Superliga? Nein danke!

  • EU ist nicht Amerika.


    Sportliche Erfolgsmodelle zu exportieren, war in der Vergangenheit nicht immer erfolgreich. Von daher bin ich halbwegs optimistisch, dass wir das nicht mitmachen.


    Dass die PL komplett ihr eigenes Ding macht, kann ich mir indes vorstellen. Mindestens gefühlt zählt doch auf der Insel h schon der nationale Titel mehr als die CL-Krone.

  • Da brauchst Du nur 2017 bzw. heuer in der NHL nachschauen....ein Investor überlegt bzw. prüft ob es sich lohnt in einer Stadt ein Franchise zu eröffnen und kauft dann eine Lizenz.

    Soviel zum Beitritt in ein geschlossenes System ;)

    Naja...so einfach ja nun auch nicht. Die Liga, dh die Teams die schon drin sind, beschließen eine Erweiterung und dann können sich potentielle Standorte BEWERBEN und dazu gehören explizit Konzepte für die Spielstätte, mögliches Fanpotential und Finanzierbarkeit für X Jahre (da kommt dann der Investor ins Spiel), aber halt auch welche Region aus Ligasicht das größte Potential hat ein erfolgreiches Franchise zu werden um Kannibalisierungseffekte mit bestehenden Franchises zu verhindern.


    Da kann also nicht jeder neureiche Hillbilly sagen: Hossa, hier bin ich, ich will hier jetzt mitspielen. Das neue NHL-Team in Seattle war schon im Gepräch als die Sharks 1991 in die NHL kamen, aber man zog bislang immer den Kürzeren gegenüber (vermeintlich) besseren Standorten.

  • Da brauchst Du nur 2017 bzw. heuer in der NHL nachschauen....ein Investor überlegt bzw. prüft ob es sich lohnt in einer Stadt ein Franchise zu eröffnen und kauft dann eine Lizenz.

    Soviel zum Beitritt in ein geschlossenes System ;)

    Wie soll es denn aussehen? Der Vergleich hinkt.

    Die Vereinsstrukturen sind doch völlig verschieden. In deinem Beispiel müsste der Investor sich in ein Team einkaufen, dass bereits in der Super League ist. Da gehen aber langsam auch die Teams aus, bei deinen ein Einstieg überhaupt möglich ist. Und was machst du, wenn dort niemand verkaufen will? Man wird dieses geschlossene System wohl kaum im Nachgang aufblähen, wenn ein neuer finanzstarker Club hochgezogen wird.

  • https://www.spiegel.de/sport/f…ce-44a6-a0ad-a1c181aef0ab

    So müsste sich die Bundesliga reformieren (aber das wird vielen nicht gefallen)

    Breuer: Das große Problem der Bundesliga ist, dass es Absteiger gibt. Klubs müssen viel Geld in ihre Kader stecken, um den Klassenerhalt zu schaffen, und am Ende steigen trotzdem mindestens zwei ab. In der Forschung nennen wir das Rattenrennen oder Überinvestition, was es so in anderen Bereichen der Wirtschaft nicht gibt. Gleiches gilt für den Kampf um die Champions-League-Plätze. Auch hier gibt es einige, die viel Geld in die Hand nehmen müssen, um eine Chance zu haben, die aber das Rattenrennen verlieren. Das geht dann zulasten der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit. In anderen kommerziell erfolgreichen Ligen wie im US-Sport gibt es dieses Wettbewerbsrisiko nicht. Da steigt niemand ab. Und so werden weniger Anreize für eine Überinvestition gegeben.

    ...

    SPIEGEL: DFL-Chef Christian Seifert will ab Herbst eine Taskforce "Zukunft Profifußball" einsetzen, die über Reformen reden soll. Was würden Sie ihm mit auf den Weg geben?

    Breuer: Der Weg zu Nachhaltigkeit kann sich am besten durch eine geschlossene Liga erzeugen lassen und wenn man den nationalen von dem europäischen Wettbewerb entkoppeln würde. Das würde bedeuten, dass einige Klubs nur national und andere nur europäisch spielen würden. Das wünscht man sich nicht unbedingt. Aber wenn man das nicht haben will, kauft man sich eben ein größeres wirtschaftliches Risiko ein. Beides zu haben, finanzielle Nachhaltigkeit und keine Änderungen an den Strukturrisiken, das wird nicht funktionieren. Es gibt eben nur wenig Zwischenlösungen. Ein solches könnte aber das sogenannte Escrow-System der NHL sein. Dort wird zunächst nur ein Teil der Spielergehälter garantiert ausgezahlt. Und ein weiterer Teil erst nach der Saison, wenn klar ist wie viel Einnahmen tatsächlich erzielt worden sind. Dies würde immerhin Probleme kurzfristiger Einnahmeausfälle abpuffern.



    Bittere Pillen, die der Wissenschaftler uns als Fans auftischt. Wir werden uns wohl damit beschäftigen müssen und ggfs. eine Kröte schlucken müssen.

  • Jedes Mal, wenn ich so Aussagen wie von dem Breuer höre, bin ich noch glücklicher dass die Super League geplatzt ist wie ne Seifenblase.


    Wir brauchen hier keinen US-Sport. Der Fußball ist der größte Sport der Welt aufgrund seiner Mechanismen.

  • Ein Artikel vom Mai 2020?


    Er sagt im Prinzip nichts anderes als das man substantiell starke langfristige Investoren braucht

    Glaubst Du die Aussagen des Professors sind deshalb veraltet ?

    Und: NEIN. Genau das sagt der Professor Breuer NICHT, dass man unbedingt Investoren braucht.

  • Nix Superleague sondern FFP 3 und das ist auch richtig so


    Der ehemalige Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge fordert eine „Kurskorrektur“ des in finanzielle Schieflage geratenen europäischen Vereinsfußballs.

    Der ehemalige Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge fordert eine „Kurskorrektur“ des in finanzielle Schieflage geratenen europäischen Vereinsfußballs. In einer Kolumne in der Welt am Sonntag spricht sich der frühere Nationalspieler, der bis Sommer Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München war, eindringlich für „eine Rationalisierung des Fußballs“ und ein „Financial Fair Play 3.0″ aus.

    „Mit dem Corona-Effekt - aber nicht nur durch ihn - sind Dimensionen erreicht worden, die mit ‚besorgniserregend‘ noch milde umschrieben sind: Etliche Vereine stehen vor dem wirtschaftlichen Kollaps“, schreibt Rummenigge (66).


    Es erscheine ihm „salonfähig, dass nicht mehr nur in der Politik die Schulden im Milliardenbereich gezählt werden, sondern auch im Fußball.“


    Den europäischen Verband UEFA sieht Rummenigge vor einer „Mammutaufgabe“, neue Richtlinien „juristisch wetterfest“ zu machen. Er plädiert für festgelegte Ausgaben für Spielergehälter und Strafen bei Verstößen „bis hin zum Ausschluss aus der Champions League“.


    Rummenigge hofft auf ECA


    Der Ball, so Rummenigge, liege nun „bei der European Club Association“, der Interessenvertretung der europäischen Fußballvereine, der er lange vorstand: „Sie muss der UEFA nachhaltige Vorschläge erbringen.“

    Das aktuelle Financial Fair Play werde "den großen Herausforderungen nicht gerecht", meint Rummenigge. Derzeit ist es wegen der Auswirkungen der Corona-Krise ohnehin weitgehend ausgesetzt, so wurden Kapitalspritzen der Investoren, die auf 30 Millionen Euro limitiert waren, wieder vollumfänglich freigegeben, "nur so" habe der italienische Rekordmeister Juventus Turin "die Verluste auffangen" können, schreibt Rummenigge.

    Zuletzt wurde über eine Art Luxussteuer bei Verstößen gegen das Financial Fair Play diskutiert. Diese werde „die Lage nicht allein verbessern“, sagt Rummenigge. Er bezweifelt, dass mit dieser Steuer von Investoren gesteuerte Klubs wie Manchester City oder Paris St. Germain wirklich bestraft werden, „wo Geld - sagen wir mal - eher ein relatives Thema ist“.

  • Als jahrzehntelanger CEO des FCB, Chairman der ECA und UEFA Exekutivmitglied wird er sicherlich in dieser Angelegenheit mehr Ahnung, Kompetenz und Urteilsvermögen haben als das Du und wir hier.

    Heißt natürlich nicht das er dann auch automatisch richtig liegt aber die Wahrscheinlichkeit ist größer als bei Dir.

  • Wirklich trauen kann man KH Rummenigge in dieser Sache trotzdem nicht wirklich. Wir werden folgendes hier soweit mitbekommen haben:

    https://www.sport1.de/news/fus…seine-zwiespaeltige-rolle


    Für mich vertritt er viele Interessen und diese verändern sich offensichtlich mit der Zeit. Je nach eigenem Vorteil, eigenen Interessen.

    Man merkt ja auch wie er das Beispiel PSG lobt. Da weiss man doch direkt woher der Wind weht. Das es aber bisher hier in Deutschland eigentlich nur schlechte Beispiele gibt erwähnt er in keiner Zeile.


    Vor gut einem Monat sprach er auch davon das sich der Fußball falsch entwickelt hat und im selben Moment befürwortet er Investoren.

    Passt wie ich finde nicht zusammen.

    Denn wenn auch etwas im Fußball entwickelt hat dann ja auch das er immer mehr zu einem Spielzeug derer wird die ihn aber schlussendlich nur als Bühne nutzen möchten aber der Fußball als solches was er eigentlich ist vollkommen egal ist.

    https://www.tz.de/sport/fc-bay…s-league-zr-90977317.html


    Ich bin weder für noch gegen 50+1. Es sollte bei Investoren ebenso Regeln geben wie bei FFP. Das sich eine oder mehrere Personen als Organisation einen ganzen Klub kaufen halte ich für ein ganz rotes Tuch. Das braucht es nicht und darf es eigentlich auch nicht geben. Anteile ja aber der Fußball gehört in erster Linie immer noch der Basis, dem Land und den Leuten.

  • Als jahrzehntelanger CEO des FCB, Chairman der ECA und UEFA Exekutivmitglied wird er sicherlich in dieser Angelegenheit mehr Ahnung, Kompetenz und Urteilsvermögen haben als das Du und wir hier.

    Heißt natürlich nicht das er dann auch automatisch richtig liegt aber die Wahrscheinlichkeit ist größer als bei Dir.

    Vor allem viel größere Wahrscheinlichkeit als bei dir.

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  • FFP allein bringt nicht viel, selbst wo nun Barca strauchelt ohne Ende, juckt es doch letztlich niemanden. Es dürfte wohl erst nennenswerte Maßnahmen geben, wenn mehrere Schwergewichte pleite gehen.