Posts by le_1_

    http://www.welt.de/print/welt_…mbertz-Sky-Interview.html


    Es soll an der Kommentierung des Spiels gelegen haben. Wolff-Christoph Fuss ist für mich einer der besten Kommentatoren, die wir haben, aber ich kann nachvollziehen, was Werner im Ansatz meinte, vor allem, wenn man das Meier-Interview noch im Hinterkopf hat. Ein Satz von Fuss ist mir in Erinnerung geblieben: "Fortuna geht als hoffnungsloser Außenseiter in diese Partie- aber das sind sie die 13 Spieltage vorher auch." Ab der 60. Minute ist es bei Fuss umgeschwenkt, letztlich würde ich ihm da aber keine Parteilichkeit unterstellen, er bringt ja oft Sätze, bei denen man schmunzeln muss. Wolf Werner ist natürlich auch ein lustiger Kauz :D
    Sky kein Interview geben- kann man mal machen- sollte aber nicht zur Gewohnheit werden, weil es grundlos unsympathisch machen kann. ;-)


    Was Fortunas Leistungen anbetrifft: Ich war beim HSV-Spiel und hatte 2 Tage lang Probleme mit einem Ohr- kann natürlich Zufall sein, aber so alt bin ich jetzt noch nicht, dass es mit Schwerhörigkeit anfangen sollte. :) Man hat trotz vieler personeller Ausfälle die Grundordnung in der Verteidigung wiedergefunden, das, was Fortuna ausmacht. Robbie Kruse hat eine beeindruckende Entwicklung gemacht und Reisinger scheint derzeit viel Selbstbewusstsein zu haben.
    Das Duell gegen die Eintracht dürfte besonders hitzig werden, ich erinnere mal an das letzte Spiel in Liga 2. ;-);-)

    Ich denke, es ist auch so ein Mittelding: Ich zweifle daran, dass wir dieses Jahr die Champions-League holen könnten (im Gegensatz zur Meisterschaft), aber fürs Viertelfinale sollte es wie fast immer reichen. Danach steht es klassischerweise auf der Kippe. Es ist eben auch sehr unwahrscheinlich, dass wir innerhalb von 4 Jahren 3 Mal im Finale stehen, zumal Barca letztes Jahr auch eine Enttäuschung hinnehmen musste, und bei uns liegt der Fokus tatsächlich wieder eher im nationalen Bereich (was aber nicht heißt, dass nach durchwachsener Vorrunde und einem Glückslos im Achtelfinale nicht am Ende der spielerische Durchbruch erfolgt, man erinnere an 2001), was ich als Fan insofern richtig finde, dass ich ein drittes Jahr ohne nationalen Titel in meinem Umfeld nicht ohne Depressionen überstehen würde, weil man sich da jetzt eine lange Zeit lustig gemacht hat. Gut, da stehe ich noch drüber, jedoch wären drei Jahre hart.
    Aber auch die "nationale Sicherheit" gibt uns Stabilität für die Champions-League. Das eine muss das andere ja nicht zwangsläufig ausschließen, siehe 2010. Dafür haben wir uns ja jetzt in der Breite verstärkt. International wäre der Spott eher noch ertragbar, aber ich formuliere es so: Wenn ich mich entscheiden dürfte, welchen Titel ich nehmen würde.... Alle drei!:D Und daran glaube ich, solange es noch geht. Alle Abwägungen nützen ja nichts, man nimmt, was man kriegen kann- und wenn es am Ende "nur" der DFB-Pokal ist, so wäre er besser als gar nichts, wobei der Supercupsieg gegen Dortmund natürlich alle Siege der vergangenen 20 Jahre in den Schatten gestellt hat. ;-)

    Hat in der zweiten Halbzeit bei 3:0 einen Ball unterschätzt und der Gegner war an ihm vorbei und lief links als letzter Mann aufs Tor zu, allerdings auch noch 30 Meter vor dem Tor . Er selbst war es aber auch, der den Hamburger wieder gut abgedrängt und fair den Ball zurückerobert hat. Aber wie gesagt: War ansonsten eine sehr gute Leistung von ihm. Obligatorisch deshalb, weil er immer mal wieder solche Dinger drin hat, die aber erstaunlicherweise prozentual, wenn man das mal mit Micho vergleicht, selten zu Gegentoren führen.;-)

    Die ersten Minuten haben wir zunächst keine Antwort darauf gehabt, wie man mit gegnerischem Pressing umzugehen hat- war ja auch das erste Mal. ;-)
    Vor allem unsere linke Seite hatte der HSV anfangs gut im Griff. Ab der 25. Minute sind wir immer besser ins Spiel gekommen, haben die wichtigen Zweikämpfe gewonnen. Das Tor hatte sich dann angedeutet und war wunderbar herausgespielt. Man hat einfach gemerkt, wie wichtig es auch für die Köpfe der Spieler war- ich glaube schon, dass der Respekt vor dem HSV angesichts der Negativserie groß war. Mit der Zeit haben wir ihnen aber den Schneid abgekauft. Nach der Führung haben wir klasse gespielt und zum richtigen Zeitpunkt sensationell zurückgeschlagen, die Stimmung im Stadion war von Seiten der Bayern-Fans dann schon überragend. Am Ende war es der typische Verwaltungsakt.


    Lobend möchte ich drei Spieler erwähnen, die ich immer wieder gerne kritisiere: Zum einen Bastian Schweinsteiger, der ab der 25. Minute kein Möchtegernleader war, sondern ein überragendes Spiel gemacht hat: Von Balleroberungen, über Anweisungen, bis hin zu mehreren hervorragenden Diagonalpässen in die Spitze rechts raus. Dazu die Krönung des Tores. Ein Schweinsteiger von der 25. bis zur 60. Minute ist einfach nicht zu ersetzen. Boateng hat ein super Spiel gemacht, alles abgeräumt und auch eine hohe Passquote gehabt. Natürlich mit seinem obligatorischen Fehler, was in entscheidenden Spielen einfach nicht passieren darf. Toni Kroos war nicht überragend, aber er hat wichtige Akzente gesetzt. Das gilt für Balleroberungen wie die zwei Torbeteiligungen.


    Ribéry hat heute wieder sensationell gespielt. Unglaublich diese Freude am Spiel, vor allem macht er einfach weiter, wenn mal was nicht klappt, gerade am Anfang haben immer zwei Leute auf seinen Füßen gestanden und Alaba hatte einige Wackler. Zu Müller muss man nicht viel sagen: Ein Kämpfer vor dem Herrn, ein Spieler, der sich in jede Partie reinarbeiten kann und meistens dafür belohnt wird. Ribéry und er sind dann auch immer die einzigen, die noch im Verwaltungsmodus nach vorne spielen wollen.
    Zu den Wechseln: Dieses Mal mache ich Heynckes keinen Vorwurf. Tymo und Rafa werden in Zukunft weniger Chancen auf Einsätze bekommen, Robben wird in der Champions-League auf jeden Fall eingesetzt, wahrscheinlich von der Bank kommend. Martinez durfte sich einspielen und ist keineswegs abgefallen. Es ist absurd, immer nur auf Fernsehbilder zurückgreifen zu wollen und sich dann als Experte schlechthin zu bezeichnen. Er hatte gute Zweikämpfe und hat einen gefährlichen Konter mit einem taktischen Foul unterbunden. Auch ein Mandzukic ist viele Wege gegangen, hat Bälle behauptet- war nur leider bei seinen Pässen und Dribblings unglücklich. Über mehr Spielzeit für Shaq würde ich mich aber auch freuen...


    Die Einstellung stimmte, das war auch gegen Leverkusen der Fall- das stimmt mich positiv, denn auch hier liegt ein Unterschied zum letzten Jahr. Man kann mal schlecht spielen, wenn die Mannschaft sich bemüht und man hat gesehen, wie sie sich heute in die Partie reingekämpft hat. Es war nicht alles goldig, gerade am Anfang war noch viel von unseren alten Problemen zu sehen, aber wir haben uns die letzten Jahre nicht umsonst in Hamburg immer so schwer getan. Auch ohne das Tor in Hälfte 1 wäre das mehr gewesen als in den letzten drei Jahren zusammen. Es gab letztendlich zwei gefährliche Situationen vor dem eigenen Tor: Einmal nach Fehlpass Dante, einmal der Fernschuss nach der Ecke. Das wars mehr oder weniger. Unter diesen Gesichtspunkten haben wir das clever gespielt- und wer mich kennt, der weiß, dass ich Jupp Heynckes Spielstil schon des Öfteren kritisiert habe. Ob es nun an seiner Taktik lag oder an der dazugewonnenen Klasse des Teams: Ich habe ein weitaus besseres Gefühl als letztes Jahr. Jetzt müssen wir nur noch Spiele nach Rückstand auswärts gewinnen, wobei ich dieses Szenario Rückstand gar nicht erst in meinen Wortschatz aufnehmen möchte, und Standards ÜBEN... :D
    Dies war heute ein Charaktertest und den haben sie bestanden. Viele weitere werden jedoch folgen.

    Ich habe mir die letzten Jahre in Hamburg immer im Stadion "antun" dürfen und wir haben uns da immer schwer getan. Zudem war es zuletzt immer frostig, an letztes Jahr möchte ich mich nicht erinnern. Brrrr...:D Allerdings bin ich bei unseren zahlreichen Fehlpässen im Spiel so abgegangen, dass die Kälte am Ende wie verflogen war. Sensationell, wie wir damals eine Ecke, manche Ältere wissen vielleicht noch, was diese bewirken kann, zum Tor genutzt haben.:D:D


    Das Spiel wird wegweisend sein. Ich denke auch, dass ein Sieg gegen so einen Gegner noch einmal einiges in den Köpfen freisetzen könnte, gerade, weil man dort seit 2006 nicht gewonnen hat. Die Mannschaft des HSV sollte wie jedes Jahr zu schlagen sein, doch leider ist es nicht so einfach. Auch die letzten Jahre hat man sie zu Hause vorgeführt, um dann in Hamburg Punkte liegen zu lassen. Die Stimmung vor dem Spiel ist noch immer legendär, aber sie kann auch mal frostig werden, wenn es nicht so läuft. Leider sehe ich auch viele Parallelen zum letzten Jahr, einige spielerische Ansätze und Aussagen gefallen mir derzeit nicht- ich hoffe, dass man dort irgendwie, wie auch immer, gewinnt. Spiele gegen Gladbach, Hannover und Dortmund bringen nämlich auch noch einmal viel Brisanz mit sich und plötzlich rückt wieder alles zusammen.


    Mein Wunsch wäre es, wenn Toni Kroos einmal draußen bleiben würde, er hat, genau wie letztes Jahr, einen guten Start gehabt und nun lässt er wieder nach. Allerdings weiß ich auch, dass dies ausgeschlossen ist, da ich gegen Lautern nicht mit ihm in der Startelf rechne...
    Als Heynckes heute Shaqiri kritisiert hat, habe ich auch gedacht, das könne nicht wahr sein.
    Dass ein Petersen oder Usami sich derzeit bei ihren Clubs durchsetzen, verwundert mich keinesfalls. Dieser sogenannte Kampf um Stammplätze existiert derzeit trotz des besseren Kaders nicht, denn wir alle wissen, wie die Elf immer wieder aussehen wird. Und wenn ein Stammspieler zurückkommt, verletzt sich dann genau in dem Moment einer, der sonst auf dieser Position gespielt hat. Noch musste Jupp keine harten Entscheidungen treffen, aber das wird noch zwangsläufig folgen. Ich befürchte, dass in Zukunft, wenn alle wieder fit sind, ein Badstuber oder Müller dran glauben müssen und dann taue ich bei noch so viel Eis aber schnellstmöglich auf! :D:D


    Mein Gefühl sagt mir, dass wir nicht gewinnen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt...
    Und immerhin muss ich auch sagen, dass Bayern bisher nur einmal verloren hat, wenn ich da war und da kam jetzt im Laufe der Jahre schon einiges zusammen. Dass es Hamburg war, wo man verlor, möchte ich aber nicht verschweigen...;-)

    Sicher sollte man Äpfel nicht mit Birnen, aber durchaus einzelne Aspekte miteinander vergleichen können. Von der Entstehungsgeschichte angefangen bis hin zur Trikotfarbe wäre das möglich.


    Und ich möchte nochmals betonen, dass es nicht meine Fortuna ist, ich bin Bayern-Fan. Ich habe diesen Thread lediglich aufgemacht, weil ich nah dran bin.


    Zu Köln kann ich persönlich wenig sagen, außer, dass man dort seit Jahren immer höhere Ansprüche hat als sie realistisch wären. Auch dort feiert man sich selbst, was aber nicht grundlegend abwegig ist. Der Vorstand hat die letzten Jahre einiges falsch gemacht, weshalb wir wirklich froh über den unsrigen sein können, auch wenn es bestimmt Ansatzpunkte zur Kritik gibt, aber letztendlich stehen wir dort international doch ganz weit vorne. Bei Köln gibt es zudem Probleme mit gewaltbereiten Gruppen. Sowohl im Eishockey als auch im Fußball ist es für Düsseldorfer lustig, diesen Rivalen zu haben (okay, am Sonntag war es nicht ganz so lustig). Da ich aber nicht näher dran bin, wären meine Vergleiche nicht kenntnisreich genug, wenn ins Detail ginge. Mit Bayern und Fortuna kenne ich mich hingegen fast vollends aus.


    Wie sehr sich Köln und Fortuna unterscheiden wird man wohl erst im nächsten Jahr sehen. Die Verantwortlichen der Fortuna sehen die Lage schon ziemlich rational, die Ultras eigentlich auch, die selbst verlauten ließen, dass der Aufstieg wahrscheinlich zu früh kam (mal abgesehen von der Beziehung zwischen Spielern und Fans, die, je höher es geht, unpersönlicher wird, obwohl die Spieler mit den Fans dennoch noch abends in der Altstadt einen trinken gehen, wie man hört). Bei einigen Fans kann ich nicht ausschließen, dass sie sehr erfolgsverwöhnt sind, da es die letzten Jahre eigentlich fast nur nach oben ging.

    Ich möchte ja hier nicht grundlos provozieren: Also frage ich jetzt ganz ernsthaft: Was soll denn an dem Beitrag von hobbit sachlich gewesen sein? Ich mag ja verstehen, dass einige Campino nicht toll finden, vor allem mit dieser Vergangenheit, aber 95 Prozent der Düsseldorfer als "Snobs" und die Stadt als "Möchtegernweltstadt" zu bezeichnen und ihre Feierei nach dem Bayernspiel zu kritisieren, da hört es eben bei mir auf, gerade weil ich ein Freund sachlicher Diskussionen bin. Hätte er es erläutert, hätte ich damit kein Problem gehabt. Und ich kann ja auch zwischen den Zeilen lesen, dass damit eine Abwertung der Intelligenz der Düsseldorfer gemeint war, vor allem wenn es um das "Folgen ihres Führers Campino" geht. Möglicherweise habe ich das aber auch überinterpretiert, man sehe es mir nach.


    Ich habe angemerkt, dass dieser Verein einiges bietet, sicherlich mehr als 13 andere Vereine dieser Bundesliga- und gerade gewisse Umstände in Düsseldorf lächerlich zu machen, ist als Bayern-Fan gefährlich, wenn es da eben keine besseren Strukturen gibt.
    Ich würde eben mal gerne sehen, wie hier die Euphorie wäre, wenn wir einen ähnlichen Weg durchgangen wären.
    Dass du noch nie in Düsseldorf warst, lieber Hobbit, war auch eher ironisch gemeint. Freut mich, dass du ebenso ein Nordrhein-Westfale bist. Du kannst uns ja mal berichten, was deine Abneigung an Düsseldorf ausmacht, außer die Sache mit Campino, das würde mich ernsthaft interessieren, damit man hier sachlich argumentieren kann. Ich fand halt die erste Vorangehensweise etwas zu sehr "Schalkefankurve". :D


    Was mein Vergleich mit Lautern sollte, habe ich ja bereits erklärt: Wir haben das Hundertfache an Fans, aber Fakt ist nun einmal auch, dass es eines dieser Spiele ist, das nicht ausverkauft sein könnte. Das geht nicht einmal gegen die Lage beim FCB selbst: Das Wetter ist schlecht, das Spiel ist unter der Woche und die Attraktivität des Gegners ist niedrig. Aber hier liegt doch der Schlüssel. Ich sehe es nicht ein, warum man einen Verein mit einem derartigen Aufschwung, der gar nicht die gleichen Voraussetzungen wie wir haben kann, kritisiert, wenn man selbst gewisse Eindrücke bei sich sammeln kann, die man anderortig kritisiert, denn wenn man bei Düsseldorf von "Snobs" spricht, so wissen wir doch nur zu gut, dass auch wir Probleme haben, was gewisse "Erfolgsfreudigkeit" angeht, weshalb dann so ein Spiel gegen Lautern auch nicht ausverkauft ist, weil eh jeder mit einem hohen Sieg und der 2. Garde Bayerns rechnet. Das ist nur rational, das ist klar, nur sollte man es bei anderen nicht so sehr herausstellen, auch wenn ich weiß, wie diese "Snobs" in Bezug auf die Modestadt Düsseldorf gemeint waren, allerdings habe ich dort in der esprit arena noch nie jemanden mit Stöckelschuhen oder Sonnenbrille langlaufen sehen, davon könnt ihr euch gerne selbst überzeugen, und wenn, dann wäre es die Ausnahme und das gibt es bei uns auch. Gerade junge Leute wurden in den letzten Jahren mobilisiert- mit dem früheren Bild gar nicht mehr vergleichbar.


    Ich sehe ja auch etwas Humor in der Aussage mit den sich selbst feiernden Fans, die niemals aufhören, nur würden wir uns das bei uns doch auch alle wünschen- sonst wären die Debatten im "Stimmungsthread" nicht derart lang, oder? ;-)


    Das Aufstiegsspiel der 3. Liga sollte lediglich verdeutlichen, dass dieser Verein in die 1. Liga gehört, ansonsten könnt ihr mir gerne Alternativen aus der 2.+ 3. Liga nennen, ich denke unter den 18 Clubs, die man in Deutschland oben haben möchte, würde auch Fortuna dabei sein, wenn man auf Hoffenheimer beispielsweise verzichten könnte: Klar, Köln gehört hierhin, genau wie Kaiserslautern, Dresden, 1859 wäre ganz lustig wie Bochum, Braunschweig denke ich auch, Hertha auch- und dann? Vielleicht noch Preußen Münster.


    So, ich hoffe, dieses Mal war nichts missverständlich und ich würde mich echt über eine Diskussion über das Thema Düsseldorf freuen und nicht immer Kurzbeiträge ala "Kopfstoßmeier" und "Campino", wobei diese natürlich als Argumente dafür herhalten dürfen, warum man den Verein nicht mag. :)


    Ich kann natürlich nur von mir sprechen, wenn ich sage, dass es etwas Derartiges wie in Düsseldorf nur selten in Deutschland gibt, vor allem diese Atmosphäre. Dass man sich so ein bisschen selbst feiert, gerade weil die Fans ja einen entscheidenden Anteil am Wiederaufstieg aus der Viertklassigkeit hatten, ist nun einmal normal: Sie haben keine Mannschaft, die mit Millionenetat alles wegfegt. Dennoch sehe ich bei ihr Potenzial, in den nächsten 7 Jahren mal um Europa mitzuspielen. Zudem ist der Grad zwischen Unterstützung und "Selbstfeiern" immer ziemlich schmal. Gegen Bayern war es natürlich ein Selbstfeiern, allerdings sollte es der Mannschaft auch das Gefühl geben, dass man hinter ihr steht, egal, wie viele Rückschläge kommen würden und das war schon immer so, ich erinnere an den miserablen 2. Ligastart mit 6 Liganiederlagen und 1. Rundenaus im Pokal, wo man dann in Osnabrück dennoch bedingungslos hinter der Mannschaft und dem Trainer gestanden hat. Man feiert sich doch auch immer etwas selbst, oder? Weil man mit dem Verein verbunden ist. Wenn Bayern verliert, habe ich schlechte Laune- das ist nun mal so und mit dem Rauchen werde ich nicht anfangen. :D
    Jedes Anfeuern ist somit ja auch zweckrational mit dem eigenen Wohlbefinden verbunden, wenn ich das jetzt mal so ausdrücken darf. Fußballspiele dienen der Unterhaltung- ich glaube, jede Ultragruppierung und jeder Fan feiert ein bisschen für sich selbst. Die Übertragung auf den Platz ist damit ja automatisch verbunden. ;-)

    Noch einer, der nie in Düsseldorf war, aber als Produkt seiner eigenen Beschreibungen wirkt... :D
    Sorry, man kann ja mit Halbwissen gerne noch über Dinge diskutieren, wenn man sachlich und sympathisch diskutiert, aber ohne Wissen unsympathisch: Nein, danke!


    Um aber dennoch den Gedanken aufzugreifen: Bayern war das Highlight nach Jahren der Bundesligaabstinenz. Wir werden eben noch immer als das "Non plus ultra" gesehen und deshalb hat man angesichts dessen die Wiederkehr gefeiert. Ich wüsste nicht, dass bei uns Pfiffe gern gesehen werden. Düsseldorf ist noch auf keinem Abstiegsplatz, allerdings wurde das Ergebnis gegen Wolfsburg auch nüchtern aufgenommen. Kritik gibt es da wie überall und gefeiert hat da am Ende keiner. Der Support war jedoch wie immer gut- es ist das, was man von allen Fans erwarten sollte, wenn sich die Mannschaft reinhängt und das war der Fall. Fortuna hat halt ganz andere Ansprüche. Da kann man sich mehrere Niederlagen erlauben, die letzten 4-5 Jahre waren ein Aufstieg sondergleichen- gerade zu Hause hat man atemberaubende Serien gehabt. Fortunas Fans gehören zu den besten in Deutschland, wenn man selbst noch nie in einer Fankurve gestanden hat, kann man das wahrscheinlich nicht beurteilen.
    Im Übrigen hat Campino sicherlich mehr für das Allgemeinwohl der Gesellschaft geleistet (u.a. durch Spenden) als du mit, ich hänge den Vergleich mal äußerst niedrig, weil ich dich nicht persönlich kenne, deinen fast 11.000 Beiträgen.


    Achja, und das Fortuna-Bild der 90er ist mit dem heutigen überhaupt nicht mehr zu vergleichen. Ich glaube nicht, dass viele Vereine 50.000 Zuschauer für ein Drittligaspiel zusammenbekommen. Auch in der 2. Liga war letztes Jahr die Hütte voll, also bitte. Und wird Lautern ausverkauft sein? Ich erinnere mich an eine 2. Rundenpartie gegen Ingolstadt... Und das mit dem Hundertfachen an Fans, einer größeren Stadt und einem ganz anderen Umfeld. Gerade in NRW wachsen die Fußballvereine alle 5 Meter weit auf Bäumen, in Bayern sind die Alternativen doch schon sehr begrenzt UND es ist der erfolgreichste Verein, was für viele auch eine Rolle spielt, aber nicht der Hauptgrund sein sollte ...

    Keine Frage, dieses Thema wurde schon öfters angesprochen, ich schiebe es jetzt mal auf den kurzen Zeitraum, in dem es für Fortuna wieder bergauf ging, aber spätestens nächstes Jahr sollten darauf Lösungen gefunden sein.



    Zum Spiel heute: Fortuna ist nun im erwarteten Abstiegskampf angekommen, wird zwar eine harte Saison, aber am Ende dennoch reichen. Der VFL war heute ab Minute 44 nicht der aus den vergangenen Wochen, da geht es jetzt scheinbar bergauf.

    Naja, gut, das ist wirklich fast immer so. Kommt darauf an, wann man anreist. Hoffen wir, dass die einzige Panik der Fortuna in Zukunft aus weiteren Spielen gegen Bayern besteht.

    :D:D:D
    Wo bist du denn rein? Also wenn ich da bin, dann stehe ich auch auf der Südtribüne und da kommt es schon mal vor, wenn die Bahn bspw. stecken geblieben ist, dass die nur noch durchwinken. Das am Wochenende ist aber darauf zurückzuführen, dass in Düsseldorf viele gerne spät mit der Bahn anreisen und wenns nun mal ausverkauft ist, dann wirds eng. Viele sind da noch andere Verhältnisse gewöhnt, wobei es ja auch schon in der Rückrunde der 2. Liga fast immer ausverkauft war.:)
    Was die Situation drinnen betrifft, ist es oft so, aber das kann ich auch nur über den Stehplatzbereich sagen, dass eine Vielzahl von dem drin ist, was an Karten für den Stehbereich verkauft wurde (kennt man ja irgendwoher). Die meisten schmuggeln sich dann rein, aber wirkliche Vorfälle hat es meines Wissens noch nie gegeben. Das wird auch toleriert, weil sich die Fortuna-Fans im eigenen Stadion bewusst friedlich verhalten, also auch keine Pyros zünden (NORMALERWEISE), das ist auch mit dem Verein vereinbart. Das Verhältnis Fans-Verein beruht auf einer sehr großen Vertrauensbasis, was man ja auch daran sieht, dass die Ultras in der Arena ihre eigenen Stände betreiben dürfen.
    Beim Sitzplatzbereich hatte ich bisher keine Probleme, allerdings sind die Ordnungskräfte der privaten Sicherheitsfirma schon das ein oder andere Mal in Kritik geraten. Gewisse Erstligatauglichkeit fehlt ihnen zumindest. Wie im Übrigen auch der Geschäftsstelle, aber das ging ja auch alles fix in den letzten Jahren.;-)

    Das hat nichts mit Sicherheit zu tun. Lies dir mal das Papier durch. Es ist für jeden Fußball-Fan ein Schlag ins Gesicht. Fortuna handelt meines Erachtens genau wie andere Vereine völlig richtig.

    Dagegen verwette ich alles, was mir unlieb ist ;-)
    Der wird die nächsten drei, vier Spiele die obligatorischen 2 bis 3 Minuten bekommen. Man hat ja bei Martinez gesehen, dass sich Jupp beim Einbau von Spielern gerne Zeit lässt und dass er für Österreich gespielt hat, hat ihm auch gar nicht gepasst. Generell ist es richtig, Spieler nach Verletzungen nicht direkt wieder zu verheizen: Ein Schweinsteiger ist bspw. auch nicht wirklich wieder fit geworden. Gerade gegen ein kampfbetontes Düsseldorf wäre es arg fahrlässig auch nur über einen Einsatz nachzudenken. Ich denke, er wird langsam herangeführt und seinen Stammplatz ab dem 13. Spieltag wieder angreifen. Heynckes schneidet sich doch nichts selbst ins Bein, indem er jetzt schon zwischen den drei Innenverteidigern entscheidet. Das schiebt er vor sich her und ist durchaus verständlich.
    Ob Alaba durchhalten könnte, ist eine andere Frage: Man muss aber immer eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen. Was kann er uns an nötiger Qualität dazu bringen und wie hoch ist das Risiko, dass das Eperiment schief geht? Bei der Nationalmannschaft hat er zwar gut gespielt, aber der Gegner ließ auch zu Wünschen übrig, der Alltag Bundesliga ist da etwas ganz anderes.;-)

    Heute ist das eingetreten, was einfach kommen musste. Sicher nicht in der Art und Weise, einen derartigen Verlauf wird man so schnell nicht wieder sehen und konnte man auch nicht erahnen.
    Dennoch ist es genau die Mentalität, die zurecht in den letzten Monaten immer wieder kritisiert wurde- bei der Nationalmannschaft UND dem FCB. Uli hat in letzter Zeit öfters mal daneben gegriffen mit Kommentaren, aber wenn es darum geht, die Mentalität der Mannschaft einzuschätzen, liegt er immer richtig.
    Irland hat es für mich schon angedeutet, da war auch nicht alles Gold, aber es wurde wieder nur aufs Ergebnis geschaut. Da sind viele Faktoren, die eine Rolle spielen: Einerseits fehlen bei uns die Führungsspieler, die einfach mal auf den Tisch hauen. Diese sogenannte flache Hierarchie habe ich schon immer für eine Utopie gehalten, das ist fernab jeder sportlichen Realität. Die sogenannten Führungsspieler hat man wieder einmal nicht gesehen. Ein Schweinsteiger wirkte ratlos, Lahm hat wenigstens noch versucht, seine Mitspieler aufzuwecken, aber er ist für mich einfach nicht dieser typische Leader, der rumbrüllt.
    Wenn es mal eng wird, tauchen 90 Prozent des Kaders ab, das kann einfach nicht sein. Nach 60 überragenden Minuten, in denen sich Schweden aber auch im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gemacht hat, brechen sie dann so ein. Kaum gings nach vorne, hatten wir Probleme- zugegeben hatten die Schweden auch etwas Glück, aber das haben sie sich in den letzten 30 Minuten erarbeitet.
    Ein unhaltbarer Trend von Bayern und der Nationalelf ist andererseits dieses ewige Verwalten, das sie einfach nicht beherrschen, wenn der Gegner sich nicht in seinem Schicksal ergibt. Gewisse Spieler hören auf zu laufen, gehen nur noch halbherzig in Zweikämpfe. Dieses Spiel hat wieder unterstrichen, dass ein Özil noch so überragende Fähigkeiten besitzen kann: Wenn er nicht einmal trabt und sich erbarmt, mitzuspielen: Raus mit ihm! Auch ein Reus war nicht mehr zu sehen, ihm mag ich das noch verzeihen, weil er sonst nicht unter Verdacht steht, unterzutauchen. Özil aber schon. Er ist derjenige, der in den letzten Spielen immer am Unauffälligsten war und dann über jeden grünen Klee gelobt wurde, weil er noch ein Elfmetertor machen durfte. Kroos: Nicht vorhanden, schon gar nicht, als es enger wurde, teilweise ist er als ZM-Spieler bei Ballverlusten vorne stehen geblieben. Müller mache ich auch keinen Vorwurf, er hat wie immer alles gegeben und über die Szene vor dem 1:4 lässt sich streiten. Schweinsteiger ist noch längst nicht in Form, da sind viele Alibipässe bei. Es war auch auffällig, dass keiner einfach mal ein Zeichen gesetzt hat, als es schlechter lief, kaum Entlastung mal nach vorne. Badstuber hatte heute einen rabenschwarzen Tag, ebenso wie Neuer, dennoch sind gerade die beiden nicht die Typen, auf die man sich normalerweise einschießen sollte, weil bei ihnen die Einstellung IMMER passt. Ausgerechnet Boateng, den ich gerne wegen seiner laschen Art kritisiere, war noch einer der Besten übers ganze Spiel gesehen.
    Löw hat in der Vergangenheit Fehler gemacht, das ist keine Frage. Dennoch vergessen einige immer gerne, dass es sein Team um Sammer und Klinsmann war, dass diese Jugendarbeit erst mal nach Deutschland gebracht hat. Heute hätte er sicher auch anders reagieren können, aber dieses Spiel hat nicht der Trainer verloren- es waren die Köpfe jedes einzelnen. Jeder hat nachgelassen und das reicht dann eben nicht. Wir sind klar besser als Schweden, das Spiel sollte jetzt endlich mal alle Beteiligten aufwachen lassen, selbst wenn die Qualifikation nicht im Ansatz in Gefahr gerät.
    Sammer und Hoeneß haben völlig Recht: Da muss mal jemand reinhauen. Es hat den Anschein, als sei Kritik in diesem Land nicht mehr erwünscht- immer diese Wohlfühlgesellschaft. Ich bin auch dagegen, jetzt alles grundlegend zu hinterfragen, wir haben 85 Prozent in den letzten 7 Jahren richtig gemacht. Die 15 Prozent, die fehlen, muss man nun aber finden. Und die findet man vor allem durch Austausch mit Leuten, die auch mal auf Probleme hinweisen, wenn es scheinbar gut läuft. Ich kritisiere auch lieber, wenn es gut läuft und mir Dinge auffallen. Damit man nicht immer in den Verdacht gerät, auf einer Welle mitzureiten. Auch bei Bayern sieht man diesen Schlendrian- es ist kein Zufall, dass wir in den letzten Jahren grundsätzlich in den entscheidenden Momenten gescheitert sind. Ein Schweinsteiger hat man gegen Chelsea fast schon übers Feld tragen müssen, so gezittert hat er. Das meine ich jetzt nicht in Bezug auf den Elfmeter, sondern die Reaktionen auf das 1:0, das 1:1 und den verschossenen Elfmeter von Ribéry. Der letzte große Titel war mit großen, autoritären Führungspersönlichkeiten ala Van Bommel und auch Van Gaal. Führungspersönlichkeiten sind keine Garantie auf Titel, aber langfristig geht es auch nicht ohne sie. Den Leuten, die bei Dortmund keine sehen, sollte man Weidenfeller, Subotic oder Großkreutz vorhalten, die man sicher nicht leiden muss und darf, aber die es braucht, mögen sie noch so viele spielerische Schwächen haben. Auch ein Van Bommel ist gerne mal zerissen worden. Bei uns kann ein Müller mal ein Großer werden, auch ein Neuer, aber das braucht Zeit- und die haben wir nicht. Irgendwas muss passieren, aber diese Spieler wachsen auch nicht auf Bäumen. Vielleicht reißen sie sich jetzt aber auch mal endlich zusammen, um nicht als goldene Generation zu versauern.
    Wegen einem Kahn bin ich Bayern-Fan geworden, ein Hoeneß hat mit seinen emotionalen Ausbrüchen ebenfalls dazu beigetragen. All das vermisse ich derzeit bei meinem FCB und der Nationalelf, die ich nur kritisiere, weil sie mir so sehr am Herzen liegen. Und damit meine ich keinen plumpen Populismus, sondern wirkliche Emotionen. Populismus ist es aber auch, alles schön zu reden.
    Was mich nervt ist auch die Uneinsichtigkeit vieler Spieler in interviews. Wenigstens ein Gutes hat es: Gegen Düsseldorf werden sie sich zumindest etwas mehr reinhauen als zu befürchten war (was auch nötig sein wird), damit sie medial etwas Ruhe haben. Noch mal: Ich habe kein Problem damit, wenn man schlecht spielt: Für mich muss die Einstellung stimmen: Und die habe ich in diesem Jahr trotz vieler Siege schon oft vermisst. Für Bayern gilt: 7 Siege sind noch lange kein Ruhekissen- derartige Spiele hatte man letztes Jahr zur Genüge, dennoch ist ja ansich genügend spielerische Qualität vorhanden, um all diese Titel zu holen- und genau das muss einem Sorgen machen. :-S

    Ich bin der Letzte, der sich freut, wenn bei Düsseldorf Spieler ausfallen. Habe immer wieder auf meine Nähe zu Düsseldorf hingewiesen. Ich sagte nur, es sei nicht schlecht für uns. Und mit der Einstellung "hauma wech" gehen wir da ganz locker baden, denn Fortuna kann eines, was Bayern normalerweise nur in den Endphasen einer Saison zeigt: Kampf. Es gibt viele Auswärtsspiele, die leichter sind als dieses. Rein theoretisch wären 102 Punkte Pflicht, aber die wird es eben auch niemals geben. Düsseldorf wäre ein typisches Spiel zu patzen, gerade wenn unsere Jungs hochgejubelt von der Nationalelf wiederkommen. Da glauben einige nach einem durchwachsenen Spiel gegen ein grauenhaftes Irland wieder, sie könnten Spanien mal ohne Weiteres auseinander nehmen. Also Obacht! ;-)


    Ergänzung: Fink ist natürlich aufgrund seiner Gelb-rot-Sperre auch nicht dabei. Im ZM haben sie aber genug Leute (Lambertz, Bodzek).

    Malezas (IV) hat sich übrigens verletzt und fällt zwei Wochen aus. Das ist schon mal nicht schlecht für uns. Ich tippe darauf, dass dann Juanan neben Langeneke verteidigen wird, wobei Juanan eine Ausbildung bei Real Madrid genossen hat. Ich denke, dass wir eh über die Außen kommen müssen. Da Levels und Van den Bergh offensiv nicht die begnadetsten Außenverteidiger sind, werden sie sich wohl das ganze Spiel komplett zurückfallen lassen. Die beiden sind kampfstark, allerdings auch nicht die Schnellsten, da sollte vor allem über unsere linke Seite was gehen. Die Mitte ist normalerweise ordentlich zugestellt, da darfst du keine Zeit verlieren.