Weltmeisterschaft 2022 in Katar

  • Homosexualität färbt nicht ab genauso wenig wie die Hautfarbe eines Ausländers.

    Erzähl das mal den Scheichs! Die werden dich eines besseren Belehren, in ihrer großen Weisheit! 😆

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller

  • Qatar wollte die WM, auch um öffentlich präsenter zu sein.


    Wenn sie im Rampenlicht stehen wollen, müssen sie eben auch damit rechnen, und es ertragen, wenn man sie für ihre Gesetze und Ansichten kritisiert, sofern sie gegen die Menschenrechte (die ja ua auch in der UN Charta definiert sind), kritisiert.


    Und egal von wem, natürlich auch von Goretzka etc., das ist mMn keine Doppermoral sondern schlicht ein völlig normaler Vorgang.


    Die Doppelmoral setzt dann ein, wenn unsere Innenministerin meint, Qatar müsse ihre Gesetze ändern. Die werden ihre Religion und daraus abgeleiteten Normen nicht für die WM ändern, oder für Firmen / Länder die mit ihnen Geschäfte machen.


    Jeder kann ja seine eigenen Konsequenzen daraus ziehen, aber interessengerichtetes Handeln auf politischer und wirtschaftlicher Ebene gab es schon immer, gibt es und wird es weiterhin geben. Wer das nicht sieht, ist mMn weltfremd und wird früher oder später auf den Boden der Realität geholt.


    Wie weit man da im Einzelfall gehen soll? Schwer zu definieren, aber sicherlich nie soweit das man in Abhängigkeit gerät, weder politisch noch wirtschaftlich.


    Der FCB ist sicherlich nicht von Qatar finanziell abhängig, und er lässt sich sicherlich auch nicht vor den Karren spannen, aber dieser Vertrag kompromittiert mMn unser Bestreben eines finanziell fairen Wettbewerbs, solange PSG so handelt wie bisher.

    Die WM haben die FIFA und Kontinentalverbände zu verantworten. Dies war und bleibt ein fataler Irrtum und ist ein alter Hut. Trotzdem muss man alles was da falsch gelaufen ist und weiter falsch läuft, kritisieren. Das ist eben so (Qatar hat es sich ja selbst so ausgesucht, dann müssen sie damit eben leben).

  • unabhängig von meiner Meinung , wirft das aber fragen auf , das Geld streicht auch er ein oder verzichtet er auf Kohle , wenn der Qatar Deal beendet werden soll?


    Und wenn man sieht wie ARD /ZDF gegen die WM hetzen , wäre es doch konsequent wenn sie die Spiele nicht überragen würden!


    für mich in beiden Fällen doch eine Doppelmoral !


    und jetzt haut wieder drauf und beleidigt ..

    ganz ehrlich. Das verstehe ich auch nicht.
    Der einzige mir bekannte Beitrag, der das kritisierte, war vor ein paar Wochen von extra 3. so ab Minute 12


    Extra 3

  • Wie gesagt die Italiener boykottieren die WM von Anfang an

    Wenn Italien politisch so weitermacht, müssen wir künftig vermutlich darüber diskutieren, Veranstaltungen in Italien zu boykottieren.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • ...und das hat dann welche Wirkung auf das Sponsoring?:|

    Dass das illusorisch ist, aus sämtlichen Blickwinkeln eines Sportlers, sollte doch bitte klar sein.

    Goretzka - oder andere Spieler - könnten sich weigern, für Vereine zu spielen, die von Katar oder anderen autokratischen Staaten direkt oder indirekt finanziert werden. Goretzka hätte seinen Vertrag beim FCB nicht zu verlängern brauchen und zu einem Verein ohne problematischen Ärmelsponsor und katarische Großaktionäre bei den Anteilseignern wechseln können. Und das, ohne finanziell große Einbußen befürchten zu müssen. Ich denke, das wäre ein Zeichen gewesen, das die Clubführung nachdenklich gemacht hätte.


    Und für Goretzka ist es keineswegs illusorisch, die WM zu boykottieren. Für wen ist das realistischer als für jemanden, der finanziell unabhängig ist? Ganz klar ist das eine Frage der Prioritäten, die jeder Spieler setzen muss. Und welche Prioritäten Goretzka und die anderen Spieler setzen, erleben wir ja gerade. Deswegen ist es auch kein wichtiges Signal, wenn Goretzka öffentlich Dinge sagt, die ohnehin von geschätzten 93 Prozent der Menschen im eigenen Kulturraum geteilt werden.

  • Doch Geschenke von WM-Boss erhalten?

    ZDF-Informant erhebt Vorwürfe gegen Rummenigge


    Zwei unverzollte Rolex-Uhren brachten Karl-Heinz Rummenigge einst eine Vorstrafe ein. Ein Informant erhebt in der ZDF-Doku "Geheimsache Katar" nun Vorwürfe.


    Keine zwei Wochen vor Beginn der umstrittenen Fußballweltmeisterschaft in Katar könnte die Vergangenheit Karl-Heinz Rummenigge einholen. In der am Dienstagabend ausgestrahlten ZDF-Doku "Geheimsache Katar" erhebt ein anonymer Bundesligafunktionär nämlich Vorwürfe gegen den früheren Bayern-Boss. Konkret geht es um einen Vorfall aus dem Jahr 2013, der Rummenigge den Beinamen "Rolex-Kalle" einbrachte.


    Vor neun Jahren kehrte Rummenigge von einer Sitzung der "European Club Association" (ECA), der Zusammenschluss der europäischen Fußball-Topklubs, aus Doha nach München zurück. Bei seiner Einreise am Münchner Flughafen wurde der damalige Vorstandsvorsitzende beim Schmuggeln zweier unverzollter Luxusuhren der Schweizer Marke Rolex erwischt.


    Der frühere Nationalspieler erhielt einen Strafbefehl über 250.000 Euro, den er bezahlte. Seitdem gilt er als vorbestraft. Bis heute erklärt Rummenigge, bei den Uhren handle es sich um Geschenke eines Freundes. Eine Behauptung, der der ZDF-Informant nun widerspricht.


    "Die wollten in unsere Köpfe"

    Demnach seien die Uhren eine weitere Zuwendung des katarischen WM-Organisationskomitees (OK) an Rummenigge gewesen, um diesen dazu zu veranlassen, sich künftig positiv über die Austragung des Sportevents im Wüstenstaat zu äußern. Schon die gesamten Kosten für das Treffen der ECA-Spitzenfunktionäre wurden vom OK getragen.


    "Wir wurden dort fürstlich empfangen, die Katarer haben alles bezahlt", sagte ein Funktionär, der damals dabei war, dem ZDF. "Man merkte: Die wollten in unsere Köpfe, damit wir zurückfliegen und sagen: Diese WM ist eine gute Idee." Rückblickend ist sich der Informant sicher: Der ECA-Kongress im St. Regis-Hotel von Doha sei vielmehr eine Lobbyveranstaltung für die Fußball-WM im Wüstenstaat gewesen.


    Bei Rummenigge, damals Vorsitzender der ECA, trug diese Einflussnahme offenbar Früchte. Bereits eine Woche nach seinem Aufenthalt in Doha äußerte er erstmals die Meinung, dass "eine Verlegung der WM in den Winter aus Sicht der Fans und Spieler sinnvoll" sei. Anschließend verteidigte er wiederholt das Gastgeberland Katar gegen kritische Stimmen.


    Rummenigges Anwalt wehrt sich gegen ZDF-Behauptungen

    Dass es einen Zusammenhang zwischen den Uhren und Rummenigges katarfreundlichen Aussagen gibt, lässt sich nicht beweisen. Dennoch erhärtet sich der Vorwurf dadurch, dass der ZDF-Informant Fotos der zwei Rolex-Uhren vorlegen kann, die Rummenigge vom OK geschenkt bekommen haben soll. Weitere ZDF-Recherchen ergaben, dass es bei den Fotos um exakt die Uhrenmodelle handelt, die die Staatsanwaltschaft in ihren Akten gegen Rummenigge angegeben hat.


    :thumbsup:


  • Seit wann wird denn in Katar mit Gastarbeitern gebaut - seit 2021???

    Und die Verhältnisse dort sind genau wie die in anderen Ländern seit vielen Jahren bekannt.

    Welche Konsequenzen haben denn die öffentlich-rechtlichen, die jetzt wieder öffentlichkeitswirksam lamenteren, daraus gezogen?

    Die Handball-WM in Katar boykottiert? Die Schwimm-WM in Katar boykottiert? Die Leichtathletik-WM boykottiert? Von wegen?

    Immer wieder schön aus dem nettten WM-Studio und den entsprechenden Sportstätten kommentieren und sich bei der Leichtahtelik-WM noch über die gelangweilt schauenden Scheichs lustig machen. Von Boykott war da in all den Jahren nie die Rede.

    Und kaum ist 2022 -schwupp sind sie wieder da.

    Und in guten 6 Wochen ist das Thema erst mal wieder durch - genauso wie es in Peking nach der Sommer- und dann nach der Winter-Olympiade wieder durch war.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Jap, Katar ist aktuell ein dankbares Ziel. Da können wir uns alle so prima moralisch überlegen fühlen.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Mal zur Berichterstattung über Katar: Die ist Teil der journalistischen Aufbereitung des Landes Katar. Gab es bei anderen sportlichen Grossereignissen (in China, Russland etc) auch und sollte selbstverständlich sein und daran gibt es mMn nichts zu kritisieren. Oder anders: Nicht der Überbringer der schlechten Nachricht ist der Schuldige, sondern der Verursacher.

    Zu Goretzka : Er äußert sich und hat eine Haltung und manch einem geht dann diese Haltung nicht weit genug, weil nicht radikal genug in der Umsetzung. Ich finde diese Denke seltsam, weil sie am Ende jede Form der Kritik in der Konsequenz sinnlos macht und wir dann (auf allen Ebenen) im Ist-Zustand verharren. Die Kritik an der Kritik ein echtes - nicht zielführendes - Totschlagargument. Aber gut...

    Zu KHR: Ich habe und werde ihn, wenn auch teilweise aus anderen Gründen, nie unkritischer (ge-) sehen wie UH.

    Die Verdienste sind hier wie da unbestritten und bei KHR sind die internationalen Kontakte natürlich herausragend und sprechen für ihn.

    Aber egal, ob er oder UH, so lange sie in irgendeiner Form im Verein oder für den Verein tätig bleiben, werden wir das Image, welches mit ihren Personen zusammenhängt nie los und es wird immer eine "besondere" Form der Unruhe geben.

    Hier müssen halt Kahn und Co entscheiden, ob ihr Mehrwert dies aufwiegt.