweres Thema. aber die Duskussion führen halt wieder welche über andere die entscheiden wollen wann was rassistisch ist. siehe eddiedean Beitrag. das haben wir nicht zu entscheiden wer wann beleidigt sein darf.

    Ja, ein kaum diskutierbares Thema, weil eben viel zu viele Ebenen vermischt werden. Bei der Aktion gestern fühlen sich Personen persönlich gekränkt, es kann sich auch einfach um ein Missverständnis handeln. Wäre der 4. Offizielle kein Rumäne gewesen, sondern irgendein nicht rumänisch sprechender Mensch, der aber das gleiche in einer anderen Sprache gesagt hätte, wäre vermutlich gar nichts passiert. Es geht eben um das Wort "negru". Blöd gelaufen.


    Auf der anderen Seite, abseits der Persönlichkeiten, haben wir auf der einen Seite Mitarbeiter eines Erdogan- Vereins und auf der anderen Seite Mitarbeiter, die stolz den Staat Qatar repräsentieren. In dem Zusammenhang wirkt der Spielabbruch angesichts, des Wortes "schwarz" einfach überzogen und typisch an den echten Ungerechtigkeiten vorbei, zumal alle dort anwesenden Personen gesellschaftlich vermutlich einigermaßen privilegiert sein dürften.