Posts by marks182

    Ich gebe da Blacky Recht. Seh es genauso. Wir brauchen sportlich keinen RL. Und nur dem BVB den einzigen Stürmer wegkaufen, um das Team zu schwächen? Naiv und peinlich? Die wissen grad gar nicht wohin mit der ganzen Kohle und die Vergangenheit zeigt, dass der BVB bei seinen Transfers immer ein spitzen Händchen hatte. Der Stürmerverlust hätte nur kurzfristig Auswirkungen. Wenn überhaupt.


    Und für die aktuelle Medienschelte haben wir ja auch konsequent über die Jahre gearbeitet. Das ist doch klar, dass das jetzt so rumgeht. Ich sehe das Ganze auch nicht wirklich als Spiel, sondern es kratzt an der Glaubwürdigkeit und Lobby unseres FCB. Und das verurteile ich. Ich wünsche mir da einfach ein anderes Auftreten und ne bessere Kommunikation.

    Naja, es ist schon merkwürdig mit der Bekanntgabe. Von offizieller Bayernseite kam das sicher nicht. Was hätten wir für ein Interesse, dass es an dem Dienstag vor Barca rauskommt? Gott sei Dank hat das die Mannschaft nicht irritiert. Hast du ne Quelle dazu, dass das mit Götze aus Dortmunder Kreisen kam?

    Wie gesagt, es geht um den Kontakt nach der Unterschrift der Spieler und nicht davor. Ich bin mir bewusst, dass bei dem ganzen Rumgeschreie jede Menge Eigenfrust dabei ist, aber ich denke, sowas kann man ganz easy und stilvoll durch ein winziges Telefonat im Vornhinein abblocken. Dann hätte man keine Angriffsfläche und die würden noch mehr auf der Palme tanzen :-)

    Watzke verurteilt, dass man nach dem Deal mit Götze nicht angerufen hat, nicht vorher - würde ja keinen Sinn machen, wie du schon korrekterweise bemerkt hast. Und Mainz beklagt sich, weil es da bezüglich Kirchhoff genauso abging - schon vergessen, dass er auch zu uns kommt? :-)

    Ich freue mich schon, aber es hat alles einen faden Beigeschmack. Wenn du das alles so ignorieren kannst, ist das ja ok, ich bin da noch ein bisschen grün hinter den Ohren und träume zu sehr von einem Mia san Mia-Paradies ;-)


    Der Zusammenhang Choreo und Kommunikation ist ganz simpel: ich denke, dass wir manchmal keine Kompetenz haben, wichtige und große Themen/Probleme vernünftig und auch offen sowie selbstkritisch anzugehen. Das zeigt der Zwist mit den Fans und die Schlammschlacht mit anderen Vereinen. Manchmal sind wir einfach zu unrecht zu überzeugt von uns :-)

    Ich kritisiere nicht die Transfers, aber ich kann die Art und Weise der Kommunikation und das Miteinander nicht verstehen. Tut mir leid, man kann sowas stilvoll abwickeln oder halt so wie wir. Das ärgert mich einfach, weil es absolut unnötig ist. Watzke ist wie er ist, darüber kann man auch streiten, aber ehrlich und offen ist er, das steht fest. Das würde ich mir bei uns auch wünschen. Dass Watzke wegen Götze rumpupt ist mir völlig wumpe. Kann er ja und ich versteh ihn auch, aber warum den Leuten so viel Angriffsfläche geben? Und dazu gehören ja auch Bruchhagen und Heidel.


    Dass Bayern teils bewusst aneckt gehört zur Strategie und ist ja auch ok, dennoch gehören gewisse Dinge in den Rahmen. Ich habe das Gefühl, es ufert grad ein wenig aus und das wollte ich hier einfach mal zur Diskussion stellen. Naivität und rosarote Brillen bringen uns nicht weiter. Und die Kluft zwischen Verein und Fans kommt auch nicht von irgendwoher. Ab und zu sollte man auch mal objektiv an gewisse Dinge rangehen und sein eigenes Verhalten hinterfragen. "Schöne heile Welt" sag ich da nur. Kann doch nicht sein, dass eine Choreo gegen Barca abgesagt wird. Wie peinlich ist das denn für uns als vielleicht bester Verein Europas?

    Die Kommunikationspolitik und die Art und Weise des Vorstandes bei diesem ganzen aktuellen Transfer-Hickhack ist meiner Meinung nach wirklich beschämend. Wir schaffen es doch tatsächlich, den ganz guten Ruf, den wir uns in dieser Saison aufgebaut haben durch tolle Leistungen, so primitiv wieder niederzuschmettern. Wir sind Meister, haben Barca weggefegt und dennoch kann ich mich aktuell nicht über das Ganze freuen, weil ich mich für das Verhalten der Bayern einfach schäme. Ist es zu viel verlangt, vernünftig mit den abzugebenden Vereinen zu sprechen? Einfach mal anzurufen und mit offenen Karten zu spielen? So ein Verhalten ist meinem Empfinden nach unterirdisch. So schafft man es wirklich, solch eine geile Saison trotzdem noch gegen die Wand zu fahren. Ich erwarte einfach eine gesunde und respektvolle Einstellung gegenüber der Konkurrenz. Einfach nur traurig. Noch trauriger, dass sich die Verantwortlichen da nicht mal selbst hinterfragen und sich solche Texte hier nicht zu Herzen nehmen. Kein Wunder, dass die Fans auf die Barrikaden gehen.

    Insgesamt gesehen eine wirklich interessante Diskussion. Ich möchte an dieser Stelle mal ganz kurz auf die Hauptthemen eingehen.


    Außendarstellung
    Peinlich. Das sagt im Endeffekt schon alles aus. Jedes Vorstandsmitglied hat eine andere Meinung und muss diese auch in sämtlichen Boulevardblättchen kundtun. Die Krönung ist dann noch diese Diskussion um Gomez - in Gang gesetzt von einem Bayern-Angestellten. Yippi ya yeah. Wir hatten länger keinen deutschen Nationalspieler, der sowas von effektiv ist und kontinuierlich butzt. Klar ist Gomez manchmal etwas phlegmatisch und träge, aber das ist nunmal sein Spiel. Ich kann Robben auch nicht zum Balotelli machen. Generell, diese Sprücheklopferei - beschämend.


    Sportliche Leitung
    Matthias Sammer - eine großartige Verpflichtung. Hut ab, was da der Vorstand an Land gezogen hat. Ich hoffe, MS behält seine Linie und Visionen bei und krempelt den Laden gerade im Hinblick auf die Nachwuchsabteilung und zweite Mannschaft um. Die Kritik von Jonker hat mich aufhorchen lassen. Ich kann nicht beurteilen, ob diese 1:1 zutrifft, aber ich hoffe, dass man sich diesen Gedanken annimmt und nicht großkotzig und arrogant als Schmarrn abhakt. Nachwuchs ist immens wichtig und ich hoffe, dass die Integration von deutschen Talenten eine Kernsäule in Sammers Konzept ist. Ich will kein Wolfsburg haben, bei denen 40 Nationalitäten aufeinander treffen. Ich möchte mich mit meinem FCB identifizieren können und das klappt nicht, wenn da nur 2 Deutsche spielen und der Rest überbezahlte ausländische Stars sind. Es muss eine gesunde Mischung sein, so wie jetzt. Dremmler kassiert hier ordentlich Kritik - ich persönlich kann seine Arbeit nicht beurteilen, wundere mich nur über Butts Rücktritt.


    Transfers
    Die Kritik an den Transfers kann ich null nachvollziehen. Shaqiri - ein Traum. Jung, dynamisch, voller Motivation und Willen. Mandzukic muss sich meiner Meinung nach noch beweisen, wobei er mich bislang positiv überrascht. Die Integration von Weiser und Can sehe ich bis dato sehr positiv. Dante schnürt den Konkurrenzkampf in der Defensive - fein. Pizarro, für mich das einzige große Fragezeichen. Wir haben uns gut verstärkt - und zwar in der Breite und das ist gut so. Genau das war in der Vergangenheit immer unser Problem. Die erste Elf war spitze und dann fällt Schweinsteiger aus und ein Pranjic kommt. Halleluja. Die totalen Superstars brauchen wir aktuell nicht weiter zu verpflichten. Das bringt nur Unruhe und Knatsch. Da würde man sich selbst ins Bein schneiden. Ein Bender wäre noch ein feiner Schachzug. Mal schauen, ob das klappt.

    Ich persönlich denke, dass man die Außendarstellung verbessern könnte. Die ständige Sprücheklopferei der Alphatiere des FCB waren in der Vergangenheit sicherlich markante Akzente, die auch ihre Wirkung hatten. In der heutigen Zeit sind diese allerdings total deplatziert. Man haut sich damit nur selbst in die Pfanne und man braucht sich dadurch nicht wundern, dass die Bayern oft in der Öffentlichkeit niedergeputzt werden. Man sollte sich mehr auf sich, auf seine eigene Stärken konzentrieren, die Kompetenz, Kraft und Arbeit in den eigenen Verein stecken - jeden Tag was besser machen und Dinge optimieren. Konzentration auf den eigenen Club legen und nicht immer zu den anderen schielen. Mia san mia und die anderen lass mal die anderen sein! Es fehlt mir einfach mal ein wenig die Lockerheit. Es ist alles so verbissen. Des Weiteren ist es Zeit junge, dynamische Personen mit modernen Ansätzen in das Management einzubinden. Ich denke da in erster Linie an einen Oliver Kahn. Der hat meiner Meinung absolut was drauf. Christian Nerlinger kümmert sich um die Administration im sportlichen Bereich, während Oliver Kahn für das klassische Management verantwortlich macht. Vielleicht auch noch einen Dritten, um mehr Kompetenz und Ressourcen zu haben!? Alles nur grob angerissen, ich könnt hier nen Roman schreiben :-)