• Ein Steuersystem, das ab einem gewissen Einkommen an 100 Prozent heranreicht, wäre mir sogar noch lieber. Dann können die Jungs gar nicht genug verdienen.


    Ansonsten ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis wir den ersten Einkommensmilliardär kicken sehen. Und wer will das schon...?

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Ein Steuersystem, das ab einem gewissen Einkommen an 100 Prozent heranreicht, wäre mir sogar noch lieber. Dann können die Jungs gar nicht genug verdienen.


    Ansonsten ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis wir den ersten Einkommensmilliardär kicken sehen. Und wer will das schon...?

    Wo ist das Problem? So lange unfair Management konsequent bestraft wird und die Gelder nicht aus verrückten Scheich oder Oligoplisten Kapitaleinlagen kommen?


    Bei einer steilen Progression und höheren Steuersätzen bin ich bei Dir.

    0

  • Nur noch Paris, City, Chelsea (und der US ManU) kaufen mit Non-Fussball Geld.

    Ach, die TV-Gelder in England haben nichts mit Fussball zu tun? Chelsea hat bis jetzt noch keinen Spieler gekauft und noch ein sattes Plus bei den Transfers. Paris hat zwei Spieler gekauft und ansonsten nur ablösefreie Spieler geholt.

    0

  • Real sieht mir jetzt auch nicht gerade nach freiem Fall aus, wenn sie einem Alaba 25 Mio. im Jahr zahlen.


    Ich sehe einfach nicht die große Masse an Clubs, die daraus einen Vorteil ziehen würde. Die Clubs, die die Monstergehälter zahlen würden ihren Wettbewerbsvorteil uns gegenüber verlieren, und den Clubs die sich das eh nicht leisten können ist es im besten Fall egal, ob das Gehalt von Mbappe bei 20 oder 50 Millionen liegt. Im Zweifel sind sie wahrscheinlich sogar eher dagegen, weil die reichen Clubs dann noch mehr in ihren Mannschaften wildern können. Oder denkt jemand dass die BuLi-Vereine sich für ein Salary-Cap aussprechen würden damit der FC Bayern seinen Topstars weniger zahlen muss und dafür noch die Mannschaft verstärken kann?

    0

  • Dafür hat Kalle sich auch ständig ausgesprochen, hat der sich dann auch lächerlich gemacht?


    Das eine Gehaltsobergrenze nicht realistisch ist, weil ähnlich wie beim FFP, immer neue Lücken gefunden werde würden ist klar. Angesichts der Spirale in dem sich „der Fußball“ befindet ist es aber sicher ein Mittel das zumindest teilweise Wirkung zeigen könnte.

  • Barca konnte beim LaLiga FFP des payroll caps keine Lücke finden, uns musste deshalb Messi ziehen lassen.


    Das ist das beste Beispiel das ein FFP wenn richtig implementiert und umgesetzt funktioniert

  • Wo wir wieder bei unserem Lieblingsthema sind;)


    Her mit der Superliga. Denn nur bei gleicher Einnahmeverteilung macht ein Cap Sinn. Und nur innerhalb eines Wettbewerbes.

    Deine Forderung würde schlicht eine Kapitulation vor der Maßlosigkeit und Verantwortungslosigkeit bedeuten.

    Höher, schneller, weiter für ein paar mehr Jahre. Eingetauscht für sämtliche fußballerische Fan-Identität.

    Um am Ende doch zu implodieren und festzustellen, dass vom "Peoples Game" nicht mal ein kleiner Rest übrig ist und die, die es verbockt haben, mit vollen Taschen über alle Berge sind.

  • Deine Forderung würde schlicht eine Kapitulation vor der Maßlosigkeit und Verantwortungslosigkeit bedeuten.

    Höher, schneller, weiter für ein paar mehr Jahre. Eingetauscht für sämtliche fußballerische Fan-Identität.

    Um am Ende doch zu implodieren und festzustellen, dass vom "Peoples Game" nicht mal ein kleiner Rest übrig ist und die, die es verbockt haben, mit vollen Taschen über alle Berge sind.

    Klar, es ist eine Kapitulation. Aber bisher gibt es nunmal keine Gegenvorschläge, die mehr Sinn ergeben und den Patienten mittelfristig am Leben erhalten.


    Lieber ein Ende mit Schrecken, in aller Ehrlichkeit, als weiter dieser Schrecken ohne Ende mit verschlossenen Augen.

    0

  • Wo sollen wir mit Bochum/Fürth und gleichzeitig mit Real/PSG einen gemeinsamen Cap finden, der beiden Wettbewerben dienlich ist?

    Warum hast Di ein Problem damit das man grundsätzlich Clubs dazu verpflichtet nicht mehr als zB 60% der Einnahmen für Gehälter zu verwenden? Das sollte eigentlich für jedermann verständlich sein.

    Dies kombiniert mit den komplexeren Regularien des UEFA FFP ergäbe einbauten mix.

    Vor der Corona Krise gab es ka schon gute Fortschritte.

    Das was PSG ManCity und Chelsea derzeit machen ist rein liquiditätsabhängig muss aber per 6/2022 in Einklang mit FFP gebracht werden.

  • Das ganze ist ja ein öffentlicher Wettbewerb, keine freie Marktwirtschaft, es gibt ja auch Regeln, wie Geld und Rot verteilt werden. Warum keine Regeln, woher das Geld kommen und prozentual verteilt werden darf, für Gehälter und Transfers? Wenn ein Billionary dann unbedingt 1Mrd investieren will - voila. Soll er das modernste Station der Welt bauen und die teuerste Jugendakademie - aber in den Verteilerschlüssel von Einnahmequellen und prozentualen Ausgaben für Gehälter und Transfer kann auch er nicht eingreifen. Kreativität und Spielraum in der Ausgestaltung wären kein Problem. Das Paket - besser.

  • Klar, es ist eine Kapitulation. Aber bisher gibt es nunmal keine Gegenvorschläge, die mehr Sinn ergeben und den Patienten mittelfristig am Leben erhalten.


    Lieber ein Ende mit Schrecken, in aller Ehrlichkeit, als weiter dieser Schrecken ohne Ende mit verschlossenen Augen.

    es gibt nicht nur Gegenvorschläge sondern gelebtes FFP in LaLiga mit toughen payroll caps die einen Barca Vertrag mit Messi unmöglich machen.


    Wozu braucht man eine Superleague die nichts anderes macht?

  • war das mit der Salary Cap nicht bei der EU gescheitert und man wollte/hat dann das FFP implementiert..

    eine Salary Cap finde ich sehr problematisch.. das kann nur in einem geschlossenen kreis funktionieren (sie US-Sportarten).. aber auch da gibt es dann gesetzliche Ausnahmen die das möglich machen..

    Das FFP richtig angewendet und ohne Schlupflöcher wäre sehr dienlich.. aber wenn man sieht wie PSG die Euros raushaut und selbst wir mehr als zurückhaltend sind und betonen, dass wir sparen müssen, dann passt irgendetwas nicht..

    so lange City, PSG mit Scheichkohle zugeschüttet werden und es die UEFA dann letztendlich doch nicht interessiert bleibt es schwierig.. und das mal Barcelona mal nicht mehr kann ist ja fast schon eine Sensation..

    Ein Sieg der Bayern und der Tag ist mein Freund

  • Das was PSG ManCity und Chelsea derzeit machen ist rein liquiditätsabhängig muss aber per 6/2022 in Einklang mit FFP gebracht werden.

    Du kennst aber schon die Transferbilanz von Chelsea in diesem Jahr ?

    Unter dem Strich haben wir wahrscheinlich mehr an Ablösen ausgegeben als Chelsea in diesem Transferfenster.

  • Du kennst aber schon die Transferbilanz von Chelsea in diesem Jahr ?

    Unter dem Strich haben wir wahrscheinlich mehr an Ablösen ausgegeben als Chelsea in diesem Transferfenster.

    Aktuell ist es so. Allerdings gehe ich davon aus, dass Chelsea nochmal auf dem Transfermarkt zuschlagen wird.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Bin mir nicht so sicher ob man sich zu diesem Zeitpunkt überhaupt ein Urteil über Kahn erlauben kann. Aber einige Dinge erscheinen schon so; nämlich das Kahn (noch) nicht so entscheidungsfreudig ist.

    Dazu fände ich es merkwürdig wenn Kahn im sportlichen Bereich alles Salihamidzic überliesse und erst am Ende des Prozesses beim Vertragsabschluss Einfluss nähme. Denn dann kann man auch einen erfahrenen CEO wie zB Seifert dahin setzen, der mehr Erfahrung im unternehmerischen aber weniger sportlichen Bereich hat.

    Betrüblich finde ich den Hinweis das Kahn zwei Mitarbeiter von Unternehmungsberatern eingestellt hat. Damit werden natürlich einige Abläufe im Nachhinein klar. Cover your arse ist nicht unbedingt hilfreich. Also wenn es das ist was Kahn sein will, ein unternehmerischer CEO mit Unterstützung von Hainer und den Unternehmensberatern, dann wäre es sehr enttäuschend. Salihamidzic den sportlichen Part(auch wenn er nominell als SportVS so definiert ist), halte ich für sehr gewagt.
    Ich fände es richtig den Club im wirtschaftlichen Bereich weiter auszubauen und zu stärken. Nur das nützt alles nichts wenn es im sportlichen Bereich hakt.
    Hoffentlich ist das gezeichnete Bild, das von einigen Eindrücken unterstützt wird, nicht richtig oder nur eine Momentaufnahme und Kahn nimmt in sportlichen Entscheidungen zukünftig mehr Einfluss.


    SB


    Der eigentlich eher belanglose Supercup hatte für die Bayern vergangenen Dienstag eine so große Bedeutung wie noch nie.

    Es war der erste Titel für Trainer Julian Nagelsmann (34). Und der erste Titel für die neue Führung mit den Vorständen Oliver Kahn (52) und Hasan Salihamidzic (44) und Präsident Herbert Hainer (67).

    Karl-Heinz Rummenigge (65) hat Kahn eineinhalb Jahre eingearbeitet. Den Supercup verfolgte er zu Hause in Grünwald vor dem Fernseher. Und war zufrieden: Zumindest für den Moment hat es geklappt, das Titel-Gen auf die nächste Generation zu vererben.

    Trotzdem ist klar: Die Lücke, die Rummenigge und zuvor Uli Hoeneß hinterlassen haben, ist groß. Kahn nimmt sich gar nicht erst vor, sie alleine zu schließen. Er will als Teamplayer agieren, mit Hainer und Salihamidzic an seiner Seite, alles im Dienste des Projektes „Mia san mia 2.0“.

    Als wäre es nicht schwer genug, muss er auch noch ein Corona-Loch kompensieren. Die Pandemie hat – Stand jetzt – 150 Mio. Euro Einnahmen gekostet.
    Kahn ist nominell als Vorstandsvorsitzender Rummenigges direkter Nachfolger. Aber er interpretiert seine Rolle anders. Der auf dem Platz oft so emotionale Kahn agiert als CEO mit kühlem Kopf.

    Im Vergleich zu seinem Vorgänger sieht er sich mehr als Unternehmens-Boss denn als Chef eines Fußballklubs. Kahn sagt im Vereinsmagazin „51“: „Es war ein ganz entscheidender Punkt in meinem Lebensweg, als ich nach dem Ende meiner Karriere festgestellt habe: ‚Ich komme so wie bisher nicht weiter. Wenn ich mich weiterentwickeln möchte, muss ich mit meiner Spielerzeit abschließen.‘“

    Kahn hätte im zweiten Stock der Bayern-Geschäftsstelle Rummenigges Büro mit Blick auf den Trainingsplatz beziehen können. Aber er schaut bislang weiterhin zur Straße raus. Vom Rasen ist er wahrscheinlich schon jetzt weiter entfernt, als Rummenigge es je war.

    Kahn ist akribisch. In Verhandlungen geht er nie unvorbereitet. In seinem Alltag ist ihm Struktur wichtig, in seinem Büro dominieren die Farben Weiß und Grau, es ist schlicht eingerichtet. Kahn sagt: „Je minimalistischer ein Büro ist, desto leichter fällt es mir, mich zu fokussieren.“

    Der Kahn, der früher den Hass der gegnerischen Fans aufgesaugt und in Energie umgewandelt hat, agiert jetzt mit Ruhe und Umsicht. Er hat viel Zeit investiert eine Klubstrategie zu entwickeln, holte sich dabei auch die Hilfe zweier Mitarbeiter, die früher bei Unternehmensberatungen arbeiteten.

    Bei wichtigen Beschlüssen dreht er lieber noch mal eine gedankliche Extrarunde, geht auf Nummer sicher. Die Entscheidungsfreude und Überzeugung von Rummenigge oder Hoeneß vermisst der ein oder andere im Verein.

    Kahn ist der neue Bayern-Macher. Aber seine Macht ist nicht die gleiche seines Vorgängers.

    Vom Ende der Ära Rummenigge profitieren vor allem auch zwei andere Strippenzieher. Sportvorstand Salihamidzic hat mehr Verantwortung für die Kaderzusammenstellung, ist dabei auch Bindeglied zu Trainer Julian Nagelsmann.


    Rummenigge packte mit seinem riesigen Netzwerk zu internationalen Bossen und Beratern gerne mal selbst an, wenn es um neue Spieler ging. Salihamidzic steht bei Transfers jetzt in der ersten Reihe, unterstützt wird er vor allem von seinem Technischen Direktor Marco Neppe (früher Chefscout). Mittelfristig denken die Bayern darüber nach, einen weiteren Posten in diesem Umfeld zu schaffen.

    Aber auch Ex-Präsident Hoeneß hat wieder mehr Einfluss auf seine Bayern. Im Gegensatz zu Rummenigge besitzt er als Aufsichtsrat immer noch einen Posten. Salihamidzic gilt als sein Zögling, Kahn lenkte er zurück zu den Bayern. Und mit seinem Nachfolger Hainer verbindet ihn eine lange Freundschaft.

    Den neuen Trainer Julian Nagelsmann lotste Salihamidzic nach München, den Vertrag verhandelte Kahn. Aber bevor Nagelsmann das Training aufnahm, fuhr er an den Tegernsee: Drei Stunden erklärte ihm Hoeneß in seiner Villa bei Rinderfilet und Wein, wie der FC Bayern tickt, was den familiären Zusammenhalt ausmacht.

    Kahn will das Titel-Gen weiterentwickeln. Er will die sportliche Identität auf den wirtschaftlichen Bereich ausdehnen. Der Verein soll nicht nur für 4-4-2 oder 3-4-3 stehen. Er will eine Formation für die digitale Welt, einen Markenkern, der dem Verein weltweit ein Gesicht gibt.

    Und dann kommt doch wieder sein Ehrgeiz durch, der ihn einst zum besten Torwart der Welt gemacht hat. „Siegermentalität haben andere auch – aber wir haben diese ganz bestimmte Siegesfähigkeit“, sagt er.

    Nicht nur unbedingt gewinnen wollen. Sondern auch gewinnen können. Es ist wie eine Evolution des Münchner Markenkerns schlechthin. Kahn erfindet das „Mia san mia 2.0“. Am Ziel ist er damit aber – natürlich – noch nicht ...

  • Zusatz


    Sportlicher Erfolg ist nun einmal direkt verbunden mit der Rekrutierung der für den FCB passendsten Personen, insbesondere Spieler und Trainer. Die passende Mentalität spielt sicherlich eine große Rolle im die Siegfähigkeit aufrechterhalten. Aber eben auch sportliche Exzellenz. Es dürfen sich Abläufe wie bei Flick Thiago Alaba nicht wiederholen bzw Transfers von Sarr Costa Roca, insbesondere in einer wirtschaftlich angespannten Zeit.

    Uns dafür ist letztlich der CEO verantwortlich.


    ps Im wirtschaftlichen Bereich könnten Kahn und Hainer ja schnell zeigen was sie können indem man Adidas dazu bringt, uns mal mindestens das gleiche zu zahlen wie Real und ManUnited