Julian Nagelsmann

  • 352, 343 (als Alternativen zum etablierten Spielsystem) ist angepeilt um variabler und nicht mehr so leicht ausrechenbar zu sein. Gnabry soll, wenn kein RV-Backup kommt, umgeschult werden und den rechten Schienenspieler geben.

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  • Taktik Revolution im Sinne einer Dreierkette, die es bereits unter Pep gab? Mensch, Falk ist wieder richtig investigativ.

    Nagelsmann lässt gerne Dreierkette spielen ????

    =O=O=O=O=O=O=O=O=O


    Das ist aber eine echte Überraschung. :)

  • Ich finde es aber gut, dass explizit von Alternativen zum etablierten System gesprochen wird. Wobei es letztlich auch keine Rolle spielt, wie man die Aufstellung auf dem Papier benennt. Auch unter Flick gab es in bestimmten Situationen klare Verschiebungen, die dann gerade im eigenen Ballbesitz nach Dreierkette aussahen. Das ist nicht unüblich und gehört heute auch einfach dazu, dass sich je nach Spiel Situation andere Formationen ergeben.


    Wichtig ist "nur", dass man die nötigen Spieler dafür auf dem Feld hat, die verschiedene Rollen einnehmen können und die entsprechenden Abläufe trainiert werden. Als Schienenspieler hat Gnabry dann ein anderes Aufgabenspektrum als bisher. Auf der linken Seite hingegen spielte insbesondere Davies unter Flick genau solch eine Position. Das wurde insbesondere dann deutlich, wenn Hernandez gespielt hat, der dann wiederum den Fokus mehr der auf der Defensive hatte. Allerdings war er dann dennoch offensiver als sein Pendant auf der rechten Seite. Pavard geht die Dynamik und Wucht für diese Rolle ab, weshalb er dann in einer Dreierkette tendenziell rechts spielen wird und eigentliche keine Alternative für die rechte "Schiene" ist. Eigentlich wäre gar Tolisso in meinen Augen wie gemacht für diese Position, den möchte ich aber aus verschiedenen Gründen hier nicht mehr sehen.

  • Nagelsmann lässt gerne Dreierkette spielen ????

    =O=O=O=O=O=O=O=O=O


    Das ist aber eine echte Überraschung.

    Das ist aber auch echt nur letzte Saison, soweit ich mich erinnere. Schau dir die erste Saison bei RB an, da hat er m.W. fast immer mit Viererkette gespielt. Weil er da noch andere Spieler hatte.


    Ich bin da sehr entspannt, der Nagelsmann weiss schon was er tut. Und wenn der denkt eine Dreierkette würde bei uns Sinn machen (was ich nicht glaube), ist das wahrscheinlich auch so.

    Man darf die Nagelsmannsche Dreierkette nicht mit der Kotzaufstellung vom Talenteentwickler vergleichen...

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  • https://tribuna.com/de/news/fc…-tickt-julian-nagelsmann/

    Dreierkette mit hohem Pressing und innovative Methoden: So tickt Julian Nagelsmann

    Bei der TSG tüftelte er regelmäßig an einem meist offensiven System, das bei Ballbesitz größtenteils eine 3-5-2-Formation darstellte und in den Phasen, in denen man verteidigen musste, ein 3-4-3 oder 5-3-2. Seine drei Innenverteidiger waren für den Aufbau von Ballbesitz zuständig - insbesondere Kevin Vogt übernahm die Verantwortung, den Ball in die freien Räume zu spielen, die mehr Passoptionen ermöglichten, und diesen Ballbesitz weiterzuleiten. Aus dem zentralen Mittelfeld heraus untestützte Florian Grillitsch die Innenverteidiger, half Hoffenheims Außenverteidigern bei deren Vorstößen und zog sich sogar in die Verteidigung zurück, um dort eine zusätzliche Figur zu sein.


    Es ist kein Geheimnis, dass Nagelsmann gerne die Dreierkette spielen lässt.

    Er sagt aber auch, dass das System zum Kader und den Spielern passen muss.

    Insofern würde ich meine Hand jetzt nicht ins Feuer legen, dass JN auch bei Bayern 3-4-3 oder 3-5-2 spielen lässt so wie bei Hoffenheim oder Leipzig.

    Aber groß überrascht wäre ich deshalb auch nicht. ;-)

  • Wenn ein neuer RV kommt, sehe ich die Dreierkette schon diese Saison.


    Wenn nicht, ist das auch möglich, weil man einen offensiven Spieler als RAV einsetzen und Pavard auf RIV bringen kann. Dann wird die Dreierkette eben schnell zur Viererkette. Wir hatten da auch schon mal Robben als RAV. Möglich wäre es, aber ob Nagelsmann sowas spielen lässt oder eine symmetrische Formation möchte, weiß niemand.

  • Aktuell ist Entspannung bei ihm angesagt. Zumindest theoretisch. Nach einigen geheimen Besuchen an der Säbener Straße und Vorgesprächen zur Planung der neuen Saison gönnt sich Julian Nagelsmann (33) im Juni zunächst ein paar Tage zum Relaxen in seiner Wahlheimat am Chiemsee, bevor noch ein Urlaub ansteht. Sein Handy hat der neue Trainer des FC Bayern dabei fast die ganze Zeit an. Vor Nagelsmann, für den mit dem Engagement beim Rekordmeister ein Traum in Erfüllung geht, liegt viel Arbeit. Für fünf Jahre unterschrieb der Coach, der aus Leipzig kommt. Er ist mit einer Ablöse, die bis auf 23 Millionen Euro ansteigen kann, der teuerste Trainer der Welt – und hat verdammt viel vor.

    SPORT BILD verrät, wie der Nachfolger von Sieben-Titel-Trainer Hansi Flick (56) plant, welche Taktik er einführen will.


    Nagelsmann, der zuletzt schon Kontakt zu einigen Spielern wie Joshua Kimmich (26) oder Leon Goretzka (26) aufnahm, steht für Innovationen. Seine Ideen sind teilweise radikal, doch er will dabei immer alle Spieler mitnehmen. In München könnte das zu einer Taktik-Revolution führen. Seit den Zeiten von Robben und Ribéry gehört zur DNA des Klubs ein Spielsystem: das 4-3-3. Louis van Gaal (69), von 2009 bis 2011 Trainer der Münchner, führte es ein. Bis zuletzt war es bei den Bayern unantastbar. Nagelsmann will nun eine zweite Grundformation einführen. Nicht um alles umzuschmeißen, dafür ist Nagelsmann klug genug. Aber er will die Bayern variabler machen.

    Konkret: Nagelsmann plant die Installation der Dreierkette, im 3-5-2 bzw. 3-4-3-System. Er will damit auch die defensive Stabilität verbessern. In der abgelaufenen Saison kassierten die Münchener 44 Gegentore, so viele wie seit 25 Jahren nicht mehr! Die Stärke eines Topteams müsse es sein, auf den Spielverlauf zu reagieren, während eines Spiels immer wieder den Matchplan ändern zu können.


    Die Bayern-Stars erwarten viele Überraschungen, sie blicken der neuen Zeitrechnung bereits gespannt entgegen. „Bei seinen bisherigen Stationen hat er erfolgreiche Arbeit geleistet. Seine Mannschaften haben stets die Erwartungen übertroffen, die an sie gestellt wurden. Sie haben eigentlich immer überperformt“, sagt Thomas Müller (31) zu SPORT BILD. Und ergänzt: „Wenn Julian Nagelsmann es auch schafft, dass wir beim FC Bayern überperformen, sind wir auf einer sehr guten Spur!“

    Nagelsmann will verhindern, dass die Spielweise zu durchschaubar ist. Was er registriert hat: Zwischen dem 7. und 14. Spieltag der Vorsaison gerieten die Münchener immer in Rückstand, mussten sich zu oft auf die individuelle Klasse ihrer Superstars, allen voran 41-Tore-Stürmer Robert Lewandowski, verlassen. Mit der Grundordnung der neuen Dreierkette will Nagelsmann neue Reize setzen und verhindern, dass sich Verletzungen in der wichtigsten Phase der Saison – März, April, Mai – häufen.


    Bei der Dreierkette könnte Dayot Upamecano (22) den zentralen Verteidiger geben, links von ihm Lucas Hernández (25), in Topform einer der besten Halbverteidiger Europas. Für die Position rechts in der Abwehrkette gibt es zwei Kandidaten: Niklas Süle (25) und Benjamin Pavard (25). Aus dieser Grundformation ergibt sich das oberste Transferziel der Bayern: Während links mit Alphonso Davies (20) der perfekte Schienenspieler vorhanden ist, braucht es noch ein Pendant für rechts: einen Außenverteidiger mit starken Offensivqualitäten, der die Seite beackern kann.


    Bei Nagelsmanns Gedankenspielen gibt es keine Grenzen: So ist es auch denkbar, dass Serge Gnabry (25), den der Trainer noch aus der gemeinsamen Saison 2017/18 in Hoffenheim kennt, „umgeschult wird“ und die Position des offensiven rechten Außenverteidigers besetzt. Nagelsmann nennt die Spieler auf dieser Position „Joker“. Eine Bezeichnung, die zum flexiblen, schnellen und trickreichen Gnabry, der sich schnell auf neue Aufgaben und Positionsprofile einstellen kann, passt.

  • Wieso sollte das denn der Fall sein?


    -------------RL9-------------

    --KC------------------TM--

    AD-----LG-----JK-----SG

    ---LH------DU------BP---

    -------------MN-------------


    Der einfachheitshalber habe ich es symmetrisch dargestellt. Es ist aber nicht auszuschließen, dass insbesondere Müller weiterhin als Freigeist schalten und walten kann, gerade wenn er von Kimmich und Gnabry unterstützt und flankiert wird.


    ---------LS----RL9---------

    -------------TM-------------

    AD-----LG-----JK-----SG

    ---LH------DU------BP---

    -------------MN-------------


    Gerade Müller ist wahnsinnig wertvoll in diesen taktischen Überlegungen weil er nicht den klassischen RA spielen muss.

    Unser Kader hat in meinen Augen definitiv das Potential, erfolgreich mit einer Dreierkette zu spielen. Einzig die rechte Seite muss noch entsprechend bestückt werden. Und Nagelsmann hat in Leipzig im 343 auch eher zentrumslastige Spiele in die vorderste Reihe gestellt wie Forsberg oder Olmo.


    Für mich zumindest denkbar wäre gar folgendes:


    ---------LS----RL9---------

    -------------JM-------------

    AD-----LG-----TM-----SG

    ---LH-------JK-------BP---

    -------------MN-------------


    Das wäre jedoch sehr offensiv, da Kimmich im Ballbesitz weit vorschiebt. Man hätte nur ein Problem, wenn man im Spiel auf die Viererkette gehen will. Dann muss Kimmich entweder in die IV, oder Gnabry rechts hinten ran.

  • Wenn Nagelsmann das tatsächlich so plant dann wird es mit den jetzigen Spielern schwer.

    Dann kann man Coman und Müller eigentlich gleich abgeben

    Zumindest coman kannst du dann abgeben, der ist ein linearer Winger der seine Stärken ganz klar im 4231 hat, was ja auch einer der Gründe ist weshalb er bei Frankreich nicht so zum Zug kommt.


    Sané und Gnabry passen da wesentlich besser da die auch innen spielen können, ebenso musiala.


    Bei Müller sehe ich da nicht ganz so das Problem, der müsste sich zwar etwas umstellen, dürfte das aber hinkriegen

    rot und weiß bis in den Tod

  • Da würde ich mich anschließen. Das Problem mit Müller beim DFB bspw. ist ja auch nicht das System, sondern dass er da vorne keinen Zielspieler hat. Ob das bei uns in der Vergangenheit Gomez, Mandzu, Lewy oder in den erfolgreichen Jahren beim DFB Klose waren, diesen Spieler benötigt Müller einfach. Systemunabhängig.


    Auch bei Coman würde ich Schwarz sehen. Das System braucht Abschlußspieler. Das ist Coman mal halt überhaupt nicht.

  • Konkret: Nagelsmann plant die Installation der Dreierkette, im 3-5-2 bzw. 3-4-3-System. Er will damit auch die defensive Stabilität verbessern. In der abgelaufenen Saison kassierten die Münchener 44 Gegentore, so viele wie seit 25 Jahren nicht mehr!

    Jo, und das liegt an die Viererkette. Ich glaub damals mit Pep haben wir mit der gleichen Viererkette einen Gegentor-Negativrekord aufgestellt.


    Hanebüchener Schwachsinn von der Bild. Jeder, der nicht erst seit gestern den FC Bayern verfolgt hat weiss, dass die Gegentorflut mit Flicks Spielweise zu tun hatte. Davor war der Kasten immer verwaist, selbst in finstersten Trainerzeiten...

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  • Da würde ich mich anschließen. Das Problem mit Müller beim DFB bspw. ist ja auch nicht das System, sondern dass er da vorne keinen Zielspieler hat. Ob das bei uns in der Vergangenheit Gomez, Mandzu, Lewy oder in den erfolgreichen Jahren beim DFB Klose waren, diesen Spieler benötigt Müller einfach. Systemunabhängig.


    Auch bei Coman würde ich Schwarz sehen. Das System braucht Abschlußspieler. Das ist Coman mal halt überhaupt nicht.

    Richtig! Und das Problem hat man gestern schon wieder gesehen.

  • Na ja, Coman abgeben könnte in den Planungen ja eine Rolle spielen...macht mir immer Angst, abgeben heißt ja, wir holen erst in 5 Jahren Ersatz.....Ribery will ja auch zurück...

    Sollte jn hauptsächlich so spielen reichen gnabry, sane,musiala und Müller aus. Zudem könnte in dem System choupo mehr zum tragen kommen.


    Wenn wir dafür eine Nummer 3 im zm Plus einen rav kriegen haben wir uns nicht verschlechtert.


    Hinzu kommt noch ein Scott der das offensiv auch kann

    rot und weiß bis in den Tod

  • Verstehe was Du sagst, denke das wenn dann so gespielt werden müsste


    ---------LS----RL9---------

    -------------TM-------------

    AD-----LG-----JK-----SG

    ---LH------DU------BP---

    -------------MN-------------


    Frage an Dich

    Bist Du überzeugt das Gnabry wirklich der Schienenspieler auf höchstem Niveau sein kann, der insbesondere nach hinten so arbeitet wie es dann notwendig wäre?


    Und befürchtest Du nicht das TM die Räume genommen werden wenn die beiden außen hochschieben und dann nicht nur Lewa sondern auch noch Sane/Coman daneben stehen? Oder andersherum fändest Du es nicht besser wenn Müller vor ihm Lewa und neben sich die winger spielen hat, die natürlich permanent die Position wechseln plus nachrückende ZM?


    Vielleicht bin ich zu eingefahren, aber befürchte einfach das ein 3-4-3 mit Müller nicht funktioniert.

  • Konfuzius1900


    Die Rolle würde ich Gnabry spielerisch definitiv zutrauen, allerdings zu Lasten der Scorer. Das sollte man nicht vergessen, denn er ist einer der wenigen Abschlussspieler in unseren Reihen.


    Jetzt kommt das große Aber: Physisch traue ich ihm die Rolle dauerhaft nicht zu. Wir haben scheinbar die optimale Belastungssteuerung für Gnabry gefunden. In der abgelaufenen Saison hat Gnabry nur 10 Spiele über die volle Distanz gemacht, die Verletzungen haben wir bei ihm mittlerweile sehr gut im Griff. Muss er aber nun pausenlos die Linie hoch und runter rennen, sind Verletzungen vorprogrammiert. Lässt du ihn dort spielen, kannst du gedanklich in 90% der Spiele die Auswechslung von Gnabry bereits vor Spielbeginn einplanen, vollständige Pausen noch gar nicht bedacht. Landen wir irgendwann wieder bei drei Auswechslungen (was ich nicht hoffe), beraubt man sich also unnötigerweise einer taktischen Option. Kommt niemand mehr für die rechte Seite, werden wir die Dreierkette nur selten sehen. Mir fehlt die Fantasie, wer die Rolle ansonsten neben Gnabry ausfüllen könnte. Ich hatte bereits geschrieben, dass ich Tolisso diese Position ebenfalls zutraue, aber hier trennen sich im Sommer hoffentlich die Wege.


    Bei Müller hingegen darf man nicht zu sehr in Positionen denken. Gib ihm alle offensiven Freiheiten, ausreichend Mitspieler in der Offensive, erwarte keine 1:1 Dribblings an der Seitenlinie und Müller wird funktionieren und liefern. Was haben wir vor Guardiolas Antritt prophezeit, dass es Müller schwer haben wird. Aber Müller ist ein Taktikfuchs auf dem Feld, denn du "nur" gewinnbringend einsetzen musst. Das schafft Löw nicht mehr, Kovac und Ancelotti scheiterten ebenfalls. Sobald du Müller in einer quantitativ schlechten Offensive bringst, kann er seine Stärken nicht ausspielen, seine Schwächen kommen hingegen zum Tragen.


    Durch hochschiebende Außen ergeben sich für Müller je nach Situation gar mehr Räume, weil Gegenspieler in seiner Nähe die Außen nicht einfach machen lassen können. Müller ist überall in der Nähe des gegnerischen Strafraums gefährlich, er muss nicht mal zwingend in der Box agieren. Wie oft sieht man mittlerweile Pässe oder Flanken von außerhalb, die zum Tor führen? Du darfst von Müller nicht fordern, dass er eine Position hält. Er muss umtriebig bleiben und dort auftauchen, wo er den Raum erkennt. Unter Pep hatte er beispielsweise ebenfalls Freiheiten, während andere klar die Position hielten. Das machte uns offensiv aber auch stets unberechenbar.

  • 352, 343 (als Alternativen zum etablierten Spielsystem) ist angepeilt um variabler und nicht mehr so leicht ausrechenbar zu sein. Gnabry soll, wenn kein RV-Backup kommt, umgeschult werden und den rechten Schienenspieler geben.

    War auch meine Vermutung, dass Gnabry am ehehsten dafür in Frage käme.

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