Superliga? Nein danke!

  • Gibt's noch irgendwo Kreide? Oder hab Perez und Konsorten die tonnenweise gefressen?

    Das wird ja immer geiler. Jetzt sollen die Fans Zuschüsse kriegen um zu Auswärtsspielen reisen zu können :thumbsup:

  • Guter Mann dieser Tebas


    SPORT BILD: Señor Tebas, Sie sind der Chef der spanischen Liga. Der FC Barcelona klagte, dass man Lionel Messi wegen des von Ihnen festgelegten Gehaltslimits, das für alle Klubs gilt, nicht halten konnte. Haben Sie Messi aus La Liga vertrieben?

    Javier Tebas (59): Messi hat Barcelona nicht aus finanziellen Gründen verlassen. Der FC Barcelona hatte ausreichend Gelegenheit, um die Situation zu lösen. Das hat auch Barça-Präsident Joan Laporta gesagt. Im Juli sagte er, dass es gut aussähe.


    Und dann?

    Alle sahen, dass der Spieler den Klub dann verließ und wie traurig Messi war, weil er gern geblieben wäre. Barcelona schob La Liga die Schuld zu, aber das hätten sie schon zwei Monate zuvor tun können, nicht erst, als er wirklich weg war – und nicht erst fünf Tage, bevor unsere Saison begann.

    Vor Messi verließ bereits Cristiano Ronaldo La Liga zu Juventus Turin. Wie wirkt sich das aus?


    den vergangenen Jahren haben wir unsere Strategie für die Zeit vorbereitet, wenn solche wichtigen Spieler die Liga verlassen. Die italienische Serie A hat sicher gehofft, dass der Preis für ihre TV-Rechte wegen Cristiano Ronaldo steigen würde. Aber guckt euch die Ergebnisse an: Bei der Auslandsvermarktung ging es 40 Prozent runter und im Inland um 15 Prozent.

    Wieso bekommt der FC Barcelona trotz Schulden von 1,35 Milliarden Euro noch die Lizenz?

    Die spanische Liga erklärt, dass „Schulden nicht das Problem sind. Wichtig ist, dass man diese gut verwaltet und mit ihnen zurechtkommt. FC Barcelona hat nachgewiesen, dass der Klub in der Lage ist, beträchtliches Einkommen zu generieren. Das wird Barcelona mit Sicherheit wieder gelingen, sobald das Stadion wieder zu hundert Prozent gefüllt werden kann. Es waren außergewöhnliche Zeiten.“

    La Liga zwingt Barcelona zum Sparen durch eine Begrenzung der Gehalts-Ausgaben auf 97 Millionen Euro. 2020/21 lag dieses Limit noch bei 382 Millionen Euro. Der Betrag ergibt sich aus dem Umsatz minus des Verlusts von 2020/21, der 481 Millionen Euro betragen hatte.

    Wie ist es bei Messi?

    Messis Abgang wird uns bei der internationalen TV-Vermarktung nicht schaden, weil wir die Rechte bereits für vier Jahre verkauft haben. Dabei ging es um 14 Prozent nach oben. Mit oder ohne Messi. Uns hat keiner der TV-Sender angerufen und einen Rabatt gefordert, weil Messi nicht mehr bei uns spielt. Natürlich wäre es mir lieber, wenn Messi und Cristiano Ronaldo in unserer Liga spielen würden. Aber die TV-Sender schauen nicht wirklich auf einzelne Spieler. Ihnen ist ein guter Wettkampf am wichtigsten.

    Paris gibt extrem viel Geld für Spieler aus. Die Uefa arbeitet an einem neuen Financial Fairplay. Investoren-Zahlungen sollen nicht mehr begrenzt werden, dafür gäbe es eine Luxussteuer. Was halten Sie vom Vorschlag?

    Wir glauben, dass es nicht der richtige Weg in die Zukunft ist und dass die Uefa falsch handelt. Das ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern auch die vieler europäischer Ligen wie der englischen, deutschen und einiger anderer – wohl mit Ausnahme der französischen. Zwei Aspekte sind dabei zentral: Die Investoren-Zahlungen ohne Limit führen automatisch zu Inflation bei den Gehältern.


    Was ist der andere?

    Die Kostenkontrolle soll nur auf 25 Spielern basieren. Was ist, wenn Vereine mehr Profis im Kader haben? Warum werden nicht auch die sportlichen Mitarbeiter und die anderen Strukturen im Klub mit einbezogen? Es sollte eine Kontrolle geben, wie viel die Investoren zahlen dürfen. In Spanien haben wir das. Auch die Bestrafung sollte strenger sein und auch wirklich durchgezogen werden. Die Uefa ist gesprächsbereit, und ich bin optimistisch, dass die Uefa die richtige Entscheidung treffen wird.

    Die Fifa hat Pläne, alle zwei Jahre eine WM zu veranstalten. Was halten Sie davon?

    Eine WM alle zwei Jahre würde das komplette Ökosystem des Fußballs zerstören, vor allem in Europa! Es hat uns viele Jahre gekostet, bis wir es geschafft haben, dass alle Kontinentalverbände ihre Kalender aufeinander abgestimmt haben. Jetzt kommt auf einmal die Fifa mit diesem neuen WM-Plan, und wir müssten wieder alles ändern. Dazu kommt dann noch die Klub-WM alle zwei Jahre. Das alles reinzuquetschen ist einfach verrückt!


    Welche Auswirkungen fürchten Sie?

    Möglicherweise werden Ligen verkleinert, der Wert der TV-Rechte für diese Ligen sinkt, die Spieler verdienen dort weniger. So machen wir Fußball zu einem Sport der Eliten. Das ist ein großer Fehler. Man muss Fußball als globales Ganzes sehen. Die Fifa macht den Fußball elitärer, nicht globaler.

    Auch die Uefa hat Pläne, reformiert ab 2024 die Champions League. Dann gibt es keine Gruppen mehr, sondern eine 36er-Liga. Welche ­Probleme sehen Sie dort?

    Der Hauptpunkt ist die Anzahl der Spiele in der Vorrunde, die von sechs auf zehn Partien steigen soll. Wir denken, dass man mit acht Spielen anfangen sollte und schaut, ob das nicht den Wert der nationalen Ligen schädigt. Wenn das nicht passiert, kann man dann noch auf zehn erhöhen.

    Welche Gefahren sehen Sie in der Reform?

    Wenn bestimmte Klubs noch mehr Geld bekommen, weil sie im Europapokal spielen, dann verzerrt dies die nationalen Ligen. Diese Klubs können den Spielern, die bereits sehr viel verdienen, dann noch mehr Geld zahlen. Wir müssen an die Ethik denken. Wir sollten uns überlegen, ob es richtig ist, mehr Geld zu generieren, nur damit sich die Spieler von einigen wenigen großen Klubs dann anstatt sieben Ferraris zehn Ferraris plus mehrere Anwesen leisten können. Geld sollte auch in kleinere Länder fließen.


    Ihre Liga hat sich mit CVC einen Investor reingeholt, der 2,7 Milliarden Euro für zehn Prozent Anteile zahlt. Real Madrid und der FC Barcelona stimmten dagegen. Wie schwer ist der Umgang mit zwei solchen Riesen?

    Wir haben 39 Klubs, die dem CVC-Vertrag zugestimmt haben. La Liga wird aber von allen 42 Klubs geleitet. Das ist wichtig für den Wettbewerb. Denn wenn nur die reichen Klubs bestimmen würden, was gemacht wird, dann würde die Liga nicht funktionieren. Dann wären die Verhältnisse wie ein umgekehrter Robin Hood: Es wird von den Armen genommen und an die Reichen gegeben. Die Entscheidung für die Super League passt ins Bild der vergangenen Jahre. Es sollte kein Szenario sein, dass die Klubs mit dem meisten Geld auch die meisten Rechte haben.

    Was kann Ihre Liga von der Bundesliga lernen?

    Die Bundesliga macht vieles besser als wir: Vermarktung der Stadionnamen, Ticketverkäufe, das Erlebnis im Stadion und die Einbindung der Sponsoren. Davon können unsere Klubs einiges lernen. Die Bundesliga ist dort die Benchmark.


    Und umgekehrt?

    Der Auftritt der Bundesliga im Ausland ist noch ausbaufähig. Bei den Einnahmen durch die TV-Rechte im Ausland sind wir in einer guten Position. Unsere globale Digital-Strategie ist gut. Dadurch gelingt es uns, den Wert unserer TV-Rechte zu steigern. Das ist wichtig.

  • DFL zum neuen FFP


    DFL und die anderen Ligen haben natürlich genauso wenig Ahnung wie KHR Hainer und Kahn……


    Wir - sowohl die DFL als auch die europäischen Ligen - unterstützen eine Stärkung des Klublizenzierungs- und Financial-Fairplay-Systems. Finanzielle Stabilität ist für den nationalen und europäischen Fußball von zentraler Bedeutung. Der aktuelle Reformvorschlag muss jedoch in zentralen Kritikpunkten angepasst werden", forderte etwa Dr. Marc Lenz, der für die internationalen Angelegenheiten der DFL verantwortlich zeichnet, nach der Generalversammlung der European Leagues in Mailand an diesem Freitag.


    https://www.kicker.de/dfl-ford…itikpunkte-875939/artikel

  • DFL zum neuen FFP


    DFL und die anderen Ligen haben natürlich genauso wenig Ahnung wie KHR Hainer und Kahn……


    Wir - sowohl die DFL als auch die europäischen Ligen - unterstützen eine Stärkung des Klublizenzierungs- und Financial-Fairplay-Systems. Finanzielle Stabilität ist für den nationalen und europäischen Fußball von zentraler Bedeutung. Der aktuelle Reformvorschlag muss jedoch in zentralen Kritikpunkten angepasst werden", forderte etwa Dr. Marc Lenz, der für die internationalen Angelegenheiten der DFL verantwortlich zeichnet, nach der Generalversammlung der European Leagues in Mailand an diesem Freitag.


    https://www.kicker.de/dfl-ford…itikpunkte-875939/artikel