Posts by derphilosoph

    @ dodgeram


    Nur haben in England halt zumindest noch Chelsea und United etwa dieselben Mittel, von daher kann man sich den Titel nicht ohne Weiteres kaufen.


    Ich glaube auch nicht, dass man sich bei City Jahre damit zufrieden geben würde, 10 Punkte hinter der Spitze zu stehen. Aber Pep sitzt sicher sehr fest im Sattel, nicht zuletzt wegen der Tatsache, dass im Management seine Kumpels sitzen.


    Die Kritik sollte ja auch nicht einfach auf die Punkte abzielen. Stimmen das Konzept und die Ausrichtung, so wird eine zu geringe Punkteausbeute bis zu einem gewissen Mass eher verziehen als wenn man eigentlichen Ergebnisfussball spielt und die Ergebnisse ausbleiben. Ich gehe davon aus, dass sie in Manchester hinter dem Konzept von Guardiola stehen, von daher wird eine unbefriedigende Saison sicherlich hingenommen werden, wenn man eine Entwicklung sieht und auf diese vertraut. Aber schon nächstes Jahr wird das Team stabiler auftreten müssen, sonst könnte es ungemütlich werden.

    Nachdem die Saison für City so gut begonnen hat, bin ich doch überrascht, wie viel Probleme das Team nach wie vor hat. Ich bin gespannt, ob es Pep im Verlaufe der nächsten Jahre gelingt, City einen ähnlichen spielerischen Glanz wie bei uns zu verleihen.


    Die PL geniesst hier ja bei vielen einen zweifelhaften Ruf, aber die Leistungsdichte an der Spitze ist schon enorm. Platz 2 und 6 trennen gerade mal 5 Punkte, da wird es bis zum Ende einen erbitterten Kampf um die CL-Plätze geben und ausser Chelsea kann sich niemand wirklich eine Schwächephase leisten. Serienmeister zu sein ist zwar schön, aber dieser Mehrkampf zwischen Teams mit vergleichbarer Qualität und Mitteln hat schon was für sich. Wird für die Bundesliga aber wohl leider ein Wunschtraum bleiben.

    Wenn jemand 70 Millionen bezahlt, würde ich ihn auch abgeben, aber ansonsten nicht. Es muss ein Betrag sein, der es ermöglicht, gleichwertigen oder im Idealfall noch besseren Ersatz zu holen, sonst bringt es uns nichts. Im Idealfall kein Talent, sondern ein Spieler, der sofort hilft. Denn Talente haben wir ja bereits einige, um die man sich kümmern sollte.


    Aber bei den aktuellen Preisen ist das nicht ganz einfach, daher muss jemand schon ganz tief in die Taschen greifen. Ansonsten bleibt Costa halt einfach. Ich bin mir sicher, dass er damit leben kann, wenn er dauerhaft spielt und dann bei guter Leistung sein Vertrag allenfalls noch etwas angepasst wird.


    Der Zeitpunkt für dieses Interview ist für mich sehr seltsam. Ich würde das verstehen, wenn er nicht beachtet würde und fürchte müsste, auf lange Sicht auf der Bank zu versauern. Vielleicht spekuliert er wirklich auf ein unmoralisches Lohnangebot, welches er hier wohl nicht bekommen wird.


    Was wir erleben dürfen, ist allerdings eine Abkehr von der grundlegenden Spielphilosophie, die mit van Gaal vor nunmehr 8 Jahren begann. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass wir drauf und dran sind, jegliche fußballerische Identität zu verlieren. Man sieht trotz eines fast kompletten Kaders - den man ohne Not NOCH weiter verkleinert hat - und einer Wintervorbereitung, auf die viele vertröstet hatten, keinerlei zugrunde liegende Offensividee, außer sich auf die individuelle Klasse zu verlassen. Die vielen Missverständnisse machen immer noch den Anschein, als gäbe es keine einstudierten Spielzüge.

    Darin sehe ich auch die grösste Gefahr, wenn Ancelotti länger bleiben sollte. Dass man danach überspitzt formuliert wieder von vorne beginnen und sich überlegen muss, welche Strategie man längerfristig verfolgen will. Daran, also an einer zukunftsträchtigen und gesunden Strukutur, liegt mir viel mehr als an einem kurzfristigen Erfolg.


    Aus diesem Grund war ich auch ein so grosser Fan von Peps wirken. Er hat, natürlich auf van Gaal und Jupp aufbauend, eine Identität geschaffen, von der man eigentlich noch lange hätte zehren können. Von daher wäre es wohl besser gewesen, einen (jungen) Trainer zu verpflichten, um dieses System weiterzuentwickeln. Stattdessen hat man auf einen Trainer gesetzt, der eigentlich seit jeher mehr die Qualitäten eines Nationalmannschaftstrainers inne hat. Er setzt auf erfahrene, individuell starke Spieler und schafft es, diese auf besonders wichtige Ereignisse zu motivieren. Das macht Sinn, wenn man aus einer guten Truppe kurzfristig den höchstmöglichen Erfolg rauspressen möchte. Vielleicht war das auch tatsächlich der Plan, mit der alternden goldenen Generation einfach irgendwie noch einmal den grossen Pokal zu holen und dann weiterschauen.


    Allerdings wäre dies ein m.E. sehr schlechter Plan. Zum einen kann man den CL-Sieg ohnehin nicht planen und zu andern erschwert man dadurch das viel wichtiger Ziel, nämlich auf Jahre hinaus eine europäische Spitzenmannschaft zu stellen, die zumindest Mitfavorit auf die CL ist. Darum muss es gehen, wie oft man den CL-Titel dann tatsächlich holt, ist gar nicht so wichtig und basiert ohnehin auf viel Glück und Zufall.

    Bei Costa sitzt man ein wenig in der Zwickmühle. Er hat immer wieder grandiose Szenen, aber Weltklasse verkörpert er m.E. nicht. Nachdem man sich aber nun über Jahre an absolute Weltklasse auf beiden Flügeln hat gewöhnen können, fällt es schwer, sich von diesem Anspruch zu trennen. Aber das wird man wohl müssen, weil es schlicht nicht möglich ist, Robbery gleichwertig zu ersetzen. Mir fallen da ohnehin kaum Spieler ein, und die wenigen valablen Kandidaten lassen sich kaum loseisen.


    Von daher bin ich mit Costa ganz zufrieden, er ist ein guter Spieler mit Ausreissern gegen oben und unten und kann noch gut und gerne 5-6 Jahre auf seinem Niveau spielen. Wenn man ihn behält und es schafft, auf der anderen Seite einen richtigen Weltklassemann aufzubauen (Coman) oder zu kaufen, ist man sehr gut aufgestellt. Da man ohnehin schon genug Umbrüche wird tätigen müssen, wäre mir schon wohler, wenn man sich nicht noch weitere Baustellen schaffte.

    Ich bin schon ordentlich nervös. Eine Einschätzung fällt ziemlich schwer. Beide Teams taumeln ein wenig, wenngleich sich das bei uns in der Liga zumindest nicht in den Resultaten niederschlägt.


    Wenn wir halbwegs Topform erreichen, das wird es reichen, auch wenn wichtige Spieler fehlen oder ausser Form sind. Aber wenn wir so fahrig wie die letzten zwei Spiele auftreten, dann könnte es durchaus ungemütlich werden. Schlussendlich vertraue ich aber auf Wenger, welcher ja traumwandlerisch die falsche Taktik in der CL auspackt. ;)

    Nach den vielen Erfolgen der vergangenen Jahre kann es auch mal eine Saison geben in der es etwas stottert. Wer denkt dass wir die nächsten Jahren immer alles in Grund und Boden spielen, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Wenn ich das nicht gänzlich falsch mitbekommen habe, wurde mehr als einmal darauf hingewiesen, dass die meisten kein Problem damit haben, sollte mal ein Jahr nicht gleich erfolgreich wie die letzten vier sein. Stottern darf es durchaus, wenn man zumindest eine sinnvolle Ausrichtung für die Zukunft erkennt.


    Ancelottis Spiel muss von mir aus in der BuLi auch nicht die Dominanz desjenigen von Pep erreichen, das wäre vermessen. Aber dennoch hätte ich schon erwartet, dass man nach einer halben Saison weiter sein würde. Ein funktionierendes System ist immer noch nicht wirklich ersichtlich und die mangelnde Förderung der Talente stimmt mich schon nachdenklich. Etwas überzeichnet schätze ich Ancelotti im Moment eher so ein, dass er einfach innert kürzester Frist irgendwie die CL gewinnen möchte und danach die Sintflut. Also so ähnlich wie Mourinho bei Inter, ohne allzu grosse Rücksicht auf die längerfristige Entwicklung. Ich hoffe aber sehr, dass dies nicht zutrifft oder zumindest unsere Bosse andere Pläne haben.

    Leistungen wie Robben und Ribery (früher) wird man von ihm nicht konstant erwarten dürfen, auch wenn sein Einstand dies erhoffen liess. Aber er ist auf jeden Fall ein sehr starker, unglaublich schneller Flügel, den man nicht ohne Weiteres gleichwertig ersetzen kann. Vor allem nicht für die 35 Millionen, die er gekostet hat. Mit Ribery und Robben waren wir halt unglaublich verwöhnt. Eine solche Qualität werden wir auf den Flügeln so schnell nicht mehr sehen.


    Es wäre daher schon sehr ärgerlich, wenn er uns frühzeitig verlassen sollte. Da man ohnehin schon Robbery ersetzen muss, würde ich ihn nur abgeben, wenn ein völlig verrückter Betrag aufgeworfen würde.


    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er sich - falls überhaupt ein Wechselwunsch bestehen sollte - dauerhaft bockig zeigen würde. Seine Zukunftsperspektiven sind hier doch sehr gut, Ribery und Robben dürften ihm nicht mehr lange vor der Sonne stehen. Und im Gegensatz zu Coman oder Müller kann er den Flügel eher nach Ancelottis Vorstellungen bekleiden. Von daher hoffe ich mal, dass es sich nur um eine Ente oder reines Geplänkel seinerseits handelt.

    Wenn Tymo nicht auf der 6 startet (und danach sieht es leider aus), dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Wir wollten doch einen richtigen 6er und haben nach relativ langen Verhandlungen auch einen sehr guten Mann gefunden.
    Wenn der jetzt nicht spielen kann und nicht mal eine faire Chance bekommen sollte, da wurde er von den Bayern echt verarscht.

    Wer weiss, vielleicht will Eto'o ja auch gar nicht mehr bleiben. Gab doch schon wiederholt Gerüchte, dass er sich nicht mehr so wohl fühlt, auch wenn das v.a. vor der letzten Saison war.
    Wenn dem nicht so sein sollte, wüsste ich auch nicht, wieso Eto'o verschifft werden sollte. 40 Mio. + plus Eto'o wäre echt zu viel.
    Ibra und Eto'o sind beide gleich alt und beide weltklasse. Zum schnellen Kurzpassspiel von Barca passt der Kameruner aber doch deutlich besser. Vielleicht will man auch das System ein wenig modifizieren und einen Brecher als MS. Dann wäre Zlatan natürlich geeigneter.

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    außerdem bekomm ich fast einen lachanfall, wenn ich in bezug auf die kredite für real von "staatsbanken" höre. wer oder was soll das sein? es gibt nur eine "staatsbank" und das ist die bank von spanien, also die zentralbank und die vergibt keine kredite an fußballvereine. real hat bis jetzt immer mit caja madrid und caixa de catalunya (eine madrider und eine katalanische sparkasse) geschäfte gemacht oder mit dem banco santander (die größte bank der eurozone). alle haben eines gemeinsam - sie sind private institute.
    aber hier soll ja suggeriert werden, daß der staat dem vereine geld "schenkt" - daher auch "staatsbank".
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    Interessanter Beitrag. Aber gehe lieber nicht davon aus, dass er zur Kenntnis genommen wird. ;) Hier regieren, wie ja bereits zugegeben, doch eher die guten alten Emotionen und die lassen sich nun mal sehr ungerne von Fakten belehren...



    Real ist mir auch höchst unsympathisch und ich würde mich freuen, wenn der Erfolg ausbliebe. Aber der Schwachsinn, der hier z.T. geschrieben wird, ist schon amüsant.

    Auch wenn Hertha dieses Jahr sehr weit vorne war. In den nächsten Jahren traue ich Hoffenheim weit mehr zu als den Berlinern. Von daher sehe ich den Wechsel von Simunic als nicht so schlecht an.
    Der Lohn in Hoffenheim wird sicher gut sein und er hat recht damit, dass in Hoffenheim gut gearbeitet wird. Da ist sicher mehr Potenzial vorhanden als in Berlin.
    In der Buli kennt er sich zumindest schon aus. Vielleicht hatte er nur Angebote von sehr kleinen PL-Clubs (wenn überhaupt), wo er nicht mehr verdient und keine Chance auf internationales Geschäft gehabt hätte.

    Was denkts du denn, was Real-Fans sagen? Die werden dir sagen, dass sie die Schulden abbauen und sogar Gewinn machen.
    Die kleinen BuLi-Clusbs sagen vielleicht, dass wir die Liga kaputt machen, indem wir imm die Liga leer kaufen und somit deren Weiterkommen behindern.
    Wieder andere sehen Hopp als den Totengräber des Fussballs.


    Die Vorwürfe (egal an welchen Club sie sich richten) sind sicher oftmals nicht völlig von der Hand zu weisen. Dennoch sehen die meisten Fans ihren Club als den einzigen, der alles richtig macht. Gut möglich, dass Bayern tatsächlich die Bundesliga gelähmt hat und auch gut möglich, dass man UIi und KHR nicht unbedingt als Sympathieträger sehen muss. Dennoch bin ich Bayernfan. Ich bin v.a. von der jeweiligen FCB-Mannschaft und nicht von der Transferpolitik und dem Vorstand oder einzelnen Spielern (das natürlich auch, aber das ist nicht das Entscheidende). So wird es auch bei den Real-Fans sein und daher sehe ich es auch nicht als Problem an, Real-Fan zu sein. Solange nicht Adolf Hitler bei denen als Investor einseigt, werde ich auch nicht von diesem Standpunkt abrücken. ;)


    Und mit dem Neid hat argonaut schon auch recht. Ich bin auch relativ oft neidisch/wütend auf Clubs, die ein viel grösseres Budget haben. Aber das alleine reicht noch nicht aus, um es unverständlich zu finden, dass diese Clubs doch Fans haben. Denn wie schon gesagt, aus der Sicht der anderen BuLi-Clubs sind wir die Superreichen, die ihnen alles wegkaufen und nur besser sind, weil sie mehr Geld haben.

    Wichtig wäre einfach, dass er einmal zum spielen kommt und wir dann nach dem Jahr endlich beurteilen können, ob er tatsächlich ein Flop ist oder nicht.
    Wenn er dann in Hamburg nur auf der Bank sitzt, bringt uns das auch nichts. Daher lieber ein kleinerer Club, wo er aber mit grosser Sicherheit Stammspieler ist.

    @ jarlaxle


    Stimmt, damit hast du nicht ganz unrecht. Je grösser der Star (und die richtigen Stars sind halt in der Regel Offensivspieler)l, desto grösser der Hass.
    Aber der Hass entsteht ja immer erst, wenn der jeweilige Spieler vom eigenen Club weggeht. Als Ribery von Marseille wegging, hasste ihn in diesem Forum noch niemand dafür. Er wurde nicht als "Söldner" wilkommen geheissen. Jetzt, wo aber dasselbe hier bei uns zu passieren scheint, sieht alles ein wenig anders aus...



    Aber hier gehts ja eigentlich nicht um Ribs ;)

    Man sollte auch keine Politik daraus machen, von welcher Mannschaft man Fan ist. Viele hier denken sich, dass Real den Fussball kaputt macht und können es daher nicht verstehen, dass man Fan dieses Clubs sein kann.
    Über Bayern denken ganz viele Fans kleinerer Buli-Clubs genauso.


    Schlussendlich gehts doch nur um Fussball. Als ich mich "entschieden" habe, Bayern-Fan zu sein, habe ich mir auch nicht überlegt, welcher Club mir von der Vereinsführung und seiner Transferpolitik am sympathischsten ist. Das ist doch irgendwie einfach ein Bauchentscheid oder man wird Fan, weil der Vater es schon ist usw. Genauso ist es bei den Clubs, die man hasst.
    Ich mag z.B. ManU überhaupt nicht, aber nicht etwa, weil sie einen Milliardär als Besitzer haben. Einfach weil sie uns damals in der CL gedemütigt haben...
    Die Politik von Abramowitsch ist mir auch nicht sympathisch und ihm persönlich gönne ich auch keinen CL-Titel. Aber es stört mich keineswegs, wenn jemand Chelsea-Fan ist. Irgendwie mag ich sie auch und hoffe immer, dass sie vor ManU stehen.

    Auf so einen Abschied sollte er sich hier lieber nicht einstellen. Sollte er gut spielen und doch nochmals den Club wechseln, dann wird er höchstens als Söldner verschrien...