Corona - wie reagiert ihr?

  • und warum sollen andere, wesentlich systemrelevantere Arbeitsplätze aus anderen Branchen weniger wert sein als die vom Profifussball abhängige ?

    Wer sagt das denn überhaupt?


    Es geht hier doch die ganze Zeit darum, Konsens für alle zu finden. Lockerungen oder Lösungen müssen alle Branchen betreffen. Nicht nur, aber halt auch die Sportbranche. Hier fordert doch überhaupt niemanden eine Lex-Fußball, im Gegenteil. Es soll halt, ebenso wie in allen andern Bereichen, überlegt werden, wie man da wieder rauskommt. Ist doch legitim.

  • ich stelle mir gerade vor, wie eine Diskussion verlaufen würde, wenn der Yachtclub Verein Probleme hätte, und jetzt seine Regatta an der cote d azur verschieben müsste. Da hängen ja auch Arbeitsplätze daran, die Familien der Kapitäne müssen betteln gehen. Der lokale Ruderbootverein bettelt um spenden. Im Prinzip sind beide Wassersportler.

    20 Prozent meiner Finger sind Daumen.

  • Hier fordert doch überhaupt niemanden eine Lex-Fußball,

    Die Lex Fussball besteht doch schon , wenn die Profivereine ab Montag trainieren dürfen, während andere Sportanlagen und Hallen weiterhin gesperrt bleiben. Dann sollen sie halt nach Aufhebung der Kontaktsperren (meiner Meinung nach vermutlich das Wochenende nach Ostern) anfangen zu trainieren und nicht jetzt.


    Und der Fussball zeigt halt auch seine hässliche Fratze, wenn z.B. der FC Liverpool seine Mitarbeiter jetzt vom Staat finanzieren lässt, aber die Herren Großverdiener nicht bereit sind auch nur auf ein Pfund zu verzichten oder wie in Italien Gehaltszahlungen nur bis nächste Saison stunden.

    0

  • Und der Fussball zeigt halt auch seine hässliche Fratze, wenn z.B. der FC Liverpool seine Mitarbeiter jetzt vom Staat finanzieren lässt, aber die Herren Großverdiener nicht bereit sind auch nur auf ein Pfund zu verzichten oder wie in Italien Gehaltszahlungen nur bis nächste Saison stunden.

    Kannste doch auch auf alle Branchen beziehen. Siehe bspw. Adidas oder die Hersteller von Medikamenten, Beatmungsgeräten etc., die andere Unternehmen und Staaten nun komplett ausnehmen, weil sie zufällig etwas herstellen, das nun das Leben von Millionen retten kann. Oder Unternehmen, deren Mitarbeiter weiterhin mit 4 Leuten in einem Büro sitzen müssen, obwohl sie auch von zuhause aus arbeiten könnten. Ich weiß aus erster Hand, dass es etliche gibt, die genau das machen. Ist das dann die Lex-Wirtschaft? Wieso darf ein Restaurant dann nicht 4 Leute auf einer gewissen Fläche bedienen? Wieso dürfen im Kino nicht einige Leute verteilt sitzen, wahrscheinlich sogar weiter entfernt als in vielen Büros. Komischerweise verpflichtet auch niemand die Unternehmen, alles, was geht, von zuhause aus zu machen. Nur ein paar Appelle hat es gegeben. Die nutzen alle ihre Grauzonen und Möglichkeiten aus. Das macht es nicht besser, aber in meinen Augen sollte das nicht dazu führen, dass man eine ganze Branche bluten lässt. Müsste man dann ja auch in anderen Branchen tun, wo es Fälle gibt, in denen sich Unternehmen falsch verhalten.


    Ich stimme bei euch mit ein, wenn der Fußball nun mit allen Möglichkeiten gerettet wird, während andere Branchen vor die Hunde gehen. Denn das wäre ein Skandal. Aber das sehe ich (zumindest bisher) nicht. Auch nicht, wenn Profisportler ihren Beruf 2 Wochen vor anderen Sportlern wieder in Vierergruppen ausüben dürfen.

  • Wie willst Du eigentlich dann das Problem VOR den Stadien lösen, denn die Leute werden sich da versammeln. Weiträumige Absperrungen mit diversen Hundertschaften Polizei?

    Ich glaube nicht, dass das ein großes Problem wird. Als das in Gladbach passiert ist, waren das Ultras, aber damals gab es auch noch die Regelung bis 1.000 Leute. Abgesehen davon waren die Ultras die ersten, die sich gegen eine Fortführung positioniert haben. Ich glaube nicht, dass die sich aktuell vor dem Stadion zusammenfinden würden. Für den Normalo ist es ohnehin sinnlos, sich vor das Stadion zu hocken, wenn er nichts sieht.


    Zur Lex Fußball bzgl. der Trainingsgestaltung in kleinen Gruppen sehe ich die gar nicht. Das, was dort Beachtung findet, berücksichtigt ja nur die aktuellen Regelungen zum Abstand usw. Andere Sportarten können das ähnlich regeln. Der Unterschied besteht vorwiegend darin, dass es dort diese Fernseheinnahmen nicht gibt und sie hauptsächlich von den Zuschauereinnahmen leben. Das ist im Fußball anders. Nur deshalb ergeben Geisterspiele im Fußball wirtschaftlich einen Sinn. In anderen Sportarten ist es wohl wirtschaftlicher, die Spieler nachhause zu schicken.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • nein sind nicht weniger wert. aber viele andere Branchen sind völlig auf sich allein gestellt, die werden nicht alimentiert oder erhöht oder sonst was.


    ja wir sind in einem Fussballforum... ich will wenn dann dass zuerst die Kids wieder aufm Rasen sind. die Amateurvereine wieder den Betrieb aufnehmen können. da hängen genauso Arbeitsplätze dran. erst wenn das geregelt ist interessiert mich der Profifussball.

    Kann ich einerseits nachvollziehen. Aber andererseits sind Profi- und Amateurfußball nunmal zwei paar Schuhe, die von daher schon naturgemäß anders behandelt werden können/müssen.


    Damit das im Profifußball funktionieren kann, müssen die Vereine hinsichtlich der aktuellen Regelungen einen Aufwand betreiben, den Amateurvereine gar nicht leisten können und der sich schon gar nicht rechnen würde. Wenn wir vom Breitensport sprechen, so haben die Vereine dort eine ganz andere Funktion. Gemeinsames Sporttreiben, Gemeinschaft, usw. Das ist aber derzeit so nicht möglich.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Wo wir wieder bei dem Punkt sind: Wo ist die Trennlinie zwischen Profifussball und Amateurfussball?


    Teams wie Saarbrücken oder Cottbus beispielsweise sind Profivereine - obwohl sie in der 4. Liga stehen.

    0

  • bin jetzt mal wieder bei meiner Nachbarin im EG und habe "etwas" Kontakt. Ihr Gatte hängt mal wieder im Ausland rum und dauert noch etwas länger dieses mal. :thumbsup: Euch allen noch einen schönen Samstagabend

    Stecke einen schönen Gruß mit rein ...

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.


  • https://www.wallstreet-online.…menschen-verfassungsklage


    Da kann ja heiter werden. Der Ströbele kennt sich mit Recht/Verfassung/Regierung aus und hat schon Bundesbürger (ähhh) juristisch unterstützt.

    Hoffentlich hat die Regierung noch einen Plan B.

    Lass den mal klagen. Bis da ein Termin vor Gericht stattfindet ist Corona vorbei.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Wo wir wieder bei dem Punkt sind: Wo ist die Trennlinie zwischen Profifussball und Amateurfussball?


    Teams wie Saarbrücken oder Cottbus beispielsweise sind Profivereine - obwohl sie in der 4. Liga stehen.

    Es ging mit ja grade darum, dass es hinsichtlich des Trainings nicht wirklich am Lex liegt, sondern der Unterschied liegt eher in den tatsächlichen Möglichkeiten, das alles im Rahmen der derzeitigen Regeln umzusetzen.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Kann ich einerseits nachvollziehen. Aber andererseits sind Profi- und Amateurfußball nunmal zwei paar Schuhe, die von daher schon naturgemäß anders behandelt werden können/müssen.


    Damit das im Profifußball funktionieren kann, müssen die Vereine hinsichtlich der aktuellen Regelungen einen Aufwand betreiben, den Amateurvereine gar nicht leisten können und der sich schon gar nicht rechnen würde. Wenn wir vom Breitensport sprechen, so haben die Vereine dort eine ganz andere Funktion. Gemeinsames Sporttreiben, Gemeinschaft, usw. Das ist aber derzeit so nicht möglich.

    ist mir klar dass das 2 unterschiedliche Ebenen sind.

    für die Gesellschaft hat der Amateurbereich eine wichtige verantwortungsvolle Rolle. der Profibereich ist nur sich selbst am Nächsten. die Leben eh in einer eigenen Blase und nun soll diese Blase quasi hofiert und noch mehr vom Rest abgehoben werden.

    0

  • Separieren?

    Dieses Separieren der Ü67 (wo setzt man denn die Grenze ?) wäre eine hochriskante Strategie für unsere Gesundheitsversorgung. Aktuell betrachtet man hierzulande und bei den Ökonomen nur die Sterblichkeitszahlen.

    Tödlich verläuft COVID-19 in der Tat eher für die Ü70 bzw. Ü80.

    Bei Hospitalisierungen und Intensivbehandlungen sind die Daten dagegen überhaupt nicht eindeutig und wir müssen abwarten, welche Altersgruppen bald bei uns in den Krankenhäusern mit COVID-19 landet.


    https://www.theguardian.com/us…-young-americans-covid-19


    According to the Centers for Disease Control and Prevention, nearly 40% of American Covid-19 patients who were hospitalized were under 55 – and 20% were between ages 20 and 44.

    Dr Christopher J L Murray: So we’ve got a pretty good handle on confirmed cases and deaths,

    but age breakdowns and hospitalization data are really patchy at this point.


    Nach meiner Einschätzung kann man in den Südstaaten der USA mehr oder weniger die Separierungsstrategie vergessen. Ob man hier in Deutschland eine solche Strategie verantwortungsvoll umsetzen kann, läßt sich bislang überhaupt noch nicht abschließend sagen. Dazu fehlen uns ähnlich wie in den USA noch wichtige Daten, wie Professor Murray festgestellt hat.