Julian Nagelsmann

  • Warum so bescheiden?

    Wenn er wollte, wären Curie, Einstein und Galileo nur ein Fliegenschiss der Geschichte.

    Wir müssen beten, dass er weiter Trainer bleibt und nicht den ein oder anderen Nobelpreis anstrebt.


    Meine Güte. JN gibt sehr gute Interviews und ist taktisch kein Blinder. Das war‘s. Reicht ja auch, denn mehr muss er als Trainer auch derzeit noch nicht.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Absolut.

    Nagelsmann ist der am besten Kommunikator. Solange das so ist ist es überhaupt nicht notwendig, das sich Hainer Kahn Salihamidzic noch öfter äußern als sie es ohnehin schon machen.


    Man wird Dame Hopfen schon im persönlichen Gespräch gewisse Dinge deutlich gemacht haben.

  • Man sieht schon, was es ausmacht, wenn Nagelsmann mal eine ganze Trainingswoche Zeit hat, um an taktischen Abläufen zu arbeiten. Da der nächste Spieltag eine Woche nach hinten gerückt ist, kann auch die nächsten Tage noch viel im taktischen Bereich trainiert werden. Und das braucht die Mannschaft einfach nach den letzten 1,5 Jahren, wo kaum Zeit vorhanden war, weil die Vorbereitung immer so kurz war.


    Mir hat das gestern sehr gut gefallen. Gegen Teams wie die Hertha kann man mit fünf Offensivspielern anfangen. Das war sehr flexibel. Vorne wurde viel rochiert, die Räume waren immer besetzt. Wir haben uns gegen einen sehr tiefstehenden Gegner extrem viele klare Torchenancen herausgespielt. Der Auftritt hat Lust auf mehr gemacht.

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  • Man sieht schon, was es ausmacht, wenn Nagelsmann mal eine ganze Trainingswoche Zeit hat, um an taktischen Abläufen zu arbeiten. Da der nächste Spieltag eine Woche nach hinten gerückt ist, kann auch die nächsten Tage noch viel im taktischen Bereich trainiert werden. Und das braucht die Mannschaft einfach nach den letzten 1,5 Jahren, wo kaum Zeit vorhanden war, weil die Vorbereitung immer so kurz war.


    Mir hat das gestern sehr gut gefallen. Gegen Teams wie die Hertha kann man mit fünf Offensivspielern anfangen. Das war sehr flexibel. Vorne wurde viel rochiert, die Räume waren immer besetzt. Wir haben uns gegen einen sehr tiefstehenden Gegner extrem viele klare Torchenancen herausgespielt. Der Auftritt hat Lust auf mehr gemacht.

    Die Pressingmaschine war schon brutal gestern. Erinnerte phasenweise an die Rückrunde der CL-Saison unter Flick: kaum ist der Ball weg, stürzen sich zwei, teilweise drei Rote auf den Gegner. Die konnten sich teilweise zehn Meter vor dem eigenen Strafraum den Ball nicht Ruhe zuspielen weil die Meute schon wieder lauerte...und sie hatten keine Chance diese langen Dreccksbälle in die Spitze zu schlagen gegen die wir jetzt lange so anfällig waren.


    Einzig die Abstimmung in der Abwehrreihe muss einem mit Blick auf die Crunchtime schon Sorgen machen wenn der Gegner dann doch mal ins letzte Drittel kommt. Aber noch ist ja etwas Zeit.

  • https://www.bild.de/sport/fuss…phhK_QFEYn3NCHYxzKViC3YJY


    Im Gegenpressing sind die Bayern Europameister!

    Der Coach verrät: „Wir sind in Europa die Mannschaft mit den meisten hohen Ballgewinnen! Das heißt, dass wir sehr, sehr gut in der gegnerischen Hälfte verteidigen.“

    Der Trainer: „Das Gegenpressing muss man trainieren. Das ist Punkt eins. Dann brauchst Du Spieler, die Bock drauf haben. Wenn die Spieler keine Lust haben, dann kannst du viel erzählen, dann wird es schwierig. Und drittens: Wenn man die Statistik sieht, wie oft wir den Ball haben oder wie groß unsere Ballbesitzphasen sind über die ganze Saison gesehen, dann kann man das auf eine Netto-Spielzeit umrechnen, in der wir verteidigen müssen. Das sind oft wenige Minuten nur. Wenn wir das im Gegenpressing seriös machen, sind die Wege in der Abwehr auch nicht soweit.“


    Insgesamt wechseln die Bayern nun von Spiel zu Spiel mühelos die Systeme. Meist Viererkette, aber eben auch Dreierkette wie gegen Hertha. Mal sehr offensiv, mal etwas defensiver.

    Nagelsmann erklärt den taktischen Fortschritt seines Teams: „Wir sind variabler. Es muss eine Bereitschaft der Spieler da sein. Die ist da. Es sitzt keiner in der Sitzung und denkt sich: Was redet der da vorne? Und keiner denkt sich: Wir sind Bayern München und machen immer das Gleiche. Wir wollen dominant sein, wir sind immer noch Bayern München, wir wollen immer nach vorne spielen und nach vorne verteidigen.“

  • Wenn wir das im Gegenpressing seriös machen, sind die Wege in der Abwehr auch nicht soweit.

    War für mich eine interessante Aussage in der PK, weil er damit klargemacht hat, dass das Hin und Her, das wir in der Hinrunde oft gesehen haben eben nicht zur Nagelsmann'schen Spielanlage gehört, sondern einfach ein Unfall war; schlechte Abstimmung mangels Trainingsmöglichkeiten.


    Fand ich sehr beruhigend. Ich denke die Spielweise wird in den nächsten 1-2 Jahren wesentlich kontrollierter werden als das, was wir bisher gesehen haben.

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  • Ja und nicht nur die Aussage, die war ja nicht neu, sondern vor allem die Umsetzung auf dem Platz. Bis zu den Auswechslungen eine totale Spielkontrolle mit und gegen den Ball.

    Kimmich mit einer überragenden Leistung die an Thiago in seinen besten Tagen erinnert. Tolisso eben auch vor ihm sehr harmonisch und abgestimmt so wie ich ihn schon lange nicht mehr gesehen haben (und ähnlich wie Goretzka in der RR 19/20.

    Man hat förmlich gespürt das alle Spieler auch viel Bock und Spaß auf/an dieser Spielweise haben. Nagelsmann hat jetzt noch einmal viele Trainingseinheiten um die Abläufe weiter zu optimieren.

  • Ja und nicht nur die Aussage, die war ja nicht neu

    Also für mich war sie schon neu, zumindest in der Deutlichkeit.

    Ich hatte jedenfalls die Befürchtung dass er den Kontrollverlust akzeptiert und einplant; aber in der PK (im O-Ton ist das auch noch etwas deutlicher als im verlinkten Bild-Artikel) hat er schon sehr klar gemacht, dass er das ständige zurücklaufen nach Ballverlust für viel zu ineffizient und anstrengend hält und das deshalb zu vermeiden versucht.

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  • Ja absolut. Er hat das mE schon sehr früh artikuliert, mEn auch in decoded bei DAZN Anfang der Saison. Darüberhinaus hat er ja auch klar gefordert das über gute Staffelung die Restverteidigung das Zentrum schließen und einen Konter nach außen leiten soll, wenn das hohe Gegenpressing überspielt wird. Auch das funktioniert ja meistens gut.

  • Habe noch keine Originalquelle für diese Aussage gefunden, untenstehendes Zitat deshalb unter Vorbehalt:

    Quote

    🗣 Julian Nagelsmann:


    💬 „Manchmal, wenn ich nach einem Spiel schlafe, rufe ich die Namen meiner Spieler. Das hat mir meine Frau mal erzählt. Manchmal wacht sie nachts davon auf.“


    -FB-Seite „Fußball - Tipps und News“

    „NIKIIII PEITSCHE!“

  • Habe noch keine Originalquelle für diese Aussage gefunden, untenstehendes Zitat deshalb unter Vorbehalt:

    Auch wenn es schlechter Stil ist, sich selbst zu zitieren :saint:- das Interview hab ich gestern verlinkt. Wird im neuen 51 sein und ist bei den Basketballern auf der Homepage gekürzt veröffentlicht. Da ist die von Dir genannte Passage auch drin.

    In der neuen Ausgabe wird ein Doppel-Interview von Nagelsmann und Trinchieri erscheinen. Eine gekürzte Fassung ist schon verfügbar. Mir gefallen diese Passagen richtig gut, beide Coaches scheinen ein gutes Verständnis davon zu haben, was es bedeutet, beim FC Bayern tätig zu sein.

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  • Nagelsmann über eine RB-Philosophie bei den Bayern: "Die habe ich nicht zu den Bayern mitgebracht. Bei den Bayern ist die Philosophie aufgrund der Qualität vorgegeben. Da musst du immer dominant auftreten und mit Ballbesitz spielen."


    https://www.spox.com/de/sport/…eipzig-im-liveticker.html


    Genauso ist es. Jeder Trainer wird hier ganz automatisch vor die Aufgabe gestellt sein, mit viel Ballbesitz umgehen zu können. Da ist es völlig egal, ob hier Pep, Tuchel oder Nagelsmann Trainer ist. Es gibt lediglich Unterschiede im Detail. Aber man braucht bei jedem Topclub Lösungen im Ballbesitz. Die Gegner stellen sich fast immer hinten rein und agieren sehr defensiv.



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  • Julian Nagelsmann:


    - "Phonzie geht es gut, ich hab letzte Woche bisschen mit ihm gesprochen. Natürlich ist es bisschen langweilig weil er einfach gar nichts machen darf, das ist für einen Leistungssportler nicht angenehm. Die vier Wochen Frist ist bald erreicht, dann gibt es die Untersuchung und dann sehen wir, wie es aussieht und dann werden weitere Schritte eingeleitet die im besten Fall so aussehen, dass wir wieder anfangen können ihn zu belasten. Es kann aber auch sein, dass das noch nicht der Fall ist, das werden wir dann sehen was die Diagnostik hergibt."


    - "Bei Leon gab es wieder einen leichten Rückschritt. Er hat immer wieder Schmerzen, auch im Alltag. Deswegen gibt es auch keinen Zeitplan. Es kann sein, dass er relativ kurzfristig zurückkommt es kann aber auch sein, dass es ewig dauert. Ich kann Ihnen tatsächlich nichts sagen."


    - "Lucas geht es sehr gut. Er hat gestern einen kleinen Schlag abbekommen aber es war nichts Dramatisches. Er hat heute wieder trainiert, auch sehr gut trainiert."


    - "Upa hat finde ich eine gute Entwicklung genommen. Er hat natürlich 1-2 Spiele gehabt die unglücklich gelaufen sind, Dinge die er besser machen kann. Aber ich betone auch immer wieder, dass er noch ein junger Spieler ist. Er hat natürlich die Aufgabe, sich zu stabilisieren, dass er ein gleichbleibendes, gutes Niveau hat und die Ausschläge nach oben gehen. Aktuell ist es so, dass er die Ausschläge nach oben hat, aber eben auch Ausschläge nach unten kommen und es gibt so paar Positionsgruppen im Fußball, da ist weniger Spektakel die Überschrift sondern eher Verlässlichkeit und dazu zähle ich die Sechser Position, Torwart und Innenverteidiger. Da musst du einfach mit einer sehr großen Verlässlichkeit eine solide Leistung bringen, die immer ein gutes Niveau hat. Da hat er noch Entwicklungspotenziale, die er noch erreichen wird, da bin ich mir ganz sicher."


    - "Sabitzer hat ein bisschen gebraucht um sich zurechtzufinden. Hatte in der Hinrunde immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen, dann zur Rückrunde musste er zweimal als Linksverteidiger aushelfen, was halt nicht seine Position ist. Er hat jetzt die letzten zwei Wochen sehr, sehr gut trainiert finde ich. Viel, viel besser als die Wochen davor. Er rückt jetzt immer näher ran und entwickelt sich jetzt zu einer sehr guten Kadergröße, was wir uns auch von ihm versprochen haben."


    - "Es tut mir nicht weh, wenn Talente den Verein verlassen. Weil ich einerseits auf die Entwicklung der Spieler schaue und was sinnvoll ist, andrerseits natürlich auch einschätzen muss ob ein Spieler das Potential hat bei uns Stammspieler zu werden. Alles andere macht dann wenig Sinn, dass er bei uns bleibt. Wir haben einen Campus gebaut, der Geld gekostet hat und auch eine Personalstruktur die was kostet und das muss sich finanzieren. Und du kannst sowas nur finanzieren über Spielerverkäufe. Wenn ein Spieler nach Belgrad wechselt und uns für einen gewissen Millionenbetrag verlässt dann ist das eine Auszeichnung für die Nachwuchsabteilung. Das muss man verstehen: Du bist nie Nachwuchstrainer um nur Spieler für deine eigene Profiabteilung auszubilden, und bei Bayern auch noch weniger als in Hoffenheim oder Leipzig. Du bist dafür verantwortlich den Spieler auszubilden, dass der Profi wird. Idealerweise bekommst du dann in jedem Jahrgang 1-2 für deine eigene Profimannschaft raus und 1-2 für andere Profimannschaften und vielleicht noch 1-2 für eine gute Regionalligamannschaft und dann hast du einen sehr guten Job gemacht. Mit dem Betrag, den wir jetzt für Motika bekommen, können wir viele Ausgaben des Campus wieder deckeln. Es gehört zu einer guten Nachwuchsarbeit dazu, Spielern irgendwann die Tür für andere Vereine zu öffnen, weil einfach nicht jeder bei uns bei den Profis spielen wird."


    - "Mein Ziel ist es, dass Paul Wanner irgendwann bei uns Stammspieler ist. Das ist die Idee, deswegen haben wir mit ihm verlängert und deshalb habe ich auch um ihn gekämpft, dass er bei uns bleibt. Ich habe einige Gespräche mit ihm geführt um ihn zu überzeugen. Jetzt geht es im nächsten halben Jahr erstmal darum, dass er perfekt ankommt, dass er durchgetestet wird, dass wir einen guten individuellen Trainingsplan aufstellen, dass wir das mit der Schule gut hinbekommen. Das alles auf einen Nenner bekommen, um ihm das Fundament für die bestmögliche Entwicklung zu geben und dann werden wir schauen wie die nächsten Schritte sind. Er ist bei uns im Training, macht es sehr, sehr gut, hat schon Spielzeit bekommen und wird auch weiter Spielzeit kriegen. Es geht darum ein qualitativ gutes Training zu erleben, sich körperlich zu entwickeln, körperlich auf ein Topniveau zu kommen und dann ist das ein Spieler mit sehr, sehr, sehr großem Potential an dem idealerweise der FC Bayern und ich große Freude haben werden in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren."