24. Spieltag: Hoffenheim - FC BAYERN 0:6

  • Also mein Beitrag war nicht politisch, aber was hier alles als politisch gilt, oder auch nur eine politische Debatte auslösen könnte habe ich jetzt ja gelernt. Dürfen wir unsere Offensivleute denn zukünftig noch Links außen und Rechstaußen nennen? Ich meine das könnte ja auch Richtung Politik abdriften.


    Keine Ahnung was diese Phobie ausgelöst hat, aber es geht definitiv in die falsche Richtung.

  • Man muss versuchen möglichst viele Fans zu "vereinen", es gibt ein Deutschlands Stadien große Teile von Fußballfans die einen dicken Hals auf den DFB und seine Spielchen haben und Proteste dagegen unterstützen. Diese heftigen Beleidigungen und Eskalationen werden von diesem Großteil der Fans aber, vollkommen zurecht, abgelehnt und deshalb distanzieren diese sich auch von Aktionen wie letzte Woche in Hoffenheim. Wenn die oben zitierten Fangruppen wirklich etwas erreichen, verändern oder erhalten wollen, ist der einzige Weg, die Masse an anderen Fans hinter sich zu haben und das bekommt man nicht mit Beleidigungen, Provokationen und Eskalationen hin, die bewirken genau das gegenteil.

    Die Teils sehr differenzierten Stellungnahmen von einzelnen Fangruppen unter der Woche haben eigentlich vermuten lassen, dass sie genau das verstanden haben. Hoffentlich hat der Schein da nicht getrogen.

    habe mir mal die Kommentare in der WAZ dazu reingetan.. da ist die Mehrheit inzwischen für die Abschaffung von Stehplätzen und damit quasi Rausschmiss der Ultra Gruppen (da werden aber bestimmt bald noch andere Kommentare folgen die das Verhältnis wieder drehen)..
    ich bin ja gar nicht für die Abschaffung der Steher.. aber wir laufen jetzt ganz stark auf eine solche Entscheidung hin.. das dauert nicht mehr lange.. im Zweifel über das Argument "Sicherheit" (habe ich im Forum schon mal geschrieben)..

    am Sonntag wird es in der Arena keinen Spielabbruch geben.. kann mir nicht vorstellen das sich unsere Ultras das im eigenen Stadion trauen und damit 74.000 Fussballfans verprellen.. zusätzlich glaube ich auch an strenge Einlasskontrollen.. der FCB wird da sein Hausrecht durchsetzen wollen.. hoffen wir das beste für den Fussball und das Ende dieser völlig unsinnigen Aktionen..

    p.s. passiert da was bei uns (also in der Südkurve), dann wird KHR auf jeden Fall zu Killer Kalle und es werden wieder 1000 DK's frei

    Ein Sieg der Bayern und der Tag ist mein Freund

  • Man muss versuchen möglichst viele Fans zu "vereinen", es gibt ein Deutschlands Stadien große Teile von Fußballfans die einen dicken Hals auf den DFB und seine Spielchen haben und Proteste dagegen unterstützen. Diese heftigen Beleidigungen und Eskalationen werden von diesem Großteil der Fans aber, vollkommen zurecht, abgelehnt und deshalb distanzieren diese sich auch von Aktionen wie letzte Woche in Hoffenheim. Wenn die oben zitierten Fangruppen wirklich etwas erreichen, verändern oder erhalten wollen, ist der einzige Weg, die Masse an anderen Fans hinter sich zu haben und das bekommt man nicht mit Beleidigungen, Provokationen und Eskalationen hin, die bewirken genau das gegenteil.

    Die Teils sehr differenzierten Stellungnahmen von einzelnen Fangruppen unter der Woche haben eigentlich vermuten lassen, dass sie genau das verstanden haben. Hoffentlich hat der Schein da nicht getrogen.

    genauso ist es.

    Mein Post bezieht sich auf die verlinkte Stellungnahme

    Faszination Fankurve, 06.03.2020)


    https://www.faszination-fankur…news_detail&news_id=21535


    Denke schon das es unnötig weiter provoziert.

  • Der von der UEFA verordnete 3 Stufenplan der von DFB und DFL übernommen wurde ist mMn einfach naiv weil man genau damit solche Aktionen und notfalls Spielabbrüche bei ungünstigen Spielstand provoziert.

    Und man gibt einen gewissen Handlungsspielraum unnötig in die Hände der Chaoten.


    Bleibe dabei am besten man geht hin und sammelt die Banner ein.

    https://www.google.com/amp/s/w…sident-aleksander-ceferin

  • Also, so ganz ist mir mittlerweile nicht mehr klar, wo das hinführen soll mit den Protesten.


    2002 hat sich innerhalb des WM Turniers (zumal man mit 0 Erwartung drangegangen ist) da was verselbstständigt, es hat sich eine Euphorielawine gebildet, und Städte haben bei den letzten Spielen spontan public viewing eingerichtet (mit ein paar Bierwagen und Riesenleinwänden, nix völlig konsumorientierte Fanmeile wie das dann 2006 schon der Fall war).


    Das Positive dieser Welle hat der DFB sich dann mit sehr viel, wie soll ich es nennen, Akribie, Fleißarbeit, selber richtig schön … ja, genau, kaputtgemacht, über "das Projekt", dann "das Team" dann "Die Mannschaft" (wie heißt "das Ding" eigentlich aktuell? ach, egal...). Schlußendlich Schluß mit viel Support (doch, die eine kleine Blas- und Trommelkappelle, find ich nach wie vor bewundernswert, auch wenn die Spielstände Sch…. sind). Ansonsten fallen gerade die DFB-Spiele in letzter Zeit durch immer leerer werdende Ränge auf, selbst die "Kunden" kommen nüscht mehr.


    Ich nenne das natürliche Auslese, der DFB bekommt doch schon seine Quittung (ebenso gehen ja die TV-Zuschauerzahlen zurück). Auf diesen Mega-Kommerz, dann auch noch mit Nationsleague, haben die Leute anscheinend dann doch keinen Bock mehr.


    Also wenn gerade aus den Reihen unseres FCB, oder aber aus den Reihen der BVB Ultras (yo, vom einzich wahren Arbeiterverein, nich? Sicha dat...) gegen die Kommerzialisierung des DFBs gewettert wird (O.k., immerhin haben sie im Schreiben ja die Qatar-Verbindungen angesprochen), dann aber immer noch zu den Hauptspielen gepilgert wird, sorry, irgendwie inkonsequent. (Genauso wie über Sky und DAZN gewettert wird und dann, wenn man mal abseits in andere Foren reinschaut alle Nase lang nach "Sehhilfen" gefragt wird...).


    Dann puscht doch die 2te und / oder weiter unten liegende Spielklassen, ist doch heute genau das Problem (generell in Deutschland mit dem Leistungssport), dass man die Jugend immer schwerer motiviert bekommt, dann feuert doch mal am frühen Nachmittag die Gruppen an (sind doch sowieso alle wegen den späten Anpfiffzeiten in der Profiklasse am wettern).


    Aber eigentlich könnte sich das sowieso schnellstens erstmal für geraume Zeit von selber erledigt haben, denn wenn wegen COVID-19 mal durchgegriffen wird (könnte man auch noch diskutieren wieso eigentlich jetzt schon nicht), dann müsste eigentlich die nächsten 6-8 Wochen eh vor leeren Rängen gespielt werden (dann ist Zeit, dass sich alle Protestierer parallel zur wöchentlichen Demo in Frankfurt treffen können...).

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  • Auf der Seite, die ferb93 verlinkt hatte, ist unten die komplette Stellungnahme drauf:


    Faszination Fankurve dokumentiert die Stellungnahme der Fanszenen Deutschland:


    (…)

    Wenn man sich die gesamte Stellungnahme durchliest, gibt es drei Aspekte, die mich ganz massiv nerven:


    Zum einen findet sich in der Stellungnahme nicht an einer Stelle auch nur der Hauch an Selbstkritik. Kein "es mag sein, dass wir etwas über das Ziel hinausgeschossen sind". Kein "einige Details waren sicher nicht glücklich". Nix. Null. Nada.


    Zum anderen dieses "uns Fans", "wir Fans sind die Basis und die Seele des Fußballs". Aus dem Gesamtkontext kann man recht deutlich herauslesen, dass die Verfasser mit "uns Fans" ausschließlich die Gruppen meinen, die hinter den Aktionen stehen. Und nur die sind die Basis und die Seele des Fußballs. Ich habe riesigen Respekt vor der Arbeit und dem commitment unserer Südkurve, aber diese Selbstüberhöhung nervt. Wenn es nicht so gemeint war, wie ich es verstanden habe, bleibt als alternative Interpretation nur, dass die glauben, wirklich für die Gesamtheit der Fans zu sprechen. Und da würde ich ganz leise Zweifel anmelden wollen.


    Schließlich dieses "wir fordern und erwarten daher". Kein "im Gegenzug sind wir bereit, Folgendes zu ändern". Wenn der Dialog zwischen Ultras und Vereinen/Verbänden auch so läuft, darf man sich nicht wundern, wenn KHR von einer "Einbahnstraße" spricht (wohlgemerkt: auf diesen Aspekt beschränkt).


    Mit solchen Stellungnahmen und Forderungen tun sich diese Gruppen keinen Gefallen. Viele Anliegen, die dort vertreten werden, sind ja absolut berechtigt. Ich kenne kaum einen Fan, bei dem der DFB mit seinem Drang zur Kommerzialisierung (und dem dabei an den Tag gelegten Dilettantismus) und seiner Unehrlichkeit nicht Störgefühle verursacht. Auch der Kampf gegen Rassismus und Homophobie wird sowohl seitens der Verbände als auch der Vereine bislang eher halbherzig betrieben, der Schutz von Herrn Hopp hingegen sehr aktiv. Aber indem diese wichtigen Themen mit den von mir angesprochenen Punkten vermischt werden, verlieren sie sich in einem Brei, der mir zumindest nicht schmeckt. Wie andy100690153 schon richtig angemerkt hat, so kriegt man nicht viele "normale" Fans auf seine Seite.


    Naja, zumindest gab es ja die eine oder andere deutlich differenziertere Stellungnahme von einzelnen Fanclubs. Da habe ich immer noch Hoffnung, dass die Gruppen, deren Stellungnahme eddiedean zitiert hat, unter den aktiven Fans nur die Lautesten sind, aber nicht die Mehrheit.

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  • roadrunner158 , mir geht's da sehr ähnlich. Der zart begonnene Dialog, die Stellungnahmen der SM oder gestern von "Unsere Kurve" - das alles hat Hoffnung gemacht.

    Dabei geht es gar nicht drum, dass jemand einknicken soll oder so. Der DFB musste ja mittlerweile gleich mehrere Kilometer zurückrudern und in der Wahrnehmung vieler standen die Fans erstmal als "Gewinner" da. Mehr, weil der DFB zu viele Fehler gemacht hat als aus dem, was an Aktionen da war, aber es fühlte sich schon so an, als müsste der DFB gewaltig nacharbeiten.

    Und jetzt kommt da so ein kindisches Geplärre?

    Sie haben doch mit dem Grundanliegen 100% Recht! Wenn man jetzt noch sprechen würde, als wäre man erwachsen, und nicht wie irgendein Schulhofschläger, könnte man sich extrem viel Respekt erarbeiten in Fan-Schichten, die bisher skeptisch waren.

    Aber nein, stattdessen heißt es: unser Weg oder keiner. Das führt zu gar nichts.

    Ich habe auch das Gefühl, dass man immer noch weit entfernt davon ist, mit einer Stimme zu sprechen. So unterschiedlich wie die Stellungnahmen von "Unsere Kurve" und "Fanszene Deutschland" sind, wirkt das komplett unabgesprochen und unkoordiniert.

    Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich bisher in keiner Diskussion eine Gruppe namens "Fanszene Deutschland" besonders wahrgenommen habe. Aber vielleicht bin ich dafür auch nicht mehr nah genug dran...


    Wie auch immer. Quatsch-Aktion.

  • Fanszene Deutschland, Unsere Kurve, ProFans...ich halte die unklare Organisation auf Fanseite für äußert verbesserungswürdig. Hier ne Vereinigung, da eine Interessensgemeinschaft, das ist doch alles nichts Halbes und nichts Ganzes. Wie soll man da durchsehen?

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  • Schließlich dieses "wir fordern und erwarten daher". Kein "im Gegenzug sind wir bereit, Folgendes zu ändern". Wenn der Dialog zwischen Ultras und Vereinen/Verbänden auch so läuft, darf man sich nicht wundern, wenn KHR von einer "Einbahnstraße" spricht (wohlgemerkt: auf diesen Aspekt beschränkt).

    Das ist ja auch genau der Grund, aus dem Dietmar Hopp es eigener Aussage nach ablehnt, sich nochmals mit Fans dieses Schlages an einen Tisch zu setzen, und ich kann ihn gut verstehen.


    Kompromisslosigkeit mag für einen Fußballspieler ein wünschenswertes Attribut sein, für eine funktionierende Demokratie auch im Kleinen ist sie es nicht.

  • BIH und den Querdenker bitte sperren wofranz   moenne   andy100690153


    Wer sich mit den Spinnern im Block solidarisiert, hat hier nichts zu suchen. Solche Fans machen den Fussball kaputt. Nicht Hopp und Co.

    Das habe ich im Feedbackthread ja jetzt erst gesehen.


    Wie armselig das ist! Für eine Solidaritätsbekundung, die sich ganz bewusst auf die gesamte Kurve bezog und nicht etwa auf das Spruchband.


    In dem Moment, als die Spieler vom Platz gingen, konnte man nämlich sofort ahnen, welche Auswirkungen diese Farce auf die gesamte Fanszene nach sich ziehen würde. Und wenn man die Wahl hat zwischen dem Hopp'schen DFB und seiner Klüngelpolitik und unserer Kurve und deren Einsatz für unseren Verein, dann ist es glasklar, auf welcher Seite ich stehe.


    Deshalb erneut:

    Solidarität mit der Kurve!


    Du kannst davon ausgehen, dass ich dir und deinen Unterzeichnern dieses feige Denunzieren in Form eines Aufrufs an die Mods zu grundgesetzwidrigem Verhalten nicht vergessen werde.


    Wenn ich eines nicht ausstehen kann, dann sind es Aktionen wie diese. Wer mich kennt weiß, dass man mit mir mit harten Bandagen aber fair streiten kann, ich dabei immer mit offenem Visier agiere und es zu meinen Prinzipien gehört, die Mods außen vor zulassen.


    Traurige Aktion!

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)