Corona - wie reagiert ihr?

  • Ich unterschlage das nicht und habe auch nie das Gegenteil behauptet. Du solltest dir zunächst mal darüber im Klaren werden, was Statistik bedeutet. Wenn wir sagen, dass die Risikogruppe ältere und / oder vorerkrankte Menschen sind, heißt das nicht, dass es nur diese trifft, sondern einfach nur, dass die Wahrscheinlichkeit deutlich höher ist. Von daher ist dein Verweis auf den 33 Jährigen einfach nur eine Bestätigung dessen, was ich geschrieben habe. Oder, um es in deinen Worten zu machen, der Versuch, einen Sachverhalt zu relativieren.


    Außerdem zeigt dein Verweis auf deine Oma, so menschlich und nachvollziehbar das ist, den ganzen Egoismus in dieser Debatte. Du stellst hiermit das Leben deiner Oma über das Leben eines anderen Menschen, der möglicherweise aufgrund der ganzen Corona-Maßnahmen in Krankenhäusern nicht die nötige Behandlung bekommen hat. Dass dies vorkommt, zeigen beispielsweise die Zahlen der AOK. Ich kann das auch anders ganz gut verdeutlichen: Wenn es für einen aus der Risikogruppe gefährlich ist, sich im Freien aufzuhalten, wo andere Menschen sind, sollen sich deiner Logik nach alle einsperren, damit die Wahrscheinlichkeit einer Infektion minimiert wird. Dieser Logik folgend dürfte niemand mit dem Auto unterwegs sein, wenn ich auf der Straße bin, weil ansonsten die Gefahr allgegenwärtig ist, dass ich durch einen Fehler eines anderen in einen (tödlichen) Unfall verwickelt werde. Um diese Wahrscheinlichkeit zu verringern, gibt es Verkehrsregeln, die du, um zu Corona zurückzukommen, auf die Verhaltensregeln abwandeln kannst.

    Ja, das habe ich geschrieben und das ist faktisch leider so. Italien hat pro Kopf eine höhere Anzahl von Toten als Schweden, obwohl komplett unterschiedlich in den verschiedenen Maßnahmen. Auch hier zeigt dein Vergleich zu Deutschland, das ich zudem mit keinem Wort erwähnt habe, einfach nur, dass eben viel mehr Einflussfaktoren für das regionale Infektionsgeschehen bestehen, als eben nur Maßnahmen, die in der Regel auf die Ausgangsbeschränkungen zurückgeführt werden. Denn der Logik folgend dürften die Zahlen der Toten pro Kopf zunehmend sein, je lascher diese Ausgangsbeschränkungen gewählt wurden. Das ist einfach nicht der Fall. Daher, und um nichts anderes drehte sich mein Beitrag, sind die Ausgangsbeschränkungen für sich genommen absolut kein Indikator, die die Effektivität jener Maßnahme in Bezug auf das Infektionsgeschehen beurteilen können.


    Du solltest dir auch mal, wenn du die Vergleiche zur USA ziehst, auch das das dortige Sozial- und Gesundheitssystem anschauen. Daraus lassen sich wunderbare Indizien erkennen, wieso es bestimmte Bevölkerungsschichten trifft und andere eben nicht. Ebenso lässt sich dadurch auch sehr gut ableiten, wieso gerade New York mit seiner riesigen chinesischen Community und als eine der kulturellen Drehscheiben der Welt besonders stark betroffen ist.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Ich habe das ja gestern schon gesagt - die staatlichen Maßnahmen sind das eine, was die Menschen machen das andere - neben anderen Einflußfaktoren gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und sozialer Natur sowie der Art, wie und wann sich der Virus in den einzelnen Ländern zeigte. Im Nachhinein Dinge zu kritisieren ist immer recht einfach - auch bei den Dingen, die im Jetzt passieren!


    Zum gesellschaftlichen Faktor gehört ggf. auch, dass wir Deutschen recht vorsichtig sind bzw. auf Sicherheit bedacht - in vielen Dingen und oftmals auch übertrieben. Ausnahmen gibt es da natürlich.



    Dem stimme ich zu. Ebenso, dass jetzt viele aus ihren Löchern gekrochen kommen und es schon immer gewusst haben wollen. Ich kann zumindest für mich behaupten, dass ich die Ausgangsbeschränkungen - nicht die Schließung von Schulen / Kitas etc. - von Anfang an mit bekannten Argumenten kritisiert habe.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Wir wissen bisher viel zu wenig wie dieser Virus wirkt. Ich finde momentan eher die Fälle von betroffenen Kindern erschreckend, die es in den USA, Frankreich, Spanien und Italien gibt, die wohl erst 3 bis 4 Wochen nach Ansteckung und ohne Symptome in der ersten Phase danach, mit schweren entzündlichen Reaktionen kämpfen. In New York gab es davon mind. 100 Fälle mit 3 Toten.

    diesen Bericht gibt es schon lange. vielleicht sollte man hinzufügen dass es überwiegend dunkelhäutige Kinder sind bei denen es auftritt, also vermutlich genetisch bedingt.

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  • primär Naturschutz. diese ganzen Billigflüge und Billigurlaube sollten aufhören.

    in der Tat :)

    ja,das ist ein Argument was ich nachvollziehen kann.

    billigflüge und urlaube für 300 euro die Woche müssen echt nicht sein...aber dann müsste ja die irische airline dicht machen.

    Wer hätte jemals gedacht das Kirchen und Puffs aus dem gleichen Grund geschlossen sind!

  • und bitte die zig sinnfreien regierungsflüge zwischen berlin und bonn abschaffen...

    Richtig. Dennoch sollte zuallererst jeder bei sich anfangen . Aber daran wird sich eh nichts ändern. Die Leute werden weiter für 17 € nach Malle zum Wochenendsaufen fliegen

  • ja,das ist ein Argument was ich nachvollziehen kann.

    billigflüge und urlaube für 300 euro die Woche müssen echt nicht sein...aber dann müsste ja die irische airline dicht machen.

    generell die Subventionen der Airlines streichen. im Tourismus mehr auf Qualität statt Quantität setzen.

    das wäre mal ein Punkt den man relativ schnell regeln und umsetzen könnte. die Diskussion um den Klimawandel wird imo großteils falsch geführt, in Richtung wie kann man den Klimawandel stoppen... ganz einfache Antwort: gar nicht. es müsste viel mehr darum gehen wie wir MIT dem Klimawandel leben können und müssen, wie man das Leben darauf anpassen kann.

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  • Heute werden in ganz Deutschland wieder Menschen auf der Straße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen protestieren, darunter auch Verschwörungstheoretiker, die behaupten, dass die Regierung eine Impfpflicht plane. Dem widerspricht jetzt der Kanzleramtschef!

    Eine Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus soll es in Deutschland nach dem Willen des Kanzleramtes nicht geben. Vielmehr solle eine mögliche Impfung freiwillig sein, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es wäre natürlich gut, „wenn sich viele impfen lassen“.

„Wenn es den Impfstoff hoffentlich schnell gibt, kann jeder sich impfen lassen, wenn er das möchte“, sagte Braun. „Wer das nicht will, muss das Risiko einer Infektion selbst tragen.“ 

Der Kanzleramtschef äußerte die Hoffnung, dass es zwischen Anfang und Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff für die breite Bevölkerung geben wird. Dann sei auch das Ende der Pandemie erreicht: „Wenn ein Impfstoff verfügbar ist, dann wird es keine Beschränkungen mehr geben, und wir kehren endlich zum normalen Leben zurück.“


    Wollte man eine verpflichtende Impfung einführen, würde das Infektionsschutzgesetz enge rechtliche Grenzen setzen: Eine solche Pflicht kann von der Bundesregierung demzufolge nicht einfach angeordnet, sondern nur „mit Zustimmung des Bundesrates“, also von Bund und Ländern gemeinsam, beschlossen werden – „für bedrohte Teile der Bevölkerung“, wie es in Paragraph 20, Absatz 6 heißt; das gilt bereits seit 2001.

Verpflichtende Impfungen sind aber nur in besonderen Fällen zu rechtfertigen, denn sie könnten gegen Artikel 2 des Grundgesetzes verstoßen: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“, heißt es dort. „Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur aufgrund eines Gesetzes eingegriffen werden.“ Der Weg zu einer Impfpflicht gegen Corona wäre demnach lang, aber rechtlich möglich.

Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages kamen 2016 zu dem Schluss, dass zwar „eine Impfpflicht für bedrohte Teile der Bevölkerung (...) einen Eingriff in das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ bedeute, im Seuchenfall „verfassungsrechtlich jedoch gerechtfertigt erscheinen“ könne.

In dem von der Bundesregierung erarbeiteten Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist keine Impfpflicht vorgesehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in dem Entwurf für eine Reform des Infektionsschutzgesetzes zunächst aber eine „Immunitätsdokumentation“ geplant – einen Nachweis, der bestimmten Gruppen Sonderrechte gewähren könnte.

    Die Idee: Wer eine Corona-Erkrankung überstanden hat, Antikörper in sich trägt und sich seine Immunität von einem Arzt bestätigen lässt, könnte im aktuellen Fall von gewissen Schutzmaßnahmen wie dem Tragen einer Maske ausgenommen werden.

Kritiker befürchteten eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Nach Protesten, unter anderem vom Koalitionspartner SPD, hat Spahn den Vorschlag zurückgezogen und den Ethikrat um seine Einschätzung gebeten. Grundsätzlich aber hält er an Plänen zur Einführung eines Immunitätsausweises fest.

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  • primär Naturschutz. diese ganzen Billigflüge und Billigurlaube sollten aufhören.


    Das kann's ja nicht sein. Dann lieber bei den Geschäftsreisen anfangen. Denn die sind in der Tat meist überflüssig.


    es müsste viel mehr darum gehen wie wir MIT dem Klimawandel leben können und müssen, wie man das Leben darauf anpassen kann.


    Da gehe bzw. fliege ich wieder mit.


  • Der Mann hat für die Verbreitung seiner persönlichen Meinung einen offiziellen Briefbogen genutzt.


    Da er Beamter ist, kann er auch nicht rausgeschmissen werden, schon gar nicht "einfach". Hätte er Selbiges bei einem Unternehmen getan, wäre er wohl wirklich auf der Straße gelandet.

  • Wir können aber doch nicht anfangen, die Maßnahmen nur bei Vorhandensein eines Impfstoffs alle aufzuheben Und dann zu sagen, wer sich nicht impfen lässt, trägt die Verantwortung für eine mögliche Infektion selbst, wenn es dann erst mal 20 Millionen Impfdosen gibt. Und das weltweit. Aber dann ist auf einmal auf einen Schlag nicht mehr jedes Leben rettenswert.


    Davon kann man aufgrund der aktuellen Aussagen auch nur den Kopf schütteln.

  • Das kann's ja nicht sein. Dann lieber bei den Geschäftsreisen anfangen. Denn die sind in der Tat meist überflüssig.



    Da gehe bzw. fliege ich wieder mit.

    da würde ich nicht unterscheiden. Flug ist Flug egal zu welchem Zweck. Wenn's teuer genug ist wird man sich sowieso überlegen Geschäftsreisen zu reduzieren.

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  • da würde ich nicht unterscheiden. Flug ist Flug egal zu welchem Zweck. Wenn's teuer genug ist wird man sich sowieso überlegen Geschäftsreisen zu reduzieren.


    Mir widerstrebt alles, was letztlich zu Privilegien führt. Fliegen nur für Wohlhabende? Nein, danke! Da finde ich deinen anderen Gedanken viel zielführender: Klimaveränderungen etc. ein Stück weit akzeptieren und unser Leben anpassen!


    Und so teuer, dass Geschäftsreisen nachhaltig reduziert werden, kannst du das Fliegen gar nicht machen. Das sind Kosten, die durchgereicht - und letztlich vom Verbraucher getragen werden.


    Aber klar, der Ansatz, fliegen (solange es die Umwelt schädigt) auf ein notwendiges Maß zu reduzieren, kann per se nicht falsch sein. Ist halt die Frage, ob dies wie so Vieles über die Preisschraube geregelt werden muss.