Corona - wie reagiert ihr?

  • Das EU-Land Slowenien hat nach einem erheblichen Rückgang der Ansteckungszahlen die Corona-Pandemie für beendet erklärt und seine Grenzen für EU-Bürger geöffnet.

    Das entschied die Regierung in Ljubljana am späten Donnerstagabend. EU-Bürger können nun einreisen, ohne sich in die bislang vorgeschriebene siebentägige Heimquarantäne begeben zu müssen, wie die Nachrichtenagentur STA am Freitag berichtete.

    An den Grenzen zu den EU-Nachbarländern Österreich, Italien und Ungarn wird allerdings weiterhin kontrolliert. EU-Ausländer, die offensichtlich Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und keinen ständigen Wohnsitz in Slowenien haben, werden zurückgewiesen. Für Nicht-EU-Bürger ist bei der Einreise weiterhin die Quarantänepflicht vorgeschrieben. Im Land gelten unverändert Abstandsregeln und eine Maskenpflicht in Geschäften, Lokalen und öffentlichen Verkehrsmitteln.

    0

  • Ich denke der Mittelplatz wird auf Dauer nicht freibleiben ...und nach den ganzen Vorschriften fände ich es auch unangebracht

    Richtig, das wäre wieder so ein Beispiel für recht sinnfreien Aktionismus. Der Mindestabstand ist auch mit einem freien Mittelplatz nicht gegeben, also bringt das wahrscheinlich sowieso nicht viel.


    Abgesehen davon müsste man das dann konsequenterweise auch im ÖPNV so durchziehen; warum dort ein anderer Standard gelten soll ist doch auch nicht zu begründen.


    Mundschutz auf und fertig, das sollte genügen. Ob man unter diesen Bedingungen einen Langstreckenflug antreten will, kann dann jeder für sich selbst entscheiden...

    0

  • Das EU-Land Slowenien hat nach einem erheblichen Rückgang der Ansteckungszahlen die Corona-Pandemie für beendet erklärt und seine Grenzen für EU-Bürger geöffnet.

    Das entschied die Regierung in Ljubljana am späten Donnerstagabend. EU-Bürger können nun einreisen, ohne sich in die bislang vorgeschriebene siebentägige Heimquarantäne begeben zu müssen, wie die Nachrichtenagentur STA am Freitag berichtete.

    An den Grenzen zu den EU-Nachbarländern Österreich, Italien und Ungarn wird allerdings weiterhin kontrolliert. EU-Ausländer, die offensichtlich Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und keinen ständigen Wohnsitz in Slowenien haben, werden zurückgewiesen. Für Nicht-EU-Bürger ist bei der Einreise weiterhin die Quarantänepflicht vorgeschrieben. Im Land gelten unverändert Abstandsregeln und eine Maskenpflicht in Geschäften, Lokalen und öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Was für ein schwachsinniger Bericht. Pandemie für beendet erklärt, aber es gelten noch drölfzig Maßnahmen.

    Pura Vida

  • Zumal der Sitzabstand in diesen Maschinen ja dermaßen gering ist...


    Das würde es vermutlich mehr Sinn machen, die Plätze quasi über kreuz zu belegen, also abwechselnd nur den Mittelsitz und die beiden äußeren.


    Ökologisch natürlich ein Wahnsinn. Von den zu erwartenden, von einer "Billig-Airline" vermutlich gar nicht zu kommunizierenden Ticketpreisen mal abgesehen.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Dann müssen Sie halt aufhören, Ihre Tickets an Flugschnorrer zu verramschen, auf die beiden äußeren Plätze 50% aufschlagen, womit der mittlere, leere Sitz weitestgehend gegenfinanziert ist und sparen über das reduzierte Gewicht sogar noch Kerosin ...... kann ja nicht so schwierig sein.

    Die Vögel von Ryanair bieten nur das an was der Konsument haben möchte. Billig, billig, billig . Ist genau die selbe heuchlerische Diskussion wie beim Billigfleisch etc. So lange die Leute für 17,94 € zum Wochenendsaufen nach Malle fliegen können, ist alles gut

  • Die Vögel von Ryanair bieten nur das an was der Konsument haben möchte. Billig, billig, billig . Ist genau die selbe heuchlerische Diskussion wie beim Billigfleisch etc. So lange die Leute für 17,94 € zum Wochenendsaufen nach Malle fliegen können, ist alles gut

    Das ist genau das Thema. Der Konsument will das doch so. Wenn ich mir hier im Forum so einige Diskussionen zum Thema Sky anschaue, wo um den letzten Euro gefeilscht wird, bestätigt das dies doch.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Knapp 4500 Verstöße gegen die Corona-Einschränkungen hat die Berliner Polizei in den zwei Monaten seit Einführung der strikten Regeln Mitte März festgestellt.

    Angezeigt wurden 1530 Straftaten wie illegale Geschäfts- oder Imbissöffnungen seit dem 14. März, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Dazu kamen 2945 Ordnungswidrigkeiten wie zu geringe Abstände von Menschen seit dem 23. März.

    In diesen Zeiträumen überprüften hunderte Polizisten mehr als 2600 Geschäfte und Betriebe und fast 16 000 Menschen im Freien. Am Donnerstag kamen 5 Strafanzeigen und 13 Ordnungswidrigkeiten dazu. Tagsüber waren 425 Polizisten mit derartigen Kontrollen beschäftigt

    0

  • Was für ein schwachsinniger Bericht. Pandemie für beendet erklärt, aber es gelten noch drölfzig Maßnahmen.

    Vor allem freut sich das Virus, wenn der Wirt Mensch die Pandemie per Dekret einfach mal so für "beendet" erklärt und denkt, es respektiere Grenzen. ;)

  • Der Konsument will das doch so.

    Der KOnsument hat sich doch nir den Gesetzen der freien Marktwirtschaft angepasst, die von der Politik vorgegeben werden/wurden.


    Wenn's keine billigen Flüge im Angebot geben würde, könnte sie keiner buchen. Wenn sky nicht diese niedrigen Preise für die einen anbieten, die anderen aber abzocken will, gäbe es diese Diskussion nicht.

  • Das ist aber auch ein wenig einfach gedacht. Niemand zwingt dich, etwas zu kaufen. Genauso kann man sagen, wenn es die Nachfrage nicht gäbe, wäre das Angebot auch nicht da. Unterm Strich entscheidet einfach der Konsument, was er kauft und was nicht.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Was sky betrifft, ist deren Preispolitik schon verantwortlich für die Diskussionen. Es gibt schlicht keinen Grund, wieso in meinem Bekanntenkreis von 6 Abonennten mit gleichem Abonnement 4 verschiedene Preise existieren. Für amazon Prime zahle ich jeden Monat 7,99 EUR, genau wie jeder andere auch (außer denen, die jährlich zahlen).

    "Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann."

    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Wie du sicher wissen wirst, leben wir in Deutschland. Welche Relevanz hat es also für uns, wenn in Land XY was anderes passiert? Oder kaufst du dir im Winter auch die Arktis-Expeditionsjacke, weil es im Winter in der Arktis so kalt ist? Diese ganzen Vergleiche sind solange für die Tonne, solange man eben nicht auch die "örtlichen" Gegebenheiten mit einbezieht. Denn daraus schließt sich von selbst, dass beispielsweise Krankheiten verschieden ablaufen.

    Meine Diskussion zielte auf die Maßnahmen in Deutschland ab, und wie effektiv sie bisher waren. Hier wäre ein Vergleich mit anderen Ländern schon angebracht, meine ich, wenn man das sachlich und fair bewerten will.


    Allein mit dem Argument, dass die Grundbedingungen in NYC, Norditalien, Frankreich, England und Deutschland so unterschiedlich seien, lässt sich nur sehr begrenzt argumentieren. Vielmehr war es doch die Herangehensweise, die in diesen Ländern zu unterschiedlichen Ergebnissen führte. (Mit Ausnahme vielleicht von Italien, wo man kalt erwischt wurde - und natürlich Altersstruktur und schwach ausgestaltetes Gesundheitswesen eine Rolle spielte.) In jedem Fall hat ein mehr oder weniger strenger Lockdown (bei uns übrigens weniger streng als Italien und Frankreich...) überall zu raschen Verbesserungen geführt (und tut das auch aktuell überall dort auf der Welt, wo das Virus wütet). Und die erreichten Verbesserungen auf dieser Grundlage ermöglichen uns jetzt die Lockerungen. Also frage ich: Gegen was protestiert man jetzt eigentlich?

  • Das ist aber auch ein wenig einfach gedacht. Niemand zwingt dich, etwas zu kaufen. Genauso kann man sagen, wenn es die Nachfrage nicht gäbe, wäre das Angebot auch nicht da. Unterm Strich entscheidet einfach der Konsument, was er kauft und was nicht.

    Ich bin ja ganz oft Deiner Meinung...aber hier sehe ich es völlig anders. Der Konsument ist erstmal dumm. Die wenigsten Konsumenten reflektieren doch die Zusammenhänge oder blenden sie für den ach so tollen Preis einfach mal aus. Es gibt Bereiche, die müssen geregelt und dürfen nicht dem Konsumentenwillen überlassen werden. Für mich persönlich ist Massentierhaltung das allerbeste Beispiel. Es gibt aber natürlich zig weitere!

  • Das ist genau das Thema. Der Konsument will das doch so. Wenn ich mir hier im Forum so einige Diskussionen zum Thema Sky anschaue, wo um den letzten Euro gefeilscht wird, bestätigt das dies doch.

    Dass lieber wenig als viel gezahlt wird, ist ja eine eher universelle Erkenntnis.


    Man kann das aber auch anders betrachten: Vom ökologischen Standpunkt aus gibt es ja kaum Schlimmeres als die sogenannten Premium Carrier mit ihrer Business- oder gar der First-Class. Und in der Eco nehmen sich doch in der Premium fast alle nichts mehr. Nirgendwo fühlt man sich als Pax "billiger" als auf der Kurzstrecke in Y bei den Hansens, seitdem es teilweise nur noch Wasser aus der großen Flasche gibt.


    Aber das ist ja OT und wird eh gelöscht, also was schreib' ich...?

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Meine Diskussion zielte auf die Maßnahmen in Deutschland ab, und wie effektiv sie bisher waren. Hier wäre ein Vergleich mit anderen Ländern schon angebracht, meine ich, wenn man das sachlich und fair bewerten will.


    Allein mit dem Argument, dass die Grundbedingungen in NYC, Norditalien, Frankreich, England und Deutschland so unterschiedlich seien, lässt sich nur sehr begrenzt argumentieren. Vielmehr war es doch die Herangehensweise, die in diesen Ländern zu unterschiedlichen Ergebnissen führte. (Mit Ausnahme vielleicht von Italien, wo man kalt erwischt wurde - und natürlich Altersstruktur und schwach ausgestaltetes Gesundheitswesen eine Rolle spielte.) In jedem Fall hat ein mehr oder weniger strenger Lockdown (bei uns übrigens weniger streng als Italien und Frankreich...) überall zu raschen Verbesserungen geführt (und tut das auch aktuell überall dort auf der Welt, wo das Virus wütet). Und die erreichten Verbesserungen auf dieser Grundlage ermöglichen uns jetzt die Lockerungen. Also frage ich: Gegen was protestiert man jetzt eigentlich?

    Indeed. Man muss sich doch nur mal vor Augen fuehren, was im Elsass abging (und noch abgeht), und wie relativ glimpflich Baden bisher davon gekommen ist. Die raeumlich Naehe ist doch extrem. Von Karlsruhe aus gesehen ist Strasbourg knapp ne Stunde, Berlin 6-7h weg. Ich denke, dass es vor allem an Glueck und Pech lag, dass sich die Situation so unterschiedlich entwickelt hat. Haette dieses religioese Event nicht in Mulhouse stattgefunden, das das Virus in ganz F, aber vor allem im Elsass wie ein Lauffeuer verbreitet hat, sondern in Karlsruhe, dann wueden viele heute ganz anders diskutieren...

    0

  • Indeed. Man muss sich doch nur mal vor Augen fuehren, was im Elsass abging (und noch abgeht), und wie relativ glimpflich Baden bisher davon gekommen ist. Die raeumlich Naehe ist doch extrem. Von Karlsruhe aus gesehen ist Strasbourg knapp ne Stunde, Berlin 6-7h weg. Ich denke, dass es vor allem an Glueck und Pech lag, dass sich die Situation so unterschiedlich entwickelt hat. Haette dieses religioese Event nicht in Mulhouse stattgefunden, das das Virus in ganz F, aber vor allem im Elsass wie ein Lauffeuer verbreitet hat, sondern in Karlsruhe, dann wueden viele heute ganz anders diskutieren...

    wir hatten unseren Karneval, Starkbierfeste und Ischgl Rückkehrer. Reichen die nicht als Hotspots ? Meine Frezze nochmal

  • Meine Diskussion zielte auf die Maßnahmen in Deutschland ab, und wie effektiv sie bisher waren. Hier wäre ein Vergleich mit anderen Ländern schon angebracht, meine ich, wenn man das sachlich und fair bewerten will.


    Allein mit dem Argument, dass die Grundbedingungen in NYC, Norditalien, Frankreich, England und Deutschland so unterschiedlich seien, lässt sich nur sehr begrenzt argumentieren. Vielmehr war es doch die Herangehensweise, die in diesen Ländern zu unterschiedlichen Ergebnissen führte. (Mit Ausnahme vielleicht von Italien, wo man kalt erwischt wurde - und natürlich Altersstruktur und schwach ausgestaltetes Gesundheitswesen eine Rolle spielte.) In jedem Fall hat ein mehr oder weniger strenger Lockdown (bei uns übrigens weniger streng als Italien und Frankreich...) überall zu raschen Verbesserungen geführt (und tut das auch aktuell überall dort auf der Welt, wo das Virus wütet). Und die erreichten Verbesserungen auf dieser Grundlage ermöglichen uns jetzt die Lockerungen. Also frage ich: Gegen was protestiert man jetzt eigentlich?

    Aber da fängt es doch schon an. Es gab nicht die Maßnahmen. Es gab verschiedene Stufen, angefangen beim Verbot von Großveranstaltungen, Schließung von Schulen und Kitas (was ich als richtig finde und fand) bis hin zu den Ausgangsbeschränkungen. Alles in einer zeitlichen Folge. Wenn ich also hingehe und die Effektivität bewerten möchte, muss ich zunächst klären, welche der jeweiligen Schritte welche Folgen hatten. Allein da hört es schon auf, weil immer nur von den Maßnahmen die Rede und eine klare Entkopplung nicht festzustellen ist.


    Dem Ganzen vorgelagert sind zudem noch weitere Aspekte zu berücksichtigen. Beispielsweise der Zeitpunkt des Ausbruchs oder ob es gerade zu dieser Zeit Events gab, die man, platt ausgedrückt, als Virenschleudern bezeichnen kann. Dazu kommen die Gegebenheiten in den jeweiligen Ländern, wie das Gesundheitswesen, der allgemeine Hygienestandard usw..


    Rufen wir uns nochmal in Erinnerung, dass das Virus bei uns so richtig nach Karneval und diversen Volksfesten durchgeschlagen hat. Das lässt sich auch wunderbar daran erkennen, dass gerade in diesen Regionen die Zahlen der entdeckten Fälle mit Abstand am höchsten waren. Konsequenterweise sind genau diese Art von Veranstaltungen bzw. viele Menschen auf engem Raum vorerst verboten worden. Dieser Effekt war trotz stetig gestiegener Testkapazität klar ersichtlich, da die Zahl der entdeckten Infektionen bereits vor den Ausgangsbeschränkungen rückläufig war. Der Höhepunkt war sogar wenige Tage zuvor erreicht. Logischerweise führt dies dann dazu, dass durch weniger Kontaktmöglichkeiten und weniger aktiver Fälle dieser Trend fortgesetzt bzw. beschleunigt wird. Heißt, wenn ich dafür sorge, dass immer weniger Infizierte sich mit immer weniger Menschen treffen, sinkt die Zahl möglicher Fälle. Inwieweit jetzt die Ausgangsbeschränkungen dieses Trend noch bestärkt haben, obwohl Menschen nach wie vor einkaufen oder auch arbeiten waren, vermag ich nicht zu beurteilen. Dies sahen auch verschiedene Verwaltungsgerichte so und daher war dieser massive Eingriff in die Grundrechte ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr verhältnismäßig bzw. gerechtfertigt.


    In Summe ist es einfach (momentan zumindest) unmöglich, Quervergleiche zwischen den Ländern zu ziehen, wenn sich einfach nur auf absolute Todeszahlen oder Infektionszahlen in Verbindung mit den Maßnahmen - gemeint sind wohl die Ausgangsbeschränkungen - berufen wird. Selbst wir in Deutschland haben regional gravierende Unterschiede. Außerdem, wieso werden immer nur solche Beispiele herangezogen, in denen das Virus schlimmer zugeschlagen hat? Komischerweise hört man beispielsweise von dir nichts von den Ländern, in denen es noch glimpflicher als bei uns ablief. Und ja, die gab es auch. Wieso? Passt das nicht in das gezeichnete Bild? Was hat man davon, wenn man täglich mit Bildern etc. aus anderen Ländern und Zahlen überhäuft wird? Welchen Nutzen soll das suggerieren außer Angst?


    Um die Absurdität des Ganzen mit der Zahlendrescherei deutlich zu machen, möchte ich es nochmal an verschiedenen Beispielen verdeutlichen:


    Die zunächst maßgebende Zahl der Verdopplungszeit wurde drei oder viermal nach oben korrigiert, als das vermeintliche Ziel schneller erreicht wurde, als gedacht. Erst, als man da im dreistelligen Bereich war, wurde plötzlich die Reproduktionszahl als wahre Kenngröße ausgerufen. Momentan duelliert sich diese ja mit der Zahl an Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner. Konsistent und transparent ist das nicht.


    In Schweden beispielsweise, dass hier zu Lande so gerne als das Negativbeispiel schlechthin herangezogen wird, liegt die Zahl der Toten pro 1 Mio. Einwohner fast um die Hälfte unter der Zahl in Italien, obwohl dort sogar Ausgangssperren verhängt worden sind. Also die Maßnahme, die als ultimative herangezogen wird in der (öffentlichen) Diskussion. Alleine da muss einem schon auffallen, dass das so keinen Sinn macht. Aber da schreibt man sich eh die Finger wund und bestätigt nur das, was ich anfangs beschrieben habe.


    Wieso diese Menschen demonstrieren gehen, kann ich dir nicht sagen, weil ich mich daran nicht beteilige. Das sind leider zu großen Teilen die gleichen Spinner, die sonst "Wir sind das Volk" und "Merkel muss weg" schreien. Da ist der Zweck ein ganz anderer. Ich weigere mich aber auch da alle in eine Schublade stecken zu wollen. Es ist doch aktuell kaum möglich, etwas zu kritisieren, ohne direkt dafür abgestraft zu werden. Das gilt nicht nur für unrelevante Menschen wie mich, sondern auch für namhafte Experten. Was wurde ein Streeck nicht dafür kritisiert, dass er in seiner Aussagen dem RKI oder Drosten widersprochen hat. Das hat für mich nichts mit einem vernünftigen Umgang zu tun, ist gar in einer Demokratie schädlich.


    Wenn ich also bestimmte Dinge kritisiere (Umgang mit Zahlen, Art der Kommunikation), dann heißt das nicht, dass ich gegen alles bin. Ich bin aber dagegen, wenn man mir einfach pauschal erzählen möchte, dass das Ende der Menschheit nah ist, weil ITALIEN. Oder, dass wir alle einer riesen Verschwörung unterliegen, weil GATES. Sorry, das ist mir einfach zu dumm.


    Was in der ganzen Betrachtung bisher zu kurz kommt, ist auch die Berücksichtigung der mittel- bis langfristigen Folgen. Man blickt doch nur auf Corona, alles andere wird ausgeblendet. Wie bereits auch hier geschrieben wurde, geht man bereits jetzt von 2,1 Mio. Menschen aus, die vor dem existenziellen Ruin stehen. Die AOK hat vermeldet, dass im April, also der Hälfte des aktuellen Coronazeitraums, in Deutschland über 60% weniger Krankheitsfälle gemeldet worden sind. Was das für die Betroffenen heißt, muss man nicht weiter erklären. Das sind jetzt nur die unmittelbaren Folgen. Der Betrachtungshorizont ist leider momentan bei zu vielen nur auf das jetzt und hier gerichtet, aber das wird der ganzen Lage nicht mal ansatzweise gerecht.


    Und zum Abschluss noch etwas Zynismus: Menschen, die sonst auf ihre Gesundheit scheißen, weil sie rauchen, saufen, sich schlecht ernähren oder Sport nur aus dem Fernsehen kennen, schreien jetzt nach dem Recht auf körperliche Unversehrtheit.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Meine Diskussion zielte auf die Maßnahmen in Deutschland ab, und wie effektiv sie bisher waren. Hier wäre ein Vergleich mit anderen Ländern schon angebracht, meine ich, wenn man das sachlich und fair bewerten will.


    Allein mit dem Argument, dass die Grundbedingungen in NYC, Norditalien, Frankreich, England und Deutschland so unterschiedlich seien, lässt sich nur sehr begrenzt argumentieren. Vielmehr war es doch die Herangehensweise, die in diesen Ländern zu unterschiedlichen Ergebnissen führte. (Mit Ausnahme vielleicht von Italien, wo man kalt erwischt wurde - und natürlich Altersstruktur und schwach ausgestaltetes Gesundheitswesen eine Rolle spielte.) In jedem Fall hat ein mehr oder weniger strenger Lockdown (bei uns übrigens weniger streng als Italien und Frankreich...) überall zu raschen Verbesserungen geführt (und tut das auch aktuell überall dort auf der Welt, wo das Virus wütet). Und die erreichten Verbesserungen auf dieser Grundlage ermöglichen uns jetzt die Lockerungen. Also frage ich: Gegen was protestiert man jetzt eigentlich?

    Alleine mit NYC läßt sich hier schon mal absolut NICHTS vergleichen-von Einwohnerzahl, Einwohnerdichte, öffentliches Verkehrsnetz, Anteil der chinesischen Bevölkerung (China-Town), täglich Millionen ankommende Flugpassagiere, Wohnsituation vor allem der Latinos und Schwarze usw.

    Aber klar, fast das gleiche wie in Hintertupfing.

    Keep calm and go to New York