7. Spieltag: Borussia Dortmund - FC BAYERN 2:3

  • Der BVB hatte gestern seine beste Phase, als wir deutlich tiefer standen und kaum noch höher gepresst haben. Wir haben keine Mannschaft wie Atletico, die Weltklasse in der Strafraumverteidigung ist. Das ist nicht die DNA dieser Mannschaft. Sie war immer erfolgreich, wenn sie offensiv und dominant ausgerichtet war. Für diese Ausrichtung steht auch Hansi Flick.


    Für gestern will ich diese kurze Phase nicht kritisieren, weil die Mannschaft wohl auch müde ist, man merkt es an unserem Gegenpressing, dass schon etwas nachgelassen hat. Sobald das nicht mehr greift, besteht natürlich die Gefahr, dass die letzte Kette leichter überspielt wird. Umso wichtiger wird es zukünftig noch sein, dass wir genügend Ballbesitzphasen einstreuen und den Gegner laufen lassen. Sonst wird es bei diesem Programm physisch einfach schwierig. Wir brauchen jetzt einen Roca, der Kimmich zumindest als Ballverteiler im Spielaufbau ersetzen kann.

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  • Ich finde es allgemein recht interessant, wie das Spiel in den Medien dargestellt wird. Nach Abpfiff war ich eigentlich davon ausgegangen, dass alle wieder recht kritisch mit dem BVB umgehen. Denn wenn man zwei Milimeterentscheidungen für sich gepfiffen bekommt, dann spricht man eher von glücklichen Umständen und nicht von Pech. Nach der Kimmich-Verletzung dachte doch jeder, dass alles gegen Bayern läuft. Nachher davon zu sprechen, der BVB hätte nur Pech gehabt, wird dem Ganzen kaum gerecht. Man hat klar gesehen, dass der FCB einfach eine Spur heißer auf den Sieg war. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Dortmund wütend pressen würde, um endlich mal zu zeigen, dass man nicht immer gegen die doofen Bayern verliert. Aber davon war wenig zu sehen. Die Torchancen kamen eher durch FCB-Unkonzentriertheiten zustande und weniger durch eigene geplante BVB-Aktionen.

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  • Ich finde es allgemein recht interessant, wie das Spiel in den Medien dargestellt wird. Nach Abpfiff war ich eigentlich davon ausgegangen, dass alle wieder recht kritisch mit dem BVB umgehen. Denn wenn man zwei Milimeterentscheidungen für sich gepfiffen bekommt, dann spricht man eher von glücklichen Umständen und nicht von Pech. Nach der Kimmich-Verletzung dachte doch jeder, dass alles gegen Bayern läuft. Nachher davon zu sprechen, der BVB hätte nur Pech gehabt, wird dem Ganzen kaum gerecht. Man hat klar gesehen, dass der FCB einfach eine Spur heißer auf den Sieg war. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Dortmund wütend pressen würde, um endlich mal zu zeigen, dass man nicht immer gegen die doofen Bayern verliert. Aber davon war wenig zu sehen. Die Torchancen kamen eher durch FCB-Unkonzentriertheiten zustande und weniger durch eigene geplante BVB-Aktionen.

    Fuss und Hummels hatten das Narrativ während bzw direkt nach dem Spiel ja schon vorgegeben, alles Pech, sämtliche Bälle abgefälscht, BVB hat ein super, super Spiel gemacht.


    Dabei hab ich schon bei Fuss' Halbzeitfazit nur mit dem Kopf geschüttelt, von wegen "super Spiel und der BVB hat da einen guten Anteil dran". Da spielt die zweitbeste Mannschaft zu Hause, hatte zuletzt durchaus einen Lauf und ein "gut mitspielen" reicht dann schon wieder für Lobeshymnen? DAS ist am Ende genau die Losermentalität um die es in den letzten Jahren immer wieder geht. Im Grunde lief alles in ihre Richtung, die nicht gegebenen Tore, die Kimmich-Verletzung, die Führung kurz vor der Pause...wenn man dann trotzdem wieder verliert muss man eigentlich stinksauer auf sich selbst und auf alle anderen sein, aber nööö, alles super, nur bisserl Pech gehabt. Na dann, weitermachen...

  • suedstern80


    Eben! I In Dortmund halten sie sich immer daran fest, dass Bayern ja finanziell so weit überlegen sei. Aber die Unterschiede in Einstellung und Mentalität sind da denke ich um einiges größer. Das wollen nur die wenigsten sehen. Man muss sich ja nur mal den umgekehrten Fall vorstellen. Bayern verliert zu Hause gegen den BVB mit 2:3 und hat noch Glück, dass zwei Tore nicht gegeben werden und dass sich beim BVB ein Sancho oder Haaland verletzen. Dann wäre sofort die Hölle los.

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  • Interessante Diskussion zu unserer Abwehrpositionierung über die letzten zwei Seiten - danke dafür! :thumbup:


    Aus meiner Sicht war die hohe Abwehr in Salzburg und gestern gar nicht das Problem, sondern die Tatsache, dass wir den Raum direkt davor regelmäßig völlig blank ließen. So konnte die gegnerische Offensive Fahrt aufnehmen und unsere Innenverteidiger ins Laufduell zwingen.


    Wir brauchen im ZM einen Spieler, der auch den Rückwärtsgang kann, langfristig erhoffe ich mir diesen Instinkt von Kimmich. Mittelfristig, während dessen Verletzungspause, muss entweder Goretzka oder Tolisso diese Aufgabe übernehmen. Oder Martinez bekommt (noch) mehr Spielzeit, was allerdings unserem Offensivspiel nicht guttäte, gerade gegen schwächere Gegner.

    "Es gibt zuviel' Leute, die sagen zu wenig; die reden einfach zuviel."

    Klaus Lage

  • Interessante Diskussion zu unserer Abwehrpositionierung über die letzten zwei Seiten - danke dafür! :thumbup:


    Aus meiner Sicht war die hohe Abwehr in Salzburg und gestern gar nicht das Problem, sondern die Tatsache, dass wir den Raum direkt davor regelmäßig völlig blank ließen. So konnte die gegnerische Offensive Fahrt aufnehmen und unsere Innenverteidiger ins Laufduell zwingen.


    Wir brauchen im ZM einen Spieler, der auch den Rückwärtsgang kann, langfristig erhoffe ich mir diesen Instinkt von Kimmich. Mittelfristig, während dessen Verletzungspause, muss entweder Goretzka oder Tolisso diese Aufgabe übernehmen. Oder Martinez bekommt (noch) mehr Spielzeit, was allerdings unserem Offensivspiel nicht guttäte, gerade gegen schwächere Gegner.

    Nianzou hat vom Potenzial her genau dieseS Skillset. Wenn Flick ihn dort auf der 6 einbaut sind seine zu erwartenden Fehler auch nicht so tödlich als wenn er in letzter Reihe spielt.

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  • Ich empfehle nochmal den Beitrag von steveaustin10


    Hast du Spiele unter Kovac und Ancelotti gesehen? Und ich meine nicht die drei Minuten in der Sportschau. Das tiefe Stehen sorgte dafür, dass wir gegen Mannschaften wie Paderborn schwammen, Heidenheim uns die Bude vollhaute und wir in jedem(!) Spiel die volle Kapelle brauchten. Spiel für Spiel waren es Einzelaktionen, die uns drei Punkte sicherten, wenn überhaupt. Wir haben, bis auf Hernández, keinen Spieler für das tiefe Verteidigen. All unsere Verteidiger haben ihre Stärken im offensiven Verteidigen. Was nutzt also das Tiefstehen, wenn die Mannschaft es nicht kann und die Spieler dafür fehlen?


    Einzig die Balance fehlt im Moment. Diese Balance trägt einen Namen und spielte im Mittelfeld.


    Ja, wobei wir das dann doch besser kompensiert haben als gedacht. Deshalb ist es ja nicht so einfach, Roca einzubauen, auch wenn das einige über den Zaun brechen wollten - wobei wir das jetzt schnellstmöglichst müssen. Es geht da nicht nur ums Passspiel, sondern das gesamte Positonsverhalten innerhalb des Verbundes ist wichtig. Deshalb ist bei uns diese Achse ja so wichtig und man kann nicht so einfach einen Spieler dieser Achse auswechseln.


    Wenn die vorne anlaufen, was ja auch wichtig ist, weil wir Druck auf den Passgeber aufbauen müssen, damit dessen Pässe nicht einfach sind, müssen die Abstände und Positionierungen hinter den Anlaufenden stimmen. Mit Kimmich fällt eben nicht nur die Hauptschaltzentrale im Passspiel aus, sondern derjenige, der auch ansonsten die Ordnung zentral regelt.

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  • Interessant, das hier über etwas geschrieben wird, wovor ich schon unter Ancelotti, Kovac und immer verstärkt seit der Übernahme
    von Flick warnte, aber immer jeder meinte: "Ne, die Bayern sind top, gewinnen, und wenn sie verlieren, steh ich trotzdem zum Verein."

    1. Wir stehen mit 2 IVs aufgrund unserer dynamischen Anrenn-Spielweise (von Kombinationsfussball kann man längst nicht mehr sprechen)
    noch riskanter dar als früher unter Guardiola. Damals gab es aber besseres defensives Positionsspiel. Heute rennen sie alle wie bekloppt
    nach vorn und hoffen auf Fehler (Pikant im Spiel BVB-Bayern: 1.HZ der BVB mit sage und schreibe 13 (!) Unforced Errors, ein schwacher
    Gegner schafft 9-11 in 90 Minuten,...aber Bayern erzielt daraus endlich mal kein Tor. Dafür dann aber das 2:1 und 3:1, wobei der BVB
    in HZ 2 sehr solide stand und nur durch 2 UE`s die Tore kassierte.)

    BVB passte hinter die Kette 23 (!) mal. Immerhin das 2:3 durch Haaland...BVB mit zig guten Angriffen, aber viele einfach versemmelt durch
    Hektik. Immer wieder...Hektik. Keine Ruhe in der Angriffszone. Das zeichnete der Fussball unter Guardiola immer aus: Ruhe, Lücke, Gasse, quer, Tor.

    Dieses Muster von PEP ist unter Flick anscheinend verboten. Kreativität gleich null. Nur noch Nachvorngebolze...in der Hoffnung, das die Gegner

    scheisse bauen, oft tun sie das dann auch, was sicherlich mittlerweile an der gesamten Qualität der Liga liegt. Die gegner verhalten sich teilweise
    wie Kreisligisten. Das tut manchmal wirklich weh.

    Ich könnte soweiter schreiben, aber es bringt wohl eh nix, optisch wie auch logisch. Nacht ;-)

    Mein Verein - Mein Leben - Kämpfen für den Erfolg -

  • Du schreibst einen schmarn das es einfach nur noch weh tut.


    Von Kombinationsfussball kann man nicht mehr sprechen? Dann frag ich mich wie wir eine Abwehrreihe nach der anderen zerlegen. Und das teilweise mit richtig schönen Kombinationen.

    Der Fußball unter Guardiola war halt mehr auf Ballbesitz und auf Spielkontrolle ausgelegt, jetzt suchen wir schneller den weg zum Tor. Das wir auch mal in den verwaltungsmodus schalten und den Ball halten ist ja etwas woran wir wieder mehr arbeiten.


    Du scheinst auch nicht zu verstehen das wir die fehler des Gegners im spielaufbau durch unser extremes Pressing erzwingen.

  • Hast Du gestern ManCity vs Liverpool gesehen?

    Außer 30 intensiven Minuten war da nicht mehr viel. Besonders das Spiel von ManCity ist inzwischen erschreckend eindimensional geworden. Aber auch Liverpool findet oft keine Lösung- kommt uns aber inzwischen am nächsten.


    Was richtig ist, und das fordert Flick ja immer wieder ist ab und zu das Spiel zu beruhigen um Erholungsphasen zu schaffen, aber ohne sich selbst einzuschläfern- das passiert nämlich den og Clubs zzt ziemlich oft.

  • Habe ich das richtig gesehen?


    Gräfe (!) pfeift das Spiel gegen den BVB, in dem es mehrere komische Entscheidungen gegen uns gibt?


    Und Simply war nicht hier??? Das wäre doch früher das Nonplusultra für plattfuß gewesen

    Man fasst es nicht!

  • Sicherlich ist ab und zu auch Pressing erfolgreich, aber eben meistens Fehler durch individuelle nicht notwendig Aufbaufehler ohne Druck.
    Verstehen ? Ich versteh von Fussball soviel, das ich Bücher schreiben könnte...

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  • Hast Du gestern ManCity vs Liverpool gesehen?

    Außer 30 intensiven Minuten war da nicht mehr viel. Besonders das Spiel von ManCity ist inzwischen erschreckend eindimensional geworden. Aber auch Liverpool findet oft keine Lösung- kommt uns aber inzwischen am nächsten.


    Was richtig ist, und das fordert Flick ja immer wieder ist ab und zu das Spiel zu beruhigen um Erholungsphasen zu schaffen, aber ohne sich selbst einzuschläfern- das passiert nämlich den og Clubs zzt ziemlich oft.

    Ja, Mancity/Pool gesehen, 30 Minuten Power, allerdings nur von Pool, nicht MC.
    Danach sehr viel Konzentration in der Spielübersicht, MC nicht mehr das von vor 2 Jahren. Ist mir längst bekannt.

    Erholungsphasen ? Naja...angesichts von 121 km Laufleistung und fast 300 Sprints, was beeindruckend ist auf beiden Seiten,...Erholungsphasen,

    eine Floskel, die Flick mal anbrachte, aber im Fussball wenig bis nichts bringt. Man kann sich nicht während einer Partie "erholen", höchstens sehr

    kurzfristig, um den nächsten Sprint durchzuführen. Da bleibt nicht viel Zeit.

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