Posts by fcbmaxi2424

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    Lucas Hernández (25) ist das Lachen noch nicht vergangen – obwohl ihn ein spanisches Strafgericht für ein halbes Jahr ins Gefängnis stecken will.

    Beim öffentlichen Training am Dienstag kam der Bayern-Star Arm in Arm mit Landsmann Corentin Tolisso (27) aufs Feld, witzelte mit Kollegen.

    Dabei hat ihn Richterin Maria Paloma Muñoz Rubiales für kommenden Dienstag um 11 Uhr zu sich nach Madrid zitiert. Dort soll dem Franzosen mitgeteilt werden, dass er seine sechsmonatige Haft innerhalb von zehn Tagen anzutreten habe (BILD berichtete).
    Grund für die Strafe: Er habe das 2017 gegen ihn erlassene Näherungsverbot zu seiner damaligen Freundin Amelia (34) nicht eingehalten.

    Das war ausgesprochen worden, weil Hernández Amelia bei einem Streit vor vier Jahren zweimal geohrfeigt haben soll. Trotz Versöhnung mit anschließender Hochzeit wurde der heutige Bayern-Star bei der Rückkehr aus den Flitterwochen im Juni 2017 kurzzeitig verhaftet.

    Muss er jetzt in den Knast? So ernst wird es für Hernández wirklich!

    Luis Salas, Pressechef des Madrider Oberlandesgerichts, zu BILD: „Es gibt zwei Verurteilungen wegen häuslicher Gewalt und zudem noch eine dritte wegen Urteilsbruchs. Das ist ein sehr gravierendes Delikt! Sie (die Richterin; Anm. d. Red.) kann nur die Gesetze anwenden.“

    Und weiter: „Sie hat nicht einfach entschieden, ihn ins Gefängnis zu schicken. Sie führt nur ein Urteil aus. Hinter der Haftentscheidung stehen zwei verschiedene Richter und die Staatsanwaltschaft. Das sind drei!“

    Muss der Weltmeister also wirklich ins Gefängnis?
    Hernández hat laut dem spanischen Anwalt Carlos Barceló noch einen rechtlichen Strohhalm, an den er sich klammern kann.

    Der Strafrechts-Experte: „Als sogenannter ,nicht gewohnheitsmäßiger Täter‘ – also jemand, der nicht öfter als zweimal in kurzer Zeit in derselben Sache straffällig geworden ist – kann er auf Aufhebung der Strafe plädieren.“

    Wichtige Voraussetzung dafür ist, dass der Profi mit Amelia inzwischen sogar einen Sohn (3) und privat wie beruflich ein sicheres Umfeld hat.

    Das spanische Verfassungsgericht empfehle laut dem Anwalt in solchen Fällen, bei kurzen Haftstrafen ganz auf eine Inhaftierung zu verzichten.

    Hernández’ ersten Antrag darauf hatte die Richterin wegen seiner zweifachen Vorbestrafung wegen häuslicher Gewalt abgelehnt.

    Barceló: „Unter den gegebenen Umständen sollte ihm das dennoch zustehen.“

    Dem Bayern-Star bleiben noch drei Instanzen, um die Haftstrafe abzuwenden: das Landgericht, eine Abänderungsklage und das Justizministerium. Zudem kann Hernández bei Straf- und Landgericht erbitten, bis zu allen Urteilen auf freiem Fuß zu bleiben.

    Was sagen die Bayern zum Fall Hernández?

    Präsident Herbert Hainer (67): „Das ist eine Vermutung, dass er sechs Monate im Gefängnis sitzt. Das sagt ja kein Mensch. Er geht jetzt da mal runter und dann sehen wir weiter. Der FC Bayern unterstützt ihn selbstverständlich.“

    Ich finde auch, dass er heute echt abgeliefert hat. Ich bin mehr als positiv überrascht. Er wirkt fit, ist in den Zweikämpfen voll auf der Höhe und trägt ordentlich zum Spielaufbau bei. Es würde mich freuen für ihn.

    Tordifferenz meines Wissens.

    Den direkten Vergleich würde ich aber stets vorziehen. Gegen den HSV haben wir pro Saison sicherlich unsere TD um +8-10 erhöht. Und das soll bei Punktgleichheit über den Meister entscheiden? Naja.

    Von den Top 15-Ligen zählt in England, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Schottland und Dänemark die Tordifferenz, in allen anderen Ligen der direkte Vergleich. Außer Belgien, da zählt zuerst die Anzahl der Siege, erst dann die Tordifferenz.

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    Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge über die gescheiterte Fußball-Revolution, einen Dämon namens Transfermarkt und die ­Freigabe von Hansi Flick für den Posten des Bundestrainers.


    BILD am SONNTAG: Wann ­haben Sie von der Gründung der Super League erfahren?

    Karl-Heinz Rummenigge (65): Relativ kurzfristig. Am Freitag schien die Welt ja noch in Ordnung, als der Vorstand der ECA (Europas Klub-Verband; d. Red.) für die Reform der Champions League ab 2024 grünes Licht gegeben hat. Alle waren happy. Am Samstag fing es plötzlich an zu rumoren.


    Ihre Reaktion?

    Ich habe Kontakt zum Uefa-Präsidenten Aleksander Ceferin aufgenommen. Ihm waren die Gerüchte auch bekannt. Er hat versucht, Juventus-Präsident Andrea Agnelli anzurufen, der zu dem Zeitpunkt noch ECA-Vorstandsvorsitzender war. Aber der hatte sein Handy ausgeschaltet.


    Hatten Sie geahnt, dass es über kurz oder lang beim Thema Super League nicht nur bei Drohungen bleiben würde?

    Ja, das Thema schwelte seit Jahren. Was jetzt passiert ist, kann man auch als einen SOS-Ruf sehen.


    Wie meinen Sie das?

    Es ist ja bekannt, dass insbesondere der italienische und spanische Fußball größte finanzielle Probleme haben, was durch Corona noch einmal verschärft wurde. Die sechs Super-League-Klubs aus diesen Ländern haben offensichtlich eine sehr angespannte Situation, was ihre Liquidität betrifft.


    Real-Boss Florentino Pérez behauptet, ohne Super League seien die Topklubs 2024 alle tot.

    Dieser Satz spricht ja für sich. Gerade in Südeuropa scheint ein wahnsinnig großer finanzieller Druck zu herrschen.


    Die Super League wurde laut Pérez seit drei Jahren vorbereitet. Wie kann es sein, dass alle so kalt erwischt wurden?

    Die zwölf Klubs sind offenbar sehr diskret vorgegangen: Was in der Nacht zum Montag verkündet wurde, kann man nicht aus der Hüfte schießen, dazu sind Heerscharen von Anwälten nötig und ein Investor, der das Ganze finanziert.


    Auch der FC Bayern, Dortmund und Paris St-Germain sollten laut Gründungsvertrag zur Super League eingeladen werden. Wussten Sie das?

    Nein, wir kannten diesen Vertrag alle nicht. Offensichtlich wurde die Super League juristisch und finanziell professionell aufgestellt – mit nur einem Gedankenfehler: Man hat völlig unterschätzt, wie die Reaktion im Rest der Fußballfamilie auf dieses Projekt ausfällt. Das hat man dann ab Montag gesehen …


    Warum wurde der FC Bayern Ihrer Meinung nach nicht sofort eingeladen?

    Wenn ich etwas erfahren hätte, dann hätte ich versucht, mit aller Macht die Super League zu verhindern, gemeinsam unter anderem mit unseren Freunden aus Dortmund und Paris.


    Warum?

    Weil der FC Bayern nicht für eine solche Veranstaltung zu haben ist. Wir alle hier haben da eine klare Haltung: Man kann sich nicht separieren von der Fußballfamilie, indem man seine eigene Veranstaltung organisiert zulasten der anderen.


    Auch wenn angeblich über 500 Mio. Euro pro Klub alleine in den ersten beiden Jahren winken?

    Diese hohen Cash-Zahlungen waren der Lockvogel. Sie hätten bei der angesprochenen Liquiditätsproblematik große Hilfe geleistet. Deshalb ist der eine oder andere Klub wohl in diesen Super-League-Zug eingestiegen.


    Haben Sie die Super League wirklich als Gefahr angesehen oder war Ihnen klar, dass sie zum schnellen Scheitern verurteilt ist?

    Nein, ich hatte große Sorge – aus zwei Gründen: Zum einen ist durch die Super League die Fußballfamilie entzweit worden. Zum anderen haben wir eine Champions League, mit der wir beim FC Bayern total glücklich sind. Wenn da zwölf Topklubs plötzlich fehlen, wer bleibt dann übrig? Das wäre schon ein großes Problem geworden, was Image und Wert der Champions League betrifft – und man sollte nicht vergessen: Die Fans sind happy mit der Champions League.


    Was war am Ende entscheidend für das Scheitern?

    Dass dieses Konstrukt auf eine so große Ablehnung gestoßen ist. Ein weiterer wichtiger Fakt war, dass mit Paris, Bayern und Dortmund drei große europäische Klubs nicht mit im Boot saßen. Ohne uns drei wäre die Super League eben nicht exklusiv super gewesen. Unsere Ablehnung war ein ganz wichtiges Zeichen. Danach hat es zwei Wellen gegeben.


    Was meinen Sie?

    Die eine hat Aleksander Ceferin ausgelöst. Er hat einen großartigen Job gemacht. Er hat an einem Tag einen Aufwand an Arbeit betrieben, wie ich es noch nie erlebt habe. Er hat mit allen wichtigen Stakeholdern im Fußball gesprochen, mit allen wichtigen Ligen, Nationalverbänden und Politikern.


    Und die zweite Welle?

    Die Uefa hat einen riesigen Druck auf die zwölf Klubs aufgebaut. Hinzu kamen die Fanproteste und Äußerungen von Politikern wie Großbritanniens Premierminister Boris Johnson und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.


    Sollten die zwölf Klubs trotz ihres Komplotts in die ECA zurückkehren, aus der sie in der Nacht zum Montag ausgetreten sind?

    Ceferin hat zuletzt davon gesprochen, wieder eine Einheit aufzubauen und gemeinsam voranzukommen. Das Wichtigste ist, dass die Klubs ihren Fehler erkannt haben und bereit sind, ohne Wenn und Aber den Schritt in die Fußballfamilie zurückzugehen und sich für alle Zeiten zu ihr zu bekennen.


    Wie geht es jetzt weiter?

    Was passiert ist, ist völlig inakzeptabel. Aber es muss jetzt in erster Linie darum gehen, künftig wieder gemeinsam und solidarisch im Sinne des Fußballs zusammenzuwirken. Ich sehe mich da selbst als Mediator ein bisschen in der Pflicht.


    Gilt das auch für Real-Boss Pérez, den „Anführer“ der Super League?

    Ich kenne Florentino, er ist ein stolzer Spanier und Präsident des wohl berühmtesten Klubs der Welt. Ein hochintelligenter Mensch, mit dem man grundsätzlich vernünftig sprechen kann. Auch da wird es wichtig sein, eine Brücke zu bauen. Ich bin ein Freund des Dialogs und nicht der aggressiven Auseinandersetzung.


    Ceferin bezeichnet Juve-Boss Agnelli als Menschen, der ständig lügt. Kündigen auch Sie Agnelli die Freundschaft?

    Andrea kommt aus einer anderen Generation und ist ein anderer Typ als ich. Ich habe selbst Fußball gespielt, habe mich immer dem Fußball verpflichtet gefühlt – nicht exklusiv dem Geld.


    Agnelli stammt aus der Fiat-Dynastie, war selbst kein Fußballprofi. Geht es ihm nur ums Geschäft?

    Wir alle haben einen großen Fehler gemacht, ob nun Real, Barça, Juve, City, Bayern oder Dortmund – und auch die Medien heizen das immer wieder an: Wir haben jedes Jahr die Ausgaben für Spielergehälter erhöht, höhere Ablösesummen gezahlt – weil wir uns einem Dämon namens Transfermarkt unterworfen haben. Durch Corona wurden wir alle geschädigt, die einen mehr, die anderen weniger. Daraus müssen wir die Konsequenzen ziehen.


    Welche?

    Wir müssen jetzt eine gemeinsame Initiative nach Europa bringen, die da heißen sollte: Nicht die Kosten noch weiter aufpumpen, sondern reduzieren! Kleinere Brötchen backen, was Spielergehälter und Beraterhonorare betrifft. Und uns in Europa mit einer Gehaltsdeckelung wie dem Salary Cap in den US-Profiligen beschäftigen.


    Agnelli und Pérez wollen das Projekt Super League noch nicht endgültig beerdigen. Rechnen Sie mit einem neuen Anlauf?

    Das Thema ist endgültig erledigt. Das war ein Warnschuss. Am Ende ist es vielleicht sogar gut gewesen, dass wir diesen ganzen Zirkus binnen 48 Stunden erlebt haben, der die ganze Welt in Aufruhr versetzt hat. Er hat dazu geführt, dass für alle Zeiten auch die Geschäftsleute, die im Fußball sehr zahlreich vorhanden sind, verstanden haben, dass der Fußball etwas anders tickt als nur geschäftlich.


    Die Fans sehen auch die Champions-League-Reform ab 2024 kritisch, weil nicht sportliche, sondern kommerzielle Gründe dahinterstecken würden: 36 statt 32 Klubs, je zehn Vorrundenspiele statt acht Vierergruppen.

    Die Reform ist bisher in der Öffentlichkeit von der Uefa unzureichend erklärt worden. Das wird sich ändern. Ich sage aus voller Überzeugung: Das, was am Montag vom Uefa-Exekutivkomitee als Reform beschlossen worden ist, wird der Champions League helfen, noch besser zu werden. Durch die neue Form der Vorrunde wird der ganze Wettbewerb viel spannender und emotionaler, auch weil es für die Großen viel schwieriger wird, sich durchzusetzen.


    Zum FC Bayern: Wird Hansi Flick trotz laufenden Vertrags im Sommer als Bundestrainer freigegeben, auch wenn der DFB keine Ablöse zahlt?

    Es ist Fakt, dass uns Hansi Flick mitgeteilt hat, uns nach der Saison verlassen zu wollen. Wir haben vereinbart, dass wir uns nach dem Spiel in Mainz zusammensetzen. Eines muss klar sein: Wenn wir Hansis Wunsch entsprechen sollen, müssen alle Parteien gemeinsam eine Lösung finden, mit der auch der FC Bayern zufrieden ist. Wir sprechen hier immerhin von einem Trainer, der mit uns Historisches erreicht hat und mit dessen Arbeit wir sehr glücklich sind.


    Wann fällt die Entscheidung im Fall Flick?

    Nach unserer Partie in Mainz haben wir zwei Wochen kein Spiel und viel Zeit. Ich muss in der ganzen Situation aber auch einmal etwas Grundsätzliches anmerken, das ist uns allen wichtig: Momentan zielt die Öffentlichkeit auf Hasan Salihamidzic ab. Aber alle Entscheidungen, selbstverständlich auch Transfers und Kaderfragen, treffen wir beim FC Bayern gemeinsam mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat – und der Trainer ist dabei genauso eingebunden. Daher finde ich es nicht fair, wie die Öffentlichkeit aktuell mit Hasan umgeht.