Superliga? Nein danke!

  • Ws geht darum gleiche Regeln für alle zu machen und nicht um Gleichmacherei

    Gleiche Regeln? Es ist schon ein himmelweiter Unterschied, ob Bayern 70% für Gehälter ausgeben kann oder z.B. Bielefeld. Die Macht der großen umsatzstarken Klubs wird gefestigt, die Kleinen fallen noch weiter zurück.

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  • Ohje

    ach, passt Dir diese Argumentation nicht. Was ist daran falsch? Du kannst das auch auf die europäische Ebene runterbrechen. Manchester City fährt mit den 70% besser als irgendein Klub aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich (Ausnahme PSG) etc. etc.


    Auf europäischer Ebene kannst du diese Problematik nur durch eine geschlossene Super-League lösen und die teilnehmenden Vereine müssten aus den nationalen Ligen aussteigen. Und das wird nicht passieren, vor allem nicht bei den Engländern.


    PS: Und Deine elendige Arroganz kotzt einen langsam wirklich an.

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  • Es würde zumindest alle Vereine dazu zwingen, sich gesund innerhalb Ihrer finanziellen Möglichkeiten zu bewegen.


    Bei der Luxus-Tax käme es drauf an, wie heftig die ausfällt und ob Sie das einzige Mittel auch für "Wiederholungstäter" wäre.


    Wenn man den Scheichs für jeden 1€ oberhalb der Grenze, 1€ zusätzlich für jeden Wettbewerber in der CL abnehmen würde, wäre das ein wirksames Mittel.;)

  • Wir werden demnächst vermutlich den zehnten Meistertitel in Folge holen. Etwas, von dem wir dachten, dass es nur in einer Diktatur möglich sei.


    Ich finde es ja super, ein echtes FFP einzuführen, bin für fast jede Art der Deckelung. Und das schon seit Jahr und Tag. Aber wenn jetzt ausgerechnet jene Klubs nach sowas schreien, die das gestern noch für Sozialismus gehalten hätten, klingt das alles irgendwie - unglaubwürdig.


    Vielleicht müssen wir das so lange ansehen, bis es eben keinen mehr interessiert. Und dann bauen wir aus den Trümmern neue Ligen.

  • Es wird sich an den Machtverhältnissen nichts ändern, Deckelung hin oder her.


    Mir kommt es so vor, dass manche Leute hier panische Angst haben, der FCB könnte international nicht mehr mithalten. Wird wahrscheinlich auch passieren, nicht heute, nicht morgen aber vielleicht schon übermorgen. Vielleicht wird man sich für neue Finanzquellen öffnen müssen wenn man noch mit den Großen und deren Goldesel im Keller mitspielen will. Ja, ich weiß, ein ganz heikles Thema.

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  • Dann wird der Umsatz eben mit Sponsorendeals aufgebläht, oder das Gehalt der Spieler mit solchen aufgebessert ohne dass es in den Gehaltsetat oder die Vereinsbilanz fließt, es werden sich Wege finden lassen, auch das zu umgehen.

  • Kahn hat ja gerade im letzten Interview das Thema angesprochen. Demnach werden ja verschiedene Modelle diskutiert. Was letztlich zur Abstimmung vorgelegt wird bzw. ob evtl verschiedene Modelle zur Abstimmung vorgelegt werden, wird man dann sehen. Auf jeden Fall wird es das bisherige FFP um ein payroll/salary cap pro Club angepasst.


    Der FCB ist mit Gerlinger in der ECA und KHR in der UEFA direkt vertreten und sitzen am Tisch, werden also sicherlich im Detail wissen was da kommt, als etwas was in einem Artikel steht.


    Financial Fairplay kann nicht die Lösung sein - Kahn fordert Salary Cap


    Das aktuelle Financial Fairplay hat "eindrucksvoll" bewiesen, dass es nicht dazu taugt, um finanzielle Auswüchse einzudämmen und für mehr Gleichgewicht zu sorgen. Entweder, die UEFA setzt die eigenen Richtlinien zu lasch um - oder aber, sie werden von den Klubs einfach umgangen. Kahn spricht sich im Interview mit der Welt am Sonntag deshalb für einen radikaleren Schritt aus: der viel geforderten Salary Cap!

    "Es muss eine Salary Cap geben, eine Gehaltsobergrenze. Es werden mehrere Modelle diskutiert, einige Ansätze könnte man aus dem System im US-Profisport übernehmen", fordert der 52-Jährige. Etwas konkretere Vorschläge der Umsetzung liefert Kahn auch gleich mit. Entweder man versuche einen sogenannten "Hard Cap" umzusetzen, also "zum Beispiel eine feste Summe als Gehaltsgrenze für den gesamten Kader eines Klubs". Oder aber, man entscheide sich für einen "Soft Cap". "Für Gehälter dürfen also nur ein gewisser Prozentsatz der Einnahmen oder Umsätze ausgegeben werden", erklärt Kahn.

  • Ganz nett, aber halt vieeeeel zu spät.


    Wäre man das früher angegangen, hätte man den Eindruck erwecken können, es gehe einem um die Sache. So sieht bloß jeder: Wir können nicht mehr mithalten.

  • Die Lösung ist doch nicht irgendein Instrument odet irgendeine Regel, sondern die rechtlich wasserdichte Konsequenz bei Nicht- Einhaltung!

    Daran wird es mMn immer scheitern, wenn der Verein X vor Gericht zieht. :rolleyes:

  • Klingt so wie jetzt haben wir die Diktatur des Kommunismus eingeführt und es lässt sich nicht mehr ändern. Fatalistisches Denken.

    Wo spreche ich denn von Schicksalsergebenheit...?


    Es ist aber ein Unterschied, ob ich mich für ein bestimmtes Instrumentarium einsetze, weil ich der Meinung bin, dass es dem System nutzt, oder ob ich dieses Instrumentarium eigentlich ablehne, aber für mich persönlich keine Alternativen mehr sehe.


    Aber ja, besser jetzt etwas unternehmen als gar nicht. Solange wir nicht auf den Applaus der Konkurrenz hoffen, ist doch alles gut.

  • Wo spreche ich denn von Schicksalsergebenheit...?


    Es ist aber ein Unterschied, ob ich mich für ein bestimmtes Instrumentarium einsetze, weil ich der Meinung bin, dass es dem System nutzt, oder ob ich dieses Instrumentarium eigentlich ablehne, aber für mich persönlich keine Alternativen mehr sehe.


    Aber ja, besser jetzt etwas unternehmen als gar nicht. Solange wir nicht auf den Applaus der Konkurrenz hoffen, ist doch alles gut.

    Der Unterschied ist der und das scheinst Du nicht zu kapieren (wollen), ob es einen Wettbewerb nach gleichen Regeln gibt oder scheinbare Gleichmacherei ala Kommunismus wo dann die Günstlinge der Kader gewinnen

  • Würde so ein Hard- oder Softcap denn verhindern, dass z.B. Quatar Airways einem Messi einen 25 Mio p.a. Sponsoring Vertrag gibt während PSG "nur" 10 Mio p.a. als Gehalt an ihn zahlt und dadurch das Salary Cap auf dem Papier einhalten würde?


    Ich sehe da nicht wirklich eine bombensichere Möglichkeit irgendwelche Gehalts-Konstrukte zu verhindern die das ganze versuchen zu umgehen. Nicht wenn es nicht ein geschlossenes System für Spieler gibt wo die Spieler bei der UEFA oder FIFA unter Vertrag sind und von dort mittels eines Draft System an die Vereine weitergereicht werden, wie es in den US Sportarten der Fall ist.


    Und selbst in so einem Fall, könnte noch immer der Vereinseigner zusätzliche Gelder per Direkt-Sponsoring an die Spieler zahlen. Wäre wohl nur zu verhindern wenn die FIFA/UEFA sämtliche Einnahmen der Spieler kontrollieren würde.

  • Das Problem des europäischen Fußballs ist doch - wo immer die Vergleiche mit den US-Ligen hervorgeholt werden - dass die UEFA 55 nationale Fußballverbände umfasst. Und diese Verbände haben dann noch je nach Land unterschiedliches Arbeitsrecht, Steuerrecht und innerhalb der Verbände unterschiedliche Statuten und Besitzrechte. Dazu kommen dann noch solche Feinheiten, wie Besitzer von Vereinen, die nicht in Europa beheimatet sind und damit auch außerhalb der europäischen Gesetzgebung leben.

    Und nun verlangt man von einer UEFA, dass sie das doch gefälligst alles unter einen Hut bekommen soll. Das ist eben kaum möglich.

    Was passiert denn, wenn der Spieler X, beim Verein Y einen Vertrag abschließt, der den Bedingungen eines Salary Cap für den Verein entspricht und ihm deshalb nur ein Jahresgehalt von 5 Mio einbringt.

    Dann ist der Spieler trotzdem immer noch eine selbständige Person, die für sich selbst Verträge abschließen kann. Ist ja bei den Werbeverträgen nicht anders. Und dann schließt der Spieler mit der Firma A einen Werbevertrag über seine Bildrechte ab, der ihm 100 Mio einbringt. Dass diese Firma von einem in Amerika, China oder Katar sitzenden Vereinsbesitzer, der ja nebenher noch über zig andere Firmen etc. verfügt, gesposort wird "um sich besser entwickeln zu können" hat ja nichts mit dem Spieler und dem Verein zu tun. Und schon ist der Salary Cap ausgehebelt.

    Diese Nummer hat der Katari doch schon mit Neymar abgezogen. Das war auch das erste Mal in der Geschichte, dass ein Spieler bei seinem Verein vorstellig wird und eine Ausstiegsklausel in dreistelliger Millionenhöhe selber bezahlt.

    In Amerika sind die Profiligen in sich geschlossene Systeme ohne Auf- und Abstieg, in der letztlich NUR die Vereinsbesitzer das Sagen haben. Da bekommt man das eben hin.

    Das Paradebeispiel ist doch die Fernsehgeldverteilung. Da fordern diverse Herrschaften, dass das Geld in der Bundesliga und 2. Liga gerechter verteilt wird.

    In der PL bekommt selbst der Tabellenletzte mehr Fernsehgeld als bei uns der Meister. Was also ändert die Änderung der Verteilung - nichts, denn in der PL bekommt deswegen trotzdem keiner weniger. Und wenn der Tabellenzehnte der PL eben 130 Mio bekommt und der 10. der Bundesliga nur 50 oder nach einer Umverteilung vielleicht 70 Mio, dann kann der PL-Verein eben trotzdem weiterhin jedes Jahr schlappe 60 Millionen mehr ausgeben.

    Solange aber die Fernsehgelder an die Abos der Nutzer gebunden sind, wird es eben in Ländern, wo mehr Konsumenten mehr zahlen, mehr Geld geben.

    Und wenn Spanien eine AK vorschreibt und Deutschland eben nicht, kann auch eine UEFA nichts daran ändern.

    Und wenn es in Deutschland 50+1 gibt und in England eben nicht, wird sich auch nichts daran ändern, das eben andere mehr haben.

    Und wenn in einem Land die Steuern nur halb so hoch sind, wie in einem anderen, gibt es da eben mehr Netto vom Brutto.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Das Problem des europäischen Fußballs ist doch - wo immer die Vergleiche mit den US-Ligen hervorgeholt werden - dass die UEFA 55 nationale Fußballverbände umfasst. Und diese Verbände haben dann noch je nach Land unterschiedliches Arbeitsrecht, Steuerrecht und innerhalb der Verbände unterschiedliche Statuten und Besitzrechte.


    Leider zutreffend beschrieben.


    Sollte aber kein Grund dafür sein, nicht trotz der Schwierigkeiten nach einer Lösung zu suchen. Wo ein Wille ist, ist meist auch ein Weg. Und Gesetze kann man ändern.