DFB Pokal 21/22

  • Die Frage ist, welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Wenn du einen Polizisten fragst, ob du mit 0,9 Promille Auto fahren darfst, und er erlaubt dir das, weil er die Promille-Grenze nicht kennt, kann ich mir trotzdem nicht vorstellen, dass der Autofahrer da ungestraft rauskommt.


    Kommt drauf an. Resultiert daraus ein Unfall, wirst du dich um die Kosten nicht alleine deswegen drücken können, weil du dich auf die Erlaubnis des Polizisten berufst.


    Geht es um das Ordnungsgeld, hättest du vermutlich beste Erfolgsaussichten.


    Passt natürlich nicht eins zu eins.


    Keine Ahnung, ob die Regularien des DFB etc. für einen solchen Fall eine Regelung enthalten. Aber ein fader Beigeschmack bliebe so oder so.


    Daher dürfte eine Wiederholung die beste Regelung sein, wobei die ursprünglichen Tickets ihre Gültigkeit behalten und der DFB für die Kosten aufkommen sollten.

  • Noch viel mehr als die Vereinsoffiziellen müssen doch nun wirklich die Offiziellen des DFB über die Regularien im Bilde sein, schließlich werden in erster Linie sie dafür gut bezahlt, die Regularien zu kennen und umzusetzen. Eine Niederlage Wolfsburgs am grünen Tisch hätte für mich einen sehr fahlen Beigeschmack.

  • Noch viel mehr als die Vereinsoffiziellen müssen doch nun wirklich die Offiziellen des DFB über die Regularien im Bilde sein, schließlich werden in erster Linie sie dafür gut bezahlt, die Regularien zu kennen und umzusetzen. Eine Niederlage Wolfsburgs am grünen Tisch hätte für mich einen sehr fahlen Beigeschmack.

    Das ganz sicher. Auf der anderen Seite gibt es aber den Gegner, der hier massiv benachteiligt wurde. Aus meiner Sicht hat sich der vierte Schiedsrichter - wenn denn alles so abgegangen ist - über die Regeln gestellt, zwar nicht wissentlich, aber er hat eine Regel außer Kraft gesetzt. "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht", heißt es doch immer wieder.


    Aus meiner Sicht ist das Spiel für Münster zu bewerten und derjenige, der da eine Falschinformation gegeben hat, muss anderweitig sanktioniert werden.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Noch viel mehr als die Vereinsoffiziellen müssen doch nun wirklich die Offiziellen des DFB über die Regularien im Bilde sein, schließlich werden in erster Linie sie dafür gut bezahlt, die Regularien zu kennen und umzusetzen. Eine Niederlage Wolfsburgs am grünen Tisch hätte für mich einen sehr fahlen Beigeschmack.

    Das ist aber nicht die Aufgabe der Offiziellen des DFB. Für die Einhaltung der Regeln sind die Akteure verantwortlich. In den Regularien steht auch, dass das Handspiel verboten ist. Und keiner käme auf die Idee festzustellen, dass "die Offiziellen" ihn ja nicht darauf hingewiesen haben, dass es verboten ist.

    Wenn der Verein einen nicht spielberechtigten Spieler einsetzt, kommt ja auch keiner auf die Idee zu sagen, ja das hätte doch der Schiedsrichter vorher unterbinden müssen.

    Ist ja auch nicht das erste Mal, dass so ein Wechselfehler passiert - nur hat vorher immer der Verein oder Trainer seinen Fehler eingeräumt und nicht nach einem anderen Schuldigen gesucht.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Das ist aber nicht die Aufgabe der Offiziellen des DFB. Für die Einhaltung der Regeln sind die Akteure verantwortlich. In den Regularien steht auch, dass das Handspiel verboten ist. Und keiner käme auf die Idee festzustellen, dass "die Offiziellen" ihn ja nicht darauf hingewiesen haben, dass es verboten ist.

    Wenn der Verein einen nicht spielberechtigten Spieler einsetzt, kommt ja auch keiner auf die Idee zu sagen, ja das hätte doch der Schiedsrichter vorher unterbinden müssen.

    Ist ja auch nicht das erste Mal, dass so ein Wechselfehler passiert - nur hat vorher immer der Verein oder Trainer seinen Fehler eingeräumt und nicht nach einem anderen Schuldigen gesucht.

    Und wenn man den Schiri vorher gefragt hätte, ob Handspiel strafbar ist, hätte er es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bejaht. Hätte WOB nicht vorher nachgefragt, würde ich dem vorbehaltlos zustimmen, und dann gäbe es auch keine Diskussion, aber so ist die Sachlage mE nicht so klar.

  • Die Nachfrage macht die Sache uneindeutiger und das muss man Wolfsburg wenigstens zurechnen. Aber eine andere Lösung sehe ich trotzdem nicht. Ein Wiederholungsspiel gewinnt der VfL doch zu 97 % ohnehin und Münster hätte davon nichts. Letztlich ist hier eine zentrale Regel gebrochen worden.


    Ich bin mal gespannt, was da entschieden wird.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Das ganz sicher. Auf der anderen Seite gibt es aber den Gegner, der hier massiv benachteiligt wurde. Aus meiner Sicht hat sich der vierte Schiedsrichter - wenn denn alles so abgegangen ist - über die Regeln gestellt, zwar nicht wissentlich, aber er hat eine Regel außer Kraft gesetzt. "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht", heißt es doch immer wieder.


    Aus meiner Sicht ist das Spiel für Münster zu bewerten und derjenige, der da eine Falschinformation gegeben hat, muss anderweitig sanktioniert werden.

    Und an wen sollte sich der Verein dann wenden, wenn er sich selber unsicher ist, wenn nicht an die offiziellen Vertreter des DFB? Und wenn die dann Falschauskunft geben, darf der Verein es ausbaden? Ich glaube nicht, dass dies Bestand hätte, glaube auch eher an eine Wiederholung.

  • Und an wen sollte sich der Verein dann wenden, wenn er sich selber unsicher ist, wenn nicht an die offiziellen Vertreter des DFB? Und wenn die dann Falschauskunft geben, darf der Verein es ausbaden? Ich glaube nicht, dass dies Bestand hätte, glaube auch eher an eine Wiederholung.

    Das ist halt der Punkt. Wenn man es so sieht, kann man dem Verein erstmal nichts vorwerfen. Auf der anderen Seite muss der Verein diese Regel einfach selber kennen. Um es mal ganz platt zu sagen: Da hat Wolfsburg einfach nicht aufgepasst und dann auch noch Pech gehabt.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Das Spiel haben die Wölfe nur hauchdünn in der VL gewonnen. Da kann man einen weiteren - nicht erlaubten - frischen Spieler schon als mit spielentscheidend bewerten.
    Münster wurde durch den regelwidrigen Wechsel somit klar benachteiligt und muss daher den Sieg am grünen Tisch zugesprochen bekommen.

  • Noch viel mehr als die Vereinsoffiziellen müssen doch nun wirklich die Offiziellen des DFB über die Regularien im Bilde sein, schließlich werden in erster Linie sie dafür gut bezahlt, die Regularien zu kennen und umzusetzen.

    Wundert dich das, dass die das ein oder andere nicht wissenn?

    Auch bei strittigen Entscheidungen aus der Vergangenheit, rechtfertigten sich die Schiries oft mit Erklärungen, die mit den aktuellen (!) Regeln nichts zu tun hatten.

    Da wollte ich schon das ein oder andere mal in den Fernseher hauen...:rolleyes:

    Jetzt soll mir aber keiner kommen mit "das sind ja nur Amateure, die nur nebenbei pfeifen".

    Die bekommen mindestens (!) 60.000 € Grundgehalt pro Saison plus mindestens 4.000 € Einsatzprämie.


    Wer verdient "nebenbei" hier im Forum so viel?

  • ich glaube eh nicht, dass MvB die Vorrunde in Wolfsburg überlebt.

    Von gut unterrichteten Greisen höre ich, dass er der Mannschaft fachlich einiges mitzugeben in der Lage ist...

    Quelle: die Rentnerband am VfL-Trainingsgelände

    :)

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • Es war zwar absolut dämlich von den Wolfsburgern, aber mMn zählen die Entscheidungen des Schiedsrichters mehr.

    Wenn der sagt es ist in Ordnung, dann ist es in Ordnung.

    Man darf nicht 6 mal wechseln, man darf kein Foul spielen, kein Hand spielen und nicht im Abseits stehen. Alles regelwidrig und damit verboten. Solange der Schiedsrichter aber nicht pfeift und es damit unterbindet, ist es zwar immer noch regelwidrig, aber einfach nicht geahndet worden und damit auch nicht nachträglich zu bestrafen, da es direkt bewertet wurde.

    Genauso wurde die "Nachfrage" zu den wechseln direkt bewertet und bejaht.

    Also eine Niederlage am grünen Tisch für Wolfsburg kann ich mir nicht vorstellen, da es von den Offiziellen "erlaubt" wurde.

  • Es wurde nicht erlaubt! Zitat:

    Aber hätte der Unparteiische den Fehltritt nicht verhindern müssen? Die Antwort lautet: Nein! "Regeltechnisch ist der Schiedsrichter dafür nicht zuständig. Der VfL Wolfsburg muss als Verein die Bestimmungen kennen und die Verantwortung für sein Handeln selbst tragen", erklärt Claudio Menna, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses im NFV-Kreis Wolfsburg, auf SPORTBUZZER-Nachfrage.

    ....

    Unabhängig davon hätten die Wolfsburger die für den DFB-Pokal geltenden Regularien kennen müssen. Menna kreidet Wolfsburgs Chefcoach van Bommel den Fehler aber nicht unbedingt an. Der Niederländer habe "bei dem engen Spielverlauf bestimmt andere Gedanken im Kopf" gehabt, Dennoch hätte jemand aus dem großen Trainer- oder Betreuerstab den ärgerlichen Fauxpas verhindern müssen. Menna: "Man kann die Verantwortung nicht jemand anderem zuschieben."


    Und der Schiedsrichter ist Dingert und nicht der 4. Offizielle, der am Rand steht.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Das ist wohl so wie bei normalen Menschen, die eine Bedienungsanleitung für eine neue Waschmaschine in die Hand nehmen, kurz nach links und nach rechts schauen, dann kurz noch mal die Nase ins Papier senken und das Teil dann in der Schublade verschwinden lassen...


    Ich persönlich glaube ja nicht, dass sich der Cheftrainer mit sowas befassen muss, aber einer in der Truppe hätte die Vorgaben vom DFB (dieses Jahr lt. Bericht in der ARD mit ca. 300 Seiten beschrieben) ggf. doch besser kennen sollen.


    Es hat auf jeden Fall Unterhaltungswert :-)

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  • Das Zitat sagt nicht, dass der 4.Offizielle den Wechsel nicht erlaubt hat.

  • Das Zitat sagt nicht, dass der 4.Offizielle den Wechsel nicht erlaubt hat.

    Wo steht denn eigentlich, dass der den Wechsel erlaubt hat?

    Bisher habe ich nur gelesen, dass der gefragt wurde. Aber offensichtlich wusste der es ja selber nicht wirklich, denn warum hätte man ihn denn dann mehrmals fragen sollen. Und während des Spiels wird der auch nicht irgendwo nachschlagen gehen.

    Also bleibt es letztlich am Verein hängen - und die hätten eigentlich statt 4x nachzufragen die Zeit gehabt, in den Bestimmungen nachzusehen.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.