Weltmeisterschaft 2022 in Katar

  • Infantino bleibt wahrscheinlich im Amt, bis er stirbt und gibt dieses an seine Kinder weiter. Bis dahin findet jedes Jahr irgendeine Fußballweltmeisterschaft statt, eine für Vereine (bevorzugt solche, deren Armsponsor "Quatar Airways" ist?), eine andere für die 12 besten Nationalmannschaften im FIFA ;)-Ranking und die "Normale" mit demnächst 40 Teams? Wo? In den VAE, Singapur, Saudi-Arabien? You name it!


    Für die nationalen Ligen interessiert sich keiner mehr, weil 90% von deren Teams außerhalb Englands und Spaniens international nicht mehr wettbewerbsfähig sind, weshalb PSG und der FC Bayern beispielsweise über Dekaden Abonnementsmeister sind. Vielleicht starten auch die Russen bald ihre "eigene" WM (mit Weißrussland, Tschetschenien etc.) und die Chinesen, was Infantino und ein paar einschlägige User hier sicher super "stimmungsvoll" finden könnten. Rund um die Uhr WM mit Infantino und den "erfrischend unideologischen" Hardcore-Fans. Überall dort, wo Geld im Überfluß vorhanden ist (bzw. wie Wasser durch Gas- und Ölleitungen fließt) und Korruption noch nie eine Rolex spielte, weil es dort schön rechtsfrei zugeht.

  • „Was mich wirklich überrascht hat, ist, dass die über zwei Millionen Gastarbeiter die WM angenommen haben, dass die sich mit ihr identifiziert haben“, gestand der erfahrene Reporter (Tom Bartels). Sie hätten den Eindruck vermittelt, dass sie sich „wohl und willkommen fühlen, dass Katar ihnen was zu bieten hat. Die haben sich voll auf die WM eingelassen.“


    Lea Wagner bestätigte...

    Die WM ist an sich ja schon eine Art Disneyworld- und Las Vegas-Casino- Veranstaltung, umgesetzt von einer Quasi-Mafiaorganisation, die ihren Chef nicht umsonst in Kigali, Ruanda, für weitere 8 Jahre ohne Gegenkandidaten bestätigen lässt und die den Event bevorzugt intransparent an jene Länder vergibt, die zuvor die größte Schmiere liefern. Guter Artikel dazu gerade in der NYT: "When the World Cup really isn't what it seems"

  • „Was mich wirklich überrascht hat, ist, dass die über zwei Millionen Gastarbeiter die WM angenommen haben, dass die sich mit ihr identifiziert haben“, gestand der erfahrene Reporter (Tom Bartels). Sie hätten den Eindruck vermittelt, dass sie sich „wohl und willkommen fühlen, dass Katar ihnen was zu bieten hat. Die haben sich voll auf die WM eingelassen.“


    Lea Wagner bestätigte: „Man kann gar nicht sagen, dass es die westliche Welt oder Europa war, die diesen intensiv kritischen Blick auf Katar hatten. Ich glaube, den hatten wir in dieser Intensität als Deutschland exklusiv. Dieses sehr, sehr Kritische gab es in keinem anderen Land in dem Ausmaß.“


    Sehr erfreulich, wie unideologisch Lea Wagner aus Katar berichtet hat - und das für die ARD. Das macht Hoffnung.

    Warum sollte das denn anders sein?


    Die Gastarbeiter kommen nach Katar, weil sie dort Geld verdienen können und dadurch ihre Familie ernähren und ihre Kinder in die Schule schicken können - oder wenn sie Singles sind, erhöht das ihren Lebensstandard erheblich zu dem, den sie in ihrem eigenen Land haben.


    Die Weltmeisterschaft in Katar bietet eben auch sehr, sehr viele Arbeitsplätze für Menschen aus Ländern, wo diese nicht sind - oder man chronisch unterbezahlt für den Westen Produkte herstellen kann.


    Oder waren denn die Gastarbeiter in den 60ern, die auch oftmals in Massenunterkünften (oftmals sogar noch in Arbeitslagern, die noch aus der Nazizeit stammten) wohnten, chronisch traurig?


    Das, was für uns "schlechte Behandlung" ist, ist für viele der Wanderarbeiter ein Fortschritt zum Leben im eigenen Land - sonst wären die nicht dort.

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  • Ich bin auch der Meinung, dass die Berichterstattung, die Kritik und die Empörung zum Start der WM drüber waren. Diese Selbstgeißelung die jetzt teilweise stattfindet, finde ich aber genauso albern.

    Unterm Strich war das die schlechteste WM die ich bisher erlebt habe. Ich habe mir einige Spiele aus Interesse am Fußball angeschaut und konnte auch mit der deutschen NM mitfiebern. Die Veranstaltung war am Ende aber trotzdem ein Witz, egal wie oft Infantino noch betont, dass das die beste WM aller Zeiten war. Es war vor allem eine WM die in einer noch nie dagewesene Deutlichkeit gezeigt hat in welcher Scheinwelt die Fifa ihr Dasein pflegt. Was dort für ein Aufwand betrieben werden musste um das gewünschte Bild nach Außen zu tragen spricht eigentlich Bände.


    Dass das typische WM-Feeling nicht aufkommt war aufgrund der Jahreszeit schon vorher klar aber auch sportlich fand ich diese WM wenig überzeugend. Bis auf wenige Highlights war das kein hohes fußballerisches Niveau. Das dieses beim Vereinsfussball grundsätzlich höher ist, ist selbstverständlich, aber auch bei Länder-Turnieren hat man schon wesentlich besseren Fußball gesehen.


    Ich werde mir das Finale morgen anschauen weil es mich einfach interessiert wenn sich die besten Fußballer auf dem Platz gegenüberstehen. Ich bin aber dann auch froh wenn der Spuk vorbei ist und man erstmal von der Fifa und ihrem verrückt gewordenen Präsidenten verschont bleibt.

  • Ich bin auch der Meinung, dass die Berichterstattung, die Kritik und die Empörung zum Start der WM drüber waren. Diese Selbstgeißelung die jetzt teilweise stattfindet, finde ich aber genauso albern.

    Unterm Strich war das die schlechteste WM die ich bisher erlebt habe. Ich habe mir einige Spiele aus Interesse am Fußball angeschaut und konnte auch mit der deutschen NM mitfiebern. Die Veranstaltung war am Ende aber trotzdem ein Witz, egal wie oft Infantino noch betont, dass das die beste WM aller Zeiten war. Es war vor allem eine WM die in einer noch nie dagewesene Deutlichkeit gezeigt hat in welcher Scheinwelt die Fifa ihr Dasein pflegt. Was dort für ein Aufwand betrieben werden musste um das gewünschte Bild nach Außen zu tragen spricht eigentlich Bände.


    Dass das typische WM-Feeling nicht aufkommt war aufgrund der Jahreszeit schon vorher klar aber auch sportlich fand ich diese WM wenig überzeugend. Bis auf wenige Highlights war das kein hohes fußballerisches Niveau. Das dieses beim Vereinsfussball grundsätzlich höher ist, ist selbstverständlich, aber auch bei Länder-Turnieren hat man schon wesentlich besseren Fußball gesehen.


    Ich werde mir das Finale morgen anschauen weil es mich einfach interessiert wenn sich die besten Fußballer auf dem Platz gegenüberstehen. Ich bin aber dann auch froh wenn der Spuk vorbei ist und man erstmal von der Fifa und ihrem verrückt gewordenen Präsidenten verschont bleibt.

    nicht zu vergessen die Schiedsrichter Leistungen waren teilweise absonderlich. Dass dann kein gescheiter Fussball zustande kommen kann ist auch klar.

  • Ich bin auch der Meinung, dass die Berichterstattung, die Kritik und die Empörung zum Start der WM drüber waren. Diese Selbstgeißelung die jetzt teilweise stattfindet, finde ich aber genauso albern.

    Unterm Strich war das die schlechteste WM die ich bisher erlebt habe. Ich habe mir einige Spiele aus Interesse am Fußball angeschaut und konnte auch mit der deutschen NM mitfiebern. Die Veranstaltung war am Ende aber trotzdem ein Witz, egal wie oft Infantino noch betont, dass das die beste WM aller Zeiten war. Es war vor allem eine WM die in einer noch nie dagewesene Deutlichkeit gezeigt hat in welcher Scheinwelt die Fifa ihr Dasein pflegt. Was dort für ein Aufwand betrieben werden musste um das gewünschte Bild nach Außen zu tragen spricht eigentlich Bände.


    Dass das typische WM-Feeling nicht aufkommt war aufgrund der Jahreszeit schon vorher klar aber auch sportlich fand ich diese WM wenig überzeugend. Bis auf wenige Highlights war das kein hohes fußballerisches Niveau. Das dieses beim Vereinsfussball grundsätzlich höher ist, ist selbstverständlich, aber auch bei Länder-Turnieren hat man schon wesentlich besseren Fußball gesehen.


    Ich werde mir das Finale morgen anschauen weil es mich einfach interessiert wenn sich die besten Fußballer auf dem Platz gegenüberstehen. Ich bin aber dann auch froh wenn der Spuk vorbei ist und man erstmal von der Fifa und ihrem verrückt gewordenen Präsidenten verschont bleibt.

    Sehe ich im Großen und Ganzen auch so. Den Teams fehlte eben auch die übliche Vorbereitung. Das sich das dann in den sportlichen Leistungen bemerkbar macht, war so leider so zu erwarten.


    Diese WM ist leider ein Paradebeispiel, wie man es nicht machen sollte. Und zwar in allen Bereichen....

  • Danke für den Hinweis auf die Sendung. Hab sie eben nachgeguckt. Entscheidend für mich die Aussage, dass der Ball der Japaner vor dem 2:1 wissenschaftlich bewiesen im Aus war! Wir wurden also "beschissen". Wie dann der Weg gewesen wäre, wurde ja in der Sendung aufgezeigt ...;)


    Wo ist der plattfuss , wenn man ihn braucht ...:/

    Ist Nagelsmann wirklich so lernresistent?!

  • Entscheidend für mich die Aussage, dass der Ball der Japaner vor dem 2:1 wissenschaftlich bewiesen im Aus war! Wir wurden also "beschissen". Wie dann der Weg gewesen wäre, wurde ja in der Sendung aufgezeigt ...;)


    Wo ist der plattfuss , wenn man ihn braucht ...:/

    Ach ja? Wo ist der Beweis? Oder eher Aluhuttheorie?

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  • Die finanzielle Not lässt ihnen aber keine andere Wahl. Die machen das, um ihre Familien am Leben zu halten. Das ist jetzt nicht so, als ob unsereiner bei Firma XY in Deutschland gut verdient, aber in die USA geht, weil dort mehr verdient werden kann.


    https://www.deutschlandfunkkul…t-um-jeden-preis-100.html


    „In Nepal fangen die Leute an zu träumen – sie glauben, sie kommen zu einer guten Firma, die sie ordentlich unterbringt. Die Arbeiter denken: „Ich verdiene dort sehr viel, jeden Monat kann ich was sparen und dann werde ich ein reicher Mann zu Hause“. Aber wenn die Leute hier in Katar ankommen, stimmt nichts davon. Der Lohn ist niedrig. Alles ist anders.“

  • Die finanzielle Not lässt ihnen aber keine andere Wahl. Die machen das, um ihre Familien am Leben zu halten. Das ist jetzt nicht so, als ob unsereiner bei Firma XY in Deutschland gut verdient, aber in die USA geht, weil dort mehr verdient werden kann.


    https://www.deutschlandfunkkul…t-um-jeden-preis-100.html


    „In Nepal fangen die Leute an zu träumen – sie glauben, sie kommen zu einer guten Firma, die sie ordentlich unterbringt. Die Arbeiter denken: „Ich verdiene dort sehr viel, jeden Monat kann ich was sparen und dann werde ich ein reicher Mann zu Hause“. Aber wenn die Leute hier in Katar ankommen, stimmt nichts davon. Der Lohn ist niedrig. Alles ist anders.“

    Wieso kommen mir da die osteuropäischen Prostituierten in Westeuropa in den Sinn…

  • Oder waren denn die Gastarbeiter in den 60ern, die auch oftmals in Massenunterkünften (oftmals sogar noch in Arbeitslagern, die noch aus der Nazizeit stammten) wohnten, chronisch traurig?

    Komischer Vergleich. Die Arbeitsbedingungen in Deutschland kannst du doch nicht einfach gleichsetzen mit denen in Katar? 40°C, Wüstensonne, kaum Wind, dazu brutale Schichten, schlechte Gesundheitsversorgung - dazu im Vergleich das mitteleuropäische, ausgeglichene Klima?


    Das ganze Geld was man dort als Gastarbeiter verdienen hätte können, bringt dir halt alles nix, wenn du danach im Holzpyjama zu deiner Familie geflogen wirst.

  • Wieso kommen mir da die osteuropäischen Prostituierten in Westeuropa in den Sinn…

    Berechtigter Vergleich. Nur sind die Bedingungen in Katar staatlich abgesegnet, der Umgang mit den Prostituierten hingegen ist höchst illegal. Nebenbei kann man auch in Osteuropa ein normales Leben führen, im Nepal nicht.

  • Das, was für uns "schlechte Behandlung" ist, ist für viele der Wanderarbeiter ein Fortschritt zum Leben im eigenen Land - sonst wären die nicht dort.

    Nach diesem Statement sollte man den Thread endlich schließen.

    Die Quervergleiche in die 60er Jahre oder gleich zurück ins Mittelalter sind wirklich haarsträubend.

    Bei so viel Ignoranz, Uninformiertheit bzw. fehlendem politischen Verständnis ist es sinnlos, sich hier überhaupt noch auszutauschen.

  • Berechtigter Vergleich. Nur sind die Bedingungen in Katar staatlich abgesegnet, der Umgang mit den Prostituierten hingegen ist höchst illegal. Nebenbei kann man auch in Osteuropa ein normales Leben führen, im Nepal nicht.

    Dazu diese Bemerkungen: Vermutlich sind Dir demnach gewisse Lebensbedingungen der finanziellen Unterschicht in Osteuropa nicht bekannt, das ist nicht so weit von Nepal entfernt. Ich will das aber auch nicht gegeneinander aufwiegen.


    Aber auch in Nepal kann man ein normales Leben führen, dieser Satz ist daher für Osteuropa relativ inhaltsleer. Überall kann man...


    Staatlich abgesegnet: So anders illegal als in Katar ist die Prostitution in Westeuropa auch nicht, da kann man Frauen mit den von Dir bei Nepal erwähnten falschen Versprechen ebenfalls locken und hier ziemlich ausbeuten, ohne dass es schon illegal wäre.

  • Nach diesem Statement sollte man den Thread endlich schließen.

    Die Quervergleiche in die 60er Jahre oder gleich zurück ins Mittelalter sind wirklich haarsträubend.

    Bei so viel Ignoranz, Uninformiertheit bzw. fehlendem politischen Verständnis ist es sinnlos, sich hier überhaupt noch auszutauschen.

    Es geht um die Behandlung von Arbeitsmigranten weltweit - und die Unterschiede zwischen Herkunfts- und Zielländern. Ich vergleiche damit weder die Elendsbedingungen in Osteuropa mit denen in Asien, sondern den Unterschied zwischen den Standards in Herkunft- und Zielland.


    Und ich rede damit weder die Menschenrechtsverletzungen klein oder die Toten, sondern vorallem unseren Umgang damit und die Medien, die von einem ziemlich hohen Ross kommen. Dass wir uns damit lächerlich machen, weil wir selbst Dreck am Stecken haben und wenn es uns nutzt, Menschenrechtsverletzungen und Co. uns recht egal sind, liest du dann eher in internationalen Medien.


    Wer ignorant ist, da wäre ich mal vorsichtig. Mich stört der erhobene Zeigefinger im Westen, insbesondere in Deutschland, weil wir in unserem Lande selbst Arbeitsmigranten oft recht schlecht behandeln, viele Menschen im Lande selbst fremdenfeindlich und homophob sind - und ggf. die Leute aus den Drittweltländern nicht ins eigene Land holen - aber im Grunde die gleich im Lande ausnutzen, damit wir billig konsumieren können.

    Komischer Vergleich. Die Arbeitsbedingungen in Deutschland kannst du doch nicht einfach gleichsetzen mit denen in Katar? 40°C, Wüstensonne, kaum Wind, dazu brutale Schichten, schlechte Gesundheitsversorgung - dazu im Vergleich das mitteleuropäische, ausgeglichene Klima?


    Das ganze Geld was man dort als Gastarbeiter verdienen hätte können, bringt dir halt alles nix, wenn du danach im Holzpyjama zu deiner Familie geflogen wirst.

    Das habe ich gar nicht versucht - mir ging es um die Unterschiede zwischen Herkunfts- und Zielland.


    Ich habe ja auf einen Beitrag geantwortet, wo es ein Erstaunen gab, dass es genug Fremdarbeiter in Katar gibt, die sich dort wohlzufühlen scheinen. Das ist eben auch verständlich, weil es ihnen oftmals viel besser geht als zuhause.

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  • Bernd Hofmann, 73 Jahre, Präsident des weltweit größten FCB-Fanclubs, schwadroniert groß in der FAS.


    Eingeladen von Qatar reißt der alte Mann riesengroß den Bagger auf und verteidigt den ganzen Rotz dort.


    Zum Fremdschämen.

    Wenn mir Likes wichtig wären, wüsste ich, was zu tun ist.

  • Bernd Hofmann, 73 Jahre, Präsident des weltweit größten FCB-Fanclubs, schwadroniert groß in der FAS.


    Eingeladen von Qatar reißt der alte Mann riesengroß den Bagger auf und verteidigt den ganzen Rotz dort.


    Zum Fremdschämen.

    Seine Rolle dort kam ja nun nicht sehr überraschend. Der singt seit Jahr und Tag das, was der Uli ihm vorsagt. Ganz peinlicher Mensch.

  • Seine Rolle dort kam ja nun nicht sehr überraschend. Der singt seit Jahr und Tag das, was der Uli ihm vorsagt. Ganz peinlicher Mensch.

    Wie heißt denn sein Fan-Club?


    Und der weltweit größte?

    Wenn mir Likes wichtig wären, wüsste ich, was zu tun ist.