Corona - wie reagiert ihr?

  • Es war jetzt aus dem Artikel nicht wirklich ersichtlich, aber auch da wurden alle verschiedenen Maßnahmen zusammen genommen. Welche wie gewirkt hat, wird auch da leider nicht geklärt. Das wäre aber beispielsweise für mich interessant gewesen, da ich lediglich die Ausgangsbeschränkungen kritisiere. Alles andere nicht.


    Zudem, wenn ich davon ausgehe, dass sich bei einer ungebremsten Ausbreitung zwei Drittel der Menschen anstecken können, das mit einer realistischen Mortalität weiterführe, sind das jetzt keine Zahlen, die vollkommen aus der Luft gegriffen scheinen, also für Europa. Nur ist das für mich jetzt keine Aussage, die irgendwie weiterhilft. Bedient nur was hätte, wäre, wenn passieren können.

    richtig. Es ist ja auch jetzt scheinbar absehbar, dass nicht nur die Maßnahmen die Verbreitung ausgebremst haben, sondern dass es eine viel größere Kreuzimmunität durch eine vorherige Erkrankung mit anderen Corona-Viren gibt als bisher angenommen und dass wir deswegen tatsächlich auch gar nicht mal unbedingt Angst vor einer so extrem großen zweiten Welle haben müssen.

  • richtig. Es ist ja auch jetzt scheinbar absehbar, dass nicht nur die Maßnahmen die Verbreitung ausgebremst haben, sondern dass es eine viel größere Kreuzimmunität durch eine vorherige Erkrankung mit anderen Corona-Viren gibt als bisher angenommen und dass wir deswegen tatsächlich auch gar nicht mal unbedingt Angst vor einer so extrem großen zweiten Welle haben müssen.

    Wobei man das damals halt einfach nicht wusste. Von daher darf das jetzt nicht zur Beurteilung der Notwendigkeit herangezogen werden.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Es war jetzt aus dem Artikel nicht wirklich ersichtlich, aber auch da wurden alle verschiedenen Maßnahmen zusammen genommen. Welche wie gewirkt hat, wird auch da leider nicht geklärt. Das wäre aber beispielsweise für mich interessant gewesen, da ich lediglich die Ausgangsbeschränkungen kritisiere. Alles andere nicht.

    Aus heutiger Sicht kann man das kritisieren. Vermutlich hätten wir im Freien weiterhin soziale Kontakte haben können und auf der anderen Seite hätte man in Innenräumen vielleicht noch kritischer sein können.


    Das Wissen war aber zu dem Zeitpunkt nicht vorhanden. In anbetracht der Superspreading Events in Stadien war davon auch nicht unbedingt auszugehen.

    Danger is my business

  • Muss man einer Studie nicht zwangsläufig das Präfix "Gefälligkeits-" verleihen, wenn in dieser nicht berücksichtigt wird, dass die Infektionskurve in D nachweislich ihr Maximum erreicht hatte, bevor die Lockdown-Maßnahnen Wirkung zeigen konnten.... ?

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Muss man einer Studie nicht zwangsläufig das Präfix "Gefälligkeits-" verleihen, wenn in dieser nicht berücksichtigt wird, dass die Infektionskurve in D nachweislich ihr Maximum erreicht hatte, bevor die Lockdown-Maßnahnen Wirkung zeigen konnten.... ?

    Ach komm. Jeder hat mitbekommen, dass Homburg sich die Kurve zurecht gebogen hat in dem erst dann abgefangen hat als viele Maßnahmen schon ergriffen waren.


    Die Ausbrüche bei den Gottesdiensten beweist, dass es ohne Eingreifen jeder Zeit wieder ein Superspreading geben kann, wenn man nicht schnell isoliert.


    Da reichen 20 Leute in nem Innenraum. Dass das aussen weit unproblematischer ist hat man erst später erkennen können.

    Danger is my business

  • Die Ausbrüche bei den Gottesdiensten beweist, dass es ohne Eingreifen jeder Zeit wieder ein Superspreading geben kann, wenn man nicht schnell isoliert.

    Die andere Seite der Medaille ist aber doch, dass wir mit genau so etwas zu leben lernen müssen. Gerade vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass ein Impfstoff lange nicht und dann nicht für alle verfügbar sein wird und dass es offensichtlich doch mehr Kreuzimmunität geben wird als zuerst angenommen. Natürlich ist das alles dynamisch in der Entwicklung, aber nur, weil die Maßnahmen aus damaliger Sicht vollkommen okay waren, heißt es ja nicht, dass wir jetzt alles bis zur Ausrottung des Virus durchziehen müssen. Das wird uns nämlich nicht gelingen.


    Aus meiner Sicht ist momentan das größte Problem, dass die Unterschiede in den einzelnen Maßnahmen, die aber dieselben Personengruppen betreffen, einfach zu groß sind.

  • Da reichen 20 Leute in nem Innenraum. Dass das aussen weit unproblematischer ist hat man erst später erkennen können.

    Aber um was auszulösen? Eine Katastrophe?

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • .... Streecks aktuelle Aussagen zur Immunität legitimieren ja das ursprüngliche Ziel der Kanzlerin:


    Flatten the Curve + langsames Durchimmunisieren.


    Von beidem ist in der Politik so gut wie keine Rede mehr.

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Ach komm. Jeder hat mitbekommen, dass Homburg sich die Kurve zurecht gebogen hat in dem erst dann abgefangen hat als viele Maßnahmen schon ergriffen waren.


    Die Ausbrüche bei den Gottesdiensten beweist, dass es ohne Eingreifen jeder Zeit wieder ein Superspreading geben kann, wenn man nicht schnell isoliert.


    Da reichen 20 Leute in nem Innenraum. Dass das aussen weit unproblematischer ist hat man erst später erkennen können.

    Wobei man m.E. diese Erkenntnis - dass es in den Außenräumen viel ungefährlicher ist, viel mehr Nutzen könnte - gerade jetzt in den Sommermonaten - z.B. in den Konzepten von Schulen und Kindergärten. Solange die Quoten so niedrig sind, sollte man Veranstaltungen im Freien dann doch weniger kritisch sehen. (wenn ggf. auch nicht so eng und teilweise chaotisch wie auf den Demonstrationen am Wochenende).


    Die 15-jährige Tochter meiner Cousine in Maryland hat es jetzt auch erwischt - da ist der Verlauf, obwohl sie nicht in den Ballungsräumen wohnt, noch ganz anders als hier. Hier hat man erst wieder geöffnet, als die Zahlen schon sehr niedrig waren - auch Spanien und Italien zeigen momentan recht niedrige Zahlen. Weder meine Cousine, noch die zwei Brüder und der Vater, bei denen die Jungs leben, die Tochter aber auch viel Zeit verbringt, haben sich aber angesteckt. Es ist wohl recht schwierig, den Freiheitsdrang von Teenagern so lange einzuschränken.

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  • Aber um was auszulösen? Eine Katastrophe?

    Mir ist dieser Begriff "Superspreading" auch immer zu heftig. Den kann man vielleicht beim Karneval verwenden oder wenn wir Oktoberfest feiern würden, aber nicht wenn sich irgendwo mal 50 Hansel anstecken. Meine Güte, wie oft soll man noch unsere Bevölkerungszahl nennen, bevor manche merken, dass 50, 100, 1000 oder 10.000 Menschen ein Witz in der Statistik sind. Wie soll das Thema denn noch ernst genommen werden, wenn mit jeder Infizierung nach wie vor umgegangen wird, als ginge es um die Zukunft der Menschheit?

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  • Die Zukunft der Menschheit ist durch Corona nicht bedroht.


    Die Zukunft einiger Hunderttausender weltweit sehr wohl.

    Irgendwas ist immer, war ja in der Vergangenheit bereits so. Muss da jetzt aber nicht weiter drauf eingehen, dass es da kein großes Thema war.

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  • „Zu Beginn der Pandemie gab es eine Diskussion, ob ältere Menschen und Risikogruppen isoliert werden sollten, damit für alle anderen das Leben so normal wie möglich weiterlaufen kann. Das wurde zu Recht empört verworfen. Doch dann hat man sich schleichend und ohne Diskussion dazu entschieden, stattdessen vor allem Kinder zu isolieren.“


    https://app.handelsblatt.com/m…-JevvbZXCMOLrBQGy0haM-ap1

    Du magst zwar recht haben, aber meine Meinung gefällt mir trotzdem besser :S

  • Interessant wäre eine Aufschlüsselung, wo vor allem die Infektionen etc. aufgetreten sind. Es liest sich ja immer wieder, dass vor allem in Altenheimen, Krankenhäusern und sonstigen Pflegeeinrichtungen das Virus besonders stark präsent gewesen wäre. Da wäre die prozentuale Verteilung zum Rest auch interessant. Vor der Prämisse, die Alten zu beschützen und deswegen die jüngeren deutlich zu beschränken, wäre das zu prüfen.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.