Resterampe - Allgemeiner Thread

  • Das Rumeiern des Schiris lässt mich die Situation mittlerweile auch anders bewerten. Wenn er nicht innerhalb einer halben Minute eine Entscheidung treffen kann, kann es im Grunde keine klare Fehlentscheidung sein. Denn dann muss es Gründe für und gegen geben, womit man an der vorherigen Entscheidung festhalten müsste.


    Denn das jetzige Vorgehen ist doch erneut nicht der Sinn des VAR. Und unsere Profischiris kriegen es auch in der neuen Saison nicht gebacken. Wäre doch auch mal eine Idee: der Schiri kriegt 30 Sekunden, danach wird der Bildschirm schwarz. In der Zeit muss er entscheiden, ob er eine klare Fehlentscheidung getroffen hat oder nicht.

  • Mich ödet das eigentlich nur noch an. Zumindest in dieser Form ist der "Videobeweis" einfach nur ätzend.


    Stecker ziehen und ohne VB weiter! Sollte man irgendwann eine andere Technik, einen andern Ansatz finden, ok. Aber so...?

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Denn das jetzige Vorgehen ist doch erneut nicht der Sinn des VAR. Und unsere Profischiris kriegen es auch in der neuen Saison nicht gebacken. Wäre doch auch mal eine Idee: der Schiri kriegt 30 Sekunden, danach wird der Bildschirm schwarz. In der Zeit muss er entscheiden, ob er eine klare Fehlentscheidung getroffen hat oder nicht.

    Das wäre im Sinne der "klare Fehlentscheidung"-Methodik, ansonsten aber relativ bescheuert, wie ich finde. Am Ende sollte es doch darum gehen, dass der Schiri die richtige Entscheidung trifft wenn er sich das Video sowieso schon anschaut. Wenn man dann an der Fehlentscheidung festhält nur weil man mit Gewalt irgendein völlig beliebiges Prinzip durchsetzen will, kann man sich die Nummer auch ganz sparen.

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  • Das wäre im Sinne der "klare Fehlentscheidung"-Methodik, ansonsten aber relativ bescheuert, wie ich finde. Am Ende sollte es doch darum gehen, dass der Schiri die richtige Entscheidung trifft wenn er sich das Video sowieso schon anschaut. Wenn man dann an der Fehlentscheidung festhält nur weil man mit Gewalt irgendein völlig beliebiges Prinzip durchsetzen will, kann man sich die Nummer auch ganz sparen.

    Wenn ich allerdings eine halbe Stunde benötige um mir die Szene wieder und wieder anzuschauen, wird man am Ende immer auch Gründe finden, warum die getroffene und scheinbare korrekte Entscheidung doch eine Fehlentscheidung war. Ich meine damit auch nur die 50:50 Entscheidung.


    Klare Fehlentscheidungen erkennt man innerhalb des Bruchteils weniger Sekunden. Das zeigen die Schiris ja auch regelmäßig. Wenn ich aber ewig brauche, muss es Gründe für eine pro und contra Entscheidung geben. De facto kann ich als Schiri dann gar keine richtige Entscheidung treffen. Das beste Beispiel ist doch der gestrige Elfmeter. Mach eine Umfrage unter Fussballfans und das Ergebnis wird vermutlich bei 50:50 (+/- 3) landen.

  • Wenn man die klare Fehlentscheidung als maßgeblich zu Grunde legt, muss es Elfmeter geben, da das die erste Entscheidung war. Ob man dann auch keinen Elfmeter hätte geben können, darf dabei keine Rolle spielen. Es geht ja dann nicht um die Frage: Ist es eher Elfmeter oder eher kein Elfmeter?, sondern um: Ist es tatsächlich kein Elfmeter?


    Der VAR sollte die klaren Fehlentscheidungen elimiieren. Das war ursprünglich mal die Absicht.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Mich ödet das eigentlich nur noch an. Zumindest in dieser Form ist der "Videobeweis" einfach nur ätzend.


    Stecker ziehen und ohne VB weiter! Sollte man irgendwann eine andere Technik, einen andern Ansatz finden, ok. Aber so...?

    Nö.


    Es ist kein "Videobeweis", sondern ein Assistent, so wie die beiden mit der Fahne, und genau so sollte er auch betrachtet werden.

    Das Wort "Beweis" schürt die Erwartunghaltung einer 100%-richtig-Quote, die niemals erfüllt werden kann, egal mit welcher Technik und welchem Ansatz.



    Unterm Strich geht es darum mehr (nicht 100%, aber mehr) Fairness zu schaffen.


    Und wenn eine Entscheidung offensichtlich falsch ist, dann ist es im Sinne der Fairness absolut richtig diese mit Hilfe des VAR zu korrigieren.


    Problem ist die Umsetzung. Im Fußball gibt es nunmal oft enge Entscheidungen, die in beide Richtungen ausgelegt werden können. An diesen engen Kisten mit den Bildern Minutenlang rumzudoktorn ist der Fehler im System.



    Klare Fehlentscheidungen = Korrigieren mittels VAR.

    Enge Situationen, bei denen es Auslegungssache ist = Erste Entscheidung des Schiris auf dem Feld bleibt.

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  • Wurde gut und mit dem Schiri im Doppelpass besprochen.

    Ist für mich auch do stimmig.

    Tore und 11er werden immer überprüft.


    Wie die Zeiten für die Beurteilung hier aufgetaucht werden ist schon lustig. 3 Minuten vom Pfiff an. Ab VAR 90 Sekunden und durchschnittliche VAR Zeit sind 74 Sekunden.

    Spannend die Zeiten mal zu hören.


    Letztendlich ist eine, meiner Meinung nach, falsche Entscheidung korrigiert worden.

  • Ich sehe es wie viele andere hier so: es war kein KLARE Fehlentscheidung, also hätte der VAR sich raushalten sollen, fertig.


    Wenn der VAR die Kommunikationstaste drückt um mit dem Feldschiri zu sprechen, müsste ihm in weißer Schrift auf rotem Hintergrund auf allen seinen Bildschirmen vor seiner Nase erstmal eine Ja/Nein Auswahl aufpoppen mit der Frage: "War das jetzt eine KLARE Fehlentscheidung?" damit der eigentliche Sinn seines Tuns nochmal in die Denkmurmel geschrieben wird.

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  • Wir sind mittlerweile bei 74 Sekunden durchschnittliche Entscheidung in Sachen Videobeweis angekommen.


    74 Sekunden! Das ist genau das, was die meisten in der Form doch nie wollten.


    Ich bin da in der Sache eher bei fan11885 Die Technik sollte nur noch bei 100% Entscheidungen eingesetzt werden. Die Torlinientechnologie bspw. hat nur Vorteile gebracht, das kann ich beim VAR leider nicht erkennen.


    Ich hoffe, dass die neue Abseitstechnologie bei der WM ebenfalls wie die Torlinientechnik Vorreiter sein kann und zumindest dahingehend kaum noch Diskussionen bieten kann.


    Bei Fouls wie gestern bei dem der Schiri das Foul bewertet und eine Entscheidung getroffen hat, sollte der VAR hingegen komplett abgeschafft werden. Hier gibt es bei 10 Entscheidungen 100 verschiedene Meinungen. Das ist dann eben keine Tatsachenentscheidung und dient dem Sport einfach mal überhaupt nicht.

  • Es ist kein "Videobeweis", sondern ein Assistent, so wie die beiden mit der Fahne, und genau so sollte er auch betrachtet werden.

    Das Wort "Beweis" schürt die Erwartunghaltung einer 100%-richtig-Quote, die niemals erfüllt werden kann, egal mit welcher Technik und welchem Ansatz.

    Mein Reden!


    Weswegen ich den Begriff, wenn ich es nicht gerade vergesse, in Anführungszeichen schreibe.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Elfmeter werden immer überprüft, werden doch aber auch nur zurückgenommen, wenn die Entscheidung eindeutig falsch ist. Oder liege ich da falsch?

    Wie ich das verstehe, soll der Kölner Keller nur bei klaren Fehlern eingreifen.


    Dass sich der Schiri, wenn Köln sich meldet und er sich die Szene anschaut, dann die Zeit nimmt, die seiner Meinung nach zutreffende Entscheidung zu fällen, ist für mich nachvollziehbar.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Wenn ich allerdings eine halbe Stunde benötige um mir die Szene wieder und wieder anzuschauen, wird man am Ende immer auch Gründe finden, warum die getroffene und scheinbare korrekte Entscheidung doch eine Fehlentscheidung war. Ich meine damit auch nur die 50:50 Entscheidung.


    Klare Fehlentscheidungen erkennt man innerhalb des Bruchteils weniger Sekunden. Das zeigen die Schiris ja auch regelmäßig. Wenn ich aber ewig brauche, muss es Gründe für eine pro und contra Entscheidung geben. De facto kann ich als Schiri dann gar keine richtige Entscheidung treffen. Das beste Beispiel ist doch der gestrige Elfmeter. Mach eine Umfrage unter Fussballfans und das Ergebnis wird vermutlich bei 50:50 (+/- 3) landen.

    Das ganze krankt einfach daran, dass es damit steht und fällt, ob der Schiedsrichter zuerst pfeift oder nicht UND dann bewertet. Pfeift er nicht, der Schiedsrichter schauts sich dann nochmal an und bleibt bei seiner Entscheidung, ist es genauso wenig eine klare Fehlentscheidung wie im aktuellen Fall. Das Problem ist einfach, dass er das Ding erstmal gepfiffen hat. Denn das fand ich bereits falsch, denn es war klar zu sehen, dass der Torwart zwar mit der Hand den Fuß streichelt, aber das kann nie und nimmer der Grund sein, damit der Frankfurter abhebt, um Richtung Mars zu fliegen. Dieses "Kontakt war da" finde ich auch für völlig absurd. Wird so ja auch immer nur im 16er diskutiert, was diese ganze Elfersituationen eh oft ins Absurde führt.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Das Komische aber ist doch:


    Vor der Einführung galten die deutschen Schiris mehr oder weniger als Oberklasse, als Verkörperung des A und O.


    Dann kamen große internationale Turniere, und, was wurde da vorher gemutmaßt, "au weia, irgendwelche noch nicht mal Vollprofis aus irgendwelchen Fußballentwicklungsländern als VAR (oder Schiri), was wird das für Horrorentscheidungen geben", "Schiris aus kleinen Verbänden, die nie mit den großen Mannschaften zu tun hatten, wie soll das denn funktionieren..." usw. usf.


    Und was war? Das Ganze lief unspektakulär, und wesentlich ruhiger ab. Im Gegenteil, das Zusammenspiel zwischen VAR und Feldschiri lief objektiv betrachtet (ja, mit 1 oder 2 Ausnahmen, ich weiß) wesentlich besser.


    Nochmal, der Punkt, dass der VAR nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen sollte, ist doch eigentlich gar nicht so schwer zu behandeln, aber gerade die Bundesliga macht daraus eine stete Quelle wöchentlich heftiger Diskussionen.


    Wenn aber es darauf hinaus läuft, dass der Schiri sich x-Mal Standbild 12 bis 17 von Kamera A mit Neigungswinkel Alpha aus Sekunde yz anschauen muss, um dabei zu überlegen: "Hm, war das jetzt gerade von mir eine KLARE Fehlentscheidung oder nich?" dann läuft ganz gewaltig was schief!

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  • Der Schiri hatte es, laut eigener Aussage, im Spiel so gesehen das der Torhüter das Bein / den Fuß weggerissen hat.


    Warum auch immer er zu dieser Ansicht kam.


    Das war eine klare Fehldeutung. Dann wurde lediglich geschaut ob es elfmeterwürdig war oder nicht. Nur weil er fälschlicher Weise ein wegreißen wahrgenommen hat bedeutet das ja nicht das es nicht trotzdem auch ein 11er gewesen wäre.


    Also war die Wahrnehmung eindeutig falsch und man hat die Zeit für das wirklich passierte zur Überprüfung genutzt.


  • Auf den ersten Blick sieht das so aus, als wären wir einfach nur unfähig, mit dem System umzugehen. Aber siehe es mal so:


    Wenn dein Navi beschissen ist, du aber nur ganz selten mal auf dein Navi schaust, bekommst du logischerweise auch nur ganz selten mal den falschen Weg angezeigt. Das macht dich aber nicht zum besseren Nutzer, und schon gar nicht das Navi besser.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Nach der "klare Fehlentscheidung" Logik brauchst du eigentlich keinen Monitor am Spielfeldrand, denn eine glasklare Fehlentscheidung sollte nicht noch geprüft werden müssen

    Man fasst es nicht!

  • Mich ödet das eigentlich nur noch an. Zumindest in dieser Form ist der "Videobeweis" einfach nur ätzend.


    Stecker ziehen und ohne VB weiter! Sollte man irgendwann eine andere Technik, einen andern Ansatz finden, ok. Aber so...?

    Nur weil der D das nicht hinkriegt? In anderen Ländern läuft das doch recht gut. Fehler wird es immer geben. Aber schon seltsam, dass bei WM oder EM weniger davon begangen werden als in der BL...


    Ausserdem: wenn ich das 3. Tor des BVB hernehme, wo der Spieler im Abseits direkt vor der TW steht und das Tor trotzdem gilt ist das ja kein Fehler...sonder klare Absicht.

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  • Wenn ich allerdings eine halbe Stunde benötige um mir die Szene wieder und wieder anzuschauen, wird man am Ende immer auch Gründe finden, warum die getroffene und scheinbare korrekte Entscheidung doch eine Fehlentscheidung war. Ich meine damit auch nur die 50:50 Entscheidung.


    Klare Fehlentscheidungen erkennt man innerhalb des Bruchteils weniger Sekunden. Das zeigen die Schiris ja auch regelmäßig. Wenn ich aber ewig brauche, muss es Gründe für eine pro und contra Entscheidung geben. De facto kann ich als Schiri dann gar keine richtige Entscheidung treffen. Das beste Beispiel ist doch der gestrige Elfmeter. Mach eine Umfrage unter Fussballfans und das Ergebnis wird vermutlich bei 50:50 (+/- 3) landen.

    Ich fand seine Erklärung schlüssig.

    Im Spiel war er der Meinung, dass der tw dem F (ich weiß nicht, wie er hieß) das Bein weggezogen hätte.

    Also musste er sich die Szene aus jedem Blickwinkel ansehen um zweifelsfrei festzustellen, dass diese Wahrnehmung eben falsch war. Und zwar eindeutig falsch.

    UND dann noch, ob nicht der Kontakt dennoch für einen 11er reicht.

    Beides hat er für sich als nicht elfmeterwürdig empfunden.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind