Corona - wie reagiert ihr?

  • BreitnerPaule2

    Dann aber bitte auch alle anderen Viren-Tests bei der Toten durchführen.


    Solange durch entsprechende Untersuchungen nicht zweifelsfrei geklärt werden kann, ob ein nachgewiesener Virus auch tatsächlich die Todesursache ist, bringen diese Zahlen auch nichts.

    Das ist genau der Punkt, der die Aussagekraft der Testungen in Italien eben auch verwässert. Tote werden reihenweise getestet, post mortem, dabei müssen die zu Lebzeiten - wie andere ja auch - nicht mal Symptome gezeigt haben. Aber ganz viele scheinbar Gesunde sind womöglich auch infiziert, werden aber nicht getestet. Dass da ein Ungleichgewicht in den Zahlen entsteht, ist doch selbstredend.

  • Unsere Regierung ist immer noch darauf aus den wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten. Da gehen die auch über Leichen.

    Die Versorgung muss aber gewährleistet und die staatlichen Institutionen handlungsfähig bleiben. Das ist im Moment gleichrangig zu allen Bemühungen, die Infizierungskurve abzuflachen.


    Ich bin eher überrascht, wie verhältnismäßig schnell unsere Regierungen und Verwaltungen reagieren; dass es nicht perfekt ist, versteht sich. Könnte in so einem bevölkerungsreichen Staat aber auch erheblich schlimmer sein.

  • Ich bin eher überrascht, wie verhältnismäßig schnell unsere Regierungen und Verwaltungen reagieren; dass es nicht perfekt ist, versteht sich. Könnte in so einem bevölkerungsreichen Staat aber auch erheblich schlimmer sein.

    wenn ich schon allein höre, dass es vielen (den meisten!) niedergelassenen Hausärzten inzwischen am Nötigsten (Schutzmasken - brillen, Desinfektionsmittel) mangelt, dann weiss ich, dass der "Politik" vieles angelastet werden muss. Es scheint so etwas wie einen nationalen Notfallplan (mit "eisernen Reserven") überhaupt nicht zu geben - jedenfalls keinen funktionierenden.


    Da krankt es an der Wurzel!

  • Es scheint so etwas wie einen nationalen Notfallplan überhaupt nicht zu geben - jedenfalls keinen funktionierenden.


    Da krankt es an der Wurzel!

    Wer hätte aber denn mit einer solchen Situation gerechnet? Anders als etwa vor dem Crash 2008 gab es bezüglich einer derart aggressiven Pandemie keine mir bekannten ernstzunehmende und vor allem ganz konkrete Warnungen. Da gibt es in Politik und Gesellschaft ganz andere Wurzelkrankheiten.

  • Und auf einmal wird das verhasste Schulfach "Mathematk" beim Auswerten, Deuten und Interpretieren von Stastiken für nahezu 100% der Bevölkerung doch interessant ...

    TRIPLE 2020 - DANKE JUNGS

  • Es scheint so etwas wie einen nationalen Notfallplan (mit "eisernen Reserven") überhaupt nicht zu geben - jedenfalls keinen funktionierenden.

    Wobei es auch unglaublich schwierig ist, sich dauerhaft auf so eine Pandemie vorzubereiten. Wären die Hauptproduktionsstandorte in China nicht seit Wochen abgeriegelt, hätte es da vielleicht in den letzten Wochen auch weniger Engpässe gegeben.

  • Wer hätte aber denn mit einer solchen Situation gerechnet? Anders als etwa vor dem Crash 2008 gab es bezüglich einer derart aggressiven Pandemie keine mir bekannten ernstzunehmende und vor allem ganz konkrete Warnungen. Da gibt es in Politik und Gesellschaft ganz andere Wurzelkrankheiten.

    mit derartigen Pandemien mit entsprechenden Szenarien musste irgendwann einmal gerechnet werden - dafür gibt es doch diese ganzen generalstabsmäßig geplanten Übungen - aber anscheinend nicht bei uns!

  • Wobei es auch unglaublich schwierig ist, sich dauerhaft auf so eine Pandemie vorzubereiten. Wären die Hauptproduktionsstandorte in China nicht seit Wochen abgeriegelt, hätte es da vielleicht in den letzten Wochen auch weniger Engpässe gegeben.

    Tja, da sprichst Du ein weiteres Problem an - man hätte niemals die Produktion von entsprechenden Materialien (und Medikamenten) komplett ins Ausland verlagern dürfen - das rächt sich jetzt bitter! Und das umso mehr als das man offensichtlich über keinerlei Notfallreserven verfügt!

  • mit derartigen Pandemien mit entsprechenden Szenarien musste irgendwann einmal gerechnet werden - dafür gibt es doch diese ganzen generalstabsmäßig geplanten Übungen - aber anscheinend nicht bei uns!

    Ach komm ... welche Nation hat denn hierbei schon "richtig" gehandelt. China? Italien?? ....

    Es gibt aktuell kein objetkives "richtig" oder "falsch". Die tun alle ihr Bestmögliches.


    Besonders spannend ist allerdings, dass die ganzen Schlaumeier erst aus ihren Löchern kommen, wenn es nach ihrer eignenen Aussage zu spät zum Handeln ist. Komisch.


    Es bleibt spannend.

    TRIPLE 2020 - DANKE JUNGS

  • Wer hätte aber denn mit einer solchen Situation gerechnet? Anders als etwa vor dem Crash 2008 gab es bezüglich einer derart aggressiven Pandemie keine mir bekannten ernstzunehmende und vor allem ganz konkrete Warnungen. Da gibt es in Politik und Gesellschaft ganz andere Wurzelkrankheiten.

    Doch, es gab Warnungen


    SARS 2003 ist mehr oder weniger (allerdings auch mit Toten bezahlt) von selber erloschen.


    Der Unterschied zwischen 2003 und jetzt ist aber, dass in diesen 17 Jahren China dermaßen stark in die gesamte Weltwirtschaft und auch den Tourismus und natürlich Geschäftsreiseverkehr eingewoben wurde, dass dieses Mal mit einer viel schnelleren Geschwindigkeit das verbreitet werden konnte. Man muss sich nur die Wachstumszahlen im Luftverkehr in dem Zeitraum ansehen (gerade in China), dann bleiben eigentlich keine Fragen offen.


    Ja, man hätte gewarnt sein müssen und können. Obendrauf kommt, dass hier, und dass kann ich gerade für NRW sagen, eine immer mehr aufgehende Schere da ist zwischen dem was ständig zu lesen und in der Politik zu hören ist "wir müssen Krankenhäuser noch effizienter machen, privatisieren, Privatisieren, Privatisieren, zu viele Betten etc. etc." und dem tatsächlich Erlebbaren mit schon im Normalfall überlastetem Personal und Leuten auf Gängen liegend. (oh ja, und das war schon 2016...).

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  • Die Versorgung muss aber gewährleistet und die staatlichen Institutionen handlungsfähig bleiben. Das ist im Moment gleichrangig zu allen Bemühungen, die Infizierungskurve abzuflachen.


    Ich bin eher überrascht, wie verhältnismäßig schnell unsere Regierungen und Verwaltungen reagieren; dass es nicht perfekt ist, versteht sich. Könnte in so einem bevölkerungsreichen Staat aber auch erheblich schlimmer sein.

    Ich will über schnell oder langsam gar keine Aussage treffen. Gefühlt ist mir das Theater einerseits weiterhin viel zu groß, auf der anderen Seite passen für mich die dramatischen Worte aber wiederum nicht so zu den teils inkonsequenten Taten.


    Dass man aber natürlich Abwägungen treffen muss, was die Funktionalität des Staates und der Wirtschaft betrifft, steht für mich auch außer Frage. Da pauschal zu sagen, man ginge dafür über Leichen, finde ich populistisch und Fehl am Platz.


    Neben der Frage, was man denn jetzt alles runterfahren soll hätte ich mir mal klare Pläne und Aussagen dazu gewünscht, wer jetzt wann getestet wird, sich testen lassen soll und wie dies geschieht.


    Ich habe null Angst vor diesem Virus, aber mich nervt dieser stetige Alarmismus ohne klar erkennbare Struktur.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • wenn ich schon allein höre, dass es vielen (den meisten!) niedergelassenen Hausärzten inzwischen am Nötigsten (Schutzmasken - brillen, Desinfektionsmittel) mangelt, dann weiss ich, dass der "Politik" vieles angelastet werden muss. Es scheint so etwas wie einen nationalen Notfallplan (mit "eisernen Reserven") überhaupt nicht zu geben - jedenfalls keinen funktionierenden.


    Da krankt es an der Wurzel!

    Dafür haben wir ein Notfallkochbuch, falls der Strom ausfällt. Ist doch auch was. :S

    Wir ham den Cup gewonnen, den Thron erklommen, der Arjen hat´s gemacht!

  • Ja, man hätte gewarnt sein müssen und können. Obendrauf kommt, dass hier, und dass kann ich gerade für NRW sagen, eine immer mehr aufgehende Schere da ist zwischen dem was ständig zu lesen und in der Politik zu hören ist "wir müssen Krankenhäuser noch effizienter machen, privatisieren, Privatisieren, Privatisieren, zu viele Betten etc. etc." und dem tatsächlich Erlebbaren mit schon im Normalfall überlastetem Personal und Leuten auf Gängen liegend. (oh ja, und das war schon 2016...).

    Danke!


    Ich arbeite in einer bayerischen Klinik - genauso ist es! Privatisieren, Bettenabbau, Outsourcing ... und jetzt wirds gerade richtig lustig, wo Desinfektionsmittel, spezielle Mundschutzmasken und vor allem Personal fehlt. Desweiteren klauen Patienten/Angehörige diese materiellen Sachen reihenweise, was die Medien mit ihren Horrornachrichten doch irgendwie unterstützen.
    Und im Sommer läuft nach dem ersten Abflauen des Virus wieder alles wie gehabt weiter, leider :rolleyes: ...

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  • Aus Griechenland und der Türkei hat man schon länger nichts mehr gehört. Das wird sich ändern, wenn da der Virus um sich greift. 😳

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller

  • Ich habe null Angst vor diesem Virus, aber mich nervt dieser stetige Alarmismus ohne klar erkennbare Struktur.

    Das trifft es für mich ziemlich "auf den Punkt". Ich wohne im Landkreis Lüneburg (der aktuell kein Risiko-Gebiet ist), bin aber gleichzeitig Lehrer und habe damit täglich Kontakt mit mehreren 100 Schülern. Die Schüler vertrauen mir, wir kommunizieren miteinander, wir tauschen uns aus ...


    Wo ist der Anfang? Wo die Grenze? ... meine krebskranke Mutter werde ich in 2-3 Wochen wohl nicht besuchen, egal, ob dann Ferien sind oder nicht,

    TRIPLE 2020 - DANKE JUNGS

  • Der Unterschied zwischen 2003 und jetzt ist aber, dass in diesen 17 Jahren China dermaßen stark in die gesamte Weltwirtschaft und auch den Tourismus und natürlich Geschäftsreiseverkehr eingewoben wurde, dass dieses Mal mit einer viel schnelleren Geschwindigkeit das verbreitet werden konnte. Man muss sich nur die Wachstumszahlen im Luftverkehr in dem Zeitraum ansehen (gerade in China), dann bleiben eigentlich keine Fragen offen.

    Ist es denn ausgemacht, dass alle aggressiven Pandemien grundsätzlich aus China kommen? Beim HIV-Virus war es ja offenbar nicht so. Dass generell die Globalisierung Pandemien begünstigt, ist offensichtlich.


    Ja, man hätte gewarnt sein müssen und können. Obendrauf kommt, dass hier, und dass kann ich gerade für NRW sagen, eine immer mehr aufgehende Schere da ist zwischen dem was ständig zu lesen und in der Politik zu hören ist "wir müssen Krankenhäuser noch effizienter machen, privatisieren, Privatisieren, Privatisieren, zu viele Betten etc. etc." und dem tatsächlich Erlebbaren mit schon im Normalfall überlastetem Personal und Leuten auf Gängen liegend. (oh ja, und das war schon 2016...).

    Durch was hätte man gewarnt sein müssen?


    Bei der Krankenhaussituation werden Dir 98 Prozent aller Deutschen recht geben. Und sie wird sich ändern, wenn die Pandemie im Griff ist, da bin ich mir sehr sicher. Ebenso wie sich nach 2008 im Bankensektor was getan hat. Reicht noch nicht, aber es ist besser als vor 2008. So wird es auch mit den Krankenhäusern sein.