Posts by ziffel

    Ist die finanzielle Situation bei der PSV echt so angespannt? Die haben doch allein durch den Verkauf von Dzsudzsak 14 Mio. eingenommen. Wusste gar nicht, dass die danach so stark aufgerüstet haben.


    Ja, spannend ist es wirklich bei Euch. Fünf Mannschaften (Feyenoord rechne ich jetzt nicht mehr mit hinzu) können noch Meister werden - so lobe ich mir eine Liga! :)

    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Zum Teil stimmt das schon, aber er setzt auch seine Mitspieler sehr gut ein. Er lässt sich öfters fallen oder spielt mal einen Doppelpass. Schon ein etwas anderer Stürmertyp als Gomez. </span><br>-------------------------------------------------------


    Von der Spielanlage unterscheidet er sich aber kaum von Gomez. Beide lassen gegnerische Spieler auf dieselbe Art aussteigen und bewegen sich mit dem Ball fast identisch im Strafraum - wirklich geschmeidig sieht van Persie dabei auch nicht aus. Die bessere Technik, die er zweifelsohne hat, verschafft ihm nur insoweit einen Vorteil, als dass er mal einen Doppelpass per Hacke spielen kann. Das ist uns unserem System allerdings schwierig, weil Gomez fast immer der Keil ist, der vorne drinsteht.

    @ steveaustin10:


    Ok, ich hätte mir nach gefühlten Jahrzehnten mal wieder die FuWo kaufen sollen. ;-) Du hast Recht, Hertha hat TeBe inzwischen überholt, spielt ab den E-Junioren sogar fast überall eine Spielklasse höher als die Veilchen. Junge, Junge, wie die Zeit vergeht!


    @ greg1d:


    Aber die Talentförderung hängt doch nicht davon ab, ob die Stadt über einen Erstligisten verfügt oder nicht. Laut BFV haben wir 202 Fußballvereine in Berlin. Und viele sind inzwischen vom BFV für ihre hervorragende Jugendarbeit ausgezeichnet worden - denken wir nur an Hertha 03 Zehlendorf. Ich weiß nicht, ob die Qualität im Jugendfußball in anderen Städten Deutschlands, wo man in der Bundesliga vertreten ist, ähnlich hoch ist wie in Berlin. Jeder kleine Knirps, der Profi werden möchte, hat hier die allerbesten Voraussetzungen dazu.


    Ich glaube auch, dass der Hype, der in den 90ern um Alba und die Capitals im Eishockey gemacht wurde, wirklich nur so etwas wie ein Trend war, wie Du sagst. Damals war Eishockey halt mal was anderes als das Gekicke auf dem grünen Rasen. Verglichen mit Fußball sind Basketball und Eishockey heute doch aber mega-out, erst recht bei den Jugendlichen. Selbst die Füchse im Handball können als Zweiter in ihrer Liga nicht mal ansatzweise das Interesse wecken, das Hertha als Zweitligist nach wie vor wecken würde.


    Dass Hertha ein erneuter Abstieg jedoch das Genick bräche, da bin ich absolut bei Dir. Die Verträge von Ebert, Mijatovic, Aerts und Janker laufen aus. Ob Lell, Ottl und Kraft dann weiterhin in Berlin blieben, wage ich stark zu bezweifeln. Sicher ist, dass Raffael, Ronny, Ramos, Ben-Hatira und Torun verkauft würden. Außer Lasogga, Hubnik, Kobiashvili und Rukavytsya wäre dann eigentlich kaum jemand mehr übrig. Und wie die Vergangenheit mit 1860, dem FCK oder Cottbus und die Gegenwart mit dem KSC oder Duisburg zeigt: Kein Erstligist ist nach so graviereden Umbrüchen vor dem Abstiegskampf in der 2. Liga gefeit.


    Na ja, Hoeneß hat insoweit mit der heutigen Schieflage zu tun, als dass unter seiner Ägide der Schuldenberg auf 30 Mio. anwuchs und Pantelic und Simunic verkauft werden mussten, um einen Transferüberschuss zu erzielen. Sein Größenwahn ("In den nächsten zehn Jahren wollen wir mindestens einmal die Meisterschale holen!") war daran nicht ganz unschuldig.

    Man kann überhaupt keine Stürmer aus verschiedenen Vereinen miteinander vergleichen, da die jeweiligen Spielsysteme völlig unterschiedlich ausgerichtet sind. Tausch mal Gomez in unserer Mannschaft eins zu eins mit Messi oder Ronaldo aus - ich glaube kaum, dass die eine wesentlich bessere Torquote aufweisen würden. Deren Spiel bei Barca und Real hebt ja schon dadurch von unserem ab, dass dort viel stärker durch's Zentrum anstatt über die Flügel gespielt wird und somit bereits ganz andere Voraussetzungen vorliegen.

    Das sehe ich nicht so. Die U-Mannschaften von Hertha wären bei einem Abstieg nicht von der Haushaltskürzung betroffen, vielmehr müssten in der Lizenzspielerabteilung Kosten eingespart werden. Die Nachwuchsförderung im Bereich der 12- bis 17-Jährigen von Hertha ist qualitativ hochwertiger als die von Union. Im Bereich der U12 ist dagegen TeBe federführend, aber auch da hat Hertha stark aufgeholt.


    Und wer leidenschaftlich gerne Fußball spielt, wird sich wohl kaum dem Basketball oder dem Eishockey zuwenden, nur weil Berlin keinen Erstligaverein stellt. Dass es für den Fußball im Osten jedoch ein Armutszeugnis wäre, da gebe ich Dir Recht, wobei man natürlich anmerken muss, dass Klubs wie Dresden, Jena, Erfurt oder Magdeburg nach der Wende kaputtgewirtschaftet worden sind und heute immer noch an den Spätfolgen zehren. Hertha wiederum zehrt halt am Missmanagement unter Hoeneß. ;-)

    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Ich bin der Meinung, dass wir erstmal wieder Titel gewinnen sollten, bevor wir uns über andere Ligen äußern. Für eine internationale Topliga ist das deutlich zu wenig. </span><br>-------------------------------------------------------


    Du bringst es auf den Punkt, aurelion.


    Dass wir in der Fünfjahreswertung an Italien vorbeigezogen sind, liegt doch nur daran, dass die Bundesligavereine im UEFA-Cup weitaus mehr Punkte geholt haben als die italienischen Mannschaften. Allein der HSV zog 08/09 und 09/10 zweimal hintereinander ins Halbfinale ein - ein Titel sprang jedoch in beiden Saisons nicht heraus.


    Selbst wenn wir jedes Jahr mit drei Mannschaften ins Halbfinale aller Wettbewerbe einzögen, könnten wir uns davon nichts kaufen, solange die deutschen Vertreter im Finale an den Italienern, Spanien, Engländern oder - wie Bremen 2009 - an den Ukrainern scheitern. Eine Halbfinal- oder Finalteilnahme ist eben noch kein Titel.


    Schaue ich dagegen in die 90er zurück, kann ich mich erinnern, dass ich in keinem CL- oder UEFA-Cup-Jahr ein schlechtes Gefühl hatte, was das Abschneiden der deutschen Mannschaften anbelangt. Irgendwie war von vornherein klar: Mindestens eine deutsche Mannschaft schafft es ins Halbfinale. Und sei es auch nur der KSC 1994 gewesen, der Valencia 7:0 schlug und sensationell ins Halbfinale des UEFA-Pokals vordrang.


    Heute ist dieses Gefühl völlig weg, muss ich sagen. Da muss man ja schon um die Viertelfinalteilnahme bei allen deutschen Klubs zittern. Tut mir leid, Leute, aber das kann doch unmöglich der Anspruch der Bundesliga sein?!


    Wie aurelion sagte: In der Spitze sind die Italiener immer noch besser aufgestellt als wir. Spätestens seit 2002, als Leverkusen im Finale der CL stand, gibt es nur noch den FC Bayern als ernstzunehmenden Vertreter der Bundesliga auf internationalem Parkett. Und die Serie A? Die kann Milan, Inter, bald wieder Juve und neuerdings auch Napoli aufbieten. Da kann die Bundesliga schlicht und ergreifend nicht mithalten, weil auch die Leistungsschwankungen der Vereine viel zu groß ist. Außer Bayern hat es in den letzten 40 Jahren kein einziger deutscher Verein geschafft, sich auf einem konstant hohen Niveau einzupendeln. Der HSV, Gladbach, Frankfurt, Leverkusen, Schalke, Köln, Kaiserslautern, Dortmund... alle Mannschaften, die in den 70er, 80er und 90er Jahren im Konzert der Großen mitmischten und Erfolge feierten, sind inzwischen entweder Abstiegskandidaten oder dümpeln mehr oder weniger im Mittelmaß vor sich hin. Warum hat es neben Bayern nie eine handfeste zweite Größe im deutschen Fußball gegeben, die sich über Jahrzehnte hätte oben festsetzen können? Schauen wir uns die restlichen Ligen an:


    Spanien: Real, Barcelona
    England: Manchester United, Arsenal, Liverpool
    Italien: Milan, Inter, Juve


    Selbst in Frankreich sieht es mit Marseille und Lyon nicht anders aus. Nur bei uns hat es niemand konstant vermocht, Jahr für Jahr zwischen Platz 1 und Platz 4 einzulaufen. Weder Stuttgart noch Schalke noch Wolfsburg. Allenfalls Bremen - aber auch die sind ja mittlerweile "nur" noch ein EL-Kandidat. Dortmund hat jetzt die Chance, sich als zweite Kraft zu etablieren. Fragt sich nur, von welcher Dauer dies sein wird.


    Reinhard Rauball sagte zu Beginn dieser Saison, die Bundesliga wolle Spanien in der Fünfjahreswertung angreifen. Vielleicht sollten wir vorher erstmal wieder in Angriff nehmen, den Henkelpott in den Händen zu halten...

    Natürlich kann man in Barcelona eine Klatsche bekommen. Ein 7:1 finde ich dann schon deutlich zu hoch.</span><br>-------------------------------------------------------


    Wenn ich vor dem Spiel schon solche Aussagen wie von Castro lese, der sagt, Leverkusen wolle "das Spiel genießen"... Was ist das denn bitte für eine Haltung? Es muss im Fußball immer darum gehen, zu gewinnen. Und Barca kocht auch nur mit Wasser. Sieben Tore muss man sich gegen die keinesfalls einschenken lassen, das ist schlichtweg erbärmlich.


    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Also ganz ehrlich, wenn wir (bin Dortmunder) in den nächsten Jahren einige Meisterschaften einfahren und in der CL nur durchwachsen auftreten, bin ich damit völlig einverstanden.</span><br>-------------------------------------------------------


    Qualifiziert sich eine Mannschaft am Ende der Saison für einen europäischen Wettbewerb, so bringt diese Aufgabe auch immer eine gewisse Verantwortung mit sich. Hier geht es nicht nur um den Ruhm des Vereins, sondern um die Konkurrenzfähigkeit der gesamten Liga hinsichtlich der Fünfjahreswertung. Der BVB und Mainz sind dieses Jahr eine Schande für den deutschen Fußball gewesen und haben bewiesen, dass sie mit der Verantwortung nicht umgehen können. Da lobe ich mir Schalke im letzten Jahr: Die haben Inter wenigstens 5:2 plattgewalzt und sind ins Halbfinale vorgedrungen.


    Wer die CL abschenkt nach dem Motto "Wir konzentrieren uns auf die Liga", soll bitte Siebter werden und Europa mit Stümpferfußball verschonen.

    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Man kann sich eben nur selbst dafür feiern, dass man eine ausgeglichene Liga auf hohem Niveau hat, aber eben nicht in die Spitze stößt. </span><br>-------------------------------------------------------


    Außer in den 70ern kann ich mich nicht daran erinnern, dass die Bundesliga die Fünfjahreswertung der UEFA mal angeführt hätte. Und nur anhand dieser lässt sich die Stärke der Bundesligateams im internationalen Vergleich bewerten.


    Wir müssen uns fragen, was wir wollen: Eine Liga, in der zwei oder drei Mannschaften Jahr für Jahr dominieren und die ersten Plätze für sich gepachtet haben, oder eine ausgeglichene Liga, in der der Letzte den Ersten schlagen kann und der Punkteabstand zwischen dem Meister und dem Dritten nicht 30 Punkte wie in Spanien beträgt. Entscheiden wir uns für Letzteres, wird eine deutsche Mannschaft wahrscheinlich nur ein- oder zweimal in einem Zeitraum von zehn Jahren CL- bzw. UEFA-Cup-Sieger. Aber dafür kann sich jeder Augsburg- oder Freiburg-Fan am Wochenende realistische Chancen ausrechnen, wenn sein Team gegen Bayern oder Dortmund antritt.

    So schlecht schätze ich die gar nicht ein - die sind nicht umsonst Erster in ihrer Gruppe geworden und haben Lyon rausgekantet.


    Solche Geschichten schreibt nur der Europapokal - freut mich für die Zyprioten! :)

    Die letzten zehn Spiele, die ich mit Barcelonas Beteiligung innerhalb der letzten zwei Jahre gesehen habe, waren so unglaublich ermüdend... Bei jedem Spielzug kann man vorhersagen, was passiert. Null Variation in ihrem Spiel. Aber sie machen leider die Tore, das muss man halt zugeben.


    Der SSC Neapel wäre im Viertelfinale ein guter Gegner für Barca, glaube ich. Die könnten die Spanier mit ihrem auf Konter ausgerichteten Spielstil echt rauskicken.

    Heynckes sollte mal bei der Seniorenresidenz um die Ecke nachfragen, vielleicht brauchen die noch einen Betriebsmannschaftstrainer...

    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Dass er immer mal Slapstickeinlagen hat, dass hat nichts mit seiner Form zu tun, die macht er sowieso - in guten wie in schlechten Tagen.


    Woher die kommen? Zu sehr gewollt, zu viel oder zu wenig konzentriert? </span><br>-------------------------------------------------------


    Ein Edeltechniker wird Müller nicht mehr werden, aber das muss er auch gar nicht. Durch seine Ballbehandlung nach "alter Schule" hat er manchmal einen Aktionsradius, den die meisten Dribbelkünstler nicht erreichen. Müller wirkt so, als sei er stets darauf vorbereitet, dass der Ball bei der Annahme vielleicht mal verspringt. Die technische Defizite macht er dann aber durch enorme Ausfallschritte und hohe Reaktionszeiten wieder wett. Das war im letzten Jahr ja auch der Grund, warum er in Strafraumnähe so große Lücken für Gomez riss.

    Absolut, hat heute eine richtig starke Leistung gezeigt. Kluge, vertikale Pässe und enorme Übersicht. Die Laufleistung, die geneviere vorhin hier gepostet hat, tut ihr Übriges. Allein die offensiven Vorstöße von Alaba durch das Zentrum wären mit Kroos wahrscheinlich kaum realisierbar gewesen, mit Müller hingegen schon.

    Aus dieser desolaten Mannschaft wird auch Otto nichts mehr rausholen können:
    Ramos - ein einziger Totalausfall, und das Woche für Woche.
    Mijatovic - als Innenverteidiger völlig überfordert, als Kapitän die falsche Besetzung.
    Raffael - strotzt nur so von Selbstüberschätzung, manövriert sich mit Aussagen à la "Wenn Hertha absteigt, gehe ich" (und das, obwohl er selbst rote Karten wie am Fließband sammelt) selbst in Aus.
    Ronny - hat bis auf eine gute Schusstechnik gar nichts zu bieten.
    Ebert - lässt seit Wochen seine eigentlich feine Technik und seine Schnelligkeit auf dem rechten Flügel vermissen.
    Ottl - als Hemmschuh vergleichbar mit Kroos bei Bayern, nur mit weitaus schlechterer Ballkontrolle.
    Rukavytsya - wenn er nicht gerade mal untertaucht, fällt er vor allem durch völlige Unauffälligkeit auf.
    Kobiashvili - seine Flanken und Freistöße landen meist beim Gegner oder im Aus, ansonsten als LAV zu leicht zu vernaschen.


    Die einzigen, über die man hier überhaupt noch etwas Positives schreiben könnten, wären Hubnik, Niemeyer und Lasogga - die zeigen wenigstens noch Einsatz und einen Hauch von Spielanlage. Was sich bei Hertha abspielt, ist ein einziges Trauerspiel! Allein die Tatsache, dass Otto in der letzten Woche das Kurzpassspiel üben musste und Lasogga zugab, in der Jugend so etwas nie gelernt zu haben... Es erinnert wirklich alles, aber auch ausnahmslos alles an die Abstiegssaison vor zwei Jahren.

    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Eine Umstellung auf ein 4-4-2 sehe ich eher skeptisch, solange wir über Außen keine Flanken reinbekommen. Die Statistik in Basel war desaströs.</span><br>-------------------------------------------------------


    Von elf Flanken, die in den ersten 60 Minuten laut Kommentator Fuß in den Straufraum reingebracht wurden, fand nur eine einzige einen Bayernspieler. Dies ist meines Erachtens aber gerade eine Folge des 4-2-3-1. Wenn die Außenspieler flanken, findet sich in der Mitte lediglich Gomez, der sich mit sieben Gegnern rumärgern darf. Von daher finde ich comsas Vorschlag mit Olic und Müller und ohne klassischen Strafraumstürmer gar nicht so übel. Gerade Müller ist jemand, der einen hohen Ball auch mal durch das Getümmel bringt - und zack, wäre als Abnehmer Olic da.

    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Deswegen ist es auch grob fahrlässig, weiter an Heynckes festzuhalten.</span><br>-------------------------------------------------------


    Genau so ist es. Sobald sich beim Trainer eine gewisse Ratlosigkeit einstellt, ist dies das erste Anzeichen dafür, dass er das Ruder nicht mehr rumreißen kann. Egal, wie viel Zeit man ihm noch lässt.


    Wenn wir ins Viertelfinale kommen wollen und der Rückstand auf Dortmund am Wochenende nicht auf sieben Punkte anschwillen soll, muss gehandelt werden. Anderenfalls werden wir den Rest der Saison genau denselben Mist wie gestern zu sehen bekommen, was bedeutet: Augsburg, Hertha und Köln werden uns mit einem Grinsen empfangen, weil sie wissen, wie man uns kaltstellt.

    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Wenn man sich die Spiele der letzten Saison im Februar oder März anschaut (zum Beispiel das Heimspiel im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Schalke 04), dann erkennt man, wie ähnlich sich diese Spiele sind.</span><br>-------------------------------------------------------


    Absolut. Ich kann mich noch erinnern, wie van Gaal nach dem Ausscheiden gegen Schalke ratlos vor der Kamera stand und den einfallslosen Querpass-Fußball unserer Mannschaft ernsthaft mit der Defensivtaktik des Gegners relativieren wollte... "Die bösen Schalker, stellen die sich doch einfach hinten rein und mauern - unerhört, so was!"


    DAS Spiel damals und die darauffolgende Sprachlosigkeit van Gaals haben für mich das Fass zum Überlaufen gebracht. Der Unterschied zwischen der damaligen Situation und heute ist allerdings: Wir spielen nicht mehr mit Pranjic als LV und Tymo als IV, was einer der Hauptgründe für van Gaals Entlassung war. Auf der anderen Seite haben wir damals wenigstens noch passagenweise schnelles, direktes Passspiel über die Außen gezeigt. Das ist uns inzwischen völlig abhanden gekommen.


    Auch unsere Flanken oder Ecken... damals waren die schon eine Katastrophe. Die einzigen, die in der letzten Saison mal geflankt haben, waren Ribery von links und Lahm von rechts, und 80 % der Flanken segelten an Freund und Feind vorbei. Da wäre es Heynckes' Aufgabe gewesen, diese Schwachstelle besonders ins Training mit einzubeziehen. Macht er aber nicht, weil sein taktisches Konzept mit einer einzigen Spitze nicht auf Flanken ausgelegt ist, sondern auf das Spiel durch's Zentrum.


    Darüber hinaus haben wir mit van Gaal im letztjährigen Achtelfinale zwei packende Spiele gegen Inter abgeliefert, welche wir letztendlich nur dank unserer indisponierten Abwehr verloren. Aber wenigstens unsere Offensive funktionierte noch! Heute funktioniert zwar die Abwehr etwas besser, dafür geht nach vorne gar nichts mehr. Und dies liegt primär an Heynckes. Er muss ein Ass im Ärmel haben, das er in einem solchen Spiel wie heute hervorzaubern kann! Dafür ist er nämlich beim FC Bayern angestellt. Stattdessen will er nie etwas am System verändern, was es den Gegnern natürlich leicht macht, sich auf unser Spiel einzustellen und uns so schachmatt zu stellen.


    Basel hat zur Vorbereitung eigentlich nur gucken müssen, wie es Freiburg am Wochenende gegen uns gemeistert hat. Damit war für sie alles geritzt und für uns alles im Eimer, denn: Wir brauchen ja nichts am System verändern...

    Lahm hat als Kapitän versagt. Das sehe ich genauso. Dass er jedoch als AV versagt haben soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Lahm mag in den letzten Spielen vielleicht keine grandiose Leistung abgelegt haben, nichtsdestotrotz gehörte er für mich in keinem einzigen Spiel dieser Saison zu den Spielern, an denen ich einen Punktverlust festgemacht habe.


    Außerdem ist sein großer Trumpf seine quirlige Spielweise, mit der er oft in den Strafraum dribbelt oder Räume für Ribery schafft.


    Lahm gehörte 2010 völlig zurecht zur Kategorie "Weltklasse". In seiner jetzigen Verfassung sicherlich nicht, aber schlechter als "Internationale Klasse" würde ich ihn keinesfalls einordnen. Wen gibt es denn auf internationale Ebene denn sonst noch, der ihm das Wasser reichen könnte? Wie argonaut schon sagte: Gute AV sind rar gesät. Sehr gute gibt es weltweit maximal fünf.

    Was muss in den Köpfen der Spieler vorgehen? Vor allem in denen von Ribery, Lahm, Schweinsteiger, also denen, die schon etwas länger im Verein sind? Jahr für Jahr trittst Du an, um den CL-Titel zu gewinnen, und ein ums andere Mal scheiterst Du auf ganzer Linie. Und zu allem Überfluss muss man sich mal vorstellen, dass wir vor ein paar Monaten Neapel und Manchester City eingestampft haben - wir können es also eigentlich. Ja, eigentlich...


    Wir stehen uns im Laufe der Saison immer selbst im Weg.