1. Spieltag Gruppenphase: FC BAYERN - Roter Stern Belgrad 3:0

  • Ich verstehe nicht, wieso man es hier nicht mehr schafft, eine Mitte zu finden. Also doch, ich verstehe es schon, wenn ich sehe, wessen Beiträge mir wieder ausgeblendet werden, aber auch das Fazit des Spiels fällt mir bei einigen hier deutlich zu negativ aus.


    Wir haben gestern gegen einen erbärmlich limitierten Gegner ein recht gutes Spiel gemacht. Das Spiel bis an den gegnerischen Strafraum sah gut aus, wir sind auch immer wieder in aussichtsreicher Position zum Abschluss gekommen und hätten gut und gerne noch das eine oder andere Tor nachlegen können, Perisic einmal sogar müssen.


    So, das kann man doch so mal akzeptieren, oder?


    Nun, dann sollte man aber doch auch akzeptieren können, dass es Leute gibt, die darüber hinaus noch darauf schauen, wie wir zu diesem Spiel gekommen sind. Dann fällt nämlich auf, dass unser Fokus vor allem darauf liegt, den Ball so schnell wie möglich auf die Außenbahn zu bekommen, was uns extrem einschränkt. Dadurch, dass die Außenverteidiger auch kaum hinterlaufen haben, waren die Flügelspieler meist auf sich allein gestellt, was sowohl Durchbrüche auf dem Flügel, als auch Kombinationsspiel in die gefährliche Zone des letzen Drittels verhindert und zu einer Vielzahl an unpräzisen Flanken geführt hat.


    Das war gestern aber kein Problem, weil Coutinho durch seine Dynamik, seine Passstärke auf engstem Raum, durch die Kreativität und die Stärke, durch Technik und Pressingresistenz auch Unterzahlsituationen aufzulösen, wieder mehr Zentrumsfokus hergestellt hat, weil ihn die Mitspieler extrem gesucht haben. Wenn wir fast 80 % Ballbesitz haben, macht es auch nichts, wenn uns die Ideen fehlen, so ein Bollwerk zu knacken. Man konnte ja erkennen, dass wir nicht von Automatismen, sondern vor allem von unseren Spielern und ihrer Qualität gelebt haben. War das deswegen ein schlechtes Spiel?


    Nein, keineswegs. Es verdeutlicht nur, dass die Probleme im Spielaufbau und die zu großen Freiheiten im Lösen von Situationen im letzten Drittel weiterhin nicht dazu führen, dass wir aus dem Spiel heraus aufgrund der Taktik zu entsprechenden Abschlüssen kommen. Je mehr die Spieler selbst gefordert sind, ständig nur eigene Lösungen zu kreieren und je weniger sie sich auf einstudierte Automatismen verlassen können, umso anstrengender wird das auf Dauer für den Kopf. Mental erschöpft waren viele unserer Spieler letzte Saison nicht ohne Grund, obwohl sie körperlich gut drauf waren.


    Hinzu kommen die viel zu langen Ballhaltezeiten und die unsauberen Pässe, welche gerade bei Kontern dazu führen, dass die Spieler bei der Ballannahme nachfassen und korrigieren müssen. So verbauen wir uns einige aussichtsreiche Situationen.



    Sei es, wie es sei. Es war ja wirklich kein schlechtes Spiel gestern, nur eben ein Abbild der Probleme, die uns schon die ganze Zeit verfolgen. Zeigen wir diese Spielweise gegen einen Gegner, der nicht geradezu lächerlich schwach ist, könnte das gleich wieder ganz anders aussehen. Mir ist klar, dass auf meine Differenzierung wieder keiner eingehen wird. Ich schreibe alles schlecht und hasse Kovac, ich habs kapiert. Ihr werdet mich aber nicht dazu kriegen, solche sachlichen Beiträge sein zu lassen, nur weil ich euch nicht schwarz/weiß genug bin.

  • Das ist völlig klar.

    Und so etwas erklärt dann eben auch das Spiel. Man hatte das Spiel komplett im Griff, es bestand keinerlei Gefahr für Neuer und es war klar, das gegen Ende auch die Kräfte schwinden werden.

    Da macht man das, was nötig ist und gut. Es ist einfach absurd, mit welcher Erwartungshaltung hier inzwischen an die Spiele herangegangen wird, nur um dann, wenn die völlig überzogene Erwartung enttäuscht wurde, auf den Trainer einzuprügeln.

    Merke für ein und allemal:


    Es geht nicht darum, DASS man eine bescheidene Leistung abgeliefert hat. Dafür mag es immer (mal) Gründe geben.

    Es geht um das WIE, wie sich das im Detail gezeigt hat.


    Und das hatte eben Nullkommanull mit schwindenden Kräften, dem üblichen Unterschätzen des Gegners, ein Pferd springt nur so hoch usw. zu tun.

    Sondern damit, dass bei genauer Betrachtung katastrophale Laufwege zu beobachten waren, das Mittelfeld absolut nicht funktioniert hat, kaum sinnvolle Anspielstationen da waren (und das, obwohl der Gegner überhaupt kein Pressing gespielt hat, nur hinten drin stand und technisch wie taktisch limitiert war), die Abstände wieder mal viel zu groß waren, wieder stur ein- ums andere Mal auf Außen verlagert wurde, zahllose blinde Flanken geschlagen wurden usw.


    Das hat nichts mit dem zu tun, was Du beschreibst.

    Und das kann man bei JEDEM Spiel beobachten, mal längere, mal kürzere Phasen.


    Da stimmt was im Grundsatz nicht. Wenn Dir das gefällt, schön für Dich. Wenn Du die Beobachtung nicht teilen kannst. Auch ok. Es ist und bleibt aber trotzdem evident. Und es ist und bleibt ein Problem.

  • Ich muss offensichtlich ein Bild malen: Man hat ihn bei der Verlängerung in die Pflicht genommen als Führungsspieler, den Trainer zu stützen. Uli war extrem angepisst, als die Spieler den Nudelmann abgesägt haben, und hat deutlich gemacht, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Dafür baut er eine Burg um Kovac, und Lewy ist ein Turm dieser Burg.

    Jetzt verstanden?

    Sorry, aber das ist sowas von weit hergeholt, das wirkt wirklich nur noch so, als ob man ums Verrecken irgendwo irgendwas Negatives sehen will.


    Es wurde doch schon bereits gesagt: was soll Lewa denn passieren? Was passiert denn, wenn er was Kritisches von sich gibt? Vertragsauflösung? Bank?


    Der Typ kann sich ja fast alles erlauben, weil er unsere Lebensversicherung ist, der hat doch selbst großen Anteil daran, dass der Trainer überhaupt noch hier ist.


    Warum soll dann gerade ER einen „Maulkorb“ bekommen und nur noch Positives sagen?

  • Hallo,

    Dann fällt nämlich auf, dass unser Fokus vor allem darauf liegt, den Ball so schnell wie möglich auf die Außenbahn zu bekommen, was uns extrem einschränkt. Dadurch, dass die Außenverteidiger auch kaum hinterlaufen haben, waren die Flügelspieler meist auf sich allein gestellt, was sowohl Durchbrüche auf dem Flügel, als auch Kombinationsspiel in die gefährliche Zone des letzen Drittels verhindert und zu einer Vielzahl an unpräzisen Flanken geführt hat.

    das beschreibt aber doch nicht unser Spiel von gestern. Gerade über Philippe Coutinho lief doch recht viel zentral durch die Mitte. Und natürlich haben sowohl Lucas Hernandez als auch Joshua Kimmich (der sogar häufiger im Wechsel mit Corentin Tolisso) gestern mehrfach hinterlaufen und es entstanden potentiell gefährliche Situationen. Die Flankenqualität war nicht gut, das lag aber doch nicht an der Spielanlage.


    die Abstände wieder mal viel zu groß waren, wieder stur ein- ums andere Mal auf Außen verlagert wurde

    Aber doch nicht gestern?! Jeder hatte oft mehrere Anspielstationen zur Auswahl, gerade Philippe Coutinho war zentral fast immer anspielbar. Bei den Anspielen wurde nicht immer die optimale Entscheidung getroffen und sie waren nicht immer präzise genug, aber ein Spiel stur über Außen habe ich gestern nicht gesehen. Es waren ein paar sehr gute lange Diagonalbälle auf völlig freie Spieler an der Außenlinie dabei, die ich aber als sehr positiv für unser Spiel wahrgenommen habe, da sie viel Raum gebracht und den Gegner zum Laufen gezwungen haben.

    Und die Abstände waren ganz überwiegend völlig in Ordnung, fand ich. Im Gegenteil: Mir ist die Innenverteidigung manchmal sogar zu sehr aufgerückt.


    Ralf

  • Das Spiel war pures Mittelmaß. Nix groß zum Zunge schnalzen, aber auch keine großen Böcke. Die Chance von Marin kann jeder Mannschaft immer mal wieder passieren.


    Mit Kovac haben wir genau 1x ein Spitzenspiel überzeugend gewonnen und das war gegen Dortmund. Ansonsten spielen wir reinen Durchschnittsfussball. Nicht besonders gut und nicht besonders schlecht.


    Mit diesem Kader wäre aber ein soooo dermaßen guter Fußball möglich. Traurig, was man sich da angucken muss.


    Wir hatten gestern so eine geile Mannschaft auf dem Platz. Kann doch nicht sein, dass da nicht mehr rauskommt als DAS? Wären mal solche Spiele dazwischen, würd ich auch nix sagen, aber solche Spiele sind die Regel und nicht die Ausnahme.


    Gegen gut eingestellte Gegner seh ich uns dieses Jahr auch wieder komplett unterlegen, obwohl unsere erste Reihe locker mit der europäischen Spitze mithalten kann. Freue mich daher schon total auf das Spiel gegen Tottenham. Das ist dann die erste internationale Standortbestimmung gegen einen aus meiner Sicht schlechter aufgestellten Gegner mit einem überragenden Trainer. Mir geht’s da auch nicht so sehr um das Ergebnis, sondern wie es zustande kommt. Verlieren kann man immer, aber die Frage ist das wie. Ich hoffe aber natürlich auf einen überzeugenden Sieg.

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  • Warum soll dann gerade ER einen „Maulkorb“ bekommen und nur noch Positives sagen?

    Ich habe doch gar nichts von einem Maulkorb geschrieben. Er macht das schon freiwillig bzw als Dankeschön für weitere zwei Jahre Vertrag zu Bestkonditionen (die er sich Stand jetzt natürlich auch verdient hat).

    Vergleich doch einfach mal seine Kommunikation (und die seiner Berater) aus dem letzten Jahr mit der jetzt.

  • Dadurch, dass die Außenverteidiger auch kaum hinterlaufen haben

    Ja, das ist mir auch aufgefallen. Mit Alaba wäre es vielleicht etwas anders gewesen. Aber unsere Winger waren meist allein. Ist das nicht auch Sache vom Trainer das anzusprechen? Das hat sich in HZ 2 nämlich nicht verbessert. Die Pause hätte Kovac nutzen können um genau das anzusprechen.

    Das war gestern aber kein Problem, weil Coutinho durch seine Dynamik, seine Passstärke auf engstem Raum

    Coutinho hat uns gestern extrem geholfen. Weiß gar nicht wie wir gestern ohne ihn gegen dieses Abwehrbollwerk ausgesehen hätte. Es macht einfach Spaß dem Jungen zuzusehen. Eine ganz große Vertsärkung!

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Darum gehts ja wir haben Gestern ja nicht mit 3-4 Talenten gespielt sondern nahezu mit der vollen Kapelle.

    Daran und an dem Gegner gemessen war das gar nix.

  • Sei es, wie es sei. Es war ja wirklich kein schlechtes Spiel gestern, nur eben ein Abbild der Probleme, die uns schon die ganze Zeit verfolgen. Zeigen wir diese Spielweise gegen einen Gegner, der nicht geradezu lächerlich schwach ist, könnte das gleich wieder ganz anders aussehen. Mir ist klar, dass auf meine Differenzierung wieder keiner eingehen wird. Ich schreibe alles schlecht und hasse Kovac, ich habs kapiert. Ihr werdet mich aber nicht dazu kriegen, solche sachlichen Beiträge sein zu lassen, nur weil ich euch nicht schwarz/weiß genug bin.

    Bitte lasse es nicht sein. Wieder ein Top-Beitrag. Danke dafür!

  • Aber doch nicht gestern?! Jeder hatte oft mehrere Anspielstationen zur Auswahl, gerade Philippe Coutinho war zentral fast immer anspielbar. Bei den Anspielen wurde nicht immer die optimale Entscheidung getroffen und sie waren nicht immer präzise genug, aber ein Spiel stur über Außen habe ich gestern nicht gesehen. Es waren ein paar sehr gute lange Diagonalbälle auf völlig freie Spieler an der Außenlinie dabei, die ich aber als sehr positiv für unser Spiel wahrgenommen habe, da sie viel Raum gebracht und den Gegner zum Laufen gezwungen haben.

    Und die Abstände waren ganz überwiegend völlig in Ordnung, fand ich. Im Gegenteil: Mir ist die Innenverteidigung manchmal sogar zu sehr aufgerückt.

    PC war zentral anspielbar, weil der Gegner so spielte als hätte er noch nie was von Gegenpressing gehört. Die haben sich hinten reingestellt und dann mannorientiert angegriffen, wenn wir in die Nähe das Strafraums gekommen sind.


    Teams wie der LFC (ja, auch die mittlerweile), City, PSG oder Barca beispielsweise haben - unabhängig von ihrer aktuellen Form - zentral immer zwei Anspieloptionen, d.h. sie stehen eng und überladen den Raum, in dem sie sich gerade aufhalten. Diese Spielweise hat uns der gute alte Louis vG vor knapp 10 Jahren beigebracht. Mit Hütchen und Aufeilung des Spielfelds in Quader, in denen man sich bewegt. Die berühmten "Dreieicke" bilden. Und heute sieht man davon nix mehr. Der Vorteil ist, dass mit dieser Positionierung auch im Gegenpressing sofort bis zu drei Spieler gegen den Ball arbeiten können, um ihn zurückzugewinnen.


    Coutinho war anspielbar, aber spätestens in HZ 2 war der nächste Mitspieler zentral oft 20 Meter entfernt. Die Laufwege von Coutinho, Tolisso und Thiago haben darüber hinaus oft gar nicht gepasst. Was in HZ 1 in Leipzig überzeugend aussah, weil wir Dank der RBL Fünferkette ein Übergewicht im ZM hatten, das war gestern einfach Müll. Denn da haben wir gegen 10 Defensive fast immer auf Außen verlagert. Und dann kamen die üblichen "nowhereland"-Flanken. Dass so eine mal zu einem Tor führt, gegen einen derart unterlegenen Gegner - geschenkt.


    Zufallsflanke - Stochertor - Freistoss .... wieder nix rausgespielt.


    Ketten mit einem hohen Diagonalpass zu überspielen ist grundsätzlich eine gute Idee. So viel davon hat man gestern aber gar nicht bewundern können, weil Roter Stern so gut wie nicht aufgerückt ist.


    Wer gestern etwas Gutes aus diesem Spiel ziehen wollte, der brauchte viel Wohlwollen. Gegen einen solchen Gegner musst Du anders dominieren, mutiger positionieren und Dir mehr klare Chancen herausspielen. Mit Betonung auf "spielen"! Man sollte nicht vergessen: Bis 10 Minuten vor Schluss stand's 1:0. Und Marin hatte das 1:1 kurz davor auf dem Fuß. Geht gegen eine solche Gurkentruppe (Gesamtkaderwert 5% von unserem) wirklich gar nicht.


    Vermutlich holen wir aus den nächsten 5 Spielen die erwarteten 15 Punkte. Wenn man unsere Qualität sieht, sollte das auch kein Problem sein. Aber gegen Gegner auf Augenhöhe wird das so nie was.

  • Ich verstehe nicht, wieso man es hier nicht mehr schafft, eine Mitte zu finden. Also doch, ich verstehe es schon, wenn ich sehe, wessen Beiträge mir wieder ausgeblendet werden, aber auch das Fazit des Spiels fällt mir bei einigen hier deutlich zu negativ aus.


    Wir haben gestern gegen einen erbärmlich limitierten Gegner ein recht gutes Spiel gemacht. Das Spiel bis an den gegnerischen Strafraum sah gut aus, wir sind auch immer wieder in aussichtsreicher Position zum Abschluss gekommen und hätten gut und gerne noch das eine oder andere Tor nachlegen können, Perisic einmal sogar müssen.


    So, das kann man doch so mal akzeptieren, oder?

    Als Meinung absolut akzeptiert.


    Ich bin trotzdem anderer Meinung. Ich habe gegen einen wahnsinnig limitierten Gegner, der außer auf zwei, drei Positionen kaum über Amateurqualität hinauskam kein klares Rezept erkannt. Wir haben uns sehr selten durchkombiniert und haben es immer wieder, wie bekannt, vorgezogen, gegen das Bollwerk nach außen zu verschieben und von da sehr oft zu flanken.


    Das ist mir zu wenig.


    Ich schaue auch gar nicht aufs Ergebnis, sondern auf die Spielweise. Weil klar kann ich an einem schlechten Tag oder mit nur 95% (gottseidank gibt Lewy immer 110% !) auch mal gegen einen solchen Gegner schlechter aussehen und knapp gewinnen. Das Spiel wurde ja tatsächlich erst in den letzten 10 Minuten klar gemacht.


    Erst die Spielweise sagt mir, ob ich damit auch gegen bessere Teams bestehen kann, gegen solche, die auf den Einzelpositionen vergleichbare Qualität haben und die taktisch mehr draufhaben als 10 Mann hinten rein und bei Ballbesitz auf einen übergewichtigen Thekenmittelstürmer schlagen.


    Und das habe ich gestern nicht erkannt. Und das erkenne ich die gesamte Saison bisher nicht. Abgesehen von HZ 1 gegen RBL, die dynamisch und konzentriert war, 40 Minuten lang.

  • Bitte lasse es nicht sein. Wieder ein Top-Beitrag. Danke dafür!

    Kann ich mich nur anschließen! Lesen gerne deine Beiträge und vom R.Alf auch!


    Neutral wie möglich, unaufgeregt, keine Polemik, kein unnötiges Rumgebashe und nicht nur provozierende Einzeiler.


    Selbst, wenn ihr nicht immer die gewünschte Gegenreaktion bekommt: an den Likes erkennt ihr doch, dass ihr nicht ungehört seid.

  • Man konnte ja erkennen, dass wir nicht von Automatismen, sondern vor allem von unseren Spielern und ihrer Qualität gelebt haben. War das deswegen ein schlechtes Spiel?

    Man könnte argumentieren, dass Real Madrid 3 x hintereinander Champions League Sieger geworden ist, zu einem nicht unerheblichen Teil durch Dusel, (komischen Schiedsrichterentscheidungen) und viel individueller Qualität. Denn dass Zidane kein Taktikguru ist, das hat man recht deutlich erkennen können.


    Nur hat NK nicht die natürlich Autorität von Zidane. Und wir haben in der Summe nicht die Qualität, die Real Madrid in diesen 3 Jahren mit ihren Einzelspielern hatte.


    Hinzu kommt, dass ich gerne schönen Fußball sehe. Vor vier, fünf Jahren hätten wir solche Gegner wie gestern weggefegt. Jetzt müht man sich bis zur 80., einen knappen Vorsprung zu halten und kassiert fast noch den Ausgleich. Und ansehnlich war das Spiel wirklich nicht. Dann sind meine Ansprüche eben vielleicht zu hoch. Aber wenn der FC Bayern gegen eine solche Truppe spielerisch nicht mehr zu bieten hat, dann ist das traurig.

  • Junge Trainer wie Kovac brauchen manchmal etwas länger, bis sie ihren Stil bei den Spielern und bei den Vereinen eingeimpft haben. Da darf man nicht nach einem Jahr erwarten, dass alles glatt läuft. Bis der Verein dort ist, wo der Trainer ihn gerne haben möchte, muss man manchmal in Jahren rechnen. Aber dann... :whistling:

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller

  • Die erste Halbzeit fand ich gut, die zweite eher enttäuschend. Uns fehlen eben nach wie vor Automatismen. Vieles hängt an der individuellen Klasse der Spieler (und hier haben wir vor allem mit Coutinho nochmal einen überragenden Fußballer dazu bekommen), aber insgesamt würde ich mir einfach mehr Sicherheit und mehr Selbstverständnis im Spiel wünschen. Das ist mir immer noch zu wenig.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!