Corona - wie reagiert ihr?

  • Der Schutz endet halt oft auch dort, wo die Risikogruppen nicht geschützt oder bevormundet werden wollen. Das ist etwas, was mir in dieser ganzen Diskussion auch viel zu häufig untergeht. Damit steht und fällt aber auch die Legitimation der Maßnahmen.

    Diese Argumentation, dass sich die überwältigende Mehrheit anders verhalten muss um eine winzige Minderheit zu schützen ist grundsätzlich absurd.


    Damit wird die Verantwortung einfach völlig bizarr auf andere übertragen, die kein Risiko tragen. Man stelle sich vor, eine Versicherung würde so arbeiten. Und ob die Schutzobjekte das überhaupt wollen, ist die nächste Frage.


    Der Jupp_Don unterstellt hier, dass alle Alten keine Lust haben sich von Menschenmassen fernzuhalten und man das mit allen Mitteln staatlich garantieren muss. Gleichzeitig entscheidet er, dass die Alten ihre Enkelkinder nicht in den Arm nehmen dürfen, weil das ja in ihrem Interesse wäre.
    Irre, wie ein einzelner Mensch so viele absolute Wahrheiten kennen kann.


    Warum ist es so schwer, alten Menschen die Entscheidungsfreiheit darüber zu geben, ob sie sich selbst schützen wollen oder nicht? Was diese Leute übrigens sowieso selbst entscheiden, unabhängig davon ob der Regaleinräumer im Supermarkt ein Jahr lang mit dem Rotztuch vor der Nase rumlaufen muss...

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  • Hallöchen, ich bin schon seit geraumer Zeit eine stille Mitleserin im Forum und bin jetzt im Corona-Thread über etwas "gestolpert", zu dem ich mich dann doch gerne mal äußern würde. Und zwar über die folgende Bemerkung eines Users: "Und da sind wir doch schon wieder an dem Punkt, was von Anfang an - überall - vielleicht die Alternative hätte sein können: Fokus auf Behandlungsmethoden und Schutz der Risikogruppen."


    Ich bin Mitte 50 und gehöre der Risikogruppe an (u. a. wegen Asthma). Meine Eltern sind über bzw. knapp 80 und haben Vorerkrankungen (u. a. Bluthochdruck, Diabetes). Wie soll das denn funktionieren, dass wir uns schützen/geschützt werden, wenn die Maßnahmen für alle wieder aufgehoben werden sollten? Also keine Maskenpflicht, keine Abstandsregeln mehr usw. Wer soll für meine Eltern einkaufen gehen, wer für mich? Wie sollen wir uns beim Arztbesuch schützen, wo im übrigen jetzt schon teilweise keine Masken (mehr) getragen werden (war letztens selbst beim Arzt, im kleinen Wartezimmer trug nicht einer der Patienten einen MNS und die Ärztin selbst auch nicht...)?


    Ich bin grundsätzlich auch dafür, so viele Freiheiten wie möglich zuzulassen und die Bevölkerung nicht weiter einzuschränken, aber ich möchte auf der anderen Seite auch nicht am eigenen Leib "ausprobieren" müssen, wie sich eine schwere COVID19-Erkrankung anfühlt, nur damit die anderen keine Rücksicht mehr nehmen müssen.


    Dieses "Risikogruppen-Schützen-Ding" verstehe ich einfach nicht und hätte dazu gern ernstgemeinte Vorschläge, wie das funktionieren soll. Und wie gesagt - es geht mir nicht darum, dass ich feiern gehen will oder mich mit was weiß ich wie vielen Menschen durchs Einkaufszentrum schlängeln muss, sondern um ganz grundlegende Dinge wie Einkaufen (Lebensmittel), Arztbesuche usw.


    Ich würde mich wirklich freuen, wenn mir jemand dazu etwas Sinnvolles und auch Durchführbares vorschlagen könnte...

  • Das ist genau mein Punkt - ich MÖCHTE selbst entscheiden, ob ich mich schütze, heißt: Ich MÖCHTE mich beim Einkaufen schützen, aber wie, wenn weder die Regaleinräumer noch die Kunden ein "Rotztuch vor der Nase haben" und keinen Abstand halten? Du unterstellst ja quasi, dass es rein am Willen der Älteren und Risikogruppen liegt, ob sie geschützt werden oder nicht. Aber es liegt eben nicht am Willen, sondern an der nicht möglichen Umsetzung!

  • "Im März aber nicht. Da haben wir sämtliche Stationen geräumt, damit da Platz für die abgekündigten 50 Mio Infizierten ist. Ich kenne genug Menschen, die in Krankenhäusern arbeiten und sich zu Tode gelangweilt haben, weil die Intensivstationen leer waren. Plötzlich war niemand mehr krank oder musste operiert werden? Na, dann hat das ja genau in den Zeitplan von Corona gepasst, Glück gehabt. Wer´s glaubt..."


    Das waren deine Worte auf Seite 734.

    Man wollte 600 Krankenhäuser schliessen. Das ging nicht, das Virus kam dem zuvor. So läßt man sie nun halt pleite gehen. Da hilft auch keine App. Spanien läßt Grüssen.

  • dann trage doch selbst immer einen Mundschutz ... es wird auch genügend andere Menschen geben die auch sich weiterhin schützen werden ...


    aber mal ehrlich hier wird immer auf der Risikogruppe rumgeritten ( sorry) aber wie schützen sich denn die Risikogruppe auch ohne Corona über die letzten Jahrzehnte ?

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  • Das ist genau mein Punkt - ich MÖCHTE selbst entscheiden, ob ich mich schütze, heißt: Ich MÖCHTE mich beim Einkaufen schützen, aber wie, wenn weder die Regaleinräumer noch die Kunden ein "Rotztuch vor der Nase haben" und keinen Abstand halten? Du unterstellst ja quasi, dass es rein am Willen der Älteren und Risikogruppen liegt, ob sie geschützt werden oder nicht. Aber es liegt eben nicht am Willen, sondern an der nicht möglichen Umsetzung!

    Ich glaube dass es inzwischen als gesichert gilt, sowohl unter den Infektions-Panikern als auch ihrer Gegenseite wie mir, dass die Wahrscheinlichkeit, sich im Supermarkt anzustecken relativ gering ist. Und auch an den meisten anderen Orten, die von Menschen regelmäßig aufgesucht werden, wie zB Restaurants. Wie sonst sollte man erklären, dass die Angestellten in den Supermärkten größtenteils vom Virus verschon blieben, als es noch keine Maskenpflicht gab, obwohl die da in 0,5m Abstand jeden Tag 1.000 Leute abkassiert haben?


    Die Infektionscluster kamen doch immer aus irgendwelchen Örtlichkeiten, wo viele Menschen eng zusammen in einem stickigen Raum waren. Bierfest, Schihütte, Karnevalsveranstaltungen (vermutlich eher danach in den Kneipen, als die Sache auf der Straße), Schlachtereien, vermutlich auch andere Fabriken, und vermutlich auch der ÖPNV. Sowas kann man aber meiden. Ich war zB schon seit fast einem Jahr nicht mehr irgendwo, wo Leute dicht an dicht stehen, ausser bei Konzerten (die ich vermisse und gerne wieder hin möchte), abgesehen von der U-Bahn. Maskenpflicht, fertig.

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  • Ich trage einen MNS - und schütze damit ANDERE, nicht mich selbst... Ich dachte, das sei inzwischen klar geworden, dass ein MNS eben nicht uns selbst schützt. Wäre es so, wäre alles viel einfacher.


    Natürlich hoffe ich, dass einige weiterhin einen MNS tragen werden. Aber alleine mein beschriebener Arztbesuch lässt mich etwas zweifeln.


    Wie ich mich bisher geschützt habe? Wenn ich selber Krankheitszeichen z. B. einer Erkältung hatte, habe ich mich von anderen fern gehalten, solange die Symptome anhielten (ist ja meist nicht lange). Wenn Freunde erkältet waren, haben wir uns eine Zeitlang nicht getroffen. Wenn jemand beim Arzt oder im Supermarkt geniest hat, habe ich möglichst Abstand gehalten. Das Problem dabei: Bei Corona merke weder ich noch der andere selbst, dass er bereits infiziert ist (da - noch - symptomlos). Da kann ich also - weder im Freundeskreis noch beim Arzt noch im Supermarkt - keine Maßnahmen ergreifen wie die genannten, da es eben nicht sichtbar ist. JEDER in meinem Umkreis könnte ansteckend sein, ohne dass ich mich davor schützen könnte. Anders eben als bei einer Erkältung. Gegen Grippe bin ich geimpft, gegen Pneumokokken auch wegen des Asthmas, die Hygieneregeln beachte ich schon immer - ICH tue, denke ich, alles, was MIR möglich ist, um mich zu schützen (und wegen Corona durch das Tragen eines MNS auch alles, um die anderen zu schützen). Aber wie soll das bei Corona gehen, ggf. über Monate, wenn ich den "Überträger" nicht mal erkenne und er selbst nicht weiß, dass er einer ist? Genau das ist ja eben der Unterschied zur normalen Erkältung/Grippe.

  • Ich bin Mitte 50 und gehöre der Risikogruppe an (u. a. wegen Asthma). Meine Eltern sind über bzw. knapp 80 und haben Vorerkrankungen (u. a. Bluthochdruck, Diabetes). Wie soll das denn funktionieren, dass wir uns schützen/geschützt werden, wenn die Maßnahmen für alle wieder aufgehoben werden sollten? Also keine Maskenpflicht, keine Abstandsregeln mehr usw. Wer soll für meine Eltern einkaufen gehen, wer für mich? Wie sollen wir uns beim Arztbesuch schützen, wo im übrigen jetzt schon teilweise keine Masken (mehr) getragen werden (war letztens selbst beim Arzt, im kleinen Wartezimmer trug nicht einer der Patienten einen MNS und die Ärztin selbst auch nicht...)?

    btw. was hier ja auch gerne diskutiert wird, ist die Frage warum wir wgen diesem Virus so einen Aufstand proben, wegen einem popeligen Influenza-Virus aber nicht, obwohl der jedes Jahr zig tausende Vorerkrankte dahinrafft.


    Ich bin übrigens auch Asthmatiker (bzw, war es mein ganzes Leben lang, bis vor 2-3 Jahren als die Allergien von selbst verschwunden sind weil ich auf der anderen Seite des Planeten gelebt habe) und weiss recht genau, dass einen das Asthma sehr angreifbar zurücklässt. Ich hab bestimmt schon 500 mal bakterielle Infektionen der Bronchien gehabt, die dann jedes mal mit einem Antibiotika-Overkill geheilt werden mussten. Ich sehe aber nicht den geringsten Grund, mich vor Covid-19 mehr zu fürchten als vor der Influenza. Die Wirkung auf Asthmatiker ist in beiden Fällen eher suboptimal. Wirklich problematisch ist es aber nur deshalb, weil die Virusinfektion den Weg für bakterielle Infektionen bereitet, die dann die richtigen Probleme verursachen.

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  • Das ist genau mein Punkt - ich MÖCHTE selbst entscheiden, ob ich mich schütze, heißt: Ich MÖCHTE mich beim Einkaufen schützen, aber wie, wenn weder die Regaleinräumer noch die Kunden ein "Rotztuch vor der Nase haben" und keinen Abstand halten? Du unterstellst ja quasi, dass es rein am Willen der Älteren und Risikogruppen liegt, ob sie geschützt werden oder nicht. Aber es liegt eben nicht am Willen, sondern an der nicht möglichen Umsetzung!

    Dann besorge dir und deinen Eltern FFP2-Schutzmasken, dann seid ihr doch geschützt?!

  • eben nicht jeder, das ist ja das Problem an sich. es wird suggeriert das man an jeder Ecke vom Virus angesprungen wird.

    die beste Maßnahme wäre flächendeckend zu testen und zwar jeden der in Deutschland seinen Wohnsitz hat. 800.000 Tests pro Woche sind möglich. erst dann hat man einen Überblick wer sich wann und wo anstecken kann.

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  • Ich glaube dass es inzwischen als gesichert gilt, sowohl unter den Infektions-Panikern als auch ihrer Gegenseite wie mir, dass die Wahrscheinlichkeit, sich im Supermarkt anzustecken relativ gering ist. Und auch an den meisten anderen Orten, die von Menschen regelmäßig aufgesucht werden, wie zB Restaurants. Wie sonst sollte man erklären, dass die Angestellten in den Supermärkten größtenteils vom Virus verschon blieben, als es noch keine Maskenpflicht gab, obwohl die da in 0,5m Abstand jeden Tag 1.000 Leute abkassiert haben?


    Die Infektionscluster kamen doch immer aus irgendwelchen Örtlichkeiten, wo viele Menschen eng zusammen in einem stickigen Raum waren. Bierfest, Schihütte, Karnevalsveranstaltungen (vermutlich eher danach in den Kneipen, als die Sache auf der Straße), Schlachtereien, vermutlich auch andere Fabriken, und vermutlich auch der ÖPNV. Sowas kann man aber meiden. Ich war zB schon seit fast einem Jahr nicht mehr irgendwo, wo Leute dicht an dicht stehen, ausser bei Konzerten (die ich vermisse und gerne wieder hin möchte), abgesehen von der U-Bahn. Maskenpflicht, fertig.

    Bei Massenveranstaltungen war ich auch schon länger nicht mehr und werde es auch künftig nicht (hat aber andere gesundheitliche Gründe). Diese Gefahr kann ich für mich tatsächlich ausschließen.


    Ich frage mich nur, wo die stetig neuen Infektionen hier in meinem Landkreis (wohne etwas außerhalb von Berlin) herkommen - es mögen nicht viele sein, aber es gibt sie. Veranstaltungen finden allerdings nicht statt und von Clustern (z. B. in einem Betrieb) wurde auch nicht berichtet. Wo haben sich diese Menschen also infiziert? Doch im Supermarkt, beim Arzt? Wenn man das so genau sagen oder bestimmte Orte ausschließen könnte, wäre ich sehr froh, aber ganz so einfach scheint es dann doch nicht zu sein, auch wenn es "Hinweise" geben mag.

  • Liegt das nicht auf der Hand? Wer dem Staat mit einem derart grundsätzlichen Misstrauen begegnet, wie du es seit Wochen demonstrierst, würde ihn wohl nachhaltig verändert, wenn er könnte.


    Dass Du kein politischer Denker mehr wirst, war mir ja bereits länger klar, ich danke recht herzlich für die Bestätigung.


    Aber ich erkenne auch an, dass eine gewisse Obrigkeitshörigkeit bzw. -- freundlicher ausgedrückt -- ein gewisses Urvertrauen wohl untrennbar zu Deinem Wesen gehört. Das sieht man ja bei Themen rund um den FCB, da redest Du der Vereinsführung auch auffällig oft nach dem Mund.


    Halten wir Folgendes fest:


    "Kritik ist aller Demokratie wesentlich. Nicht nur verlangt Demokratie Freiheit zur Kritik und bedarf kritischer Impulse. Sie wird durch Kritik geradezu definiert."


    Theodor W. Adorno

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Dann besorge dir und deinen Eltern FFP2-Schutzmasken, dann seid ihr doch geschützt?!

    Hab ich probiert (meine Eltern noch nicht), kann damit aber als Asthmatiker nur schwer umgehen (kriege sehr schlecht Luft). Ich weiß, jetzt kommt sicher das Argument (nicht unbedingt von dir, sondern allgemein), dass andere eben genau diese Probleme mit dem normalen MNS haben und diesen deshalb nicht aufsetzen wollen. Ich verstehe, dass dieses Teil viele nervt, aber als gesunder Mensch kann man das hinkriegen, denke ich, wenn man nur WILL - und daran scheitert es oft... Bei mir ist es aufgrund meiner Krankheit keine Frage des Wollens mit der FFP, sondern eben des Könnens (trotz Ventil geht das leider gar nicht).

  • Ich frage mich nur, wo die stetig neuen Infektionen hier in meinem Landkreis (wohne etwas außerhalb von Berlin) herkommen

    Naja, die Frage ist ja schon, wie dramatisch diese Neuinfektionen sind... das ist letztendlich der Witz an der ganzen Sache: Je unbemerkter sich das Virus verbreitet, umso harmloser ist es auch, weil es sonst nicht unbemerkt geblieben wäre.


    Dann wird getestet, und man stellt fest, dass - sagen wir mal - 45% der Besucher eines Tierparks positiv sind. Die es auch vor dem Test schon waren, ein normales Leben geführt haben, andere Menschen (inkl. Risikomenschen) getroffen haben, und keiner hat's gemerkt. Und die vielleicht schon immun sind und nur noch tote Viren-RNA im Körper haben. Und dann heisst es: Wow, neuer Cluster, wir werden alle sterben. Das ist doch völlig lebensfremd.

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  • btw. was hier ja auch gerne diskutiert wird, ist die Frage warum wir wgen diesem Virus so einen Aufstand proben, wegen einem popeligen Influenza-Virus aber nicht, obwohl der jedes Jahr zig tausende Vorerkrankte dahinrafft.


    Ich bin übrigens auch Asthmatiker (bzw, war es mein ganzes Leben lang, bis vor 2-3 Jahren als die Allergien von selbst verschwunden sind weil ich auf der anderen Seite des Planeten gelebt habe) und weiss recht genau, dass einen das Asthma sehr angreifbar zurücklässt. Ich hab bestimmt schon 500 mal bakterielle Infektionen der Bronchien gehabt, die dann jedes mal mit einem Antibiotika-Overkill geheilt werden mussten. Ich sehe aber nicht den geringsten Grund, mich vor Covid-19 mehr zu fürchten als vor der Influenza. Die Wirkung auf Asthmatiker ist in beiden Fällen eher suboptimal. Wirklich problematisch ist es aber nur deshalb, weil die Virusinfektion den Weg für bakterielle Infektionen bereitet, die dann die richtigen Probleme verursachen.

    Schön, dass es hier jemanden gibt, der das mit dem Asthma nachvollziehen kann (auch wenn es natürlich besser wäre, du könntest das nicht...). Ich möchte nie, nie wieder in meinem Leben an Atemnot leiden - ich hatte wirklich schlimme Asthmaanfälle und das wünsche ich niemandem. Du wirst das verstehen. Wahrscheinlich bin ich deshalb auch ein bisschen panischer als andere, das gebe ich gerne zu. Aber ich weiß halt trotzdem nicht, wie ich das mit dem Schutz hinbekommen soll, wenn alle z. B. keine Maske mehr tragen müssen und wollen. Klar habe ich während der Influenza-Zeit (bisher) auch keine getragen und die anderen natürlich auch nicht, aber durch meine beschriebenen Maßnahmen und durch die Impfung konnte ich bisher Schlimmeres verhindern. Bei Corona geht das eben - aus den genannten Gründen und über eine sehr lange Zeit - nicht ganz so einfach...

  • bayernimherz fan11883


    Ich will mich in euren philosphischen Schwallkopf-Exkurs eigentlich nicht einmischen, finde es aber besorgniserregend, dass selbst der juristisch ausgebildete fob den Unterschied zwischen Rechtsstaatlichkeit und Demokratie nicht mehr zu kennen scheint. Da gehen dann die Alarmglocken an. Wenn Rechtsstaatlichkeit am politischen Mehrheitswillen festgemacht wird, bin ich hier weg.

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  • Naja, die Frage ist ja schon, wie dramatisch diese Neuinfektionen sind... das ist letztendlich der Witz an der ganzen Sache: Je unbemerkter sich das Virus verbreitet, umso harmloser ist es auch, weil es sonst nicht unbemerkt geblieben wäre.


    Dann wird getestet, und man stellt fest, dass - sagen wir mal - 45% der Besucher eines Tierparks positiv sind. Die es auch vor dem Test schon waren, ein normales Leben geführt haben, andere Menschen (inkl. Risikomenschen) getroffen haben, und keiner hat's gemerkt. Und die vielleicht schon immun sind und nur noch tote Viren-RNA im Körper haben. Und dann heisst es: Wow, neuer Cluster, wir werden alle sterben. Das ist doch völlig lebensfremd.

    Da hast du natürlich völlig recht - das Virus ist unter uns, es bleibt oft unbemerkt, es ist oft harmlos. Wenn ich mich dann trotzdem anstecke und (schwer) erkranke, ist es eben das normale Lebensrisiko, so wird es ja gern ausgedrückt und damit können wir diese Diskussion eigentlich schließen, denn gegen dieses Argument komme ich auch nicht an.


    Ich trage halt die Angst, mich anzustecken und zu erkranken (oder Schlimmeres), weiter mit mir herum und werde damit leben müssen. Ich kann's ja eh nicht ändern. Glücklich macht mich das nicht, aber wer ist das schon... 😉

  • Aber ich weiß halt trotzdem nicht, wie ich das mit dem Schutz hinbekommen soll, wenn alle z. B. keine Maske mehr tragen müssen und wollen.

    Ich glaube du musst das nicht. Darauf will ich hinaus. Wir haben doch jetzt nach 3 Monaten Maskenpflicht auch empirische Erfahrung: Frag doch mal einen Supermarkt-Mitarbeiter in deinem Stamm-Markt, was er von der Maskenpflicht hält. Hab ich gemacht, und die Antwort war zu 100%: Völlig sinnlose Symbolpolitik, die die Leute in den Märkten dazu zwingt, unter extrem harten Bedingungen zu arbeiten (versuche mal 8 Stunden am Tag mit dem Lappen in der Fresse Regale einzuräumen, stell ich mir nicht sonderlich lustig vor).


    Du hast hast halt ein höheres Risiko zu erkranken, das bedeutet aber nicht, dass du erkranken wirst, und erst recht nicht, dass die Erkrankung dann ein Todesurteil ist. Halt dich einfach fern von den Viren-Parties (Großveranstaltungen in stickigen Räumen), dann klappt das schon.

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  • Du hast deinen Adorno nicht wirklich verstanden, oder?


    Und ich obrigkeitshörig...? :thumbsup:


    Der war gut. Und andere wollten mich wegen linksextremen Gedankenguts sperren lassen.


    Maß und Mitte, meine Herren!