Julian Nagelsmann

  • Na weil du gefragt hast. JN hat gestern gesagt, dass wir das Spiel früher entscheiden hätten sollen, also Power bis zum Umfallen, das wird eine Saison lang nicht funktionieren. Spielkontrolle ist also nicht vorgesehen um bei hohem Vorsprung mal den Ball zu halten und Kräfte zu sparen. Bring halt Argumente, dann könnten wir diskutieren :)

    Wo redet er denn von Power bis zum Umfallen? Wir hatten ja wohl genügend Chancen, das Spiel früher zu entscheiden und ein Standard und ein saudummes Foul im Strafraum später sind es halt nur noch zwei Tore Unterschied und die Kraft lässt nach.


    Wir standen gestern über das gesamte Spiel hinweg deutlich stabiler als in der Rückrunde, da suggerieren diese zwei Standardtore halt etwas anderes. Dass defensiv noch viel Arbeit vor ihm liegt, ist mehr als offensichtlich. Man muss ihm aber nicht die Worte im Mund umdrehen, um ihm wieder an den Karren zu fahren.

  • Ich habe sehr viel als sehr gut beurteilt von gestern, kannst du gerne nachlesen. Nur das Problem im ZM zieht sich jetzt schon länger und wird nicht angesprochen.Das hat nichts mit Vorbereitung zu tun. Und es werden andere Varianten nicht mal ausprobiert. Kimmich hat die selbe Rolle nun gehabt gegen City und RB wie im Frühjahr, das geht nicht auf und macht einen Spieler mit grossartigen Anlagen zu einem Spieler an dem das Spiel vorbeigeht. Ist halt schade.

  • Aber eine 3:0 Führung sollte ein Spiel entscheiden. 3:0 zur HZ.

    Wir haben halt das Problem, was schon in der zweiten Saison von Flick losging, dass jeder Gegner mittlerweile noch berechtigt glauben kann, dass völlig unabhängig vom Spielstand mit nur mehr Einsatz immer noch etwas gehen kann.

    Wir müssen zurück zu dem FCB, der ein Spiel mit dem 2:0 entscheidet und souverän runterspielen kann, weil der Gegner eben eher Angst hat, dass es eine Klatsche gibt als dass man noch irgendwie einen Punkt holen kann.

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  • Aber eine 3:0 Führung sollte ein Spiel entscheiden. 3:0 zur HZ.

    Wir haben halt das Problem, was schon in der zweiten Saison von Flick losging, dass jeder Gegner mittlerweile noch berechtigt glauben kann, dass völlig unabhängig vom Spielstand mit nur mehr Einsatz immer noch etwas gehen kann.

    Wir müssen zurück zu dem FCB, der ein Spiel mit dem 2:0 entscheidet und souverän runterspielen kann, weil der Gegner eben eher Angst hat, dass es eine Klatsche gibt als dass man noch irgendwie einen Punkt holen kann.

    Deswegen ist es auch so wichtig, dass die Offensive variabler wird und funktioniert. Wenn wir das mit dem Pressing kombinieren, entlastet das die Defensive automatisch, weil es beim Gegner jederzeit klingeln kann.

  • Wo redet er denn von Power bis zum Umfallen? Wir hatten ja wohl genügend Chancen, das Spiel früher zu entscheiden und ein Standard und ein saudummes Foul im Strafraum später sind es halt nur noch zwei Tore Unterschied und die Kraft lässt nach.


    Wir standen gestern über das gesamte Spiel hinweg deutlich stabiler als in der Rückrunde, da suggerieren diese zwei Standardtore halt etwas anderes. Dass defensiv noch viel Arbeit vor ihm liegt, ist mehr als offensichtlich. Man muss ihm aber nicht die Worte im Mund umdrehen, um ihm wieder an den Karren zu fahren.

    Sicher, aber RB auch um auszugleichen. Will ich nicht weiter jeden Ball sofort in die Spitzen haben und die AV auf und ab rennen lassen, dann stelle ich halt die Taktik um bei 3:0. Tut er das nicht und Kimmich und Sabitzer spielen immer noch auf Höhe von Musiala und Müller und die AV weit vorne will ich weiter pressen und Power aber nicht das Spiel kontrollieren. Finden die nicht so viel Platz in der 2. Hälfte und können keine Geschwindigkeit aufbauen bekommen wir keine 3 Tore. Ist halt meine Meinung.

  • Aber eine 3:0 Führung sollte ein Spiel entscheiden. 3:0 zur HZ.

    Wir haben halt das Problem, was schon der zweiten Saison von Flick losging, dass jeder Gegner mittlerweile noch berechtigt glauben kann, dass völlig unabhängig vom Spielstand mit nur mehr Einsatz immer noch etwas gehen kann.

    Wir müssen zurück zu dem FCB, der ein Spiel mit dem 2:0 entscheidet und souverän runterspielen kann, weil der Gegner eben eher Angst hat, dass es eine Klatsche gibt als dass man noch irgendwie einen Punkt holen kann.

    Nicht nur 3:0 sondern 4:1 nach 65 Minuten.

    Da ist ein Spiel normalerweise entschieden und braucht keine 4 Toredifferenz.


    Es muss uns dann endlich mal gelingen so ein Spiel zuzumachen und runterzuspielen.


    Das ist aber nicht nur ein Thema nur von einem Spieler (Kimmich) oder nur des Trainers, sondern der ganzen Gruppe.


    Es fängt mit dem mindset an.

  • Ich habe sehr viel als sehr gut beurteilt von gestern, kannst du gerne nachlesen. Nur das Problem im ZM zieht sich jetzt schon länger und wird nicht angesprochen.Das hat nichts mit Vorbereitung zu tun. Und es werden andere Varianten nicht mal ausprobiert.

    Da Du Dich mal wieder an Dein eigenes Geschwätz nicht erinnern kannst:


    Auf die Frage, warum der Trainer nach 60min wechselte kam von Dir die Antwort, dass er das Spiel wohl nochmal spannend machen wolle.



    Ach übrigens.. weil Du ja soviel Positives gestern gesagt hast - hier eine kleine Gedankenstütze...

    Tja was soll man sagen, selben Probleme gegen City und heute wie im Frühjhar. Kein funtionierendes Ingamecoaching, besten Spieler raus genommen, der Schlechteste hat eine Stammplatzgarantie. Ich verstehe es nicht.

    "Du siehst die Welt nicht so wie sie ist, du siehst die Welt so wie du bist."



  • "Habe mir auch noch die Zusammenfassung angesehen und finde auch, dass das offensiv sehr, sehr gut ausgesehen hat, sehr flexibel mit viel Spielfreude. Ich finde Gnabry, Mane, Musiala und Müller eine super Kombi. RB hat uns auch sehr viel Platz dafür…" man kann immer einige Zitate herausnehmen und andere überlesen um seine Meinung zu stärken.

  • Was meint JN mit Spiel früher zu entscheiden? Ein 5:0 nach 45 Minuten?


    3:0 für Bayern entsprach vor JN meist einer Frühentscheidung.

    Ja, da sollte reichen. Sollen wir immer auf 5 Tore spielen. Das ist schön, aber gerade weil wir nur 19 Tage Vorbereitung hatten, könnte man mal das Tempo rausnehmen und versuchen das runter zu spielen um Kräfta zu sparen.

  • Vielleicht meinte er ja auch, dass wir nach den Gegentoren noch viel früher die Entscheidung gebraucht hätten. Diese Wortklaubereien bringen halt auch keinen weiter.

  • Ist ein Ansatz. Ich halte diesen Ansatz aber für falsch. Irre mich aber sehr gerne. Sehe da halt unser Systemfehler.

    Das hat auch Flick schon versucht mit der Offensive die Defensive zu entlasten. Aber wir sollten vielleicht einfach mal wieder die Defensive festigen.


    Wenn da vorne dann 4 Spieler ganz toll variabel agieren, wird es nicht einfach mal verhindern, dass der Gegner unser Mittelfeld überollt, da wir dort nicht genug Spieler haben, denn die Spieler vorne rennen nicht zurück ab der 65. Minute und wollen lieber das Kontertor machen. Lewandowski war nie ein Problem für unser System. Das konnten wir letzte Saison sehr gut sehen, dass das Problem nicht Lewandowski war, da dieser sogar noch mehr Arbeit gegen den Ball leistete als manch anderer Offensivspieler. Da musste dann letzte Saison sogar schon Müller zum eigenen Strafraum zurück, da die gegnerischen Angriffe rollten. Lewandowski kotzte halt dieser Ansatz an, dass er als 9er mehr nach hinten arbeiten muss als diese Halbraumspieler, die darauf mal keinen Bock hatten und nur noch auf Konter lauerten. Dabei ist er doch der 9er. Nur werden diese Halbraumspieler, die nun sogar offiziell hängende Spitze spielen, das dann einfach mal abstellen?


    Man hat heute für diese fehlende Unterstützung der Offensive bei der Rückwärtsbewegung noch die Entschuldigung, dass es an der Fitness liegt. Aber was Coman, Sane und Gnabry letzte RR gegen den Ball spielten, wenn der Gegner umschaltete, war schon ziemlich dreist - wenn das nicht vorgegeben wurde. Es blieben daher 4 Mann stets vorne stehen. Mal schauen, ob sie das einfach mal abstellen, weil Lewandowski nicht mehr da ist. Mane wird diese Weg wohl eher nicht gehen müssen.

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  • Mal eine Frage in die Runde:


    Ist Ballbesitzfußball in Richtung "Guardiola-Bayern" aufgrund der seitdem veränderten Spielweise der Gegner vielleicht gar nicht mehr möglich, jedenfalls gegen die wirklich guten Gegner wie gestern gegen rasenball, die einem durch extremes Pressing bereits in unserer Hälfte den Platz nicht mehr dafür lassen?


    Ist das ein Grund, weshalb Trainer wie JN andere Ziele verfolgen? Weil sich der Fußball insgesamt weiterentwickelt und verändert hat?


    Oder möchte ich mir seinen Ansatz damit nur schönreden?

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Ich glaube die "Wahrheit" liegt in der Mitte. Glaube auch, dass das nur mehr schwer möglich ist, trotzdem braucht es eine gute Balance zwischen Ballbesitz und Pressing/Rennball. Diese zu finden ist nicht leicht.

  • Es ist mMn wie immer nicht entweder / oder, sondern sowohl als auch.


    Es ist doch wunderbar, das wir vorne so dermaßen alles kaputt pressen, Bälle gewinnen, den Gegner ausspielen und einen hohen Vorsprung herausspielen können.


    Und es wäre genauso wunderbar, wenn wir nach klarer Führung eine andere, ballbesitz orientierte Dominanz herstellen können und den Ball so zirkulieren zu können, das der Gegner abkotzt, und das Spiel frühzeitig zu gemacht werden kann.
    Und genau das wäre ab Minute 55 oder 70 notwendig gewesen.

    10-15 Minute totaler Ballbesitz und Zirkulation, den Gegner laufen lassen. Und nicht in den Schlagabtausch gehen.

  • wenn wir eine sehr hohe Passquote haben, direktes Zuspiel unter Druck funktioniert und jeder schnell genug im Kopf ist und hinreichend Automatismen im Positionsspiel da sind, sollte das noch möglich sein.

    Braucht man aber das richtige Spielermaterial und genügend Übung.


    Also kann man nicht mal eben so "einführen"

  • Glaube schon, dass das weiterhin möglich ist. Guardiola hat sich zwar immer wieder angepasst, ist aber nie von seinem grundsätzlichen Paradigma abgewichen. Auch 1-2 andere Trainer verfolgen ja seinen Ansatz. Und krasse Pressingteams gab es damals auch, vor allem den Klopp-BVB, gegen den wir unter Pep aber jedes wichtige Spiel gewonnen haben. Und das ist in meinen Augen der beste reine Pressingfußball aller Zeiten, da reichen auch diese ganzen hochgepumpten Red-Bull-Vereine nicht heran.


    Aber es ist natürlich so, dass es nicht viele Trainer gibt, die diesen Ansatz verfolgen. Das heißt nicht, dass man auf Chaos-Fußball setzen muss, den wir zum Teil unter Flick und Nagelsmann gesehen haben, zeigt aber, dass es im Falle einer Entlassung Nagelsmanns wahnsinnig schwer wird, einen Trainer zu finden, der den Fußball etabliert, den hier die meisten User offenbar sehen möchten. Insofern denke ich, werden wir dann eh vom Regen in die Traufe kommen.


    Ich für mich selbst habe mich daher von dieser Idealvorstellung verabschiedet. Ich finde z. B. auch nicht, dass der Flick-Fußball so anders ist als der von Nagelsmann. Es gibt verschiedene Faktoren dafür, wieso etwas klappte oder halt eben nicht, aber im Ansatz finde ich beides sehr ähnlich. Was ich aber von diesem "neuen" Fußball erwarte, ist das, was wir letzte Saison in der Hinrunde und in Flicks erster Saison gsehen haben. Denn das ist trotz eines hohen Tempos und teilweise überladener Offensive ein kompakter und ansehnlicher Fußball. Wenn man sowas mittelfristig etablieren kann, kann ich gut damit leben. Flicks zweite Saison und die Rückrunde unter Nagelsmann sind wiederum nicht das, was ich persönlich sehen möchte. Denn das ist in der Tat Heldenfußball, der mittelfristig nicht auf allerhöchstem Niveau reichen wird.


    Die erste Halbzeit gestern ist der Maßstab. Wenn man so spielt, wird man auch keine 40 Gegentore pro Saison fangen. Kommen wir da wieder konstant(er) hin, gibt es auch nichts, was gegen Nagelsmanns Ansatz spricht. Außer vielleicht eine Fußball-Ideologie, die man hier wahrscheinlich so gut wie nie wieder sehen wird. Aber da muss man einfach für sich selbst bewerten, ob es einem das Wert ist, ewig darauf zu warten.

  • Aber eine 3:0 Führung sollte ein Spiel entscheiden. 3:0 zur HZ.

    Wir haben halt das Problem, was schon in der zweiten Saison von Flick losging, dass jeder Gegner mittlerweile noch berechtigt glauben kann, dass völlig unabhängig vom Spielstand mit nur mehr Einsatz immer noch etwas gehen kann.

    Problem ist doch nichts neues. Wundert mich auch wie man davon ausgehen kann das sich das Thema schnell erledigt hat.

    Der Hoffnungsträge ist hier nunmal De Ligt und das wird noch etwas dauern. Ansonsten steht doch im Zentrum die selbe 11 auf dem Platz wie letzte Saison.

  • 10-15 Minute totaler Ballbesitz und Zirkulation, den Gegner laufen lassen. Und nicht in den Schlagabtausch gehen.


    Genau das würde ich mir auch wünschen.


    Aber ich frage mich eben, ob sehr gute Mannschaften, die ein modernes Pressing spielen, solche Phasen überhaupt noch zulassen würden, oder ob der Ansatz der totalen Ballzirkulation, und sei es nur für 15 Minuten, mittlerweile zum Scheitern verurteilt ist.


    Es wäre schön, Nagelsmanns Gedanken hierzu mal ausführlich hören zu können, aber irgendwie wird so etwas von Journalisten leider nicht gefragt.

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)