Weltmeisterschaft 2022 in Katar

  • Die WM ist nicht genug: Katar will jetzt auch die Olympischen Sommerspiele.


    Warum bauen die nicht einfach das Kollosseum nach und holen sich Gladiatoren aus Nepal, die dort gegen Löwen und Krokodile kämpfen?


    Gäbe wahrscheinlich gute Quoten und es würden sicher mehr Fans - v.a. aus RUS, Nordkorea, Kolumbien, Mullahs aus Iran usw. - kommen.Und hier gäbe es für die üblichen Entertainment-Süchtigen jenseits der Doppelmoral den entsprechenden Thread: "Endlich geht's los...die Gladiatorenspiele in Katar.", in dem die üblichen Verdächtigen deutlich machen könnte, warum andere Kulturen eben andere Gepflogenheiten hätten und man das zu repektieren habe...


    Irgendwas mit Ball dazu, und die FIFA wäre dabei.

  • Entspann' dich!

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Die Fans haben doch von Anfang an protestiert gegen diese WM. Ich kann mich noch genau an die Empörung 2010 erinnern. Wer das Argument "ja, jetzt ist halt zu spät" bringt, hat anscheinend die letzten 12 Jahre konsequent jede Fangruppierung ignoriert.


    Wenn dein Kommentar auf den DFB/Nationalmannschaft gemünzt ist: Ja, das stimmt und da kritisiere ich auch deutlich Oliver Bierhoff für sein Krisenmanagement. Er hätte die Richtung vorgeben müssen und hat es halt vermasselt. Ein Grund mehr, dass sein Stuhl geräumt werden sollte.

    Zur Klarstellung: Ich meine nicht die Fans (die haben doch am wenigsten zu sagen im modernen Fußball), sondern Politik, Medien und DFB.

  • Handball, Radfahren, Schwimmen, Leichtathletik, Fußball - da hat man doch mit den bisher gemachten WM beste Erfahrungen.

    Mehr als 500 internationale Sportveranstaltungen einschließlich diverser Weltmeisterschaften hat Katar in den vergangenen 15 Jahren ausgerichtet.

    Davon hat es bei grob geschätzten 495 Veranstaltungen anscheinend kaum einen interessiert, was da im Land los ist.

    Wahrscheinlich ist dir als Fußballfan eine Handball-WM 2015 genau wie die Schwimm- oder Leichtathletik-WM auch völlig am selbigen vorbei gegangen.

    Und nach dem schmachvollen Ausscheiden des FCB gegen Liverpool 2019 ist dir natürlich auch die Club-WM im gleichen Jahr am gleichen Ort völlig egal gewesen.

    Wo ist jetzt eigentlich der Unterschied?

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Und? Vielleicht hat er ja in 495 anderen Foren auch fleißig gegen den Gastgeber gewettert?

    Nur weil Du nix davon weißt, muss er hier nicht das Maul halten.

  • Und? Vielleicht hat er ja in 495 anderen Foren auch fleißig gegen den Gastgeber gewettert?

    Nur weil Du nix davon weißt, muss er hier nicht das Maul halten.

    Nur mal so als Beispiel - https://www.watson.de/sport/me…e-spitze-des-eisbergs-ist


    Und da geht es eben nicht um den einen, der sich hier jetzt echauffiert.

    Was war denn 2015 bei der Handball-WM - nichts! Das wichtigste bei der Leichtathletik-WM in der Berichterstattung war die Hitze für die Athleten und die gelangweilten Scheichs.

    In dem Stadion haben schon 2009 Brasilien gegen England gespielt. Hat auch keinen gejuckt. Und auch da gab es schon de entsprechenden Gesetze und Gastarbeiter. Und natürlich ist Liverpool eher kommentarlos zur Club-WM 2019 gefahren. Und die Handballer und Schwimmer zur WM.

    Das einzig, was den deutschen Verband und auch die Fans bei der Handball-WM gestört hat, war die Einbürgerung der fast kompletten katarischen Nationalmannschaft. Der Rest - eher keinen?

    Zu diesen Zeiten ist auch noch ein BVB nach Doha ins Trainingslager gefahren und das ach so tolle Barca hate als Trikotsponsor Quatar Airwais . aber nicht verschämt auf dem Ärmel.

    Der Hauptsponsor des DFB gehört zu 15% den Kataris - und wer will das wissen oder protestiert da einer.

    In dem Artikel wird ziemlich genau beschrieben, dass es - wie man sich ausdrückte - ab und an mal ein "leichtes Gemurmel" gab, aber mehr auch nicht.

    Und alle Länder und vor allem Verbände aus mehr oder weniger allen Sportarten hatten jahrelang die Möglichkeit etwas zu tun - aber haben eben nichts getan.

    Und jetzt sollten es am besten die Spieler richten, während sich alle anderen weltweit bedeckt halten.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Ich hab jetzt keine Lust mir den x-ten Artikel durchzulesen.

    Ich verstehe nicht, worauf Du hinauswillst.

    Dass die Handball- und Leichtathletik-Bubbles ihr Maul nicht aufbekommen haben?
    Dass die Medien erst beim Thema-Fußball ein Fass aufgemacht haben?


    Einige tun hier immer so, als würden die Leute sich erst jetzt über Katar aufregen. Dabei haben wir im Verein doch schon seit mindestens 2018 (wenn nicht noch länger) Diskussionen über diesen scheiß Sponsoring-Deal.

  • Ich hab jetzt keine Lust mir den x-ten Artikel durchzulesen.

    Du verstehst es immer noch nicht, jetzt mal langsam fürs Karlchen:


    Alle finden es Kacke das in Katar eine WM stattfindet !!

    Keiner findet den Umgang der Menschenrechte in Katar richtig !


    Richtig wäre gewesen die WM zu boykotieren !!

    Falsch ist es die Spieler zu instrumentalisieren obwohl die nachweislich keinen Bock darauf hatten, das hat nämlich was von dem Ausüben eines Diktates an sich und ist somit genau das wogegen sie ein Zeichen setzen sollten, verstanden ??

    Ich geb mein Herz für Dich , für Bayern lebe ich, ich lass dich nie im Stich

  • Ich hab jetzt keine Lust mir den x-ten Artikel durchzulesen.

    Ich verstehe nicht, worauf Du hinauswillst.

    Dass die Handball- und Leichtathletik-Bubbles ihr Maul nicht aufbekommen haben?
    Dass die Medien erst beim Thema-Fußball ein Fass aufgemacht haben?


    Einige tun hier immer so, als würden die Leute sich erst jetzt über Katar aufregen. Dabei haben wir im Verein doch schon seit mindestens 2018 (wenn nicht noch länger) Diskussionen über diesen scheiß Sponsoring-Deal.

    Na dann lassen wir es besser.

    Wann wurde die WM- vergeben? Grob geschätzt 2010 - und dann passierte bis auf die Diskussionen bei den ja sowieso verhassten Bayern mindestens 10 Jahre was - nichts!

    Und es ist ja nun nicht so, als würde da erst seit 2021 Fußball gespielt. Von Asienmeisterschaften bis zu den hochkarätigen Freundschaftsspielen von Brasilianern, Engländern oder Argentiniern, waren da schon alle möglichen vertreten von den beiden Club-WM ganz zu schweigen. Wurde auch alles mitgenommen ohne größere Aufreger zu produzieren.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Na dann lassen wir es besser.

    Wann wurde die WM- vergeben? Grob geschätzt 2010 - und dann passierte bis auf die Diskussionen bei den ja sowieso verhassten Bayern mindestens 10 Jahre was - nichts!

    Und es ist ja nun nicht so, als würde da erst seit 2021 Fußball gespielt. Von Asienmeisterschaften bis zu den hochkarätigen Freundschaftsspielen von Brasilianern, Engländern oder Argentiniern, waren da schon alle möglichen vertreten von den beiden Club-WM ganz zu schweigen. Wurde auch alles mitgenommen ohne größere Aufreger zu produzieren.

    Das stimmt doch nicht mal ansatzweise, dass zehn Jahre lang nichts passiert ist.

    Es gab immer wieder Berichte und Diskussionen.

    Nicht nur rund um unser Sponsoring.

    Es wurde doch jahrelang über den FIFA-Sumpf berichtet.

    Im Prinzip werden doch jetzt nur rauf und runter die Erkenntnisse der letzten Jahre immer wieder aufs Neue ausgeschlachtet.

    Sorry, aber da bin ich jetzt raus, denn das ist meines Erachtens Quatsch, was Du da erzählst.

  • Na dann lassen wir es besser.

    Wann wurde die WM- vergeben? Grob geschätzt 2010 - und dann passierte bis auf die Diskussionen bei den ja sowieso verhassten Bayern mindestens 10 Jahre was - nichts!

    Und es ist ja nun nicht so, als würde da erst seit 2021 Fußball gespielt. Von Asienmeisterschaften bis zu den hochkarätigen Freundschaftsspielen von Brasilianern, Engländern oder Argentiniern, waren da schon alle möglichen vertreten von den beiden Club-WM ganz zu schweigen. Wurde auch alles mitgenommen ohne größere Aufreger zu produzieren.

    Das ist eine ziemlich verquere Wahrnehmung. Kritik an der WM-Vergabe gab es im Prinzip von Tag 1 an. Kein Mensch konnte seinerzeit erklären, wie man die WM nach Katar vergeben konnte.


    Das fing mit den (üblichen) Korruptionsvorwürfen an, ging weiter über den Terminkalender, bei dem 2014 beschlossen wurde, die Termine im Jahr 2022 extra für dieses Turnier zu verschieben und endete dann schlussendlich bei den Diskussionen um Nachhaltigkeit, Sportswashing und Menschenrechte.


    Alleine an dieser sehr verkürzt dargestellten Timeline kann man doch erkennen, dass das Turnier von Tag 1 sehr kritisch beäugt worden ist. Die Kritikpunkte lagen jetzt zum Ende nur sehr verstärkt auf den letzten 2-3 Punkten. Was ja auch logisch ist. Denn niemand hätte zu Beginn ahnen können, dass die Fifa dermaßen moralisch abstürzt und das Turnier so viel Leid bei den Familien der Gastarbeiter verursachen würde.

  • Was einem noch viel besser gefällt - aber wir wollen doch haiscore nicht noch Artikel zumuten.

    IM SZ-Artikel, der ja hier immerhin 10!!! Seiten lang ist, stehen doch wahrhaftig drei!!! ganze Sätze auf Seite 1 über Gastarbeiter´, Tote, Menschenrechte und selbst das ist noch falsch dargestellt.

    Und auch im Tagesspiegelartikel von immerhin 2019 geht es hauptsächlich um die klimatischen Bedingungen - das Thema Gastarbeiter/Menschenrechte sind noch keine 10 Zeilen. Und genau das ist es, was ich gemeint habe.

    Ja , umstritten ja, desaster - aber das was hier seit Wochen Thema ist verkommt doch genau in den beiden Beispielen zur absoluten Nebensache.


    SZ von 2015 auf insgesamt 10 Seiten:

    "Zum Beispiel die Ausbeutung vieler ausländischer Bauarbeiter, die unter anderem am Bau der drei neuen Spielhallen für die Handball-WM beteiligt waren. Seit 2013 starben etwa 1000 von ihnen beim Bau von Sportstätten in Katar. Organisationen wie Human Rights Watch beklagen deshalb eine Verletzung der Menschenrechte."

    Und das war es dann auch schon.


    Und im Tagesspiegel 2019 :

    "Diskuswerfer Christoph Harting etwa machte bei den Deutschen Meisterschaften im August auf die „katastrophalen Arbeitsbedingungen“ in Katar aufmerksam, „gerade in einer Stadt wie Doha“. Das deckt sich mit einem jüngst veröffentlichten Fazit dazu von Amnesty International. Demnach bleibt das Golf- Emirat besonders im Hinblick auf die Bauarbeiten für die Fußball-WM 2022 „ein Tummelplatz skrupelloser Arbeitgeber“."Modernes Sklaventum"

    Diese Arbeiten werden in Katar hauptsächlich von Gastarbeitern aus Nepal, Pakistan und Indien ausgeführt. Von mehreren Menschenrechtsorganisationen wurden die Arbeitsbedingungen als „modernes Sklaventum“ beschrieben. Hunderte Menschen auf den Baustellen starben in den vergangenen Jahren, viele an Herzversagen nach extrem langen Schichten oder durch schwere Arbeitsunfälle."

    Ende


    Der Rest in beiden Artikeln Auslosung, Wetter, Einbürgerung, Klimaanlagen, Athleten


    Ja , umstritten; ja, desaster - aber das was hier seit Wochen Thema ist, verkommt doch genau in den beiden Beispielen zur absoluten Nebensache.

    Und da widerspreche ich genauso songokuxl - es gibt nicht erst seit 2015 internationalen Sport in Katar sondern den gab es schon vor der WM-Vergabe.

    Und die Verhältnisse sind im gesamten Bereich der arabischen Halbinsel und ihren Nachbarn nicht erst seit 2010 so wie sie sind.

    Und das wusste man alles ganz genau. Städte wie Doha, Dubai, Abu Dhabi, KuwaitCity, Riad sind unter genau den gleichen Verhältnissen nicht erst in den letzten 10 Jahren entstanden - aber man hat es lediglich zur Kenntnis genommen oder wie Beckenbauer einfach festgestellt, dass man nichts gesehen hat.


    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Da kannst Du widersprechen, soviel Du möchtest. Es ist einfach Tatsache, dass die Kritik an der Veranstaltung quasi noch am Tag der Vergabe anfing und bis zum heutigen Tage nur stärker wurde.


    Hier:


    02.12.2010, 21.27 Uhr


    "Wir fahren in neue Länder", jubelte Fifa-Präsident , "ich bin ein glücklicher Präsident. Wir entwickeln den Fußball." Fußballentwicklung in teuren, vollklimatisierten Stadien in einem Land, das kleiner ist als Hessen? Bei 50 Grad im Schatten? Ohne Bier? "Sie haben falsche Vorstellungen", sagt Scheich Mohammed bin Hamad Al-Thani, der Bewerbungschef Katars. "Es haben schon mehrere Turniere unter ähnlichen klimatischen Verhältnissen stattgefunden." Den Fifa-Vorständen dankte der Spross des Emirs "für ihre mutige Vision" und sagte: "Wir versprechen ihnen, dass wir sie nicht enttäuschen werden."


    https://www.spiegel.de/sport/f…-geschmiert-a-732582.html

  • Und in dem ganzen Artikel geht es letztlich nur um eines um Korruption - alles andere und da sind wir wieder beim Thema, hat damals nicht stattgefunden - siehe das Zitat: vollklimatisierte Stadien, bei 50 Grad , ohne Bier- die wichtigen Dinge halt!

    Von Menschenrechten, Frauenrechten, strafbarer Homosexualität - im gesmten Artikel keine Rede. Wie denn auch.

    2010 war übrigens die Homosexualität noch in mehr als 100 Ländern strafbar.

    Frauen- und Menschenrechte waren aber schon ein Thema in der Welt - aber offenbar da nicht so wichtig. Da sind wir dann bei 2010.

    Nimm dir den Artikel der Süddeutschen von 2015, da sind es dann drei Zeilen auf 10 Seiten.

    Auch da ging es hauptsächlich um Klima, Hitze, eingebürgerte Spieler.

    Keiner behauptet, dass es nicht schon 2010 Kritik gab! Jeder halbwegs klar denkende Mensch wusste , dass es alleine klimatisch eine Katastrophe war - der ein oder andere erinnerte sich noch an Spiele bei der WM in Dallas bei 50 Grad auf dem Feld.

    Und jeder wusste, dass spätestens unter Blatter ohne Geld nichts läuft - für 2006 schon nicht und für 2022 schon gar nicht.

    Aber alles andere - und das zeigen eben auch die ganzen Artikel aus den Zeiten zwischen 2010 und 2019 - wurde von einzelnen Organisationen wie AI auch angeprangert, aber von der Masse eben kommentarlos zur Kenntnis genommen oder kaum dokumentiert. Und deshalb finde ich die Diskussion in den Medien eben teilweise scheinheilig - denn die Verhältnisse haben sich nicht schlagartig negativ verändert, sondern sind seit Jahren und Jahrzehnten bekannt.

    Aber damit ließ sich halt vor 10 Jahren weniger verdienen, als mit Artikeln über Korruption.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Ein Teil der aktuellen Diskussionen konnten 2010 noch gar nicht diskutiert werden. Die wenigsten haben wohl erwartet, dass Katar 220 Milliarden für die WM ausgeben werden und wie die Arbeitsverhältnisse ausschauen werden. Nicht mal der größte Katar-Kritiker hätte im Jahr 2010 erwartet, dass man irgendwann von einer drei- bis vierstelligen Anzahl von Toten ausgehen muss, nur weil man WM-Stadien in der Wüste baut. Auch war 2010 nicht absehbar, wie die Fifa selbst jeglichen Hauch von Meinungsfreiheit im Jahr 2022 unterdrücken würde.


    Das, was in Katar passiert ist, ist einfach beispiellos. In allen Bereichen. Die Diskussionen im Jahr 2022 sind daher nicht scheinheilig, sondern relevanter denn je. Vor allem in Hinblick darauf, wie künftig WM-Vergaben niemals mehr durchgeführt werden dürfen.