FCB-Dokumentation auf Amazon Prime (Achtung: SPOILER!)

  • Was mir im Nachhinein auffällt ist, dass auch die innige Beziehung, die Flick zu vielen Spielern hatte, in der Serie gar nicht gezeigt wurde. Da gibt es aus den letzten 2 Jahren viele Szenen sowohl aus dem Training als auch den Spielen.

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  • Das ist umgekehrt doch auch nicht anders. Serien starten in den USA z.B. viel früher, als bei uns.

    Aber nicht bei den Streaming-Plattformen. “Normale” Serien werden für den nationalen Markt produziert und dann ins Ausland verkauft. So kommt es zu Verzögerungen.
    Netflix und Prime haben dies ja durchbrochen, was den Erfolg begründet. Da kommen die Produktionen, die den eigenen Namen tragen und weltweites Interesse bewirken, am selben Tag weltweit. Wie gestern erst Narcos bei Netflix. Aber die FCB-Doku ist doch schon bei Amazon Prime. Und kommt dann ab Dezember bei Amazon Prime weltweit. Das ist nicht normal und den Sinn dahinter würde ich gerne mal wissen. Zumal alles, was bei Netflix oder Prime neu ausgestrahlt wird, eine Stunde später bei allen illegalen Plattformen zu finden ist.

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  • Aber die FCB-Doku ist doch schon bei Amazon Prime. Und kommt dann ab Dezember bei Amazon Prime weltweit. Das ist nicht normal und den Sinn dahinter würde ich gerne mal wissen.

    interessiert vielleicht nicht so viele weltweit.

    Ich habs auch noch nicht angeschaut.

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  • Zustimmung bis auf das „um Erlaubnis fragen“. Für mich klingt es als würden solche Entscheidungen einfach immer im Team besprochen werden.

    Das, was bislang zumindest auch immer von allen Beteiligten so dargestellt wurde und auch hier wieder zutage tritt.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Weltweit gesehen ist der FCB ja im Vergleich zu den Prinzessinnen-Vereinen ja wohl doch eher eine regionale Sache, obwohl man jetzt schon mindestens genau so eine Legende zu erzählen hat, wie die anderen Weltvereine. Das tut diese Doku leider nicht und wird am internationalen Ansehen auch wenig ändern.

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller

  • Man muss ja auch sehen, dass ManCity oder die Spurs nicht diesen Umfang in der Historie haben, als dass man da so lang und breit darauf eingehen könnte wie bei uns, und dann bleibt halt nichts großartig Anderes, als möglichst viel und nah das Hier und Jetzt zu dokumentieren;)

    Da Serien aber allgemein absolut nicht mein Fall sind, weiß ich noch nicht, ob und wann ich mir die Doku anschaue, und ob ich sie dann schaffe:)

  • Zustimmung bis auf das „um Erlaubnis fragen“. Für mich klingt es als würden solche Entscheidungen einfach immer im Team besprochen werden.

    Das, was bislang zumindest auch immer von allen Beteiligten so dargestellt wurde und auch hier wieder zutage tritt.

    Finde ich auch absolut logisch. Alles andere wäre doch absurd.


    Von wie vielen Verträgen reden wir denn? Da sind doch keine 10 pro Jahr, selbst wenn man alle Verlängerungen und Neuverpflichtungen zusammen rechnet.


    Es wäre doch absurd, wenn solche zentralen Themen von einem alleine entscheiden werden...

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  • Zustimmung bis auf das „um Erlaubnis fragen“. Für mich klingt es als würden solche Entscheidungen einfach immer im Team besprochen werden.

    Das, was bislang zumindest auch immer von allen Beteiligten so dargestellt wurde und auch hier wieder zutage tritt.

    Ja, so ist das auch und im Grunde wollte ich das auch damit sagen. Es wird alles im Team besprochen, egal ob 80 Mio.-Transfer oder Choupo-Verlängerung. Das war eigentlich auch klar, aber trotzdem gehen ja manche davon aus, dass diverse Dinge im Alleingang abgewickelt werden (Ausnahme wohl Uli bei z. B. Werner, der Rest scheint alles abzusprechen).

  • Ich glaube, auch Uli hätte das nicht alleine durchziehen können.

    Anbahnen ja - und auch das ist mE schon kritikwürdig - aber danach muss so etwas auf den großen Tisch und da dürfte jeder (der Granden) ein Veto haben.

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  • Gestern auch alles zu Ende geschaut.

    Man sollte die Doku nicht Behind the Legend sonder Over the Legend nennen.

    Mit behind war ja leider nichts so viel. Aber das was man sehen durfte war natürlich Interessant.


    Als nach dem Wolfsburg Spiel Flick seinen Abschied verkündet und Kimmich und Alaba in einer der nächsten Szene im Kraftraum miteinander reden und Kimmich zum Schluß der Einstellung sagt: "So eine Mannschaft verlässt man nicht so einfach" kommt von Alba 2 x genau, genau. Da hätte ich ihn am liebsten gwascht.


    Und was zum Geier hat diese dämmliche **** Klopp in einer Doku über den FCB zu suchen. Welchen verfickten Bezug hat der zu uns - keinen, Null, Nada <X


    Die Minuten hätte man gerne z.B: Robben geben können, aber ich denke er wollte nicht, kann mir nicht vorstellen dass man Ihn nicht Interviewen wollte.


    Ansonsten - war nett aber nix weltbewegendes....

  • Es ist immer sehr schwer, mit einer Dokumentation ALLEM gerecht zu werden. Da wird immer was fehlen. Anders geht's gar nicht. Das Ganze muss ja auch ein internationales Publikum interessieren. Da kannst Du nicht in jedes historische Detail gehen.


    Die Doku ist ja auch ein Stück weit ein Werbefilm. Kritisches bleibt da zurück. Denn die Freigabe erfolgt nur für das, was Positiv ist. Deshalb kann es kein echter Einblick ins Geschehen sein. Ist eigentlich keine "Doku".


    In "Profis - ein Jahr Fußball mit Paul Breitner und Uli Hoeness" von 1979 konnte noch viel unverblümter gezeigt werden, wie man sich damals bis zum Streik gegen den Trainer Merkel gewehrt hat, wie Gerd Müller den Streik nicht unterstützt hat, wie die Spieler gemeinsam Gyulia Lorant rausgekegelt und Pal Cernai ins Amt gehoben haben. Und wie Uli das Teammmanagement übernommen hat. Das war 'ne Doku.


    Heute muss man schon die Nuancen zwischen den Bildern rauslesen. Für mich war neu, wie angesäuert manche Spieler offenbar darüber waren, dass man sich nicht genug um Flick "bemüht" hat (Goretzka, Lewy, letztlich auch Jerome, der aber schon raus war.). Wobei unklar ist, wie sehr man es wirklich getan oder nicht getan hat. Kahn sagt ja, man hätte vielleicht mehr "kommunizieren" müssen. Auffällig für mich auch, dass sowohl Kahn als auch Hoeness eher einen distanzierteren Eindruck gegenüber Flick abgeben als die Spieler. Und wie Brazzo strahlt, als Nagelsmann eingetütet ist - so, als ob das immer schon "sein" Plan war. Jupp sagt ja noch, Hansi Flick hätte eine "Ära prägen können". Die prägt jetzt hoffentlich Nagelsmann.


    Vor PSG war offenbar viel los, hats mächtig geknirscht. Spürt man in der Doku ohne dass sie echte Details zeigt. Das könnten auch die paar Prozent gewesen, die dann letztlich gefehlt haben. Aber so richtig rüber kommt es nicht; soll es wahrscheinlich auch nicht. Viele Szenen wirken auch extra für die Kamera "gespielt", also fast inszeniert. Es ist eben eine Marketing-Serie. Ich hätte mir noch mehr von der Debatte gewünscht, wie der FCB der Übermacht finanzstarker Privatinvestoren (bzw. ganzer Länder wie Katar oder den Saudis) in Zukunft aus der 50+1 Bundesliga heraus begegnen will. Aber da begibt man sich vermutlich sofort auf Konfrontationsebenen. Und das ist hier ja verboten.


    Deshalb finde ich das Ganze ein Stück weit langweilig. Jeder gute Film- jede gute Serie braucht einen "Konflikt". Und der ist hier schon brutal nivelliert. Und zwar mit allen Mitteln. Ziemlich weichgespültes Ding.

  • Super lustig finde ich die Szene, in der Nagelsmann mit Brazzo durch die Katakomben der Arena geht für den Pressetermin der Vorstellung und auf den Monitoren ist sein Gesicht zu sehen und er, JN, sagt: "Jürgen Nagelsmann, geiler Typ, auch menschlich."


    Humor hat er also. Das ist zwar, siehe Jupp, nicht alles, aber schon viel.

  • Ich finde es bemerkenswert wie viel du da hineininterpretieren kannst, damit die eigenen Thesen belegt werden.

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  • Heute muss man schon die Nuancen zwischen den Bildern rauslesen. Für mich war neu, wie angesäuert manche Spieler offenbar darüber waren, dass man sich nicht genug um Flick "bemüht" hat (Goretzka, Lewy, letztlich auch Jerome, der aber schon raus war.). Wobei unklar ist, wie sehr man es wirklich getan oder nicht getan hat. Kahn sagt ja, man hätte vielleicht mehr "kommunizieren" müssen. Auffällig für mich auch, dass sowohl Kahn als auch Hoeness eher einen distanzierteren Eindruck gegenüber Flick abgeben als die Spieler. Und wie Brazzo strahlt, als Nagelsmann eingetütet ist - so, als ob das immer schon "sein" Plan war. Jupp sagt ja noch, Hansi Flick hätte eine "Ära prägen können". Die prägt jetzt hoffentlich Nagelsmann.

    Flick hat im Grunde alles was es braucht um hier einen ähnlichen Weg wie Hitzfeld oder eben Jupp zu gehen und den FCB über Jahre erfolgreich zu prägen, aber Jupp und Hainer sagen es irgendwo am Anfang der ersten Folge selber: Der Druck nach dem ersten Jahr war enorm, teils von außen, teils aber auch aus sich selbst heraus und Flick hatte eben keine Trainerkarriere auf Topniveau, die ihn darauf hätte vorbereiten können.


    Es fällt nicht allzu schwer sich das Spannungsfeld auszumalen wenn ein unerfahrener Trainer mit dem Druck sechs Titel verteidigen zu wollen/müssen (aber auch mit dem Rückenwind sechs Titel geholt zu haben) auf einen Sportvorstand trifft, der wegen Corona massiv sparen muss.


    Wie die Entscheidungsfindung wirklich abgelaufen ist, konnte auch die Doku nicht klären, aber am Ende war es für beide Seiten die erkennbar beste Lösung. Statt einer langen Ehe gab es halt den geilsten Quickie der Geschichte mit reichlich Höhepunkten und einem abrupten Ende bevor es absehbar unschön geworden wäre. Flick hat jetzt den Job, der ihm erkennbar besser liegt und wir uns den Trainer gesichert, der hier hoffentlich die besagte Ära prägen wird. Win-Win-Win für alle Seiten.

  • Das Fazit kann man komplett so unterschreiben. Was davor wann wieso von wem gesagt / gemeint war, ist inzwischen auch ziemlich egal. KHR sagt ja auch irgendwann in der Doku, das alle Beteiligten aus der Geschichte gelernt haben.

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    Es fällt nicht allzu schwer sich das Spannungsfeld auszumalen wenn ein unerfahrener Trainer mit dem Druck sechs Titel verteidigen zu wollen/müssen (aber auch mit dem Rückenwind sechs Titel geholt zu haben) auf einen Sportvorstand trifft, der wegen Corona massiv sparen muss.


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    Sehe ich alles genauso.

    Kleiner Zusatz: Ich glaube, dass die Vorstellungen der Art des Fußballs bzw der Spieler, die zum FcB passen, auch stark unterschiedlich waren.

    Was mE das von dir beschriebenen Spannungsfeld noch weiter unter Druck gesetzt hat.

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  • Bisher habe ich nur den ersten Teil gesehen aber schon jetzt kann ich sagen, was zur Hölle hat Klopp(!) in einer FC Bayern München Doku verloren?!


    Mich nervt es schon jedes mal seine dumme Kamelfresse bei jedem Bayern Spiel auf Sky in der Werbung sehen zu müssen. :cursing:


    Für mich ein totales "No Go" ......

    #FCB2020: happy anniversary & 120 years of passion! <3

  • Bisher habe ich nur den ersten Teil gesehen aber schon jetzt kann ich sagen, was zur Hölle hat Klopp(!) in einer FC Bayern München Doku verloren?!


    Mich nervt es schon jedes mal seine dumme Kamelfresse bei jedem Bayern Spiel auf Sky in der Werbung sehen zu müssen. :cursing:


    Für mich ein totales "No Go" ......

    Für mich eigentlich auch. Es ist aber wirklich nur diese Passage und seine Aussage finde ich so geil, dass er mich in dem Fall überhaupt nicht stört. Unabhängig vom FCB ist es ja auch nicht so ungewöhnlich in Sportdokus auch große Konkurrenten zu Wort kommen zu lassen.

  • Was mich an den Kabineneinblicken am meisten überrascht hat war die Rolle von Alaba als scheinbarer Papa Schlumpf in der Kabine. Von außen ist er mir nie derart als Führungsspieler und Go-to-guy aufgefallen, da er sich auch eher selten medial geäußert hat. Die Aussagen der Spieler zu seinem Abgang taten schon weh, weil man einfach merkt das sie das sehr getroffen hat.


    An meiner sportlichen Einschätzung ändert das aber nichts, zumindest hatte ich in dieser Saison noch keinen "wenn jetzt der Alaba noch da gewesen wäre"-Moment. Die Abwehr ist ohne ihn ähnlich anfällig wie mit ihm. Auch vor dem Hintergrund der Doku passen seine Aussagen und sein Handeln weiterhin nur schwerlich überein und es bleibt ein diffuses Gefühl was diese Personalie angeht.


    Sehr schön fand ich dagegen das man sich endlich mal ein besseres Bild von Kathleen Krüger machen konnte, auch wenn die Doku kaum Rückschlüsse auf eine mögliche Eignung für höhere Management-Aufgaben zulässt. Ihren aktuellen Arbeitsbereich hat sie aber augenscheinlich bravourös im Griff. Allerdings stelle ich mir einen Wechsel in eine Entscheidungsposition auf Grund des doch sehr vertrauensvollen Verhältnisses schwierig vor, zumindest mit dem aktuellen Kader. Auf jede Fall eine Entwicklung dich ich gespannt verfolgen werde.

  • Was mich an den Kabineneinblicken am meisten überrascht hat war die Rolle von Alaba als scheinbarer Papa Schlumpf in der Kabine. Von außen ist er mir nie derart als Führungsspieler und Go-to-guy aufgefallen, da er sich auch eher selten medial geäußert hat. Die Aussagen der Spieler zu seinem Abgang taten schon weh, weil man einfach merkt das sie das sehr getroffen hat.


    An meiner sportlichen Einschätzung ändert das aber nichts, zumindest hatte ich in dieser Saison noch keinen "wenn jetzt der Alaba noch da gewesen wäre"-Moment. Die Abwehr ist ohne ihn ähnlich anfällig wie mit ihm. Auch vor dem Hintergrund der Doku passen seine Aussagen und sein Handeln weiterhin nur schwerlich überein und es bleibt ein diffuses Gefühl was diese Personalie angeht...

    33% weniger Gegentore zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison sind also "ähnlich anfällig"?


    Na dann...

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