Julian Nagelsmann

  • Gut das er da paar Sachen einsieht und verändern will

    https://www.sport1.de/news/fus…cht-mehr-so-sehr-anpassen

    Einiges davon wurde ja bereits von Spielern um die Winterpause herum angesprochen "zu wenige" Gespräche", "unverständliche Trainingsinhalte", "Anpassung an den Gegner" usw ist jetzt keine Atomwissenschaft das selbst zu sehen. Frage mich nur, warum er da nicht offen war und bereits unter dem Frühjahr reagiert hat? Das er lernen musste, dass Spieler wahrgenommen werden müssen und es wichtig ist mit ihnen Gespräche zu führen erschreckt mich wirklich. Eigentlich geht es da ums A und O einer Trainers und einer Führungspersönlichkeit. Aber besser spät als nie, also hoffen wir das hochbezahlte Learning führt zu einer besseren Performance von JN in dieser Saison.

  • Einiges davon wurde ja bereits von Spielern um die Winterpause herum angesprochen "zu wenige" Gespräche", "unverständliche Trainingsinhalte", "Anpassung an den Gegner" usw ist jetzt keine Atomwissenschaft das selbst zu sehen. Frage mich nur, warum er da nicht offen war und bereits unter dem Frühjahr reagiert hat? Das er lernen musste, dass Spieler wahrgenommen werden müssen und es wichtig ist mit ihnen Gespräche zu führen erschreckt mich wirklich. Eigentlich geht es da ums A und O einer Trainers und einer Führungspersönlichkeit. Aber besser spät als nie, also hoffen wir das hochbezahlte Learning führt zu einer besseren Performance von JN in dieser Saison.

    Hast du ne Quelle?

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  • Ich helfe mal dem Kollegen - 10 Sekunden Suche iim Internet...


    https://www.tz.de/sport/fc-bay…ransfers-zr-91535122.html


    Das Trainerteam will sich die Kritik einiger Spieler zu Herzen nehmen. Der Vorwurf: Die offensive Ausrichtung sei zu riskant, der Angriffsvortrag zu wenig automatisiert und die Trainingsinhalte manchmal zu komplex. Die Methoden sollen nun stark vereinfacht und nicht drei Lernziele in eine Übung gepackt werden.

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  • Habe an anderer Stelle das Interview in der FAZ angesprochen - leider jetzt nur noch mit Abo und die anderen Medien verwerten zwar, aber nur noch die - für mich - uninteressanten Aussagen z.

    B. zu seiner Freundin.


    Darum aus der Erinnerung, dass er sich da selbst zu Trainingsinhalten etc. äussert. Und da konnte man zumindest interpretieren, dass das ein oder andere nicht unkritisch gesehen wurde.


    Aber schwierig ohne Beleg - hat jemand die FAZ?


    Dankeschön

  • „Für mich war das zwar nie ein Zeichen von Schwäche, trotzdem werde ich in der neuen Saison etwas von meinem Weg abweichen“, sagte Nagelsmann. In den „ganz großen Klubs“ sei es üblich, sich weniger am Gegner zu orientieren, als er es mit den Bayern in seiner Debüt-Saison getan habe


    In den „ganz großen Klubs“ sei es üblich, sich weniger am Gegner zu orientieren, als er es mit den Bayern in seiner Debüt-Saison getan habe: „Beim FC Bayern waren die Spieler das so nicht gewohnt.“

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    Ich bin da schon verwundert, dass er eine ganze Saison braucht für eine Erkenntnis, die hier im Forum 95% der User bereits seit langer Zeit haben.


    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Zumindest sollte man ihm vielleicht nicht auch noch negativ auslegen, dass er offenbar die richtigen Schlüsse zieht. Ob er die umgesetzt bekommt, werden wir dann bald sehen, aber er scheint ja zumindest keiner zu sein, der stur auf seine Methoden beharrt. Denn dann wäre er so oder so dem Untergang geweiht, wie man zuletzt bei Kovac gesehen hat. Das kann man zumindest mal positiv anmerken, ohne es ins Negative zu drehen, egal wie trivial es scheint.


    Im Endeffekt wollte man im Verein, aber auch hier im Forum einen jungen Trainer haben, der sich innovativen Methoden nicht verweigert und uns wieder etwas mehr Flexibilität beschert. Heißt aber auch, dass man die potentiellen Schattenseiten eines jungen Trainers mit einkalkulieren musste und dazu gehören dann die offenbar als trivial angesehenen Aussagen zur Führung einer Mannschaft. Denn eine Bayern-Mannschaft ist sicherlich nicht wirklich vergleichbar mit einer aus Hoffenheim oder Leipzig. Das hat er dann wohl gemerkt. Um beim Beispiel Kovac zu bleiben: Der hat das auch zu spüren bekommen, dass man unsere nicht mit den Schaißhausparolen heiß machen konnte, die bei den Frankfurt-Spielern gezogen haben, hat es dann aber trotzdem nicht geändert, weil er nicht wollte oder konnte. Wenn Nagelsmann da nun Fehler einräumt oder gemerkt hat, dass man unsere Spieler anders anpacken muss als die seiner vorherigen Stationen, ist das ja erstmal positiv, finde ich. Vor allem weil es auf Erfahrungen basiert und nicht auf Theorien oder Vermutungen.


    Dass er sich z. B. weniger an Gegner orientieren will, hat er ja schon am Ende der letzten Saison im Rahmen des Dortmund-Rückspiels angekündigt. Da hatte ich den Eindruck, dass er das schon früher gemerkt hatte, aber es mitten in der Saison nicht ändern wollte/konnte. Da weiß man aber z. B. auch nicht, ob Brazzo ihm gesagt hat, dass er das gerne machen darf, weil man ihn eben auch bewusst wegen seiner Methoden verpflichtet und Flexibilität verpflichtet hat. Sowas darf man auf jeden Fall nicht ignorieren, denn als diesen jungen, flexiblen und innovativen Trainer hat man ihn ja bei seiner Verpflichtung angepriesen.


    Am Ende zählen ja sowieso nur die Resultate und letztlich auch das Wie. Und da sind wir immer noch nicht wirklich schlauer nach einem Pflichtspiel. Wenn man aber wirklich wieder ein festes System etablieren möchte, dann ist das zwar weit weg vom von vielen gewünschten flexiblen Trainer, gleichzeitig dürften wir dann aber automatisch wieder stabiler werden. Und dann wird man sehen, was wir in Puncto Konstanz und Leistungsspitze erreichen können. Aber bis man da etwas Stichhaltiges sagen können wird, wird man wohl noch einige Spiele (und vor allem die Entwicklung innerhalb dieser) abwarten müssen.

  • Danke! Man hat ja hier tatsächlich manchmal das Gefühl, wir spielen schon wieder das 10. Pflichtspiel und es ist alles wie letzte Saison.

  • Ich würde ihm Folgendes zum Beispiel sehr positiv auslegen und nicht nur negativ und mich dabei an den Fehlern allein festhalten:

    Quote

    Julian Nagelsmann über seine persönlichen Lehren aus der letzten Saison: "Als Trainer bin ich heute da, wo ich bin, weil ich durch eine bestimmte Philosophie im Training Erfolg hatte. Durch verschiedene Übungen. Durch komplexe Übungen. Durch bewusst auch mal überfordernde Übungen. Durch ein extremes Provozieren von taktischen Verhaltensweisen im Training, um sich an den nächsten Gegner anzupassen. Beim FC Bayern waren die Spieler das nicht so gewohnt. In den ganz großen Klubs passt man sich auch eher nicht so sehr an den Gegner an. Für mich war das zwar nie ein Zeichen von Schwäche, trotzdem werde ich in der neuen Saison etwas von meinem Weg abweichen. Wir werden die Gegnervorbereitung verkürzen. Wir wollen uns nicht mehr so sehr anpassen. In der Rückrunde haben wir den Glauben an den Weg des variablen Spiels ein bisschen verloren. Ich habe durch die vergangene Saison noch mehr gelernt, wie wichtig es ist, jeden einzelnen Charakter in einer Mannschaft mitzunehmen – teils ist das sogar noch wichtiger als das Vermitteln von Taktik. Ich habe vermutlich unterschätzt, dass das Vieraugengespräch im Büro für manche Spieler bedeutender ist, als ich es mir als Trainer vielleicht vorgestellt hatte. Dementsprechend habe ich zu wenige Gespräche geführt, die für die Spieler bedeutend sind. Sie müssen spüren, dass sie wahrgenommen werden. Das ist ein wichtiges Learning gewesen. Ich finde, dass wir wieder dieses FC-Bayern-Selbstverständnis entwickeln sollten. Durch Vertrauen in unsere Abläufe. Durch Vertrauen in unsere Ordnung. In der vergangenen Saison gab es vielleicht zu viele Wechsel. 3-5-2. 3-4-3. 4-2-3-1. Aus meiner Sicht waren Abläufe und Ordnung dabei immer ganz klar. Aus Sicht der Spieler vielleicht nicht. Dieses FC-Bayern-Selbstverständnis – man steigt aus dem Bus aus und führt schon 2:0 – war deswegen vielleicht manchmal weg. In Bochum haben wir in der Bundesliga vier Hütten gekriegt. Das kann passieren, weil drei Weltklasse-Tore dabei waren. Dann hätte ich mir aber gewünscht, dass wir daran glauben, fünf Tore zu machen. Ob das dann auch passiert oder nicht, ist erst mal egal. In Bochum hatte ich nach dem dritten Tor aber nicht das Gefühl, dass wir noch gewinnen können. Ich finde, wir sollten so viel Vertrauen in unsere Abläufe haben, dass wir sagen: Ein 0:3 holen wir auf! Dann werden wir Erfolg haben."

  • Ich glaube, die Sicht auf die Selbsterkenntnisse von Nagelsmann ist symptomatisch für die 2 Lager - überspitzt formuliert - Pro und Contra Nagelsmann.


    Die einen loben ihn für die Erkenntnis, dass er das Rad nicht neu erfinden konnte, obschon er es wollte (platt formuliert), die anderen verweigern dieses Lob, weil die Frage "WARUM" im Raum steht.


    Brauchte es wirklich hierfür Gladbach, Villarreal, ein verkorkstes Saisonende und hätte dieser Erkenntnisprozess nicht früher beginnen können /müssen?


    Sicher auch im Zusammenspiel mit der Vereinsführung. DIe will ich ausdrücklich mit ins Boot nehmen.


    Aber gut. Welche Fraktion richtig liegt, wird die Saison zeigen und eventuell ist heute Abend schon ein Wegweiser zu sehen und ich hoffe, in die richtige, weil erfolgreiche Richtung.


    Insofern hoffe ich tatsächlich, dass Nagelsmann alle Skeptiker (mich eingeschlossen) eines Besseren belehrt.

  • Das Problem ist doch immer, dass bei allen das Grundsystem hundertprozentig sitzen muss, bis man anfangen kann, es ständig anzupassen. Auch Guardiola hat ja nicht von Anfang an immer im Spiel geswitcht, sondern das kam alles erst mit der Zeit.

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  • Daher war die erste Saison, was die taktische und spielerische Entwicklung der Mannschaft betrifft, auch komplett verschenkt. Wir fangen nun wieder bei Null an. Nicht nur wegen Lewandowski, aber da ist halt nichts aus der letzten Saison, worauf man hätte aufbauen können.

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  • Bis zur Winterpause lief letztes Jahr alles wie ein Uhrwerk.

    Und dann kam der Ausfall von Kimmich gekoppelt mit der öffentlichen Impfdebatte,
    nach dem kam der Krach mit Süle, das spanische Gericht wollte Hernandez 6-monatigen Urlaub auf Staatskosten gewähren, jetzt ist auch klar dass ab Februar Zahavi und Lewa anfingen ihre Barca-Pläne zu schmieden, Goretzka fiel fast zwei Monate aus, Davies hatte Myokarditis und fiel auch um die zwei Monate aus.

    Das alles passierte in einem Zeitraum von nur 4 Monaten und der Kader war in der Breite ausgedünnt, so das es nicht möglich war dies alles abzufangen und es
    kulminierte dann eben in der entscheidenden Phase der Saison.


    Wir werden wieder das Niveu aus dem letzten Herbst erreichen und dieses Jahr
    scheint viel mehr Ruhe im und um das Team herum zu herrschen.

  • Wobei ich da nicht von pro und contra Nagelsmann sprechen würde. Die richtige "contra"-Fraktion ist sehr klein und "very special", aber absolut zu vernachlässigen.


    Was es gibt, und da zähle ich mich auch zu, sind Skeptiker aus diversen Gründen. Wir sind da weit weg von Kovac, der ja auch mit seiner unschönen Persönlichkeit hier schnell auf Ablehnung gestoßen ist. Klar, JN hört sich gerne selber reden, aber der überragende Teil hier gönnt ihm (und damit dem Verein) jeglichen Erfolg.


    Nur sieht man (oder meint man zumindest) mit den Jahren gewisse wiederkehrende Muster und die möglichen Gefahren die sie bringen. Darauf kann man schon hinweisen, deshalb ist man aber nicht komplett gegen den Trainer.

  • Danke Lesbleus, eine Minute googeln und man hätte seine Antwort....auch hier: https://fcbinside.de/2021/08/0…hnell-und-sagt-sehr-viel/

    https://www.tz.de/sport/fc-bay…mann-aerger-91109469.html

    Und auch, dass er viel spricht im Training, aber zu wenig mit einzelnen Spielern, habe ich auch gelesen, aber alles muss man ja nicht raussuchen.

    Ah ich sehe, weder Quelle noch googeln sind das Problem, sondern spezielle Einordnungen in negative Schubladen.

    Tatsächlich zu vernachlässigen.

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  • suedstern80 Ich persönlich bin nie gegen Personen.


    Auch wenn ich natürlich - wie jeder - Sympathien oder Antipathien habe.


    Bei Nagelsmann will ich gerne zugeben - so ehrlich und offen sollte man (ich) mMn schon sein - , dass er mir "nicht liegt".


    Spielt aber keine Rolle, wenn er und damit der Verein Erfolg hat und da hat es letzte Saison - nach meiner Wahrnehmung - nicht viel Anlass zur Freude gegeben.


    Jetzt hat er Selbsterkenntnisse, was in Ordnung ist und die muessen dann in entsprechende Handlungen münden.


    Wenn er umgesetzt bekommt, was er "verspricht" ist alles gut.