24. Spieltag: Hoffenheim - FC BAYERN 0:6

  • Wenn ich ein Fußballspiel anschaue, dann interessieren mich keine "Botschaften".

    Da will ich mich auf das Spiel konzentrieren.

    Gerne höre ich mir die Belange der Kurven und auch der Geltungssüchtigen an, aber nicht während eines Spiels.

    Geht vorher und nachher anständig demonstrieren, mit Niveau, dann könnt ihr immer noch eure Meinung frei äußern.


    Aber während eines Spiels ist einfach nur asozial dem Verein und seinen "normalen" Fans gegenüber.

    Und da brauchen wir gar nicht zu diskutieren, einige von "denen" nehmen sich schon für besonders wichtig und halten sich für AAA-Fans.

  • Du meinst, Hopp meinte das mit "neuer Dimension"? Das bezweifele ich. Diesen Teil der Anteilnahme findet er ja eher rührend und würde wohl nicht von "leider" sprechen.

    Ich habe nicht gelesen, was Hopp meint und darum geht es mir auch nicht. Mir geht es darum, dass der DFB jetzt diesen Weg als einschlagen will und dann eben die Folgen daraus entstehen, die wir gestern gesehen haben. Ich finde es lächerlich, zu glauben, dass unsere Verantwortlichen und Spieler da gestern einen Beitrag zu jener Eskalation geleistet haben. Das ist definitiv nicht so. Das zweite Plakat wurde nämlich nicht wegen, sondern trotz Flick und Gerland aufgehängt.


    Wenn auf den Boden spucken in Deutschland eine Straftat ist, dann habe ich das zu akzeptieren und kann nicht sagen: Aber schauen Sie doch mal, die 100 Jahre vorher, wer da alles auf den Boden gespuckt hat, das wurde nicht bestraft. Ja, natürlich wurde es nicht bestraft. Das ändert aber nichts daran, dass ich mich an die Regeln halten muss oder eben Folgen in Kauf nehme.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Hopp in einem „Sport1“-Interview: „Warum soll ich nicht mehr in mein Stadion gehen? Die Personen, die das anrichten, müssen dann halt weg bleiben. Ich warte jetzt gespannt ab, wie das jetzt alles ins Rollen kommt.“

    Ja, dein Stadion. Dein Sport, dein balbabla. Doof, wenn nicht alle nach der eigenen Nase tanzen, ne? Sorry, musste sein....

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Achso, ich hatte angenommen, es sei als Antwort auf meine Frage gemeint gewesen, was denn die "neue Dimension" gestern war, von der Hopp explizit spricht. Sorry, Missverständnis.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Ja, dein Stadion. Dein Sport, dein balbabla. Doof, wenn nicht alle nach der eigenen Nase tanzen, ne? Sorry, musste sein....

    Interessant dabei ist, dass er damit gleichzeitig seine eigene Frage beantwortet... Merkt er das wirklich nicht?

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Ja, dein Stadion. Dein Sport, dein balbabla. Doof, wenn nicht alle nach der eigenen Nase tanzen, ne? Sorry, musste sein....

    Es muss aber einen Unterschied geben zwischen "nicht nach der eigenen Nase tanzen" und dem, was da eben seit Jahren immer wieder los ist. Hopp verbietet nicht freie Meinungsäußerung, sondern wehrt sich gegen persönliche Diffamierungen. Das ist sein gutes Recht.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Es muss aber einen Unterschied geben zwischen "nicht nach der eigenen Nase tanzen" und dem, was da eben seit Jahren immer wieder los ist. Hopp verbietet nicht freie Meinungsäußerung, sondern wehrt sich gegen persönliche Diffamierungen. Das ist sein gutes Recht.

    Jein. Aktuell, wo es um die Beleidigungen geht, stimmt das. Aber das Ganze fusst auf Aussagen, die er getroffen hat, im Bezug auf die Kritik am Konstrukt Hoffenheim. Da wollte er nämlich Meinungsäußerung sehr wohl "verbieten" und führte aus, dass man die Fanszene hier verändern müsse.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Jein. Aktuell, wo es um die Beleidigungen geht, stimmt das. Aber das Ganze fusst auf Aussagen, die er getroffen hat, im Bezug auf die Kritik am Konstrukt Hoffenheim. Da wollte er nämlich Meinungsäußerung sehr wohl "verbieten" und führte aus, dass man die Fanszene hier verändern müsse.

    Ok, stecke ich nicht mehr so sehr drin - trotzdem ist es lächerlich so zu tun, als gäbe es keine andere Möglichkeit, Protest zu formulieren. Beleidigungen sind keine Argumente.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Es muss aber einen Unterschied geben zwischen "nicht nach der eigenen Nase tanzen" und dem, was da eben seit Jahren immer wieder los ist. Hopp verbietet nicht freie Meinungsäußerung, sondern wehrt sich gegen persönliche Diffamierungen. Das ist sein gutes Recht.

    Ein sehr guter Aspekt! Ja und nein. Heidel, damals noch Manager bei Mainz 05, hat es gewagt, zu sinngemäß den Mehrwert von Hoffenheim für den Profifußball zu hinterfragen. Die Reaktion von Hopp war es, den DFB aufzufordern, solche (!) Aussagen gleichermaßen wie Rassismus zu bewerten / verfolgen. Wir agieren hier schon auf sehr sensiblen Terrain.


    airlion Auch hier subjektiv sicher richtig. Aber da kommt eben die Frage, wieso darf es überhaupt "sein" Stadion sein. Stichwort: 50+1. Aber wieder ein anderes Thema.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Ok, stecke ich nicht mehr so sehr drin - trotzdem ist es lächerlich so zu tun, als gäbe es keine andere Möglichkeit, Protest zu formulieren. Beleidigungen sind keine Argumente.

    Absolut und ich denke, dass haben hier auch alle, egal wie man zu den Ereignissen steht, auch so geäußert.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Wie gesagt, gegen die Beleidigungen kann er selbstverständlich vorgehen. Mit der Art und Weise tut er sich und der Sache meines Erachtens keinen Gefallen, aber das ist ein anderes Thema.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Wie gesagt, gegen die Beleidigungen kann er selbstverständlich vorgehen. Mit der Art und Weise tut er sich und der Sache meines Erachtens keinen Gefallen, aber das ist ein anderes Thema.

    Es ist Streisand Effekt vom aller-aller-allerfeinsten.

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  • Ich gehe ins Stadion (jetzt Arena) um mir ein Fußballspiel anzusehen. Andere gehen in die Arena (kennen gar kein Stadion mehr) um bei einem Event mitzumachen.


    Letztendlich sind es doch die Partyfans, die mit Choreos und Aktionen (wie am Samstag) dazu beitragen, dass aus einem Fußballspiel ein Event wird. Das gab es in den 80ern und 90ern so nicht.

    Das ist alles andere als Oldschool


    Ich finde das alles eine sehr traurige Entwicklung.

    Klar, es gab auch früher in den 80er und 90er Jahren Randalierer, denen es nicht um den Fußball ging.

    Aber was ich heute in den Fanblocks beobachte ist, dass es immer mehr Partyvolk gibt. Damit haben neben uns auch viele anderen großen Vereine ein Problem.

    Heutzutage suchen sich viele "Anhänger" Ihren Verein aus irgenwelchen Imagegründen aus, getrieben von Marketing der Vereine.

    "Hineingeboren werden" in einen Verein gibt es kaum noch.

    Da machen die großen Vereine weltweit Marketing- und Imageaktionen, da passen solche Plakate wie am Samstag natürlich nicht rein.

    Aber mit dem heutigen Eventcharakter von Fußballspielen zieht man genau solche "Anhänger " an, die nicht wegen dem Fußballsport an sich im Stadion sind sondern weil sie die Party, den Event suchen und da gehören eben solche Plakate und die eine oder andere Choreo dazu.

    Letztendlich sind es doch die Partyfans, die mit Ihren Choreos und Aktionen (wie am Samstag) dazu beitragen, dass aus einem Fußballspiel ein Event wird.

  • Das Stadion ist kein rechtsfreier Raum auch wenn es manche Fans gerne so hätten. Was eine Beleidigung unter welchen Umständen ist, entscheidet nicht eine Ultra-Fankultur oder deren Repräsentanten, sondern am Ende das Gesetz und die Hausherren. Und deren Mittel werden jetzt mit aller Konsequenz zur Anwendung kommen. Es wundert auch jeden Normaldenkenden, sollte diese Plakataktion von der Meinungsfreiheit gedeckt sein. Der Verein hat sich schon entschieden. Für ihn ist der Tatbestand der Beleidigung erfüllt.


    Ich glaube, die Beteiligten an der Plakataktion haben insbesondere durch die sehr unkluge Wiederholung der Beleidigung das akzeptable Mass deutlich verloren. Man kann gegen Großinvestoren im Fussball sein, aber der Ton macht die Musik. Der Verein hat sich entschieden, jetzt wird die Sache eskalieren. Der Verein wird hart durchgreifen müssen, er hat es angekündigt, es gibt kein Zurück mehr. Alles andere würde ihm als Inkonsequenz, Schwäche oder Verharmlosung ausgelegt werden. Es wird kein Gras mehr über die Sache wachsen. Die nachträgliche Erklärung der Ultras im Internet spricht im übrigen für sich. Leider arrogant, selbstgefällig und wiederum beleidigend. Lassen die sich nicht juristisch beraten bevor sie solche Texte veröffentlichen oder arbeitet man gerne am eigenen Untergang?


    Schade für die Stimmung und die Unterstützung in einer Saison, die eine echte Chance auf größte Triumphe bietet. Schade, dass hier ein Nebenthema so sehr in den Vordergrund gespielt wird, dass es auch unseren sportlichen Zielen ernsthaften Schaden zufügen kann.

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  • Grundsätzlich müssen Fans weiterhin ihre Meinung kundtun dürfen. Das ist ein hohes Gut. Ich bin auch kein Fan von solchen Plastikklubs. Man muss dennoch differenzieren.


    Hopp hat sein Geld ehrlich verdient und maßgeblich den Fußball in der Region vorangebracht, ohne die Intention Geld damit zu verdienen. Die Jugendarbeit in Hoffenheim ist vorbildlich und auch für ganz Deutschland ein Gewinn. Ich bin lange genug im Jugendbereich in verantwortlicher Position tätig und das beurteilen zu können.


    Hopp setzt sein Geld darüberhinaus in vielen sozialen Projekten ein. Ihm nehme ich auch ab, dass dies von Herzen kommt.


    Ich finde dazu muss man Vereine wie Chelsea, City und Paris abgrenzen können. Das sind Klubs die von Verbrechern finanziert werden. Die kotzen mich wirklich an. Das sind die wahren Totengräber des Fußballs.


    Eins ist aber immer klar: Meinungsfreiheit ja, aber der Ton macht die Musik. Die Ultras stellen sich gerne als die wahren Fans da. Ich will denen die Nachtruhe nicht nehmen, aber das sind sie nicht.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.