Warum der Protest gegen RB Leipzig richtig ist - RB steht für Red Bull!

  • Immer wieder die gleiche Diskussion.

    Wer den "ehrlichen" Vereinsfußball liebt und haben will, der sollte sich nicht mit dem Profifußball beschäftigen!

    Denn da reagiert nun mal das Geld. Der eine hält sich einen Verein als Hobby und schmeißt den mit Geld zu a la ManCity, PSG, Juve oder Chelsea.

    Der nächste will seinen alten Heimatverein groß rausbringen und schmeißt den mit Geld zu a la Hopp - der braucht keine Werbung mehr und will auch nicht mehr verdienen.

    Der Nächste fördert seine Werksvereine und wenn er sich an entschließt nur noch einen seiner Vereine zu fördern, geht beim anderen eben das Licht aus - KFC Uerdingen vormals Bayer Uerdingen lässt grüßen.
    Das ach so tolle 50+1 trickst heute doch jeder Jurastudent im 2. Semester aus.

    Der KFC Uerdingen hat seine Profiabteilung in eine GmbH ausgegliedert, die zu 97,5% einer Event-GmbH gehört. Der Verein hält die verbleibenden 2,5% und hat "natürlich" die Stimmenmehrheit in der GmbH - 50+1 alles gut!!!

    Der Präsident des Vereins ist ein gewisser Herr Ponomarev, der im Verein die Fäden zieht. Die Event-GmbH, der 97,5% der Profis gehören , ist zu 100% im Besitz eines gewissen Herrn Ponomarev. Der Unterschied zu Red Bull ist wo?

    Ohne Geld läuft heute eben nichts mehr. Wo sind denn die diversen Traditionsvereine aus den verschiedenen Sportarten nach dem Ausstieg ihrer Sponsoren geblieben. BSC Saturn Köln - Basketball existiert nicht mehr; HSV Handball, CL-Sieger verschwindet nach der Insolvenz in die Oberliga und hat sich jetzt mühsam wieder bis in Liga 2 hochgearbeitet, Athetico Madrid Handball - Insolvenz und von dr Bildfläche der CL-Teilnehmer verschwunden.

    SB Rosenheim, SC Riessersee und, und, und.

    Die Liste kann man quer durch die Sportarten beliebeig fortschreiben.

    Wo wäre denn der EHC München ohne Red Bull? Wohin hat der der Größenwahn eines Wildmoser die Giesinger hingebracht und wo wären sie ohne ihren Ismaek - vermutlich in der Oberliga.

    Insofern ist RB wenigstens noch ehrlich und sagt - Profifußball ist ein Geschäft und sonst nichts.

    Und Fußball spielen können die Leipziger.

    "Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

  • Jetzt hast du in einem langen Beitrag dargestellt, wie die Situation im Profisport sich aktuell darstellt. Es gibt aber wohl keinen, der das irgendwie in Zweifel zieht.

    Nur weil es momentan so ist wie von dir geschrieben muss mir das aber nicht gefallen. Und wenn es mir nicht gefällt, habe ich das Recht dagegen zu protestieren, egal ob das irgendeine Aussicht auf Erfolg hat.

  • Rauschberg , hopp passt da nicht ganz so gut rein, denn er wollte vor allem für die Region etwas tun. Da aber alles, was Rang und Namen (zumindest so was in der Richtung) hatte, ablehnte, wandte er sich eben an einen kleinen Club aus der Heimat.


    Zu Red Bull: ich bin zwiegespalten. Zum Einen teile ich die Ansicht von bayernfan_89 , dass sie eben nur wegen dem Kommerz „entstanden“ sind und finde das auch nicht dolle, auf der anderen Seite muss man mE einfach konstatieren, dass sie sowohl für die Region Leipzig als auch für die Attraktivität der BuLi gut sind und ein gutes Anschauungsprojekt, wie man mit einem guten Plan Finanzmittel sinnvoll einsetzen kann.


    Denn gerade aktuell sieht man in Liga 2 ein paar „Traditions“-Vereine, die auch über durchaus respektable finanzielle Mittel verfüg(t)en und trotzdem seit Jahren es nicht schafften, der Liga mehr beizusteuern als die Mauerblümchen aus Mainz oder Freiburg.


    Daher: ich denke, man sollte sie für ihren Job respektieren und auch ihre Rolle in der Liga wertschätzen, mögen werde ich sie dennoch nie.

    Da helfen natürlich auch Frontmänner wie Rangnick nicht gerade.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Jetzt hast du in einem langen Beitrag dargestellt, wie die Situation im Profisport sich aktuell darstellt. Es gibt aber wohl keinen, der das irgendwie in Zweifel zieht.

    Nur weil es momentan so ist wie von dir geschrieben muss mir das aber nicht gefallen. Und wenn es mir nicht gefällt, habe ich das Recht dagegen zu protestieren, egal ob das irgendeine Aussicht auf Erfolg hat.

    Na klar kann man protestieren - die Frage ist doch nicht, ob man das gutheißt, sondern warum das, was bei dem einen Verein ohne nähres Hinsehen akzeptiert wird, beim andern immer gleich zum Aufschrei führt.

    Wenn der Geschäftsführer einer Profiabteilung, die als KgaA börsennotiert ist, über einen Mateschitz und einen Hopp abledert, wohl wissend, dass seinem eigenen Verein nicht einmal mehr 6% der Profiabteilung gehören, dann ist das scheinheilig. Wer protestiert denn gegen Wolfsburg, wo ohne VW schlagartig die Lichter ausgehen. Bei Bayer hat man es auch drangegeben, obwohl die sich auch noch selber Werksclub nennen.

    Wer protestiert in Uerdingen - keiner!

    Schalke, der Malocherverein, wo ohne Gazprom und Tönnies auch nichts läuft.

    Überall der gleiche Scheixx, aber RB - die sind ja so böse, da muss man protestieren.


    Ich bin ja froh, dass wir auch dank der Aufbauarbeit eines Uli Hoeneß, das alles sowieso nicht nötig haben.

    Wir könnten ja immer noch knapp 25% mehr Anteile verkaufen und hätten immer noch die Mehrheit - und was diese knapp 25% wohl wert sind.

    "Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

  • Ein Thema, über das man endlos streiten kann, weil es völlig unterschiedliche Herangehensweisen gibt. Die einen geben sich als Realisten, für die ist das halt Business und es geht nur um guten Fußball, egal wie er zustande kommt. Dabei wird auch oft so getan, als würden die Leute, die ein Problem mit Konstrukten wie RB Leipzig haben an der Realität vorbei leben. Aber nur weil etwas so ist, wie es halt gerade ist, heißt das ja nicht, dass man das unwidersprochen hinnehmen muss und nicht dagegen protestieren darf. Jedem "Traditionalisten" ist klar, dass Fußball ein Business ist, für viele Fans, geht es aber um mehr als am Wochenende einer Millionentruppe bei Fußballspielen zu zugucken. Es geht um dieses Gefühl, dass jeder kennt der ein Stadion betritt, um die Identifikation mit dem Verein, die Geschichten, die man rund um den Verein erlebt, die Geschichte des Klubs, alte Helden die durch die Fans bis heute weiterleben, Freundschaften, der Zusammenhalt in guten und schlechten Zeiten, dass Gefühl im Verein mit Gleichgesinnten verwurzelt zu sein und und und...


    Das alles wird es bei Konstrukten wie RB nie geben, auch in 50 Jahren nicht, weil das alles dort künstlich erschaffen wurde. Für alle, die da am Wochenende im Stadion sitzen und ihre Red-Bull Fähnchen schwenken, ist das alles nämlich nur mittel zum Zweck um Spitzensport vor der eigenen Haustür aufzusaugen. Jedem einzelnen ist es völlig wumpe ob der Verein Red Bull oder rosa Einhörner heißt und das macht es Unmöglich eine Basis zu wie bei den anderen Vereinen zu schaffen. Die werden ihre sportlichen Erfolge haben, die werden auch ihr Stadion füllen, aber sobald es irgendetwas besseres in der näheren Umgebung gibt, werden ihnen wieder alle den Rücken kehren.


    Das sich die DFL und der DFB an der Nase herumführen lassen bezüglich, des Namens, des Logos und der Vereinsmodalitäten und damit Vereine die sich wirklich an die Regeln halten vor den Kopf gestoßen werden, lasse ich jetzt mal außen vor.


    Einer der besten Beiträge zu diesem Thema!


    Merci.

  • ca. 750.000.000 Euro

    Deswegen ja! Ein Rummenigge sagt ja nicht umsonst, dass er sehr gut mit aber auch ohne 50+1 leben kann, denn der kennt die Zahlen ja auch.

    "Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)

  • Rauschberg , hopp passt da nicht ganz so gut rein, denn er wollte vor allem für die Region etwas tun. Da aber alles, was Rang und Namen (zumindest so was in der Richtung) hatte, ablehnte, wandte er sich eben an einen kleinen Club aus der Heimat.

    Fast - Hoffenheim ist nicht irgendein kleiner Club aus seiner Heimat, sondern der Verein in dem ein Hopp selbst gespielt hat.

    Für die Region hat er zudem seine Stiftung gegründet. Und 3,5 Milliarden aus seinem Privatvermögen als Grundlage für die Stiftung - muss man erst mal machen.

    Und jetzt komm mir keiner mit der berühmten Steuerersparnis - Jemand der immer noch ein Privatvermögen von knapp 10 Mrd € hat und über 70 ist, der muss nicht zwingend Steuern sparen.

    "Das hätte heute auch acht- oder neunstellig für uns ausgehen können." (M. Arnautovic)